Die hr2-Hörbar

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Die hr2-Hörbar episodes

  • Utopische Traumreisen mit Juni Habel & mehr Musik grenzenlos
    Mit ihrem neuen Album "Evergreen In Your Mind" lotet die Norwegerin Juni Habel leise Übergänge aus: zwischen Innenwelt und Außenklang, zwischen Stillstand und Bewegung.
    Sie führt uns damit an einen "imaginären Ort, an dem das Verlangen nach Einheit mit Mitmenschen und der Welt, die uns umgibt, endlich Realität werden kann", wie sie sagt. Habels Songs sind sparsam erzählt, getragen von einer klaren, fragilen Stimme, die Raum lässt für Zwischentöne. Aufgenommen in vertrauten Alltagsorten - zu Hause, in einem Schulraum, in den sie zeitweise unterrichtet - mischen sich behutsam reale Geräusche ins Klangbild. Zusammen mit Co-Produzent Stian Skaaden entsteht so eine Musik, die nicht behauptet, sondern beobachtet.
    Daneben öffnet die Hörbar wie immer musikalisch viele weitere Türen: zu kubanischen Klängen bei den Patriarcas de la Rumba, zu einem still leuchtenden Tango von Piazzolla, eigenwilligen Gegenwartsklängen aus Zypern mit Monsieur Doumani, irischer Harfenmelodik, einem ungewöhnlichen Blick auf Sting - bis hin zu einem Ausklang mit dem Nähmaschinenquartett (sic!).
    56 min
  • Alpkan: Balkanmusik aus den Alpen & mehr Musik grenzenlos
    Der Balkan beginnt in Wien. Was Eingeweihte schon längst wussten oder zumindest ahnten, das macht die Gruppe Alpkan aus Wien jetzt nicht nur mit ihrem Namen deutlich (Alpen+Balkan=Alpkan!), sondern auch in ihrer Musik.
    Alpenländische Folklore und Wiener Mundart haben darin ihren Platz. Das Bindeglied zum Balkan ist der kernige Sound der Blechbläser. Mit Trompete, Posaune und Tuba fühlt man sich bei diesem Quintett aus Wien auch schon mal ins Guča-Festival, das serbische Mekka der Balkan-Brass-Kunst versetzt. Aber weil diesen fünf Herren der Schalk im Nacken sitzt, werden hier auch Flamenco und Polka passend gemacht, ein Jodler klingt plötzlich nach elektronischer Musik und in manchen Moment wähnt man sich plötzlich in Mexiko oder auch im Orient.
    Alpkans neues Album "Horses" ist der Nachfolger des 2021 erschienenen "Hoas is!". Einfach mal beides laut aussprechen - merken Sie was?
    Auch sonst bleibt die Hörbar kreativ und vieldeutig: Värttinä bringen nordische Urkraft ins Spiel, Edouard Ferlet nähert sich Bach mit feinem Jazzblick. Dazu brasilianische Leichtigkeit vom Sérgio Tannus Trio, melancholische Klezmerfarben von Kroke, soulige Poesie bei Layori - und zum Schluss ein markantes Statement von Hubert von Goisern.
    56 min
  • Kerim König – sanfte Klavierklänge & mehr Musik grenzenlos
    Als Kerim König vor Jahren erstmals die Musik von Ryūichi Sakamoto hörte - das leise, eindringliche Piano-Trio aus dessen Filmmusik zu "Babel" -, war es um ihn geschehen.
    Die Faszination ließ ihn nicht mehr los. Mit "Wakai" (japanisch für Versöhnung) greift König diese Idee nun erneut auf und führt sie konsequent weiter. Entstanden ist eine zurückgenommene, sehr persönliche EP, aufgenommen im Berliner Teldex-Studio am filzgedämpften Felt Piano. Ruhige Klavierlinien, Streicherklänge und sparsame elektronische Spuren treffen aufeinander und schaffen Musik für Zwischenräume: dort, wo sich Gegensätze versöhnen, Stille hörbar wird und Erinnerungen aufscheinen.
    König, arbeitet auch als Filmkomponist, seine Musik lebt von Reduktion und Ruhe - Musik, die sich Zeit nimmt und genau darin ihre Kraft entfaltet.
