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Scheinbar unaufhaltsam formen Aufrüstung und Kriegsvorbereitung unsere Gesellschaften um. Der Sammelband "Verweigert Euch!" der Interventionistischen Linken (IL) spürt dem vielfältigen Widerstand gegen Krieg und Militarisierung nach. Wie lassen sich die Interessen hinter der vermeintlich alternativlosen Kriegsertüchtigung verstehen und kritisieren? Und warum braucht es jetzt einen antimilitaristischen Grundkonsens? Darüber sprechen wir im Dissens Podcast mit Chrissi aus dem Herausgeber*innen-Kollektiv der IL Frankfurt und Co-Autor Raul Zelik.
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Dissens verlost ein Exemplar des Sammelbandes "Verweigert euch!
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DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI
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Bild: Roy Zuo, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:(20251205)_Schulstreik_gegen_Wehrpflicht_04.jpg
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Chinas Wirtschaft überflügelt den Westen und der Globale Süden probt den Aufstand: Das System der neoliberalen Globalisierung, dominiert von westlichen Staaten, befindet sich in der Auflösung. In "Zerfall der Weltordnung" zeigt der Polit-Ökonom Patrick Kaczmarczyk wie die "regelbasierte Ordnung" durch marktliberale Ideologien und neokoloniale Strukturen bis heute große Teile der Weltbevölkerung in Armut hält – und wie diese Rezepte nun als Bumerang auch in die Zentren zurückkehren, wo die selbstverschuldete Deindustrialisierung durch eine verschärfte Ausbeutung der Lohnabhängigen überwunden werden soll. Ein Gespräch über progressive Antworten auf die Krise des deutschen Exportmodells und Umrisse einer gerechteren Weltwirtschaftsordnung.
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Patrick Kaczmarczyk ist Ökonom an der Universität Mannheim. Zuvor war er Leiter für volkswirtschaftliche Grundsatzfragen beim Wirtschaftsforum der SPD und UNO-Berater im Schulden- und Entwicklungsfinanzierung. Er schreibt regelmäßig für das progressive Wirtschaftsmagazin "Surplus", mit "Zerfall der Weltordnung" ist gerade sein neuestes Buch erschienen.
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Dissens verlost ein Exemplar von Patrick Kaczmarczyks "Zerfall der Weltordnung. Die Ignoranz des Westens und der Aufstand des Globalen Südens" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts.
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DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI
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Die scheinheilige Empörungswelle nach den unglücklichen Faschismus-Aussagen des neuen Linken-Chefs Luigi Pantisano bietet auch eine Chance für die Linke, meint Parteistratege Mario Candeias. Nämlich dass die Linke lernt, Gegenwind auszuhalten und noch glaubwürdiger den Bruch mit dem Status quo zu verkörpern – den Bruch mit einer verrohten Mitte, deren Politik die AfD erst stark gemacht habe. Nicht einfach wenn gleichzeitig der Druck auf die Partei wächst, zur Verhinderung der AfD eben dieses Zentrum bis zur Selbstaufgabe zu stützen, zum Beispiel ausgerechnet eine CDU-Minderheitenregierung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Warum die Linke gut beraten ist, eine Zusammenarbeit gegen die AfD an Bedingungen zu knüpfen und wie sich das Momentum für einen sozialen Antifaschismus von unten vorbereiten lässt, darüber spricht Mario Candeias in der aktuellen Folge Dissens.
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Mario Candeias ist Politikwissenschaftler und Referent der Rosa-Luxemburg-Stiftung für sozialistische Transformationsforschung, linke Strategien und Parteien. Zuvor hat er über ein Jahrzehnt das Institut für Gesellschaftsanalyse geleitet. Er ist Mitbegründer und Redakteur der Zeitschrift "Luxemburg". Außerdem agiert er als aktives Mitglied und Berater der Linkspartei.
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Dissens verlost ein Exemplar von Mario Candeias' "Monster verstehen. Eine Chronik des Interregnums" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts.
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DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI
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Grenzenlose Aufrüstung und mentale Vorbereitung auf Krieg: Die Kriegsertüchtigung in Europa ist weniger eine Reaktion auf den russischen Krieg gegen die Ukraine, als Großmachtprojektion in einer Welt nach dem Westen. Ingar Solty analysiert in seinem Buch "Innere Zeitenwende" die Träger und Motive hinter einer der weitreichendsten und gefährlichsten politischen Weichenstellungen in der Geschichte der Bundesrepublik und des Kontinents. Im Dissens Podcast spricht er über den Umbau vom Sozialstaat in einen Rüstungsstaat und warum es ein Fehler der Linken ist, bei den aktuellen Sozialprotesten gegen die Merz-Regierung die Militarisierung und ihre sozialen Kosten auszusparen.
