Die philosophische Morgentoilette

Die philosophische Morgentoilette

Download on the App Store

Die philosophische Morgentoilette episodes

  • 078 | Besser Glück als Schmerz

    In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer der Unterscheidung zwischen physischem Schmerz und dem daraus entstehenden Leiden. Er erzählt von einer persönlichen Erfahrung in der Bioenergetik, in der er lernte, durch das bewusste Einlassen auf den Atem und das Akzeptieren der Situation die Intensität des Schmerzes zu reduzieren. Lehofer veranschaulicht anhand dieser Episode sowie einer Begebenheit mit dem indischen Heiligen Ramana Maharshi, dass der eigentliche Leidensdruck oft nicht vom Schmerz selbst ausgeht, sondern von unserem Widerstand dagegen. Er betont, dass es wichtig ist, sich nach einer ersten Phase der Abwehr auf das Geschehen einzulassen, um den Schmerz von seinem Leiden zu befreien. So lässt sich das Leben weniger mit dem Kampf gegen das Unangenehme verbringen und mehr mit der Feier des Glücks und der Teilnahme am Fest des Lebens.

    – Michael Lehofer

    📚 Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/

    8 min
  • 077 | Orientierung

    In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer dem Thema Orientierung in Zeiten des gesellschaftlichen und persönlichen Umbruchs. Er reflektiert über die verunsichernden Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt und plädiert dafür, Veränderung als einzige stabile Konstante des Lebens anzunehmen, anstatt in Depressionen zu verfallen. Anhand einer Erfahrung aus seiner Psychotherapieausbildung, in der Teilnehmer mit verbundenen Augen ihren ursprünglichen Platz in einem großen Raum wiederfanden, veranschaulicht er die Kraft der inneren Wahrnehmung. Lehofer argumentiert, dass Menschen, die nicht auf den Sehsinn angewiesen sind, oft intuitiv orientiert sind, und überträgt dieses Prinzip auf das menschliche Handeln. Er ermutigt das Publikum, in Momenten der Orientierungslosigkeit nicht ausschließlich auf externe Beratung zu setzen, sondern dem eigenen Bauchgefühl und der Intuition zu vertrauen, um einen sicheren Weg durch die Unsicherheiten zu finden.

    – Michael Lehofer

    📚 Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/

    9 min
  • 076 | Wunder

    In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer der Frage, wie man Wunder bewirken kann, indem er die Heilungsgeschichte des gelähmten Mannes aus dem Neuen Testament analysiert. Er betrachtet die Handlung der Freunde, die das Dach abdecken, als Metapher dafür, dass man aus seiner vermeintlichen Abnormalität heraus neue Perspektiven auf die Welt gewinnen muss, um das Zauberhafte im Leben anerkennen zu können. Lehofer definiert Sünden dabei schlicht als Handlungen gegen die Liebe, die aus dem Ego statt aus der Verbundenheit entstehen. Indem Jesus dem Mann die Sünden vergibt, aktiviert er dessen inneres Potential und schafft die eigentliche Voraussetzung für die Heilung. Er betont, dass Wunder nicht geplant werden können, sondern entstehen, wenn man sich öffnet und aus der Liebe handelt, um dann erstaunt festzustellen, was im Alltag möglich ist.

    Hinweis: Diese Woche gibt es ausnahmsweise eine Wiederholung, da ich mich derzeit auf einer längeren Bildungsreise befinde. Nächste Woche gibt es wieder wie gewohnt eine neue Episode von mir.

    – Michael Lehofer

    📚 Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/

    8 min
  • 075 | Die Hilflosigkeit der Liebe

    In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer dem Phänomen der großen Liebe und der damit einhergehenden Hilflosigkeit. Er betrachtet anhand einer aktuellen Begegnung, wie das Ego durch die Wiedergewinnung von Kontrolle und Aggression oft die zutiefst empfundene Zuneigung untergräbt. Lehofer argumentiert, dass wahre Liebe eine Handreichung darstellt, die zwar stützt, aber nicht handelt, und verweist dabei auf die christliche Tradition, die einen Gott verehrt, der sich bewusst in die totale Hilflosigkeit begeben hat. Die Folge schließt mit dem Rat, die eigene Handlungsunfähigkeit in schwierigen Beziehungsphasen zu ertragen und der Welt ihren Lauf zu lassen, um der Essenz der Liebe gerecht zu werden.

    – Michael Lehofer

    📚 Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/

    7 min
  • 074 | Konfliktkultur

    In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer der Frage, warum Konflikte in Beziehungen entstehen und wie sie konstruktiv gelöst werden können. Er erklärt, dass die Verliebtheit oft eine Projektionsphase darstellt, in der der Partner idealisiert wird, und dass erst nach dem Abklingen dieses Zustands die tatsächlichen Unterschiede zwischen den Persönlichkeiten sichtbar werden. Diese Gegensätzlichkeit führt unweigerlich zu Reibungen, die ohne eine angemessene Konfliktkultur durch Respektlosigkeit und Abwertung die Beziehung zerstören können. Lehofer betont die Notwendigkeit, sich dem anderen zuzumuten und dessen Standpunkt als plausibel anzuerkennen, um eine Basis für die Aussprache zu schaffen. Als praktische Methode empfiehlt er die sogenannte Methode der englischen Königin, bei der durch übertriebene Höflichkeit und Noblesse im Umgang miteinander die toxische Wirkung von Kränkungen abgemildert wird. Diese künstliche Distanzierung bewirkt, dass das Miteinander leichter und angenehmer wird, was den Boden für eine echte Bereinigung der Konflikte bereitet.

