DOC on AIR - Erste Hilfe im Alltag

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  • #90 - Gürtelrose
    Mit dem Herpesvirus, das häufig Fieberblasen und in weiterer Folge Feuchtblattern und Gürtelrose hervorrufen kann, sind weltweit etwa 4 Milliarden Menschen infiziert.

    Die Geschichte des Herpes reicht Millionen Jahre zurück, und Formen des Virus infizieren Arten von Fledermäusen bis hin zu Korallen. 

    Das aufkommende Küssen in der Bronzezeit dürfte die weltweite Verbreitung des Herpes-Virus begünstigt haben. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam unter der Leitung der University of Cambridge nach der Analyse von mehrere tausend Jahre alten DNA-Proben aus Zahnwurzeln. Der Virenstamm HSV-1 ist den Studienergebnissen zufolge vor etwa 5.000 Jahren entstanden.

    Herpes Zoster oder Gürtelrose ist also eine Virusinfektion die durch das Varizella - Zoster-Virus verursacht wird – dasselbe Virus, das auch Windpocken auslöst. Meist erkranken Menschen über 50 Jahre .Es verbleibt nach einer Erstinfektion, also einer Windpocken-Erkrankung, wie alle Herpes-Viren lebenslang, versteckt in den Nervenzellen des betroffenen Menschen. 

    Wenn das Immunsystem im Laufe des Lebens schwächer wird, kann das Virus wieder aktiv werden. Besonders ältere und immungeschwächte Menschen sind gefährdet, das Robert Koch Institut schätzt, dass  jedes Jahr 300.- bis 700.000 Menschen an Herpes Zoster erkranken. Die Zahl der krankenhauspflichtigen Herpes-Zoster-Patienten hat im Zeitraum von 2009 bis 2019 um 57 Prozent zugenommen.

    Diese schmerzhafte Infektionskrankheit der Haut und der Nerven, die sich durch einen streifenförmigen, meist halbseitigen Bläschenausschlag äußert, ist mehr als nur ein Hautausschlag. 

    Sie kann Nerven, Augen, Gefäße und innere Organe, das führt zu einem schmerzhaften Hautausschlag mit Bläschen. Der Ausschlag ist meist oft am Rumpf, gürtelförmig – daher der Name Gürtelrose.

    Die beste Möglichkeit, sich vor Gürtelrose zu schützen, ist die Impfung. Der Impfstoff Shingrix® ist ein sogenannter Totimpfstoff, enthält also kein lebendes Virus.
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    DOC-ON-AIR - Der Podcast für den Umgang mit medizinischen Notfällen im Alltag von Dr. Joachim Huber.

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    15 min
  • #89 - Herzkrank - was tun?
    Herz, Körper, Psyche – erste ESC- Leitlinie zur kardialen Rehabilitation,

    die Europäischen Kardiologie-Gesellschaft (ESC) hat im August 2026 auf dem Kongress in München ihre erste eigene, spezifische Leitlinie zur kardialen Rehabilitation veröffentlicht.

    Vorgestellt von Frau Univ.-Prof.in Dr.in Irene Lang.

    Erstmals widmet die ESC der kardialen Rehabilitation eine eigene Leitlinie, das unterstreicht die Bedeutung der kardialen Rehabilitation.

    Sie kann die Lebensqualität, körperliche Fitness und mentale Gesundheit verbessern und zugleich das Risiko für weitere kardiovaskuläre Ereignisse senken.

    Was hat sich geändert?

    Ganzheitlicher Ansatz: Die Reha ist mehr als nur Bewegung. Sie verbindet Training, Medikamenten-Optimierung, Ernährungsberatung, Rauchstopp, psychosoziale Betreuung und Schulungen. 

    Breites Spektrum: Empfohlen wird sie nicht nur nach Herzinfarkten, sondern auch bei chronischer koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, nach Klappenersatz, bei Vorhofflimmern, angeborenen Herzfehlern oder nach kardiotoxischen Krebstherapien.

    Flexibilität: Neben klassischen Zentren (Klasse-1-Empfehlung) spielen auch Heimprogramme mit digitaler Fernüberwachung (Telerehabilitation) eine wichtige Rolle, um den Zugang zu erleichtern. 

    Multidisziplinäres Team: Die Betreuung erfolgt durch ein fachübergreifendes Team aus Medizin, Pflege, Physiotherapie und Psychologie, abgestimmt auf die persönlichen Ziele der Patienten.

