Die Rolle Deutschlands als Verbündeter der USA und Mitglied in der NATO besiegelt die anteilsmäßige Verantwortlichkeit für viele Tausend Tote, Hunderttausende Verletzte und ungezählte Vertriebene pro Jahr.
Ein Standpunkt von Carl Rheinländer.
Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!
Die Glaubwürdigkeit der gebetsmühlenhaft wiederholten Forderung von Politik und Medien nach Akzeptanz der Corona-Maßnahmen aus „Solidarität mit den Risikogruppen“ löst sich von selbst in nichts auf, wenn man die Opferzahlen all der anderen Bereiche politischen Falsch- oder Nichthandelns betrachtet. Hier wird durch gezielte Unterlassung entsprechender Maßnahmen aus wirtschaftlichen und ideologischen Erwägungen heraus ein Vielfaches an vorzeitigen Todesfällen pro Jahr verursacht und lapidar hingenommen. An einen kleinen Teil dieser Fälle, nämlich an die Opfer aus US- und NATO-geführten Konflikten weltweit, sollte gerade jetzt auch aus Anlass des Abzugs westlicher Truppen aus Afghanistan und wegen der Äußerung von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, nur NATO-treue Koalitionspartner zu akzeptieren, erinnert werden.
Die Nation, welche seit Ende des Zweiten Weltkriegs die mit Abstand meisten Kriege geführt und Konflikte geschürt hat, sind die USA. Diese Tatsache ist eigentlich unbestritten und mit genügend Beweisen unterlegt. Auch wurden Pläne für weitere Interventionen von US-Verantwortlichen des Öfteren in der Öffentlichkeit kommuniziert. Hier einige prominente Stimmen dazu:
Martin Luther King sagte, auf den Vietnamkrieg angesprochen, in einer Rede einmal:
„(…) ich wusste, dass ich nie wieder meine Stimme gegen die Gewalt der Unterdrückten in den Ghettos erheben konnte, ohne vorher ein klares Wort an den größten Gewaltverursacher der heutigen Welt gerichtet zu haben: meine eigene Regierung. Um dieser Jungen willen, um dieser Regierung willen, um der Hunderttausende willen, die unter unserer Gewalt zittern, kann ich nicht schweigen.“
Der Guardian berichtete, was Nelson Mandela anlässlich des Irakkriegs 2003 sagte, die USA, die rücksichtslos Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hätten, hätten keine moralische Autorität, um die Welt zu kontrollieren.
„Wenn es ein Land gibt, das unaussprechliche Gräueltaten in der Welt begangen hat, dann sind es die Vereinigten Staaten von Amerika. Sie kümmern sich nicht um menschliche Wesen.“
Noam Chomsky bemerkte:
„Was kann man über ein Land sagen, in dem ein Wissenschaftsmuseum in einer großen Stadt eine Ausstellung zeigen kann, in der Menschen aus einem Hubschrauber Maschinengewehrsalven auf vietnamesische Hütten abfeuern, wobei ein Licht blinkt, wenn ein Treffer erzielt wird? Was kann man über ein Land sagen, in dem eine solche Idee überhaupt in Betracht gezogen werden kann? Man muss um dieses Land weinen. (...) Mir scheint es, dass eine Art Entnazifizierung nötig ist.“
Julien Assange, der Gründer von Wikileaks, stellte als Beispiel für die Grausamkeit des US-Militärs unter anderem ein ähnliches, diesmal aber reales Video ins Internet, in dem zu sehen ist, wie US-Soldaten am 12. Juli 2007 über Bhagdad/Irak aus einem Hubschrauber heraus ohne Vorwarnung mindestens 12 Zivilisten mit Maschinengewehrsalven niedermähen und sich darüber noch lustig machen (hier eine kommentierte Kurzversion).
Der Washingtoner Publizist William Blum, früher tätig im US-Außenministerium und seitdem scharfer Kritiker der US...