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Die Chemieingenieurin Regina Palkovits versucht mit ihrem Forschungsbeitrag zur heterogenen Katalyse die Chemie nachhaltiger und kreislauffähiger zu machen. In unserem Podcast erläutert sie eingängig, wie es zukünftig funktionieren könnte, die vielen nicht mehr wegzudenkenden Produkte aus unserem Alltag ohne neu gewonnenes Erdöl zu produzieren. Dafür braucht es ein Kreislaufsystem, wo einerseits bestehende Materialrestströme über die Katalyse zu wertvollen Bausteinen recycelt und andererseits mit biogenen CO2-Quellen, wie z.B. aus dem Agrarsektor, ergänzt werden. Ein sehr spannender, innovativer Weg, wie ich finde. Unbedingt reinhören in die „anwendungsinspirierte Grundlagenforschung“ von Regina Palkovits!
Lucas und Montgomery haben viel zu erzählen, nicht nur weil sie bereits gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Die Gründung ihres Start-up Revoltech ist eine Geschichte des Suchens und Findens. Sie führt über die Bananenfaser bis zum Hanf aus regionalem Anbau, bzw. den großen Mengen an Pflanzenfaser, die nach der Ölgewinnung übrig bleiben. Die Mission: Agrarreststoffe sollen als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Textil- und lederähnlichen Materialien dienen. Und jetzt, bereits nach 4 Jahren werden sie im industriellen Maßstab produziert. Spannend, wie die beiden das angestellt haben. - Unbedingt reinhören!
Was haben Kiefernrinde und Moor-Seggen gemein? – Beides sind gewachsene Strukturen aus der Natur, die bislang nur wenig Beachtung finden. Charlett Wenig hat sie dagegen zum Mittelpunkt ihrer Arbeit gemacht. Die Material- und Industriedesignerin konzentriert sich auf lokale Biomaterialien. Am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung untersucht und erfindet sie deren Verarbeitungsmethoden. Im Podcast erklärt uns Charlett ihren Forschungsansatz, der Naturwissenschaft und Design auf spannende Weise zusammenbringt. Wir bekommen einen Einblick in ungeahnte Designszenarien, die mit Naturmaterialien möglich werden, wie einem Jacket aus Rinde. – Pionierarbeit, wie sie im Buche steht. Unbedingt reinhören!
Tim Fronzek ist ein Mann, der Klartext redet. Darüber, dass die Nahrungsmittelindustrie insges. über 30% aller globalen Treibhausgasemissionen verursacht, - allen voran die Fleischproduktion - oder darüber, dass die eigene Ernährung unseren CO2-Fußabdruck am stärksten beeinflusst. Es gilt, dem Fleisch Kokurrenz zu machen mit alternativen und nachhaltigen Proteinen. Tim Fronzek gewinnt sie mit seinem Start Up Nosh.Bio aus Pilzgewebe über Fermentation, naturbelassen, ohne Gentechnik. Konsumierbar als Chunks, Burger, aber vor allem auch als Zusatz in Pulverform für die Lebensmittelproduktion. - Unerhört spannend, unbedingt reinhören!
Wenn Ines Schiller und Melanie Schichan von ihrer Erfindung, dem Tangpon erzählen, wird es spannend, gehaltvoll und lustig. Denn wer kann schon von sich behaupten, das weltweit erste Tampon aus Meeresalgen produziert zu haben und dabei entscheidende nachhaltige Implikationen mitzudenken: Menstruationsgesundheit, Rettung der Meere und eine alternative Finanzierung. Unser Podcast „die Biopioniere“ gibt Raum, das Gedankenuniversum von Ines & Melanie auszuloten. Faszinierend, welchen Impact bereits ein einziges Produkt auf Menschen und Umwelt haben kann – unbedingt reinhören!
In unserem Podcast "Die Biopioniere" bringt Jan Große-Kleimann die Vorteile des Agroforst für landwirtschaftliche Nutzflächen auf den Punkt. Diese möchte er auch für den Familienhof in Steinfurt bei Münster nutzen. Kein leichtes Unterfangen, wo die konventionelle Viehhaltung noch den Betrieb dominiert. Jan vermittelt anschaulich, was die Umstrukturierung des Bauernhofs erfordert. Schnell wird klar: Es braucht einen langen Atem, um die Investitionen in den Agroforst wirtschaftlich durchzustehen. Spannend, wie der ambitionierte Jungbauer das umsetzen möchte - unbedingt reinhören!
Was könnte man wohl unter einem Grünlandwissenschaftler verstehen? Einer, der etwa in Wiesen und Wäldern zuhause ist, um dort die Botanik genau zu untersuchen? In unserer neuen Podcast-Folge wird Korbinian Kätzel darauf erstaunliche Antworten geben. Der Umweltingenieur interessiert sich für ungenutze Grünflächen: das Gras neben der Autobahn oder die Wiese im Naturschutzgebiet. Diese Flächen müssen regelmäßig gemäht werden. Eine konkrete Verwendung für die Maht gab es bislang nicht. Das hat Korbinian auf eine Idee gebracht: An der Universität Kassel entwickelt er am Standort Witzenhausen aus den Restbiomassen biogene Aktivkohlen und Plattformchemikalien. Wofür diese gebraucht werden könnten, erzählt uns der symphatische Nachwuchsgruppenleiter von Bio4Act im Podcast. - Unbedingt reinhören!
Ihr Herz schlägt für die Region: Beatrice Großjohann arbeitet und lebt in ihrer Heimat Mecklenburg-Vorpommern. Dort ist sie eine vielgefragte Akteurin im Bereich der Bioökonomie: von der Pharmazie bis zum Lebensmittelsektor. Kristallisationspunkt ihrer Arbeit ist das Bioökonomiezentrum Anklam BÖZ, das sie mit gegründet hat. Auf dem ehemaligen Schlachthofgelände siedlen sich mehr und mehr Biotech- und Pharmafirmen an. Wie bei ihrer Lehrtätigkeit an der Hochschule Neubrandenburg geht es ihr dabei auch um die regionale Förderung der Jugend, der sie eine Lern- und Arbeitsperspektive bieten möchte. Alles zu hören in unserem spannenden Podcast.
Für Modedesignerin Bea Brücker sind biobasierte Textilien ein erster Schritt zu mehr Nachhaltigkeit in der Modeindustrie – aber lange nicht der einzige. In unserem Podcast erzählt sie unter anderem, warum sie angefangen hat für ihre Entwürfe mit Algen und Mikroorganismen zu experimentieren und wie ihre Mode in Zukunft sogar bei der Sanierung von Ökosystemen helfen könnte.
Das geheime Potenzial der Pilze wird immer mehr entdeckt: zum Beispiel für die Landwirtschaft. Caroline Gutjahr ist Biologin und Direktorin am Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie. Ihr Thema ist eine spezielle Symbiose zwischen Pflanzen und Pilzen: die arbuskuläre Mykorrhiza. Über das Wurzelgeflecht werden lebenswichtige Nähr- und Mineralstoffe ausgetauscht. Caroline erforscht, wie diese Prozesse genau funktionieren und wie mit genetisch abgestimmten Pilz- und Pflanzenkombinationen der Ackerbau nachhaltiger und ertragreicher werden könnte.
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