    Literatur:Bäck M, Wilhelm M, Marcin Th, Machado FVC, Sandberg A, Buccheri S, et al. 2026 ESC Guidelines on cardiac rehabilitation: Developed by the task force on cardiac rehabilitation of the European Society of Cardiology (ESC). Endorsed by the European Society of Physical and Rehabilitation Medicine (ESPRM) and World Organization of Family Doctors (WONCA). European Heart Journal, 2026. 
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    13 min
  • #88 - Riechen, Schmecken und Fühlen
    Heute berichte ich über das Zusammenspiel von Geruch  und Geschmack sowie über das Fühlen der Haut sowie der Zunge.

    Die Funktionsweise der Rezeptoren in der Haut und der Zunge beim Fühlen, Riechen, Schmecken und Tasten sind fundamentale, eng miteinander verknüpfte Sinneswahrnehmungen des Menschen.
    Sie wandeln chemische und physikalische Reize aus der Umwelt über spezielle Rezeptoren in elektrische Signale für das Gehirn um.

    Riechen (olfaktorische Wahrnehmung): die Nase mit der Riechschleimhaut nimmt gasförmige Moleküle in der Luft wahr. Sie unterscheidet tausende Düfte und ist direkt mit dem limbischen System verbunden, weshalb Gerüche starke Erinnerungen wecken.

    Schmecken (gustatorische Wahrnehmung): die Zunge und die Mundschleimhaut erkennen gelöste Stoffe in Nahrungsmitteln. Süß, sauer, salzig, bitter und umami. Über 80 % des eigentlichen Geschmackserlebnisses (Aromen) beim Essen entstehen erst durch den gleichzeitigen Einsatz des Geruchssinns

    Fühlen -Tastsinn: die Haut als größtes Sinnesorgan registriert Druck, Berührung, Schmerz, Vibration und Temperatur über den Wärmesinn. 

    Wenn blinde Menschen oder Teilnehmer beim Dunkel-Dinner das Essen mit den Händen fühlen, nutzen sie ihren Tastsinn als direkten Ersatz für die Augen. Die Haut an den Fingern erkennt sofort Temperatur, Form und Konsistenz der Speisen und bereitet den Körper optimal auf die Verdauung vor.

    Auch die Zunge mit ihren hunderttausenden Rezeptoren tastet die Nahrung permanent nach Konsistenz, Temperatur und Struktur ab. Sie sichert nicht nur den reinen Geschmack, sondern regt die Freisetzung von Speichel und damit den ersten Verdauungssaft an. Durch ihre Bewegungen beim Kauen massiert sie die Speichel-, besonders die Unterzungendrüsen und  starten die Verdauung.

    Intuition:  als sogenannter 7. Sinn beschreibt ein schnelles Bauchgefühl. Das Gehirn vergleicht dabei unbemerkt die aktuelle Lage mit altem Wissen. Vergönnen Sie sich einfach meinen Kurs für Autogenes Training: 

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    und manches Mal hilft es auch ein schönes Märchen anzuhören!  

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    28 min
  • #87 - Hörst Du mich?
    Unser Gehör ist ein wunderbarer, ständig aktiver Sinn, selbst in der Nacht nimmt  es Schallwellen aus der Luft auf. 
    Ohrmuschel und der lange Gehörgang fangen den Schall auf.

    Trommelfell und die drei kleine Knöchlein- Hammer, Amboss und Steigbügel leiten die Kraft weiter
    Das Innenohr wandelt diese Wellen in dem kleinen Innenohr in Signale um. Der Hörnerv leitet die elektrischen Signale an das Gehirn weiter.

    Das Gehirn interpretiert die Signale als Bedeutung, Tonhöhe oder Lautstärke und macht daraus Töne und Sprache . Geräusche können sofortige Emotionen oder Warnsignale auslösen
    Etwa 119 Millionen Menschen-das sind 16 Prozent der europäischen Bevölkerung berichten von einer Einschränkung ihres Gehörs.

    Mit steigendem Alter nimmt die Zahl der Betroffenen stark zu; ab 65 Jahren hat etwa die Hälfte aller Menschen Hörprobleme.

    Weltweit leiden ewa 34,4 Millionen Erwachsene an einer stärkeren, ihr  Alltagsleben beeinträchtigenden Hörminderung. 

