„Warum macht die Sparkasse jetzt den Praktikant*innen-Rap
zum Girokonto? Warum müssen Supermärkte sich mit Jo-Handbewegungen batteln? Das
waren meine Hip-Hop-Pain-Points. Aber: Marken wie Porsche, o2 oder die
Rügenwalder Mühle zeigen, dass es anders geht. Sie haben mir Raum gegeben,
Kultur auf authentische Weise zu erzählen, indem wir eine gemeinsame Basis
gefunden haben – Kreativität und das Streben nach Einzigartigkeit.“
In dieser Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim
Alexandra Notz mit Niko Backspin, Chief Cultural Officer (CCO) und Managing
Partner von Serviceplan Culture, über den Aufstieg der Culture Agencies, ihren
Sinn - und ob nicht eigentlich jede Agentur von Grund auf ein kulturelles
Verständnis mitbringen sollte.
Niko, selbst mit seiner Plattform BACKSPIN seit
mehr als 20 Jahren tief in der Hip-Hop-Kultur verwurzelt, betont, dass Kultur
keine Spielwiese für schnelle Kampagnen ist. Stattdessen nennt er positive
Beispiele wie die Zusammenarbeit mit Porsche für das Projekt ‚Back to Tape‘,
einer Plattform, die Hip-Hop über mehr als fünf Jahre einen echten Raum gegeben
hat, statt ihn nur zu instrumentalisieren.
Hip-Hop ist längst Popkultur, und Marken, die das
Potenzial von Subkulturen ausschöpfen wollen, müssen sich authentisch
einbringen – mit Budget, Expertise und langfristiger Verbindlichkeit. Nur so
lassen sich echte Beziehungen aufbauen, die der Community genauso nützen wie
Früher hat Hip-Hop an die Tür geklopft, heute
gehört uns das verdammte Haus‘, bringt Niko es auf den Punkt. Doch diese Stärke
der Kultur verlangt Respekt und Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Marken, die nur
versuchen, Trends zu kopieren oder Subkulturen oberflächlich zu bedienen,
schaden nicht nur ihrer Reputation, sondern gefährden das Vertrauen ganzer