Dimensionen
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Dimensionen episodes

  • Amateurfilm im Nationalsozialismus

    "Der Mann mit der kleinen Kamera"

    9,5 Millimeter-Filme machten es möglich: Familienaufnahmen im Garten. Spielende Kinder. Die Inszenierung des Privaten. Amateurfilmer und -filmerinnen widmeten sich in der Zeit des NS vielfach den scheinbar unpolitischen Themen. Inwieweit entsprachen diese Bilder aber auch den Bildern der NS-Propaganda? Worum ging es Amateurfilmern schließlich bei Aufnahmen, die im Kriegseinsatz entstanden sind? Diese Fragen beantworten: Michaela Scharf, Historikerin am Ludwig Boltzmann Institute for Digital History (LBIDH) in Wien und am Historischen Institut der Universität Gießen, und Andreas Kurz, Autor und Filmemacher. Sein Dokumentarfilm "Der Mann mit der kleinen Kamera. Wie ein Amateurfilmer Frieden im Krieg inszenierte" ist in gekürzter Fassung auf ORF ON zu sehen. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 30.04.2026.

    Gestaltung: Rosemarie Burgstaller

    25 min
  • Stumme Entdeckerin

    Die künstliche Muse des Physikers Mario Krenn

    Der österreichische Physiker Mario Krenn ist einer der weltweit führenden Forscher im Grenzbereich von Naturwissenschaft und Künstlicher Intelligenz. Schon während seiner Dissertation gelang ihm ein bemerkenswerter Brückenschlag. Krenn übertrug das Design eines quantenphysikalischen Experiments an ein lernfähiges Programm - mit durchschlagendem Erfolg. Mittlerweile hat Krenns "künstliche Muse", wie er sie nennt, ihr physikalisches Repertoire spektakulär erweitert und zahlreiche Einsichten gewonnen, die menschlichen Forschern und Wissenschaftlerinnen so wohl nicht gehabt hätten. Stand der Dinge: Künstliche Intelligenz übernimmt in der Forschung zunehmend kreative Aufgaben, als Entdeckerin und Inspirationsquelle. Das bietet ungeahnte Möglichkeiten, schafft aber auch ein fundamentales Problem: die KI kann ihre Ideen nicht erklären. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 29. 04. 2026.

    Gestaltung: Robert Czepel

    25 min
  • Nachhaltige Lebensmittel

    Ernährungsicherheit für Österreich

    Zu Beginn des Jahres wurde um Lebensmittelpreise öffentlich heftig diskutiert. Österreichaufschlag, Shrinkflation und undurchsichtige Rabattaktionen erhitzten die Gemüter in verschiedenen Ministerien und Interessenvertretungen. Aktuell versucht die Regierung über den Steuersatz, Preise und Inflation zu drücken. Das sind wichtige Debatten - und doch eher Nebenschauplätze. Denn Klimarisiken drohen in den Hauptackerbauregionen im Osten des Landes die Ertragsfähigkeit der landwirtschaftlichen Böden um bis zu 40 Prozent zu reduzieren. Ohne substantielle Anpassungsmaßnahmen werden viele landwirtschaftliche Betriebe nicht überleben können. Zukunftsorientierte Bauernhöfe setzen schon jetzt auf Bodenschutz, regenerative Praktiken, sie investieren in Humusaufbau und Bewässerung. Dazu braucht es auch eine ambitioniertere Agrarpolitik. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 28. 04. 2026.

    Gestaltung: Alexander Behr

    25 min
  • Neuropathie

    Wenn der Nervenschmerz zur Krankheit wird

    Nervenschmerzen können einschießend sein, sie können kribbeln, sie können brennen, als würde das Bein mit siedendem Öl übergossen. Für viele wird dabei jede Berührung zur Qual. Oft bleibt die Erkrankung lange unerkannt oder wird falsch behandelt. Bei Neuropathie wirken die häufig verschriebenen entzündungshemmenden Schmerzmedikamente nicht. Das ändert nichts daran, dass sie Betroffenen trotzdem verabreicht werden. 57 Prozent der Allgemeinmedizinerinnen und Mediziner machen diesen Fehler, berichtet die Österreichische Schmerzgesellschaft. Unterdessen schreitet die Forschung voran. Kommen diese Erkenntnisse auch in der alltäglichen Praxis der Schmerztherapie und bei den Neuropathie-Patient:innen an? Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 27. 04. 2026.

    Gestaltung: Daphne Hruby

    25 min
  • Atomkraft - 40 Jahre nach Tschernobyl

    Open Space: das Magazin

    1. Kernkraft in Kriegszeiten
    Autorin: Sabrina Adlbrecht

    2. Atomkraft: eine notwendige Brückentechnologie für die Energiezukunft?
    Studiogespräch: mit Georg Steinhauser, Radiochemiker an der TU Wien

    3. "Small Modular Reactors": Kleine AKWs für eine dezentrale Stromversorgung
    Autor: Robin Aydinonat

    Moderation: Armin Stadler

    25 min
  • Mehr als Rechenkunst

    Kreativität in der Mathematik

    "Fantasie ist wichtiger als Wissen", sagt Albert Einstein - und das gilt auch in der Mathematik, die viele noch immer für eine graue Disziplin halten. Tatsächlich braucht es aber in der Spitzenmathematik nicht weniger Kreativität als in der Kunst - nur eben eine andere. Drei Berufsmathematiker*innen erzählen aus ihrem Arbeitsalltag - von Geistesblitzen, gedanklichen Irrwegen und mühevollem Herumprobieren. Woher kommen die Anregungen? Was tun, wenn ein Beweis stockt? Welche Tricks helfen bei mentalen Blockaden? Die Gespräche zeigen, wie neue Ideen entstehen und warum Scheitern zur kreativen Mathematik gehört. Sie ist mehr als bloße Rechenkunst, die Computer schon immer besser beherrschten als Menschen. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21. 04. 2026.

