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Die biblische Grammatik


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In der lehrhaften Grammatik ist das Personalpronomen ein persönliches Fürwort, das ein bereits genanntes Nomen ersetzt. Man unterscheidet die Pronomen zwischen: Ich, Du, Er/Sie/Es und Wir, Ihr, Sie. Diese grammatische Form besteht in allen Sprachen der Welt. Dem entsprechend steht eine Person, ein Individuum, ein „Ich“, immer an der ersten Stelle.

Praktisch gesehen heißt es: Eine Person – ein Individuum – kümmert sich in Allem zuerst um sich selbst: Um sein Brot, sein Zuhause, sein Gewand, seinen Frieden, sein Auto, seine Gesundheit, sein Wohlbefinden usw. Danach kommt die Sorge um den Anderen – dem Nächsten. Zu allerletzt wird der Dritte in der Reihe betrachtet.

Diese Reihenfolge hat schon manchen Ärger, Ungerechtigkeit, Leid, Tränen, Kämpfe, Kriege usw. verursacht. Besonders leidet darunter eine Familie, in der jeder die erste Geige spielen will. Einer der meint, die Welt muss sich um ihn drehen – weh der Familie, die solches Verhalten zulässt, und es nicht rechtzeitig ändert und bekämpft.

Menschen, die in solchen Familien, in denen das „Ich“ an erster Stelle steht, groß wurden, haben häufig Schwierigkeiten, Umsicht und Wertschätzung gegenüber anderen und ihren Errungenschaften zu entwickeln. Sie sind stolz, angeberisch, wichtigtuerisch, unbarmherzig, beleidigend, besserwissend usw.

Auch vor den Tieren haben sie keinen Respekt. Sie sind fähig, diese auf das grausamste zu quälen.

Dem ist jedoch nicht so, wo die biblische Grammatik ihre Gültigkeit aufweist; wo das „Sie“ an erster, das „Du“ an der zweiten und das „Ich“ an der letzten Stelle steht. Menschen, die das praktizieren, verbringen ihr Leben in Freude und Zufriedenheit.

Es gibt Ausnahmen, die, trotzdem unter der himmlischen Ethik bleiben:

Wenn es um Sauberkeit, Hilfsbereitschaft, Glaubwürdigkeit, Arbeitseifer, Treue usw. geht, werde ich mein „Ich“ an den ersten Platz stellen.

Ein solches Verhalten wird als „gesundes Ich“ bezeichnet. Jedoch Vorsicht! Nicht jede Krankheit ist sofort zu erkennen. So auch ein krankes „Ich“. Darum ist es wichtig, ab und zu einen Arzt zu besuchen. Ein zuständiger Spezialist für die „Ichkrankheit“ ist der Schöpfer meiner selbst, der allmächtige Gott des ganzen Weltalls.

Ohne einem gesunden „Ich“ herrschen Unordnung, Verwahrlosung, Schmutz, Ehrlosigkeit, Unzuverlässigkeit. Ergebnisse eines fehlenden gesunden „Ichs“ sind schlechte Schüler, Arbeiter, Nachbarn, Familien, Freundschaften usw.

Bei alledem besteht noch eine Art des „Ichs“ – das aller schlimmste! Ein gespieltes „Ich“. Menschen, die ein solches Theater spielen, sind sehr gefährlich. Man hält sie für gutherzig, mit gutem Charakter. Sie wissen es so gut zu spielen, dass man vor solchen Leuten das Herz öffnet und über Dinge spricht, welche später missbraucht werden.

Lieber Leser: Prüfe dein „Ich“, damit du mit deinem demütigen „Ich“ den Anderen zum Segen bist! Nimm zur Hilfe das erprobte Gebet!

„Prüfe mich, HERR, und erprobe mich, läutere meine Nieren und mein Herz! Denn deine Güte ist mir vor Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit. Ich sitze nicht bei falschen Menschen und habe nicht Gemeinschaft mit den Heuchlern.“ (Psalm 26,2-4)

„Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ (Psalm 139,23.24)

„Tut nichts aus Eigennutz, oder um eitle Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“ (Philiper 2,3.4)

Der Beitrag Die biblische Grammatik erschien zuerst auf Glaubenstruhe.

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