Die Ästhetik Europas (Audio)

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Die Ästhetik Europas (Audio) episodes

  • Seid umschlungen, Millionen - Beethovens Neunte Symphonie und die Idee eines geeinten Europas 2013
    Einleitung: Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab - ein Stimmungsbild der Zeit
    Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit: Das kommunikative Problem im Europa Ende des 18. Jahrhunderts
    Schillers Freudenode - ein Trinklied?
    Beethoven und die Aufklärung: Der glorreiche Augenblick - »Europa steht!«
    Die Konzeption: Beehovens wechselnde Pläne mit der Freudenode
    Die Freudenmelodie
    »O Freunde, nicht diese Töne!« Zur Konzeption des Finales der »Neunten«
    Die kleine Schwester: Chorfantasie C-Dur op. 80
    Zeitgenössische Rezeption: Wagners Interpretation der »Neunten«
    al inferno dal paradiso: Beethovens Schlußchor als das »Neue Lied« der erlösten Menchheit
    Widerlegter Optimismus? Die Kehrseite der großen Menschheitsverbrüderung
    Besitzansprüche: Die »Neunte« in der deutschen und europäischen Geschichte
    Pars pro toto: Der Song of Joy
    Internationale Karriere: Von der Freudenmelodie zur Europa-Hymne
    Beethovens großer Apell: »Brüder, überm Sternenzelt muß ein lieber Vater wohnen!«
    1 hr 3 min
  • Die Ästhetik Europas - Geschichten und Bilder 2013
    In dem Vortrag wird ein Zugang zur Ästhetik Europas dadurch gesucht, dass man an Bilder und Geschichten erinnert, in denen Europa einen, man könnte sagen, signifikanten Ausdruck erfahren hat. Insofern wird Ästhetik nicht im Sinne des ursprünglichen gr. Begriffs der aisthesis, der sinnlichen Wahrnehmung von Europa verstanden. Und auch nicht über die Ästhetik als Theorie des Schönen oder der Künste. Es geht um eine Ästhetik als metaphorischen Zugang zu Europa, um Sinnbilder und Sinngeschichten, in denen sich Europa quasi verkörpert hat. Die leitende Frage ist sehr einfach: Was „sehen“ wir oder was stellen wir uns vor, wenn „wir“ über Europa nachdenken? Welche Bilder und Geschichten gehen uns dabei durch den Kopf?
    Sechs Zugänge werden zunächst vorgestellt: 1. Die griechische Mythologie, in der Europa der Name einer phönizischen Königstochter war; 2. Platon und sein „Höhlengleichnis“ , in der um das Sehen, die Sonne, das Licht, den Weg nach oben – und um die Bildung, die Wahrheit, die Vernunft und die Philosophie geht; 3. das Bild von Europa als Haus oder als Festung geht mit einer restriktiven Einwanderungs- und Migrationspolitik, aber auch mit Fragen der Gastlichkeit und Gastfreundschaft einher. 4. Eine weitere wichtige und bis heute bedeutsame Dimension Europas ist die christliche Religion und die mit ihr verbundenen Aspekte des Todes und des Lebens. 5. Auch die europäischen Menschenbilder der homo tranquillus und der homo faber bzw. die vita contemplativa und die vita activa sind enorm bedeutsam. 6. Europa, das war und ist, spätestens seit 1492, der Entdeckung Amerikas, ein ästhetisches Projekt der Zivilisierung und Kultivierung der Welt. 7. Und auch die Idee der Einheit Europas bildet mit der Europaflagge eine eigene Ästhetik aus, die den vollständigen und vollkommenen Zustand Europas schon visionär vorwegnimmt.
    Der Vortrag erinnert noch an eine andere Tradition, die man eine europäische Ästhetik des Grauens nennen könnte. Vorgestellt wird ein Beispiel aus Primo Levis Buch „Ist das ein Mensch?“, ein Buch, das seinen Erlebnissen vom Februar 1944 bis zu Befreiung des Vernichtungslagers im Januar 1945 gewidmet ist.
    Schließlich wird versucht, die These plausibel zu machen, dass wir den Orient nicht vergessen dürfen, wenn wir über die Ästhetik Europas reden.
    29 min
  • Die Bildungsreise als ästhetische Erfahrung Europas 2013
    Was ist eigentlich eine Bildungsreise und welchen Beitrag kann sie zur Erfahrung der Ästhetik Europas leisten? Was nimmt man wahr, wenn man reisend die Ästhetik Europas erfahren möchte? Was zeichnet einen Bildungsreisenden aus und inwiefern kann eine Bildungsreise das Projekt des geeinten Europas befördern?
    Um diesen Fragen nachzugehen, skizziert der Vortrag zunächst eine Struktur- bzw. Begriffstheorie dessen, was als Bildungsreise bezeichnet werden kann, um dann darzulegen, inwiefern das Prinzip des Reisens als eine eigenständige Form der Bildung zu erachten ist. Darauf aufbauend wirft der Vortrag einen näheren Blick auf das Ästhetische als elementare Weltzugangsmöglichkeit des Menschen, die sich durch ein reflexives Thematischwerden der Sinnlichkeit hinsichtlich erscheinender Phänomene auszeichnet.
    Nach einem Exkurs, der der Frage nachgeht, was man sich nun unter der Ästhetik Europas vorstellen kann, bzw. welche Ideen, Logiken, Traditionen, Differenzen und Gemeinsamkeiten sich zeigen, wenn man das Reden über die Ästhetik Europas näher beleuchtet, wird abschließend der Versuch unternommen, das ästhetische Bildungsreisen als ein Prinzip aufzufassen, das dem einzelnen Menschen die Möglichkeit bereitet, in konkreten Situationen die Komplexität und Vielschichtigkeit der Ästhetik Europas mit eigenen Sinnen wahrzunehmen, sozusagen am eigenen Leib zu erspüren und auf sich und seine eigene kulturelle Existenz zu beziehen, um letztlich ein reflexives Bewusstsein für kulturell-ästhetische Differenzen und Konvergenzen, Alteritäten und Identitäten in Europa ausbilden zu können.
    Eine ästhetische Bildungsreise würde in dieser Perspektive schließlich sowohl vielschichtige Verknüpfungen zwischen Ich und Welt ermöglichen als auch umfassende kulturelle Reflexionsprozesse in Gang setzen können, die das kulturell Eigene und das kulturell Fremde genauso bewusst werden lassen, wie das Verhältnis von individuell-subjektiven Kulturformen zu kollektiv-objektiven Kulturformen. Und dies wiederum könnte durchaus als ein je individueller Beitrag zum Projekt des geeinten Europas verstanden werden.
    28 min