Deine Mutter ist die erste Frau in deinem Leben, von der du dein ganzes Leben lang viel mitbekommst und wie ein Schwamm von ihr alles aufnimmst, was du bekommst. Darunter kann es sein, dass du Muster, Einstellungen und Strukturen übernimmst, die nicht hilfreich für dein Leben sind. Auch ist es gut möglich, dass du einen Mangel erfahren hast, weil du in bestimmten Momenten oder bei bestimmten Themen nicht genug von ihr gesehen, genährt oder versorgt wurdest. Dies kann emotional, mental oder körperlich passieren. Sicherlich hat deine Mutter ihr Bestes gegeben, und dafür erhält sie alle Achtung. Gleichzeitig geht es nun aber vor allem um dich, was du brauchst und was dir gut tut! Um als erwachsene Frau, dein eigenes Leben aufzubauen, empfehle ich dir, dich mit dieser Mutterwunde zu beschäftigen. Dazu gehört, dich von dem Elternhaus zu lösen, und die Verantwortung komplett zu dir zu holen.
In dieser Folge habe ich 7 Gründe zusammen gesammelt, warum es sich lohnt, sich mit der Mutterwunde, und vor allem dessen Heilung, zu beschäftigen. Im Anschluss berichte ich dann aus meiner Erfahrung, mein Wissen aus der körperorientierten Entwicklungspsychologie Bodynamic und meinen Schlussfolgerungen was du brauchst, um die Wunde zu versorgen und zu heilen.
Es ist eher ein mühsamer Weg und dabei lässt sich nichts so einfach wegzaubern. Auch zu voreilige Vergebungsarbeit, mentale Rationalisierungen oder Akzeptanz-Affirmationen können hier sogar kontraproduktiv sein, wenn du Losgelöstheit, Freiheit und Eigenständigkeit für dich selbst willst. Warum es sich aber lohnt, den eher langsameren, schmerzhafteren Weg zu gehen: Du wirst Vieles entdecken und Neues lernen. Vor allem wirst du dabei DICH selbst mehr entdecken, kennen lernen und selbstbewusster verkörpern können. Zudem ist es wahrscheinlich, dass sich dein Verhältnis zu deiner Mutter verändern wird, sodass du losgelöster, freier und damit glücklicher sein kannst. Aber in aller erster Linie wirst du am Ende mehr von dir selbst haben und dich selbst umfassender lieben können.
Alles Liebe,
Kristin von Golden Inspiration