DOK

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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DOK episodes

  • Potenz und Impotenz – Das Schweigen der Männer
    Früher oder später ist jeder Mann von Erektionsstörungen betroffen. Die Ursachen sind meistens Gefäss- und Herzerkrankungen oder die Folgen einer Prostataoperation. Bei jungen Betroffenen sind Leistungsdruck und Stress die Hauptfaktoren.
    Männer halten ihren Körper für wartungsfrei, sagt Stephen Wyler, leitender Urologe des Kantonsspitals Aarau. «Frauen haben ein besseres Verhältnis zu ihrem Körper und lernen früh, dessen Signale wahrzunehmen.»
    Manu ist jung. Soeben ging seine Beziehung zu Ende. Alles habe sich nur noch darum gedreht, ob er beim Sex eine Erektion hatte oder nicht. Er suchte den Männercoach Bruno Wehrmuth auf. Stress, Leistungsdruck und ausbleibende Erektionen führten junge Männer oft in einen Teufelskreis, sagt dieser.
    Dem 84-Jährigen Walter Raaflaub musste vor 20 Jahren die Prostata entfernt werden. Als Arzt wusste er, was ihn erwartet. Inkontinenz und Impotenz traten auf. Raaflaub und seine Frau behalfen sich während Jahren mit Injektionen direkt in den Schwellkörper.
    Der Film handelt nicht nur von Ursachen und Symptomen. Der Autor Marc Gieriet stellt in den Gesprächen mit acht Männern auch die Frage, welches Verhältnis Mann zu seinem Penis hat und ob er seine Gesundheit grundsätzlich vernachlässigt.
    50 min
  • Jeanmaire – Ein Schweizer General in den Fängen des KGB
    Es ist einer der grössten Spionagefälle der Schweizer Geschichte. Und noch heute, fünfzig Jahre nach der Aufdeckung des Skandals, wirft der Fall Fragen auf, sorgt für Kontroversen und weckt Emotionen.
    Mitten im Kalten Krieg wird Brigadier Jean-Louis Jeanmaire, ein angesehener Generaloffizier der Schweizer Armee, beschuldigt, hochsensible Informationen an die Sowjetunion weitergegeben zu haben. Sein wichtigster Ansprechpartner: Wassili Denissenko, russischer Militärattaché und mutmasslicher KGB-Agent.
    Die Untersuchungen zeigen, dass Denissenko nicht nur mit Jeanmaire eine Freundschaft, sondern mit dessen Frau, Marie-Louise, eine Affäre hatte. Spionage, Manipulation und geopolitische Interessen verdichten sich zu einem Geflecht, in dem die Grenze zwischen Privatem und Politischem verschwimmt.
    War Jean-Louis Jeanmaire ein Verräter, der sein Land an den Feind verkauft hatte? Oder das Opfer einer vom KGB sorgfältig inszenierten Einflussnahme? Dank minutiöser Recherchen und Gesprächen mit Zeitzeugen, die sich erstmals äussern, liefert der Film neue Erkenntnisse und wirft ein neues Licht auf die bis heute rätselhafte «Affäre Jeanmaire».
    Erstausstrahlung: 18.10.2026
    52 min
  • Der Wolf in der Schweiz – Wie viele Wölfe verträgt das Land?
    Seit 2012 breitet sich der Wolf in der Schweiz rasant aus. Heute leben hier rund 350 Tiere. Seit 2023 dürfen Wölfe unter bestimmten Bedingungen reguliert werden. Doch was bringt das neue Wolfsmanagement – und wie gelingt das Zusammenleben?
    Rund 43 Wolfsrudel leben mittlerweile in der Schweiz. Etwa 200 Tiere wurden seit 2023 geschossen. Denn seit dann darf der Wolf in der Schweiz proaktiv reguliert werden. Das heisst: Unter bestimmten Bedingungen dürfen Kantone Teile eines Rudels oder sogar ganze Rudel abschiessen, um Schäden möglichst zu verhindern.