    Gestaltung: Magdalena Burghart

    25 min
  • Räude bei Steinbock und Gämse

    Unterwegs mit dem Wildtierökologen Gunther Greßmann

    Kahle Stellen im Fell, verkrustete Haut, Tiere, die sich unaufhörlich kratzen. Räude ist bei Steinböcken und Gämsen oft schon von Weitem zu erkennen. Verursacht wird die Krankheit durch Milben. Aber Räude gilt als klassische Faktorenkrankheit: Ob ein Tier erkrankt, hängt nicht nur vom Erreger ab, sondern auch von seinem Zustand, von Stress und von den Bedingungen im Lebensraum. Im Alpenraum tritt Räude seit langem auf, oft in Wellen. Untersuchungen zeigen, dass viele Tiere, die Milben in sich tragen, ohne sichtbar zu erkranken. Diese sogenannten stillen Träger könnten entscheidend dafür sein, dass sich die Krankheit in Populationen hält. Im Nationalpark Hohe Tauern beobachtet der Wildtierökologe Gunther Greßmann seit Jahren, wie sich Räude bei Steinwild ausbreitet. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21. 04. 2026.

    Gestaltung: Kathrin Horvarth

    25 min
  • Verschwiegen, verfolgt, vergessen

    Homosexuelle Frauen im Österreich der NS-Zeit

    In Österreich wurden Homosexuelle seit Mitte des 19. Jahrhunderts strafrechtlich verfolgt. Grundlage dafür bildete der § 129 Ib StG, der bis Anfang der 1970er Jahre beinahe unverändert galt - auch im Nationalsozialismus. Anders als im "Altreich" waren in der "Ostmark" sexuelle Handlungen nicht nur zwischen Männern, sondern auch zwischen Frauen verboten. Den betroffenen Frauen drohten ein bis fünf Jahre schwerer Kerker, wobei die Höchststrafe aber so gut wie nie verhängt wurde. Manche der Verhafteten kamen in Konzentrationslager, wo sie allerdings keinen rosa Winkel wie homosexuelle Männer trugen. Stattdessen wurden sie mit dem schwarzen Dreieck als "Asoziale" markiert. Etwa 20 solcher Schicksale hat nun die Wiener Historikerin Natascha Bobrowsky akribisch recherchiert und in einem Buch versammelt. – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 20. 04. 2026.

    Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

    25 min
  • Was bringt das "Lehramt neu"?

    Im Open Space zu Gast: Marko Lüftenegger, Bildungspsychologe

    Für angehende Lehrer und Lehrerinnen in Österreich ändert sich am 1. Oktober 2026 das Studium. Das "Lehramt neu" soll auch für die Sekundarstufe nur mehr 5 Jahre dauern. Damit hofft man, dem Lehrerkräftemangel entgegenzuwirken. Und im Lehrplan sind neue Pflichtmodule vorgesehen, darunter " inklusive Pädagogik" und "Mehrsprachigkeit". Marko Lüftenegger leitet den Arbeitsbereich Entwicklungspsychologie und Bildungspsychologie des Schulalters am Zentrum für LehrerInnenbildung sowie den Arbeitsbereich Bildungspsychologie an der Fakultät für Psychologie der Universität Wien. Er hat den neuen Lehrplan maßgeblich mitentwickelt. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 16. 04. 2026.

    Moderation: Lothar Bodingbauer

    25 min
  • Nachtarbeit

    Und wie sie sich auf den Körper auswirkt

    Der menschliche Körper funktioniert nach einem 24-Stunden-Rhythmus. Diese innere Uhr wird in der Forschung zirkadianer Rhythmus genannt. Organe, Gene und Proteine richten sich nach ihr. Wenn wir gegen ihren Rhythmus wach sind, gerät sie aus dem Takt - mit Folgen: Nachts zu arbeiten, erhöht das Risiko für Adipositas, Diabetes, Depressionen, Herzkreislauferkrankungen und Krebs. Besonders die Schichtarbeit, bei der sich der Rhythmus ständig umstellen muss, hat Folgen. Und dennoch ist sie Alltag: In Krankenhäusern, in Produktionsbetrieben oder im öffentlichen Verkehr. Verschiedene Schichtmodelle nehmen unterschiedlich stark Rücksicht auf die innere Uhr. Und im Alltag stellt sich für die Betroffenen die Frage: Wie kann ich die gesundheitlichen Auswirkungen von Nachtarbeit möglichst minimieren? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 15. 04. 2026.

    Gestaltung: Katharina Gruber

    25 min

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