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Ingar Solty ist Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik am »Zentrum für Gesellschaftsanalyse und politische Bildung« der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin.
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Dissens verlost ein Exemplar von "Innere Zeitenwende. Die Militarisierung von Deutschlands Gesellschaft und Alltagskultur" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts.
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DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI
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Bild: Anti-Wehrpflicht-Protest in Tübingen, von Giftzwerg 88, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schulstreik_gegen_Wehrpflicht_2025-12-05_in_T%C3%BCbingen_10.jpg
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Climate overshoot, technological acceleration and end-time fascism: Modernity is propelling the entire human race towards the brink of destruction. To deal with the crises at hand, Dipesh Chakratbarty argues, we need to find ways to go beyond the entrenched thought systems, structures of domination and material infrastructures that separate us from each other as well as from the web of life we belong to. Known for his contributions to decolonial thought, the historian later turned towards Earth System Science, arguing for the decentering of human agency and rethinking of politics from beyond the human vantage point. Dipesh Chakratbarty joins Dissens to talk about the project of provincializing humanity, degrowth for the uber rich and the indigineous experience as a source for planetary liberation.
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In the year 2026, Dipesh Chakrabarty will hold the Benjamin Chair at the Centre of Social Critique in Berlin. A quarter of a century after the publication of his seminal work, Provincializing Europe, the author will pose the question of whether the multiple ecological catastrophes that have befallen the planet necessitate the provincialization of humanity itself. Under the title "A Second Decline of the West?" Chakrabarty will lay out his ideas in three lectures on June 23rd, 24th and 25th from 6 to 8pm. The lectures will be held in the "Haus der Kulturen der Welt" (HKW) in Berlin. Admission is free and registration is not required, the number of seats in the Miriam Makeba Auditorium is limited to 950.
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Dipesh Chakrabarty is an internationally acclaimed historian and a foundational figure of the Subaltern Studies. He is famous for his contributions to post-colonial and decolonial thought, best known for this essay "Provincializing Europe", where he deconstructed Eurocentric notions of history and progress. Chakrabarty later turned to Earth System Science advancing an perspective that collapses the distinction between human and natural history as well as arguing for a planetary perspective, rethinking freedom and progress from beyond the human point of view. Among his latest publications are "The Climate of History in a Planetary Age" (2021), and "One Planet, Many Worlds: The Climate Parallax" (2023).
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Dissens verlost ein Exemplar von Dipesh Chakrabartys "Ein Planet, viele Welten
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Die AfD will in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit erreichen und die Umfragen zeigen sie auf dem besten Weg dorthin. Was würde eine AfD-Regierung für das Land bedeuten? Das radikale "Regierungsprogramm" gibt bereits einen Vorgeschmack auf das, was die Strategen der Partei planen. Aber wären wirklich alle in der Partei begeistert, wenn die AfD an die Macht käme. Manch einer fürchtet schon jetzt, dass das der Rechtsaußen-Partei auch schaden könnte. Die Gründe dafür sollten auch den Gegnern der AfD zu denken geben.
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Abonniert "Über rechts" hier www.ueberrechts.de
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Disclaimer
Die im "Über rechts"-Podcast geäußerten Meinungen sind die der Beteiligten Moderator*innen und Interviewgäste. Redaktionell verantwortlich sind Sebastian Friedrich und Nils Schniederjann.
Der Rechtsruck, den wir erleben, ist weniger Ergebnis einer spontanen Revolte der Abgehängten, als ein gezielt vorangetriebenes Klassenprojekt. Der Sammelband "Oben rechts" lenkt den Blick auf extrem rechte Politiker-Unternehmer wie Trump, Berlusconi oder Tino Chrupalla, bei denen sich Hardcore-Neoliberalismus, Autoritarismus und ein gutsherrenartiger Politikstil verbinden. Co-Autor Thomas Biebricher spricht über die elitären Interessen hinter dem Aufstieg der extremen Rechten, Menschenverachtung als Bindeglied zwischen Boss und Beschäftigten und Lehren für Antifaschisten.
