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Österreich hat ehrgeizige Ziele für die Energiewende: Bis 2030 soll der Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt und bis 2040 Klimaneutralität erreicht sein. Doch noch sind viele Herausforderungen zu bewältigen – von lokalen Maßnahmen bis hin zu nationalen und europäischen Reformen. Im Reformclub von „Die Presse“ diskutierten Monika Köppl-Turyna, Direktorin von Eco Austria, und Leonhard Schitter, Vorstandsvorsitzender der Energie AG, über die zentralen Hürden und Chancen, um diese Ziele zu erreichen.
Letzte Schritte zur Klimaneutralität: Flexibilität und klare Rahmenbedingungen
„Wir haben derzeit 86 Prozent erneuerbaren Anteil an der Gesamtstromaufbringung. Dabei sind wir meilenweit vor anderen EU-Ländern“, erklärt Leonhard Schitter, Vorstandsvorsitzender der Energie AG. Doch er mahnt: „Die letzten 14 Prozent, die letzten Meilen, sind immer die schwierigsten.“ Neben dem Netzausbau ist eine Flexibilisierung des Stromverbrauchs essenziell. Die Nachfrage nach Strom muss sich stärker an das Angebot anpassen, so Schitter. Köppl-Turyna fordert „eine Demand Response sowohl auf Ebene der Haushalte als auch der Industrie“. Auch Schitter sieht Reformbedarf: „Wir brauchen Rechtssicherheit und klare Rahmenbedingungen, damit wir in die Netze investieren können.“ Zur Finanzierung schlägt Schitter ein Maut-Modell vor, bei dem die Nutzung des Netzes individuell abgerechnet wird. „Die Industrie sollte ihre Produktion flexibel an Zeiten mit niedrigen Strompreisen anpassen. Das würde in Summe die Preise senken und die Netze entlasten“, stimmt Köppl-Turyna zu.
Ein Pakt für Klimaziele und Nachhaltigkeit
„Es braucht einen Zukunftspakt zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung“, fordert Schitter abschließend. Ohne mutige Entscheidungen und Priorisierung der Projekte bleibt die Energiewende eine Vision.„Es braucht einen Zukunftspakt zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung“, fordert Schitter abschließend. Ohne mutige Entscheidungen und Priorisierung der Projekte bleibt die Energiewende eine Vision.
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By Die PresseÖsterreich hat ehrgeizige Ziele für die Energiewende: Bis 2030 soll der Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt und bis 2040 Klimaneutralität erreicht sein. Doch noch sind viele Herausforderungen zu bewältigen – von lokalen Maßnahmen bis hin zu nationalen und europäischen Reformen. Im Reformclub von „Die Presse“ diskutierten Monika Köppl-Turyna, Direktorin von Eco Austria, und Leonhard Schitter, Vorstandsvorsitzender der Energie AG, über die zentralen Hürden und Chancen, um diese Ziele zu erreichen.
Letzte Schritte zur Klimaneutralität: Flexibilität und klare Rahmenbedingungen
„Wir haben derzeit 86 Prozent erneuerbaren Anteil an der Gesamtstromaufbringung. Dabei sind wir meilenweit vor anderen EU-Ländern“, erklärt Leonhard Schitter, Vorstandsvorsitzender der Energie AG. Doch er mahnt: „Die letzten 14 Prozent, die letzten Meilen, sind immer die schwierigsten.“ Neben dem Netzausbau ist eine Flexibilisierung des Stromverbrauchs essenziell. Die Nachfrage nach Strom muss sich stärker an das Angebot anpassen, so Schitter. Köppl-Turyna fordert „eine Demand Response sowohl auf Ebene der Haushalte als auch der Industrie“. Auch Schitter sieht Reformbedarf: „Wir brauchen Rechtssicherheit und klare Rahmenbedingungen, damit wir in die Netze investieren können.“ Zur Finanzierung schlägt Schitter ein Maut-Modell vor, bei dem die Nutzung des Netzes individuell abgerechnet wird. „Die Industrie sollte ihre Produktion flexibel an Zeiten mit niedrigen Strompreisen anpassen. Das würde in Summe die Preise senken und die Netze entlasten“, stimmt Köppl-Turyna zu.
Ein Pakt für Klimaziele und Nachhaltigkeit
„Es braucht einen Zukunftspakt zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung“, fordert Schitter abschließend. Ohne mutige Entscheidungen und Priorisierung der Projekte bleibt die Energiewende eine Vision.„Es braucht einen Zukunftspakt zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung“, fordert Schitter abschließend. Ohne mutige Entscheidungen und Priorisierung der Projekte bleibt die Energiewende eine Vision.
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