Gottesstaat und weltliche Ordnung
Was bleibt von Politik, wenn Gerechtigkeit nur jenseits der Welt vollkommen sein kann?
Die Plünderung Roms im Jahr 410 wird zum Anlass einer grundlegenden Deutung von Geschichte, Religion und Herrschaft. Augustinus weist die Vorstellung zurück, das Christentum habe den Niedergang Roms verursacht. Zugleich trennt er die weltliche Ordnung radikal von der göttlichen Gemeinschaft.
Günter Fröhlich zeichnet nach, wie Augustinus neuplatonische und christliche Motive verbindet, den freien Willen auf eine höhere Ausrichtung bezieht und mit der Auslegung heiliger Texte wichtige Impulse für die Hermeneutik gibt.
Politisch bleibt ein ambivalentes Erbe. Der weltliche Staat sorgt allenfalls für vorläufigen Frieden; vollkommene Gerechtigkeit liegt bei Gott. Diese Abwertung des Politischen konnte Herrschaft begrenzen, aber ebenso dazu dienen, Gegner religiös zu diffamieren und weltliche Machtansprüche zu legitimieren.
die Plünderung Roms und die Verteidigung des ChristentumsNeuplatonismus, freier Wille und Auslegunggöttliche und weltliche GemeinschaftFrieden als vorläufiges weltliches Gutpolitische Folgen der Abwertung des DiesseitsVertiefung in Band 1, Kapitel 4 „Augustinus über den göttlichen und den weltlichen Staat“.
Text, Redaktion, Sprecher und Musik: Günter Fröhlich.
Herausgeben vom Felix Meiner Verlag mit freundlicher Unterstützung durch das Stipendienprogramm des Freistaats Bayern „Junge Kunst und neue Wege“ und der Franken-Akademie Schloß Schney e. V.
Podcast-Website: weg-der-demokratie.podigee.io
Buchveröffentlichung: meiner.de/weg-der-demokratie
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