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Diese Funktion im Auto rettet euch im Notfall das Leben


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(Bildquelle: IMAGO / Dreamstime / Bildbearbeitung GIGA)

Neue Fahrzeuge sind mit eCall

ausgestattet. Die innovative Funktion kann bei Unfällen für schnelle Hilfe
sorgen. Wir verraten euch alles, was ihr wissen müsst.

eCall bekommt Nachwuchs. Der Next Generation eCall nutzt das 4G-Mobilfunknetz (LTE) und ist seit 1. Januar 2026 für Neufahrzeuge bis 3,5 Tonnen und neuer Typengenehmigung vorgeschrieben. Ab 1. Januar 2027 müssen dann alle Neufahrzeuge mit der neuen Generation des eCall ausgestattet sein.

Was verbirgt sich hinter der eCall-Funktion?

eCall ist eine hilfreiche Funktion,

die ihr vielleicht noch nicht kennt. Schaut in eure Fahrzeugpapiere. Autos, die
ab dem 1. April 2018 zugelassen sind, besitzen einen eCall-Knopf. Die
EU-Kommission erhoffte sich durch den Button pro Jahr etwa 2.500 weniger
Verkehrstote.

Dies lässt sich erreichen, indem per

eCall alarmierte Rettungskräfte nur halb so lang benötigen, um einen Unfallort
zu erreichen. Diese Vision lässt sich allerdings erst umsetzen, wenn die
meisten Fahrzeuge auf deutschen Straßen über eCall verfügen.

Wie funktioniert eCall?

Dabei gibt es europaweit keine

Unterschiede. eCall bedient sich dem Mobilfunk und der Satellitenortung. Kam es
zu einem Unfall, können Insassen den Button auslösen. Ist dies nicht möglich,
stellt das System automatisch die Verbindung zur einheitlichen Notrufnummer 112
her.

Zusätzlich werden wichtige Daten über den Unfallort und zum Fahrzeug

übertragen. Der Sprachanruf und die Daten werden mittels Mobilfunkverbindung an
die nächstgelegene Rettungsleitstelle gesendet.

Bei schweren Unfällen, die das

Auslösen der Airbags zur Folge haben, wird der Notruf vom System automatisch
abgesetzt. Bei Parkremplern bleibt der eCall dagegen stumm. Kommt es zu dringenden
medizinischen Notfällen, wie zum Beispiel einem Herzinfarkt, können Insassen oder
Helfer den Knopf drücken.

Die SOS-Taste sollte nicht missbraucht werden und

laut ADAC nur bei medizinischen Notfällen und nicht bei Autopannen oder
Unfällen ohne Personenschaden gedrückt werden.

Welche Daten überträgt eCall?

Wird der Button manuell betätigt

oder automatisch ausgelöst, schickt der eCall folgende Daten in die
Rettungsleitstelle:

Unfallzeitpunkt Art der Auslösung (manuell oder automatisch) Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) Antriebsart (Benzin, Diesel, Gas, Elektro) Fahrzeugklasse Fahrzeugposition Fahrtrichtung

Die Anzahl der Insassen kann nur übermittelt

werden, wenn diese den Sicherheitsgurt angelegt haben. Damit das Ganze
funktioniert, müssen die Rettungsleitstellen zum Empfang des
eCall-Mindestansatzes (MSD) in der Lage sein.

Eine Deaktivierung des Systems

durch den Fahrzeugbesitzer ist übrigens nicht vorgesehen und für Laien auch
nicht möglich.

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