Executive English

Diplomatisch widersprechen


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Wie Sie auf Englisch klar bleiben, ohne zu konfrontieren

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Warum Widerspruch auf Englisch oft schwieriger ist

In der deutschen Kultur ist es akzeptiert – ja sogar erwünscht – eine direkte Meinung zu äußern.

Aber in vielen internationalen Kontexten (z. B. USA, UK, Asien) wird die Art des Widerspruchs stark gewichtet.

Zu direkt = konfrontativ.

Zu vage = wirkungslos.

Auf Englisch braucht Widerspruch eine Balance aus Klarheit und Diplomatie.

Genau diese Balance lernen wir heute.

Drei Prinzipien für gelungenen Widerspruch

Prinzip 1: Erst Verstehen, dann Abgrenzen

Zeigen Sie, dass Sie die Perspektive Ihres Gegenübers respektieren – bevor Sie Ihre eigene darstellen.

Beispiel:

“That’s a helpful point – I see where you’re coming from.”
“Interesting view – thanks for bringing that up.”

Dann:

“Let me add a different angle…”
“I see it slightly differently – here’s why…”

Prinzip 2: Klartext verpackt in weicher Sprache

Nicht:
“That’s wrong.”
“You misunderstood.”

Besser:

“That might be one interpretation – but here’s how I understand it.”
“I think there’s another way to look at this.”

Prinzip 3: Struktur schafft Sicherheit

Verwenden Sie Satzmuster, die Ihnen helfen, ruhig und souverän zu bleiben.

Beispielstruktur:

Wertschätzung

Position

Begründung

“Thanks for your input. I have a different take on this because…”

“I agree with most of that – except for one point I’d like to clarify.”

Praxisbeispiele

🎯 Situation 1: Kollege schlägt einen Plan vor, mit dem Sie nicht einverstanden sind

Sie sagen nicht:

“That won’t work.”

Sondern:

“I have some concerns about that approach – may I share them?”

“That’s one way to go. Another option might be…”

🎯 Situation 2: Jemand interpretiert Daten falsch

Nicht:

“You misunderstood the numbers.”

Sondern:

“Just to double-check – I understood the data slightly differently. Can we walk through it together?”

🎯 Situation 3: Jemand übergeht Ihre Perspektive

Nicht:

“You ignored my point.”

Sondern:

“I’d like to revisit something I mentioned earlier – I believe it’s still relevant to the decision.”

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Direkte Verneinungen: “No, that’s not right.”

→ Besser: “Let’s look at it from another perspective.”

Emotionale Aussagen: “I don’t think you understand the issue.”

→ Besser: “Let me clarify what I meant earlier.”

Abwehr statt Gespräch: Widerspruch ist keine Verteidigung – sondern Einladung zum Dialog.

Denken Sie daran:

In internationalen Meetings geht es nicht nur darum, was Sie sagen – sondern wie.
Wer klar widersprechen kann, ohne zu verletzen, zeigt Führungsstärke auf hohem Niveau.

Üben Sie konkrete Formulierungen. Halten Sie sich an Struktur. Und trauen Sie sich.

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Executive EnglishBy Sven Frank