    – Michael Lehofer

    📚 Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/

    7 min
  • 073 | Resonanz V2

    In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer dem Konzept der Resonanz als fundamentaler Quelle des Lebens. Er erläutert, dass wahre Begegnungen neue Lebensgeister wecken können, während einseitige Monologe und das Fehlen von Aufmerksamkeit zwischen Menschen Energie rauben und zu Müdigkeit führen. Am Beispiel von Podiumsdiskussionen und Partnerschaften zeigt er auf, wie ein resonanzloses Miteinander die Lebendigkeit erstickt und oft dazu führt, dass Menschen in andere Wirklichkeiten flüchten. Lehofer betont die hohe Verantwortung, die wir füreinander tragen, da wir durch die ständige Resonanz mit der Welt und anderen Menschen immer wieder neu geboren werden. Wer nicht mehr in der Lage ist, diese tägliche Erneuerung durch wechselseitige Wahrnehmung zu erleben, ist in gewissem Sinne bereits lebendig tot.

    – Michael Lehofer

    📚 Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/

    7 min
  • 072 | Verwandtschaft

    In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer dem Konzept der Verwandtschaft und unterscheidet dabei zwischen Blutsverwandtschaft und Seelenverwandtschaft. Er reflektiert über die gesellschaftliche Entwicklung, in der es zunehmend üblich ist, toxische familiäre Beziehungen abzubrechen, und plädiert stattdessen für den Aufbau einer respektvollen Distanz, die auch dem eigenen Wohlbefinden dient. Lehofer argumentiert, dass die Pflege von Freundschaften, also der Seelenverwandten, für die psychische Stabilität und die Bewältigung von Krisen von zentraler Bedeutung ist. Er verweist auf Erkenntnisse aus der Resilienzforschung und Studien zu Sterbekrankheiten, die belegen, dass vernachlässigte Freundschaften zu den größten Bedauern im Leben gehören. Abschließend betont er, dass man sowohl den Blutsverwandten den gebührenden Respekt erweisen als auch die Freundschaften aktiv pflegen sollte, wobei die Freundschaft zu sich selbst dabei eine besondere Rolle spielt.

    – Michael Lehofer

    📚 Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/

    7 min
  • 071 | Schönheit

    In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer dem Thema Schönheit und deren Funktion als Protest gegen die gesellschaftliche Destruktivität. Inspiriert durch eine Ausstellung in Venedig betrachtet er Schönheit als einen Zustand, der das Herz beruhigt und eine tiefe Verbundenheit mit dem eigenen Selbst herstellt. Er thematisiert dabei auch die Scham, die oft mit dem Nicht-Schönen verbunden ist, und regt an, diese Aspekte solidarisch mit Menschen zu betrachten, die mit Verunstaltungen leben müssen. Zudem warnt er vor der Eitelkeit, die er als übertriebene Versklavung an das vermeintlich Schöne definiert, und plädiert dafür, die Schönheit einfach gelten zu lassen. Abschließend argumentiert er, dass das Destruktive und das Schöne sich komplementär bedingen, um die Sehnsucht nach dem Schönen im Leben wachzuhalten.

    – Michael Lehofer

    📚 Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/

    8 min
  • 070 | Träume

    In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer der Funktion und Bedeutung von Träumen. Er erklärt, dass das Gehirn im Schlaf Erlebnisse verarbeitet, vergleicht dies mit dem Abarbeiten von Rechnungen und beschreibt Träume als Projektionen in die Zukunft sowie als Mechanismus zur Konsolidierung oder Löschung von Erinnerungen. Lehofer unterscheidet dabei zwischen der Bewusstseinskompression im Wachzustand und der Dekompression im Traum, die es erlaubt, gesellschaftliche Repressionen abzulegen und authentischer zu sein. Er geht zudem auf Albträume ein, die er als Zeichen von Überlastung deutet, und rät zur Schaffung von Ordnung im Wachleben, um diese zu reduzieren. Abschließend verweist er auf Sigmund Freuds Traumdeutung und betont, dass Träume als metaphorische Inspiration dienen, um sich selbst und andere besser zu verstehen.

    – Michael Lehofer

    📚 Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/

    9 min
  • 069 | Vorurteile

    In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer der Frage, wie sich Vorurteile von fundierten Urteilen unterscheiden und welche Last sie auf uns ausüben. Anhand einer persönlichen Begegnung mit dem Werk Peter Handkes und einem Vortrag eines Franziskanerpaters zeigt er, wie ein tief sitzendes negatives Bild durch neue Einsichten bröckeln kann. Lehofer erläutert, dass Vorurteile oft mit einer starken emotionalen Verteidigungshaltung verbunden sind, während echte Urteile ruhiger vertreten werden. Durch das Loslassen dieser starren Muster entsteht eine spürbare innere Leichtigkeit und Freiheit. Der Podcast lädt dazu ein, die eigenen Vorurteile zu identifizieren und sich von der Notwendigkeit zu befreien, sie aus Leibeskräften zu verteidigen.

    – Michael Lehofer

    📚 Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/

    8 min

About Die philosophische Morgentoilette

From the publisher's feed

GUTEN MORGEN! … heißt es von meiner Seite an jedem Montag um 06:00 Uhr mit meiner neuen Monolog-Podcast-Serie „Die philosophische Morgentoilette“. Jeweils in einer ca. 10-minütigen Betrachtung starten…