    In Deutschland leben ca. 80.000, in Österreich ca. 10.000 gehörlose Personen. Gerechnet wird im 
     Etwa zwei Drittel der Menschen mit einem starken Hörverlust tragen kein Hörgerät. 
    Indien gilt als das Land mit der größten Anzahl gehörloser Menschen und Gebärdensprachnutzer. Fast jeder fünfte gehörlose Mensch weltweit lebt in Indien.

    Ein modernes Hörgerät nimmt Schall über ein Mikrofon auf, wandelt ihn in elektrische Signale um, verstärkt und optimiert diese über einen Mikrochip je nach persönlichem Hörverlust und gibt den Schall über einen Lautsprecher (Hörer) direkt an das Ohr und das Trommelfell weiter.
    Neuroth steht mit über 150 Fachinstituten und mit hervorragenden Hörakustik-Spezialisten für eine rasch Hilfe auf Ihrer Seite!


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    20 min
  • #86 - Hitze – was nun?
    Die GeoSphere Austria ist der nationale österreichische Dienst für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie, sie meldet:
    „unter dem Einfluss eines mächtigen Hochdruckgebiets und subtropischen Warmluftmassen kommt es derzeit zu außergewöhnlich hohen Temperaturen im Osten Österreichs und damit verbunden zu einer extremen Hitzebelastung.
    Diese führt zum Beispiel zu erhöhter Körpertemperatur, Schwäche und Müdigkeit und im extremen Fall auch zu Verwirrtheit und Schwindel. Mögliche Ursache dafür: Dehydrierung.“
    Es wird empfohlen auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten sowie unnötige Anstrengungen während der heißesten Tageszeit zu vermeiden. Suchen Sie schattige und gekühlte Orte auf. Achten Sie besonders auf Kinder und vulnerable Personen in Ihrer Nähe.

    GOOGLE schreibt:
    Als Reaktion auf Klimawandel und immer heißere Sommertage ist mit 01.01.26 die Hitzeschutzverordnung - als Verordnung zum Arbeitnehmerinnen Schutzgesetz (ASchG) - in Kraft getreten.
    Sie regelt Arbeiten im Freien bei denen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Hitze oder natürlicher UV-Strahlung ausgesetzt sind oder sein können.
    Hohe Temperaturen belasten den Körper stark. Die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt, und es kommt oft zu Schwindel, Erschöpfung, Dehydrierung oder im schlimmsten Fall zu einem lebensgefährlichen Hitzschlag.

    Was sind Hitzetage?
    Als Hitzetag gilt ein Tag, an dem die Temperatur mindestens 30 °C  erreicht. Besonders stark betroffen von einem Anstieg solcher Tage sind Städte und Ballungsräume. Ab 35 °C spricht man von Wüstentagen.

    Was sind Tropennächte?
    Als Tropennacht gilt eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20 °C   fällt. Fehlt die nächtliche Abkühlung, kann sich der Körper schlechter erholen. 


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    22 min
  • #85 Grauer Star – grüner Star, was tun?
    Sehr geehrte Doc-on-air Community!

    Heute berichte ich von 2 gefährlichen Augenerkrankungen.

    Grauer Star auch Katarakt, Linsenstar und Linsentrübung genannt, bezeichnet eine meist erworbene, selten angeborene Trübung der Augenlinse. 

    Das Glaukom oder grüner Star ist eine gefährliche Augenerkrankung, die durch eine dauerhafte Schädigung des Sehnervs gekennzeichnet ist.

    Beide Erkrankungen führen unbehandelt zu einer schweren Sehstörung, daher sollte jeder Mensch-bevor er zum Patienten wird- 1 x im Jahr zum Augenfacharzt gehen.
    Die erste Vorsorgeuntersuchung wird für Kinder im Alter von 10 bis 14 Monaten empfohlen. 
    Zwischen dem 22. und 26. Lebensmonat ist laut Mutter-Kind-Pass eine augenärztliche Untersuchung besonders wichtig.