    Was das genau bedeutet, ist zwischen Wolfsbefürwortern und Gegnern sehr umstritten. Und die Umsetzung ist komplex: Die Verbreitung des Wolfes wird mittels sogenanntem Monitoring minutiös verfolgt. Die Kantone müssen zusätzliche Wildhüterinnen und Wildhüter anstellen, DNA-Proben nehmen und Gesuche schreiben, um eine Abschussbewilligung zu erhalten. Für Behörden, Alpbesitzer, Hirtinnen und Wildhüter bedeutet dies einen enormen Aufwand.
    Wo steht das Wolfsmanagement in der Schweiz nach den ersten Erfahrungen mit dem neuen Regime? «DOK x Einstein» hat sich bei den Betroffenen umgesehen und sucht nach Lösungen.
    1 hr 31 min
  • Die letzten Älpler – Zwischen Tradition und Wandel
    Die Schweiz ist stolz auf ihre Alpen und vermarktet sie touristisch stark. Der Heidi-Mythos kultiviert das Bild der Berggebiete als Sehnsuchtsorte für gestresste Städter. Gleichzeitig werden die Umstände für viele Betriebe immer prekärer und die Alpwirtschaft steht vor einer ungewissen Zukunft
    «DOK» begleitet Ernst Wandfluh durch die Alpsaison. Wandfluh ist Präsident des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbandes (SAV) und damit so etwas wie der oberste Älpler des Landes. Er ist besorgt.
    Viele Betriebe haben Mühe, Nachwuchs für die Bewirtschaftung der Alpen zu finden: Die Bezahlung bescheiden, die Arbeit hart und immer weniger vereinbar mit der modernen Arbeitswelt, in der man sich kaum noch jeden Sommer für drei bis vier Monate auf die Alp verabschieden kann.
    Zudem lockert der Klimawandel das Gestein vielerorts, die Folge sind Steinschläge und Murgänge, welche die Nutzung vieler Gebiete für Tier und Mensch zusehends gefährlicher machen. Dazu kommen immer längere Hitze- und Trockenphasen, welche Wasser zu einem grossen Problem werden lassen.
    Quo vadis, Alpwirtschaft? Wandfluh sieht dringenden Handlungsbedarf, sonst könnte es sein, dass er zur Generation der letzten Älpler gehört.
    Erstausstrahlung: 24.9.2027
    51 min
  • Die Schweiz – Land der Genossenschaften
    In der Schweiz prallen zwei Welten aufeinander: renditegetriebene Konzerne gegen gemeinnützige Genossenschaften. Sind Genossenschaften das Wirtschaftsmodell der Zukunft? Eine Reise durch die «Eid-Genossenschaft».
    Die Eidgenossenschaft – ein Land mit zwei Gesichtern. Exemplarisch zeigt sich das im Kampf um den Boden: Kapitalgesellschaften, die mit Immobilien den hohen Gewinn suchen, versus gemeinnützige Wohnbauträger, die ohne Gewinnabsicht wirtschaften. Es ist ein Verteilkampf um das Volksvermögen.
    «Genossenschaften bilden eine bessere Welt.» Unter diesem Motto hat die UNO das Jahr 2025 zum «Jahr der Genossenschaften» ausgerufen. Hintergrund ist die immer stärkere Dominanz der Finanzmärkte, die die soziale Marktwirtschaft zunehmend bedroht. Können Genossenschaften dieser Dynamik entgegenwirken?
    Der Film fokussiert dabei ganz auf die Schweiz, denn die Alpenrepublik trägt die Idee ja schon im Namen: Eidgenossenschaft. Es ist ein Land mit zwei Gesichtern: führendes Finanzzentrum mit der viertgrössten Börse Europas, weltgrösster Rohstoffhandelsplatz und Steueroase – und gleichzeitig ein Land, in dem Genossenschaften eine wichtige Rolle spielen. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt die Schweiz – nach Italien, Norwegen und Finnland – zu den Ländern mit der höchsten Dichte an Genossenschaften weltweit.
