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Schon viele Namen trug das heutige Mercure-Hotel im Laufe seiner Geschichte: Hollstein, Hollstein-Ramada, Queens und – am bedeutsamsten für die Kindheit der Rückspultastler – das Crest-Hotel. Diese Folge erzählt, warum eigentlich, aber außerdem die Geschichte einer weiteren Lüdenscheider Betonburg. Ein architektonisches Ausrufezeichen am Rande der grünen Lunge der Stadt, am Stadtpark. Die Historie des Vorgängerhauses geht zurück in die Gründerzeit – in dessen Schatten wurde zu Zeiten des Dritten Reichs ein umstrittenes Monument eingeweiht – und das ebenfalls monumentale, heutige Haus entstand in der ersten Hälfte der 1970er, als sich die Stadt mit Sauerlandlinie, Tunnel und jeder Menge Beton neu erfand. Doch im Gegensatz zu vielen Bauwerken aus der selben Zeit floriert das Hotel. Neben aller faktischen Aufarbeitung tun Simon & Sebastian etwas Naheliegendes und Lohnenswertes, was man in seiner eigenen Heimat trotzdem nur selten tut: Sie verbringen eine Nacht im bekanntesten Hotel der Stadt. (Disclaimer: Die Dienste und Angebote des Hotels, mit Ausnahme des Frühstücks, hat der Podcast aus eigener Tasche gezahlt.) Der Dank der Taste für gilt dem Team des Mercure-Hotels Lüdenscheid, stellvertretend Direktorin Katja Günther. Wir wünschen einen angenehmen Aufenthalt!
Willkommen zurück im Kiosk am Ende des Universums, der zwar nach wie vor keine Lesestube ist, in dem sich aber zum vierten Mal die Rückspultastler treffen, um zu blättern in Altpapier im buchstäblichen Sinne. Diesmal geht es um eine publizistische Gattung, die mittlerweile zwar arg aus der Mode gekommen, deren Historie aber umso faszinierender ist: die Fernsehzeitschrift. Nach dem geschichtlichen Rundumschlag zeigt Sebastian seinem "Kunden" Simon die TV Hören und Sehen, denn diese – und nicht etwa die Hörzu – war die Programmübersicht der Wahl in seinem Elternhaus. Vielleicht, weil sie sich eher nach Art einer Illustrierten an eine weibliche Zielgruppe richtete? Ganz anders gestrickt die zweite Zeitschrift dieser Ausgabe, Fazitator Christians Abo-Stammzeitschrift, die TV Spielfilm. Sie revolutionierte Anfang der 1990er das Marktsegment und bot Filmrezensionen für ein eher männliches Publikum. Voller Humor, Action, Anspruch, Spannung, Erotik und vor allem mit den Daumen, die heute noch das Wertungssystem bei Trek am Dienstag bestimmen.
In der 13. Ausgabe des langsamsten, ausführlichsten und nerdigsten Jahresrückblicks der Welt endet für Christian & Sebastian das neunte Schuljahr. Wie wohl die Zeugnisse ausfallen…? Weil der Rückspultasten-Chef bereits einen großen USA-Urlaub hinter sich hat, bereitet er sich auf einen Jahrhundertsommer im heimischen Lüdenscheid vor. Dabei findet sogar Coming-of-Age statt, denn er sucht Jugendzimmermöbel aus, um sich bald von einem Stück Kindheit zu trennen. Den Fazitator hingegen zieht es nach Holland, was er zum Anlaß nimmt, den Sommer 1994 ausführlich audiell zu dokumentieren. Für die Hörerschaft heißt das: So viele original zeitgenössische Einspieler wie nie zuvor. Auch beinhaltet diese Ausgabe den liebsten doppelten Tagebucheintrag der beiden: Den 24. Juni 1994. Aber hört selbst – und laßt die Worte von Klassenlehrer Utsch in euch nachklingen: Schön war die Zeit!
Vier Jahre und zwanzig Tage – vom 2. Dezember 2021 bis zum 22. Dezember 2025 – hatte Lüdenscheids Brücke eine Lücke. Die Autobahn 45, infrastrukturelle Lebensader der Region, war über dem Rahmedetal unterbrochen, mit schwerwiegenden Folgen für die Heimatregion der Rückspultaste. Benedikt Müller, Mitarbeiter des Geschichtsmuseums in Lüdenscheid, kuratierte eine aktuell laufende Ausstellung, die historischen, aber auch emotionalen Kontext bringt. Und weil Simon & Sebastian noch immer im musealen Dokumentationsmodus sind, heute eine Sonderfolge.
Als die Tagebuch-Folgen der Rückspultaste Ende März 1994 erreicht hatten, wurde die Faszination des damals jugendlichen Christians mit einer ARD-Serie namens "3 Mann im Bett" zuerst zum Fragezeichen, dann zum Treppenwitz und schließlich zur Legende. Höchste Zeit also, den Nebel zu lüften. Christian & Sebastian haben sie gesehen, die Pilotfolge und das erste Staffelfinale der Krankenhaus-Klamotte von und mit Jochen Busse, René Heinersdorff, Karsten Speck und Hans-Peter Korff. Und was zunächst wie belangloses Boulevardtheater anmutet, läßt die beiden doch viel entdecken und macht die heutige Sonderfolge sogar zu einem Epilog der 2025er Humor-Sendereihe.