    Für Erwachsene wird ab 40 Jahren eine regelmäßige Vorsorge (etwa alle zwei Jahre) angeraten.
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    23 min
  • #84 - Flugangst
    Liebe doc-on-air Community, heute berichte ich, gemeinsam mit der sehr erfahrenen Psychologin Frau Mag Irene Rausch, über das Thema Flugangst. Flugangst (Aviophobie) ist eine spezifische Angststörung, die sich durch Panik, Herzrasen und Kontrollverlust vor oder während des Fliegens äußert.Ursachen: Auslöser sind häufig prägende negative Erlebnisse wie schwere Turbulenzen, aber auch mangelndes technisches Wissen, Stress im Alltag oder die Übernahme von Ängsten aus dem familiären Umfeld, das kann gemeinsam mit der räumlichen und den geänderten Druckverhältnissen an Bord zu Kontrollverlust, Höhenangst oder die Angst vor einem Absturz führen.Symptome: typische körperliche und psychische Anzeichen sind: Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel, flache Atmung, innere Unruhe, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, klaustrophobische Gefühle (typisch für das Durcheinander von Alarmnerv und Ruhenerv).Therapieansätze: Wissen aneignen, Verständnis für die Technik und die Funktionsweise von Flugzeugen nimmt vielen Ängsten die Grundlage, wie verhalte ich mich richtig bei Aviophobie? Entspannungstechniken, bewusstes, tiefes Ein- und Ausatmen, die richtige Platzwahl: z.B. bei Turbulenzen wackelt es in der Nähe der Tragflächen am wenigsten. Bei Höhenangst empfiehlt sich ein Sitzplatz am Gang.Medikamentös: besser als Alkohol, Beruhigungsmittel oder „Antispeib-Medikamente“- Entspannungsübungen, autogenes Training,  Akupressur, Ingwer, Kaugummi kauen, Fernpunkt suchen, am besten Flugangstseminar-z.B. bei AUA, € 1.200 mit Linienflug inkl. MwSt. Kleine Gruppen mit persönlicher Betreuung. 

    Buch Empfehlung:"Glücklich fliegen - wie auf Wolke 7", bewährte Tipps aus 25 Jahren Praxis zur Bewältigung von Flugangst, Morawa- oder Thalia- Verlag, € 25.00

    Mag.a Irene RauschKlinische Psychologin, Gesundheitspsychologin0699/14303438[email protected]www.glücklichfliegen.at
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    25 min
  • #83 - Infektionskrankheiten
    Infektionskrankheiten waren und sind weltweit die häufigsten Todesursache, sie führten zu verheerenden Pandemien. Jahrhundertelang waren die Menschen schutzlos ausgeliefert, da Ursachen und Übertragungswege unbekannt waren.

    Erwähnenswert sind besonders drei große Pestepidemien, in den Jahren 541, 1347 und 1894 n. Chr; die jedes Mal verheerende Todesfälle unter Menschen und Tieren in Ländern und Kontinenten verursachten. 
    Eine Epidemie ist örtlich und zeitlich begrenzt, eine Pandemie Länder- und Kontinent übergreifend.
    Eine Gemeinsamkeit verschiedener Epidemien und Pandemien ist, dass sie sich besonders entlang der Transportwege vermehren. So breitete sich auch die Pest im 14. Jahrhundert entlang der Handelsrouten aus und griff speziell in großen Hafenstädten schnell um sich. 

    Zu ihrer Eindämmung wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, darunter die Isolierung von Infizierten und Verdachtsfällen sowie die militärische Abriegelung der Stadt- und Landesgrenzen. Geholfen hat das aber nicht,  der Pest fielen bis 50 Millionen Menschen zum Opfer.

    Dank medizinischem Fortschritt wie Impfstoffen, Antibiotika und moderner Diagnostik sind viele dieser Krankheiten heute heilbar oder vermeidbar. 

    An die Stelle historischer Geißeln treten heute neue Herausforderungen durch Globalisierung und Resistenzen.
    Ein weiteres Problem liegt im sogenannten Ageismus, also in der Altersdiskriminierung.
    Seit 2021 kämpft die WHO gegen die ungleiche Behandlung - besonders wenn Infektionskrankheiten Kinder, Jugendliche oder älteren Menschen treffen.

    Eines ist aber sicher: ob durch Gesundheitsaufklärung, Schutzmaßnahmen wie Mundschutz, Impfungen oder Hygienemaßnahmen wie Händedesinfektion, noch nie waren wir besser darauf vorbereitet, den Kampf gegen eine neue Pandemie aufzunehmen. 

    Auch die KI wird eingesetzt, um Mutationen vorherzusagen und die Entwicklung von neuen Medikamenten in Rekordzeit zu ermöglichen.


