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Dieser Podcast ist kein starres, sondern ein lernendes System. Und da es in jüngster Zeit ein paar Stimmen gab, die sagten, dass die Kafka-Wochen zwar tolle Texte offenbaren, durch sie zugleich aber auch etwas verloren gehe, das den Podcast wesentlich ausmache – nämlich Textvielfalt und Abwechslung –, rücken wir ein wenig vom Plan ab und präsentieren in dieser und der nächsten Ausgabe mal wieder Werke, die nicht von Franz Kafka stammen.
Heute einen Text von Oscar Wilde. „Die Sphinx ohne Geheimnis“ ist eine ästhetisch schöne, etwas melancholische Geschichte, in deren Rahmenerzählung zwei männliche Bekannte aufeinandertreffen. Einer der beiden, Lord Murchison, erzählt dem anderen (dem Erzähler der Rahmenhandlung) eine Geschichte aus seinem Leben. Murchison war verliebt in eine Frau, „vernarrt“, wie es heißt, doch er wusste nie, wer sie eigentlich ist und was sie tut, wenn er nicht mit ihr zusammen war. Er vermutet bald einen anderen und handelt entsprechend. Eifersucht führt selten – oder nie? – zu irgendetwas Gutem. Das Ende ist jedenfalls von Unglück geprägt. So viel sei verraten.
Oscar Wilde schrieb die Erzählung im Jahr 1887, die Schauspielerin Rose Lohmann liest sie leicht und geheimnisvoll zugleich. Diese Art des Lesens passt so genau zu der Art der Erzählung, dass es sich so anhört, als ob nicht nur die Angebetete in der Geschichte, sondern auch ihre Vorleserin eine Frau mit einer „Leidenschaft für Geheimnisse“ ist. Schon ihr Vortrag ist das Hören wert. Ein wahrer Genuss!
By Volker DrükeDieser Podcast ist kein starres, sondern ein lernendes System. Und da es in jüngster Zeit ein paar Stimmen gab, die sagten, dass die Kafka-Wochen zwar tolle Texte offenbaren, durch sie zugleich aber auch etwas verloren gehe, das den Podcast wesentlich ausmache – nämlich Textvielfalt und Abwechslung –, rücken wir ein wenig vom Plan ab und präsentieren in dieser und der nächsten Ausgabe mal wieder Werke, die nicht von Franz Kafka stammen.
Heute einen Text von Oscar Wilde. „Die Sphinx ohne Geheimnis“ ist eine ästhetisch schöne, etwas melancholische Geschichte, in deren Rahmenerzählung zwei männliche Bekannte aufeinandertreffen. Einer der beiden, Lord Murchison, erzählt dem anderen (dem Erzähler der Rahmenhandlung) eine Geschichte aus seinem Leben. Murchison war verliebt in eine Frau, „vernarrt“, wie es heißt, doch er wusste nie, wer sie eigentlich ist und was sie tut, wenn er nicht mit ihr zusammen war. Er vermutet bald einen anderen und handelt entsprechend. Eifersucht führt selten – oder nie? – zu irgendetwas Gutem. Das Ende ist jedenfalls von Unglück geprägt. So viel sei verraten.
Oscar Wilde schrieb die Erzählung im Jahr 1887, die Schauspielerin Rose Lohmann liest sie leicht und geheimnisvoll zugleich. Diese Art des Lesens passt so genau zu der Art der Erzählung, dass es sich so anhört, als ob nicht nur die Angebetete in der Geschichte, sondern auch ihre Vorleserin eine Frau mit einer „Leidenschaft für Geheimnisse“ ist. Schon ihr Vortrag ist das Hören wert. Ein wahrer Genuss!