Die einzige Freiheit, die heute noch unbegrenzt gilt, ist jene der Mächtigen, unsere Freiheit nach Belieben einzuschränken.
Ein Standpunkt von Flo Osrainik.
Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!
Wenn Jürgen Klopp, die CSU und die Lufthansa einer Meinung sind — wäre es da nicht vermessen, eine andere zu äußern? Schließlich handelt es sich bei diesen dreien um Leuchten unseres zeitgenössischen geistigen Lebens. Da stellt der Fußballtrainer Impfverweigerer ins Abseits, die Christsozialen kanzeln ein gegen sie gerichtetes Volksbegehren als querdenkerische Ketzerei ab, und die Fluglinie hält es für guten Service, ihren Passagieren bei Zuwiderhandlung gegen diverse Hygienevorschriften Strafen anzudrohen. Ob total verrückt, verlogen oder abgehoben — jeder Blödsinn scheint erlaubt und erwünscht, solange er dem hehren Ziel der totalen Durchimpfung, bedingungslosen Unterwerfung und gesellschaftlichen Zersetzung dient. Flo Osrainik, Autor des Spiegel-Bestsellers „Das Corona-Dossier“, gibt Beispiele aus dem Alltag und stiftet zu Nadelstichen gegen die Corona-Blase an.
Sie machen alle fleißig mit: der dauergrinsende Fußballtrainer, die dauerbelehrende CSU oder die dauerabgehobene Fluglinie. Und alle so, wie es ihnen gerade passt. Reinrassige Corona-Willkür herrscht — weltweit.
Perhorresziert, also mit Abscheu zurückgewiesen
Da wäre etwa Jürgen Klopp. Klopp, ein in England Kohle scheffelnder Ballsportlehrer, um den man in der für einige besten aller Gesellschaften, der ellenbogengespitzten Dauerkonsumgesellschaft, aufgrund unausweichlicher Werbebeschallung ohnehin schon keinen ordentlichen Mindestabstand hinbekommt, drängt sich mit seiner vorgeschobenen Oberkauleiste nun auch in Sachen Corona als Oberlehrer auf. Zur Impfung, pro Impfung. Und das total daneben. Aber vielleicht war Klopp einfach nur unbemerkt besoffen vom Weißbier seiner Erdinger Sponsoren und hat deswegen nichts von den vielen, auch prominenten Impfdurchbrüchen gehört. Oder warum konnte gerade erst Ex-US-Verschwörungsfrontman Colin Powell trotz Doppelimpfung offiziell nur wegen Corona über den Jordan wandern (1)?
Für Klopp, der bei einer sogenannten „Medienrunde“ auf die grandiose Idee kam, dass die Verweigerung einer Corona-Impfung — machen Sie sich jetzt ein kühles Bier auf — wie Alkohol am Steuer ist. Ob gesetzlich tolerierte 0,2 oder lattenstramme 2,0 Promille, der amtierende Nicht-bayerische-Weißbier-Markenbotschafter von der Seitenlinie des FC Liverpool, einem Anlageobjekt des US-Unternehmens Fenway Sports Group, schwingt arrogant die Fahne des Corona-Faschismus und beleidigt Ungeimpfte, wie so viele aus dem Abseits jeglicher Verfassung. Also mich.
Dieser willkürlich moralisierende Fackelfeldzug findet in menschen-, freiheits- und intelligenzverachtender Form so seit Anfang 2020 statt. Dafür haben die im Stechschritt hetzenden Klopps schlagartig aus den Medien erfahren, dass das Leben eben doch für alle mit dem Tod und nicht nur in der Dritten Welt ein Ende nimmt. Das heißt im Corona-Durchschnitt meist im höheren Alter — so über 80 Jahren — und mit Vorerkrankung. Ja, auch Lügenbaron Powell hatte Krebs. Aber: Zwischen dem Corona-Tod und allen anderen Toden liegen mittlerweile Galaxien, denn der Tod an und in Zusammenhang mit einem positiven Corona-Test ist sämtlichen Rest-Todesursachen weit überlegen — selbstverständlich auch tödlichen Folgen von Alkoholkonsum.
Die gesetzlichen Bestimmungen wären, so der Alkoholbotschafter, nicht dazu da, „mich zu schützen,