Wer glaubt, weiss nicht genau Bescheid. Das bekommen Christen immer wieder einmal zu hören. Diese Behauptung wird rasch mit dem Hinweis abgewiesen, unter Glauben sei eine feste Zuversicht zu verstehen; ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht, wie es im Hebräerbrief heisst (Hebräer 11,1). Sollte sich anhand des Verständnisses eines Begriffes die Spreu vom Weizen trennen – die Gläubigen von den Ungläubigen? Kannst du ganz ehrlich sagen, dass es in deinem Gottvertrauen keinen Moment der Unsicherheit gibt? Meinst du, an der Gewissheit festhalten zu müssen, um Gott nicht zu enttäuschen? Der Abschnitt aus dem Matthäusevangelium ist eine Wegbeschreibung. Er weist den Weg zum Glauben, der von der Bitte, über eine Begegnung zum Erbarmen führt.