    Daneben öffnet die Hörbar den Horizont mal wieder weit mit mehr Musik grenzenlos: mit Lura, Vagabondoj, Marcos Coll, Judith Owen, Vieux Farka Touré, den Klezmatics und einem jazzigen Ausklang mit Gregory Hutchinson, Gerald Clayton & Joe Sanders.
    56 min
  • Vampire, Buntspechte & mehr Musik grenzenlos
    Die Hörbar am Wochenende macht heute eine Grand Tour: Vom lässigen Wien mit der Band Buntspecht durch die Pariser Cabarets mit den Frivolités Parisiennes bis rein ins French Quartier von New Orleans, wo Sting einen berühmten Blutsauger besingt.
    Buntspecht haben sich im weitesten Sinn dem Kammerpop verschrieben - also einer Musik, die gerne groß instrumentiert und keine Angst vorm elaborierten Arrangement hat. Nicht weniger üppig: der von den 30er Jahren inspirierte Swing des Frivolités Parisiennes, der gut zur Wochenend-Laune passt. Rau und beschwingt zugleich wird’s dann bei Yasmin Lévy, einer Nachfahrin sephardischer Juden aus Spanien, die auf Ladino singt.
    Der ehemalige The Police-Sänger Sting schlendert derweil durch die Straßen von Louisiana, auf den Spuren des Vampirs Lestat aus den Romanen von Anne Rice.
    57 min
  • Beschwingter Seufzen mit Keimzeit & mehr Musik grenzenlos
    Die zu DDR-Zeiten gegründete Brandenburger Band Keimzeit ist heute schon fast immaterielles Kulturerbe. Mal rockiger, mal akustisch, immer mit der hintersinnigen Poesie von Norbert Leisegang. Jetzt gibt es ihr vierzehntes Studioalbum: "Ach, die Menschen".
    Sie starteten 1980 im brandenburgischen Bad Belzig, zuerst mit Bluesrock, dann stilistisch immer vielfältiger. Und auch, wenn Songwriter und Sänger Leisegang seine Texte immer poetisch kodiert hat - zeitweise hatten Keimzeit in ihrer Heimat Auftrittsverbot.
    Bei einem Albumtitel wie "Ach, die Menschen" vermutet man nun direkt politische Kommentare zum Zeitgeschehen. Aber Leisegang will’s anders verstanden wissen: als menschenfreundliches Entertainment nämlich. Die eine oder andere Spitze darf man sich trotzdem denken.
    Außerdem an der Hörbar: Juliette Gréco, Sarah McKenzie, Samba Touré, der Soweto Gospel Choir - und viele andere mehr.
    56 min
  • "A Family Affair": Die Huebner Brothers & mehr Musik grenzenlos
    Gregor Hübner spielt die Geige, Veit Hübner den Bass, beide manipulieren elektronische Loops und Klänge. Jeder für sich ist als Solist ein Meister an seinem Instrument, aber gemeinsam erschaffen sie pulsierende Geflechte aus Rhythmus, Melodie und Raum.
    Mit angehaltenem Atem folgt man den Wendungen, die ihr Sound nimmt - den Klangmalereien, Improvisationen und Eruptionen, im offenen Feld zwischen Jazz, Weltmusik und Groove und Improvisation.
    Zum ersten Mal kann man die Brüder Hübner hier als reines Duo erleben. Dabei sind sie seit den 80er Jahren bekannte Namen in der europäischen Jazzszene: Gregor ist Grammy-nominierter Komponist und Geiger, Veit gewann als Bassist zahlreiche Jazzpreise und kuratiert mehrere Musikfestivals.
    Weitere Höhepunkte an der Hörbar sind heute u.a. der moderne Griot Habib Koité mit seiner Band Bamada, smoother Jazz mit Crooner Curtis Stigers, die britische Sängerin Laura Marling, die auf den Spuren von Joni Mitchell unterwegs ist, und die senegalesisch-kubanische Version eines franko-algerischen Hits…
    56 min
  • Griot mit Groove: Massa Dembélé & mehr Musik grenzenlos
    Mit seinem dritten Album "Falatô" schreibt der Musiker aus einer Griot-Familie seine Reise zwischen Burkina Faso, Ghana und Deutschland weiter. Sein Instrument ist die Kamele N’goni, eine westafrikanische Harfenlaute. Jetzt umspielt von einer vollen Band!
