In der dritten Episode wird ein zentrales Thema aus dem Buch „Deutschland – eine Heldenreise: Orientierung in Zeiten des Umbruchs“ vertieft: Welche Folgen hat die rasche Verbreitung generativer KI für Arbeit, Bildung und gesellschaftliche Entwicklung? Die Episode entwickelt die These, dass die gegenwärtige Kognitivierung eine historische Umwälzung darstellt, die in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung mit der Industrialisierung vergleichbar ist. Nachdem Maschinen körperliche Arbeit verändert haben, greift generative KI zunehmend in sprachliche, analytische und urteilende Tätigkeiten ein. Daraus können neue Formen der Dequalifizierung, der Abhängigkeit und der Verarmung kognitiver Arbeit entstehen. Viele Beschäftigte laufen Gefahr, zu „kognitiven Fließbandarbeitern“ zu werden, während die wirtschaftlichen Gewinne vor allem den Eigentümern der kognitiven Produktionsmittel zufallen. Die Episode bleibt jedoch nicht bei dieser Diagnose stehen. Sie entwickelt mit der Idee einer Kognitiven Infrastruktur (KI*) einen Ansatz, wie sich die Potenziale Künstlicher Intelligenz nutzen lassen, ohne die Voraussetzungen menschlicher Urteilskraft, beruflicher Fähigkeiten sowie wirtschaftlicher, politischer, gesellschaftlicher und kultureller Entwicklung zu gefährden.