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    23 min
  • #82 - Frauenherzen schlagen anders
    Heute berichte ich über das Thema Herzgesundheit-Gender-Aspekte in der Kardiologie.
    Motiviert von der großartigen Kollegin und Herzspezialistin, Frau Dr. Karin Hawlisch-Höfferl, Mitorganisatorin des diesjährigen „Aktionstags Gesundheit" oder „Go Red for Women“, möchte ich meine Podcast Fans zur aktiven Herzgesundheit-Vorsorge motivieren.
    Dieser Aktionstag– oft unter dem Motto „Frauenherzen schlagen anders“ – findet jährlich am ersten Freitag im Februar statt, eines der Ziele ist eine geschlechtersensible Medizin. 
    Kardiologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen betreffen Symptome, Gefäßerkrankungen und Medikamentenwirkung. 
    Frauenherzen sind kleiner, der Ruhepuls ist im Schnitt mit ca. 70 Schläge/Min.) im Vergleich zum männlichen (ca. 60/Min.)schneller.
    Frauenherzen weisen häufiger Erkrankungen der kleinen Gefäße auf, während Männer oft lokal begrenzte Verengungen haben. 
    Risikofaktoren wie Diabetes, Rauchen und Bluthochdruck wirken sich bei Frauen oft gravierender auf das Herzinfarktrisiko aus als bei Männern. Bei Frauen kann eine akute Herzmuskelschwäche. auch durch emotionalen Stress ausgelöst werden (Broken-Heart-Syndrom).
    Frauen zeigen bei Herzinfarkten öfter atypische Symptome, sie berichten häufiger Symptome wie Atemnot, Schmerzen im Oberbauch oder Rücken, Übelkeit und Erbrechen,  was die Diagnose verzögert.
    Bei Frauen werden Herzinfarkte leider meist später diagnostiziert und behandelt, was die Überlebenschancen verringern kann. Zudem nehmen Frauen seltener an Rehabilitationsmaßnahmen teil.
    Frauen leiden auch häufiger unter Medikamenten-Nebenwirkungen, da Dosierungen in Studien oft primär an Männern getestet wurden. 
    Gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann die Vorsorgemedizin unsere Lebensqualität verbessern. Werden Risikofaktoren früh erkannt und entsprechend behandelt, treten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oft später im Leben oder gar nicht auf.


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    26 min
  • #81 - Lipödem - Adipositas
    In meiner 81. Podcast Folge berichte ich vom Unterschied Lipödem zu Fettleibigkeit.

    Auch in diesem Report verzichte ich bewusst auf das Gendern, da es meines Erachtens störend und überflüssig ist, ich finde das traditionelle Deutsch ist natürlicher und besser verständlich!

    Lipödem und Fettleibigkeit, also Adipositas sind eigenständige Erkrankungen. 

    Mischbilder mit anderen Erkrankungen vor (z.B. Lipödem mit Adipositas oder Lymphödem etc.), kommen häufig vor.Die differenzialdiagnostische Abgrenzung kann mitunter schwierig sein. 

    Das Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die mit einem irreversiblen Schwund (Lipoatrophie) oder einer Fehlverteilung des Unterhaut-Fettgewebes = subkutanen Lipodystrophie- einhergeht.Betroffen sind meistens die  unteren und/oder oberen Extremitäten, es kommt zu einem deutlichen Missverhältnis zwischen Körperstamm und den Extremitäten, während Füße und Hände meist schlank bleiben.Außerdem können durch langes Stehen oder Sitzen vermehrte Flüssigkeitseinlagerungen (meist an Knöcheln/Unterschenkeln), entstehen, sogenannte orthostatische Ödeme.Lipödem Patienten leiden häufig auch bei Bagatelltraumen zum Auftreten von blauen Flecken, sowie an einer gesteigerten Druckschmerzhaftigkeit. Gelegentlich berichten Patienten auch von Spontanschmerzen, dumpf, ziehend, brennend oder wie einen dauerhaften, intensiven Muskelkater.

    Die Adipositas ist eine anerkannte, chronische, aber behandelbare Erkrankung, die ein weltweites Gesundheitsproblem darstellt und mit einem Übermaß an Körperfett charakterisiert ist. Sie wird durch Lebensstil-, hormonelle, genetische und umweltbedingte Faktoren verursacht. Meist führt das Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr (durch Nahrungsaufnahme) und Energieverbrennung (körperliche Aktivität) zur Gewichtszunahme.
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Der Podcast für den stressfreien Umgang mit medizinischen Notfällen und anderen Gesundheitsfragen im Alltag von Dr. Joachim Huber, (Internist, Kardiologe, Gerontologe, Notarzt). Seit Juni 2023 helfe ich bei allen kleineren und größeren medizinischen Fragen oder Zwischenfällen cool zu bleiben und fast jedes medizinische Problem zu lösen, mindestens aber zu erleichtern.