Die DS9-Folge, die Trek am Dienstag in dieser Woche besprach, A Time to Stand, startet mit einer Widmung auf schwarzem Bildschirm: In memory of Brandon Tartikoff. Ein Name, der hierzulande nicht vielen ein Begriff ist. Doch was ist mit klangvollen Titeln wie The Golden Girls, Miami Vice, The Cosby Show, Seinfeld, Knight Rider, The A-Team und ALF? Die kennen fast alle aus der Generation Rückspultaste – und viele lieben diese Serien. (Okay, Cosby eher weniger.) In Auftrag gab all diese Serienklassiker – ihr werdet es erraten haben – besagter Brandon Tartikoff, denn er war in den 1980ern Unterhaltungschef beim Sender NBC. Damals der jüngste Executive seiner Art, dessen Hits ein Network vom Schlußlicht in einen Spitzenreiter verwandelten und der selbst in den USA zu einem Medien-Superstar avancierte. 1997 starb Tartikoff im Alter von gerade einmal 48 Jahren. Ein Mann, der das Fernsehen liebte und es wie kein anderer formte. Die Rückspultaste wirft ein Blick auf Tartikoffs Leben und sein überreiches Schaffen, voller TV-Philosophie und Anekdoten.
Bei der Macht von Grayskull, wer hätte das gedacht? Nach einer halben Ewigkeit in der Development Hell und 39 Jahre nach dem ersten Versuch bekommen die Masters of the Universe einen weiteren Kinofilm. Simon & Jan, immense Fans von Toyline, Europa-Hörspielreihe und Lore, begaben sich zur Vorpremiere in ihre jeweiligen Lichtspielhäuser und auch auf Gelegenheits-Eternianer Sebastian machte der Streifen im Vorfeld einen überraschend spaßigen Eindruck. Die Frage: Hat dieser Kintopp die Macht?
Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn zeigt seit über dreißig Jahren die Zeitgeschichte unseres Landes von der Stunde Null – dem Ende des Zweiten Weltkriegs – bis zum Jetzt. Neuerdings heißt es dort: Du bist Teil der Geschichte, denn nach fünfzehn Monaten völliger Umgestaltung öffnete das HdG, so heißt es kurz, Ende 2025 unter diesem neuem Titel. Die Dauerausstellung wurde buchstäblich auf den Kopf gestellt und die meisten Exponate frisch durchgewechselt, doch immer noch führt sie Besucherinnen und Besucher von Hitlers Tod bis zu Putins Überfall auf die Ukraine. Vorbei an Luftbrücke, Staatsgründung, Wirtschaftswunder, Mauerbau, Mondlandung, Deutschem Herbst und Wiedervereinigung, begleitet von Rosinenbomber, Plattenladen, Monchichi, Trabi, Schabowski-Zettel, Joschka-Jacke und Klapphandy. Für Sebastian war das oft besuchte Museum ein entscheidender Faktor darin, ihn zu einem History Nerd in Sachen 20. Jahrhundert zu machen. Das HdG weckte in ihm das, was der Geschichtsunterricht an der Schule nicht schaffte. Die neue Dauerausstellung kennt aber selbst er noch nicht und für Erstbesucher Simon ist es ohnehin neu – also laßt euch einladen auf eine museale Zeitreise per erforschendem Rundgang, der in alle Winkel, aber auch in die Sammlung des Hauses führt. Der Dank der Rückspultaste gilt dem großartigen Team des HdG: Pressesprecherin Katja Schuler, Ellen Lehmann und Frau Dyck aus der Online-Redaktion, Herrn Schmitz für seine Führung unserer Hörerinnen und Hörer, Sammlungsdirektor Dr. Manfred Wichmann und Stiftungspräsident/Direktor Prof. Dr. Harald Biermann.
Was kann an einem Feiertag schöner sein als sich vorzustellen, es wäre Samstagabend Ende der 1980er und auf den Öffentlich-Rechtlichen läuft eine große Unterhaltungs- und Rateshow? Nichts, finden wir! Zwar herrscht langsam, aber sicher Ebbe im Sack der Prominenten, der eigentlich ein Schächtelchen ist – dennoch haben Jan, Gerrit und Sebastian schon zum achten Mal 21 Prominente von vorgestern gezogen und jede Menge sachdienliche Hinweise erarbeitet. Was bei der Jagd um Spannung, Spaß & Punkte gar nicht einfach war, jetzt wo die Supernasen Gottschalk & Krüger aus dem Rennen sind. Wir wünschen Ihnen, sehr verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, wie immer angenehme Unterhaltung und heiteres Mitgrübeln. Die nachfolgenden Podcasts verschieben sich um fünfundzwanzig Minuten. Wer die sieben bisherigen Ausgaben dieses Formats hören möchte, findet diese in unseren Folgen 40, 53, 63, 76, 87, 98 und 111.
Stillgestanden! Okay, rühren. Bis 2011 gab es in der Bundesrepublik die Wehrpflicht. (Vielleicht bald wieder.) Und wenn man nicht gerade ausgemustert wurde, dann kam man um den Aufenthalt in der Kaserne nur herum, indem man aus Gewissensgründen den Dienst an der Waffe verweigerte und zum Zivildienstleistenden wurde. Spoiler-Alarm: Keiner der Rückspul-Kollegen war beim Bund, aber einige waren Zivis und leisteten zwischen 1997 und 1999 dreizehn Monate lang soziale Dienste. So berichten heute Simon, Gerrit, Jan & Sebastian davon, wie sie selbst und ihre Familien dem Militär oder dem Friedensdienst gegenüber eingestellt waren. Wie man sich eine Musterung vorzustellen hat. In welche Einrichtungen es sie im Zivildienst verschlug und wie der Alltag aussah – dort in diesem Niemandsland zwischen Schule und Erwachsen.
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