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Thomas Biebricher ist Heisenberg-Professor für Politische Theorie, Ideengeschichte und Theorien der Ökonomie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Suhrkamp Verlag erschienen "Die politische Theorie des Neoliberalismus" und "Mitte/Rechts. Die internationale Krise des Konservatismus".
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Dissens verlost ein Exemplar von "Oben rechts: Rechtspopulismus als Klassenprojekt" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts.
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DOS-88 – City Lights: https://youtu.be/egKdVELkKVI
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Ukraine, Gaza und Chinas Aufstieg: Der Westen verliert an Einfluss in der Welt. Dieser weltpolitische Umbruch wird als Kränkung empfunden und als Kampf um die globale Vorherrschaft erzählt. Militarisierung und Handelskriege, Faschisierung und offener Imperialismus sind die Folge. Wie kann dagegen eine linke Interpretation der neuen Weltordnung aussehen? Und wie eine progressive Vision von Europas Rolle in der post-westlichen Welt? Im Dissens Podcast spricht Daniel Marwecki, Autor von "Die Welt nach dem Westen", über die Neuordnung der Macht nach dem Ende westlicher Hegemonie, die Orientierungslosigkeit in Europas Machtzentralen und eine linke Außenpolitik für den Kontinent.
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Daniel Marwecki ist Politikwissenschaftler und lehrt Internationale Beziehungen an der University of Hong Kong. Sein vieldiskutiertes Buch "Absolution? Israel und die Deutsche Staatsräson" erschienen 2024 auf Deutsch. In die "Die Welt nach dem Westen: Über die Neuordnung der Macht im 21. Jahrhundert" beschreibt er das Ende der westlichen Vormachtstellung, die Regression der liberalen Demokratien und die Suche nach progressiven Antworten auf die weltpolitischen Umbrüche.
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Dissens verlost ein Exemplar von "Die Welt nach dem Westen: Über die Neuordnung der Macht im 21. Jahrhundert" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts.
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Ob Racial Profiling oder tödliche Schüsse: Polizeigewalt ist kein Einzelfall, sondern Ergebnis eines repressiven Sicherheitsstaates, rassistischer Debatten um Kriminalität und eines unzureichend kontrollierten Polizeiapparats. Mit den Strukturen hinter der Polizeigewalt befasst sich der Journalist Mohamed Amjahid seit vielen Jahren, in "Alles nur Einzelfälle?" hat er darüber geschrieben. Ein Gespräch über die Verharmlosung des Polizeiproblems, die weit verbreitete Copaganda und abolitionistische Alternativen zur Polizei.
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Mohamed Amjahid ist Journalist und Buchautor. Er schreibt unter anderem für ZEIT, Spiegel, taz und SZ. 2024 erschien sein Buch "Alles nur Einzelfälle?".
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Weiterführende Links zur Folge:
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Dissens verlost ein Exemplar von Mohamed Amjahids "Alles nur Einzelfälle? Das System hinter der Polizeigewalt" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts.
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Kriegsertüchtigung, Aufrüstung und Wehrpflicht: Konfrontiert mit Russlands verbrecherischem Krieg treiben weite Teile der Politik und der Medien eine unverhältnismäßige Militarisierung unserer Gesellschaften voran, sagt Johannes Varwick. In seiner Streitschrift “Stark für den Frieden” kritisiert der Sicherheitsexperte den Rüstungswettlauf und die Einstimmung der Menschen auf Krieg. Ein Gespräch über das einseitige Setzen aufs Militär, die Kopflosigkeit Europas in der Ukraine und Alternativen in der Sicherheitspolitik.
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Johannes Varwick ist Politikwissenschaftler und Sicherheitsforscher. Er ist seit 2013 Lehrstuhlinhaber für Internationale Beziehungen und europäische Politik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und seit Mai 2024 Präses des Wissenschaftlichen Forums für Internationale Sicherheit (WIFIS). Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gehört er zu den Stimmen, die sich für eine Deeskalation und eine Verhandlungslösung einsetzen, gemeinsam mit weiteren Sicherheitsexperten veröffentlichte er Anfang 2025 den Appell „Rationale Sicherheitspolitik statt Alarmismus“. Gerade ist sein Buch "Stark für den Frieden" erschienen.
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Weiterführende Links zur Folge:
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Dissens verlost ein Exemplar von Johannes Varwicks "Stark für den Frieden. Was jetzt für eine rationale Sicherheitspolitik zu tun ist" unter allen Fördermitgliedern des Podcasts.
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