    Schon als Kind hat Dembélé mit seinen Geschwistern und Cousins improvisierte Percussion-Sessions aufgezogen, aus Mangel an Instrumenten damals noch auf Tomatendosen. Diese Zeiten sind vorbei - für sein neues Album gönnte er sich während der Aufnahmen in Bobo-Dioulasso in Burkina Faso eine komplette Backgroundband aus lokalen Musikerinnen und Musikern. Das Ergebnis ist ein Sound, der groovy und zugleich absolut traditionell ist. Fela Kuti und Ali Farka Touré wären zufrieden.
    Außerdem an der Hörbar heute: die norwegische Jazzsängerin Silje Nergaard, Jordi Savalls Le Concert des Nations, San Glaser mit Souljazz, der libanesische Oud-Virtuose Rabih Abou-Khalil - und viele andere mehr.
    56 min
  • Neue Klänge aus Skandinavien & mehr Musik grenzenlos
    Rund um die Ostsee, hoch in den Norden, bis weit in den Westen nach Island: Das ist die Spielwiese des Plattenlabels "Nordic Notes", das unsere Musikhorizonte nicht nur erweitert, sondern ständig aktualisiert. Gerade feiert es seine 200. Veröffentlichung.
    Die Acts und Bands, die bei Nordic Notes erscheinen, stehen alle mit einem Bein in der Tradition - und mit dem anderen fest in der Gegenwart. Neue Trends, neue Sounds aus Skandinavien - die aufzuspüren hat sich die kleine, feine Plattenfirma aus dem fränkischen Langenzenn zur Aufgabe gemacht. Das feiern wir heute an der Hörbar mit Songs vom Geburtstags-Album "Nordic Notes #200", mit Musik von Víík, Anna Murtola, Svavar Knútur, Uusikuu, Áššu und anderen.
    56 min
  • Ken Norris und Ulf Meyer im Dialog & mehr Musik grenzenlos
    Wenn sich Koryphäen treffen und blind verstehen, passiert oft etwas Magisches. So wie zwischen Sänger Ken Norris und dem Jazzgitarristen Ulf Meyer. Auf ihrem gemeinsamen Album "Conversations" brillieren die beiden im lebhaften musikalischen Zwiegespräch.
    Norris war vierzehn Jahre lang Professor für Jazzgesang an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Meyer ist bekannt durch Duoprojekte mit Martin Wind und Lars Hansen. Ihr musikalisches Miteinander erklärt Gitarrist Meyer als "Improvisation entweder als Solo über die Form, oder spontan beim Bälle Zuwerfen. Wir spielen, wir jonglieren.“ Dazu verleiht die warme Soulstimme von Norris den Songs eine extra Portion Gefühl. Sie spielen Stücke von James Taylor, den Beatles, Eagles, Fats Waller, Donald Fagen und mehr - und klingen dabei so leicht, als würden sie auf Noten schweben.
    Weitere Höhepunkte der heutigen Hörbar sind Ana Moura, das Ensemble FisFüz zusammen mit Gianluigi Trovesi, Peter Cincotti und die Amsterdam Klezmer Band.
    56 min
  • Balkanische Tiere, Okzitanisches, das Gute und das Böse & mehr Musik grenzenlos
    Sie nennen sich selbst "Latin Balkan Animals", die Gruppe "Faela" um den argentinischen Sänger und Songschreiber Hugo Coronel, gegründet 2007 im schwedischen Malmö und seitdem multilingual und ergebnisoffen unterwegs in Sachen Weltmusik.
    Die algerische Sängerin Souad Massi macht sich Gedanken über das Gute und das Böse, das man in unserem bewegt-kriegerischen Zeiten vielleicht nicht immer oder manchmal etwas schwerer auseinanderhalten kann. Vincent Delerm ist der Meinung, dass wir uns in Sachen "Liebe" doch alle sehr ähnlich sind, das Haz’Art Trio zeigt, dass eine Oud auch im jazzigen Kontext wunderbar funktioniert, und energiegeladene, okzitanische Klänge nur mit Gesang und Percussion gibt’s aus dem französischen Zentralmassiv mit "San Salvador".
    Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
    57 min

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