    Die Genossenschaften haben hier nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch und kulturell einen sehr hohen Stellenwert: Das Modell der direkten Demokratie entstand auf der Grundlage der basisdemokratischen Allmende-Gemeinden. Noch heute existieren über 1600 dieser sogenannten Korporationen. Die meisten Wälder und Alpweiden in der Schweiz sind in kollektivem Besitz.
    Genossenschaftliche Unternehmen haben sich aber auch längst in anderen Wirtschaftsbereichen etabliert und sind zu gewichtigen, zum Teil dominierenden Playern geworden – vor allem dort, wo es um lebenswichtige Güter geht: im Wohnungsbau, im Detailhandel, in der Landwirtschaft.
    In diesen Bereichen schaut der Film genauer hin. Er zeigt, wie manche Grossgenossenschaft durch ihr Wachstum ihre genossenschaftlichen Grundlagen verloren hat. Und er macht sichtbar, wie in einem Kampf um Boden zwei Modelle aufeinanderprallen: Kapitalgesellschaften investieren verstärkt in Immobilien, um damit möglichst hohen Profit zu erzielen. Gemeinnützige Wohnbauträger, insbesondere Genossenschaften, wirtschaften ohne Gewinnabsicht und setzen auf Kostenmiete.
    Und hier zeigt sich: ohne entsprechende Gesetze ziehen Genossenschaften meist den Kürzeren.
    Genossenschaften nutzen darum die direktdemokratischen Mittel, die in der Schweiz zur Verfügung stehen. Mit Volksinitiativen versuchen sie, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um handlungsfähig zu bleiben und um den Anteil an gemeinnützig verwendetem Boden wieder erhöhen zu können.
    Erstausstrahlung: 20.09.2026
    52 min
  • Baby unverpackt – Weniger Windeln, weniger Probleme?
    Wegwerfwindeln sind praktisch, doch Kinder tragen sie immer länger, manchmal bis ins Schulalter. Das belastet die Familien und verursacht enorme Abfallmengen. Der Film hinterfragt die westliche Windelkultur und zeigt eine mögliche Alternative.
    Rund 5000 Windeln und eine Tonne Abfall verursacht ein Kind, bis es sauber ist. Gleichzeitig dringt die Windelindustrie in Länder vor, in denen Wegwerfwindeln bisher kaum verbreitet waren. In China stellen Kinderärzte einen klaren Zusammenhang zwischen übermässigem Windelgebrauch und Ausscheidungsproblemen wie Inkontinenz und Verstopfung bei Kindern fest, und in Tansania werden die Windeln aus Plastik zum wachsenden Umweltproblem.
    Die Entwicklungspädagogin Rita Messmer setzt auf einen anderen Weg: das Abhalten. Babys signalisieren, wenn sie ausscheiden müssen – Eltern können darauf reagieren und ihr Baby von klein auf ans Töpfchen gewöhnen. Die Windel dient dann nur noch als Sicherheit.
    Der Film begleitet eine Familie, die diesen Weg geht, trifft Kinderärzte in der Schweiz und in China und zeigt auf, wie ein bewusster Gebrauch von Windeln Kindern und Umwelt zugutekommen könnte. Aber ist der weitgehende Verzicht auf Windeln wirklich realistisch?
    Erstausstrahlung: 17.09.2026
    51 min
  • Abenteuer Mexiko – Schweizer Alltag in der Mega-City
    Fünf Schweizerinnen und Schweizer haben sich am Austragungsort der Fussball-WM niedergelassen. Mexiko-City ist eine Stadt der Superlative. Musik, Latino-Charme und Tradition mischen sich hier mit Luxus und Moderne. Sich in der Mega-City zurechtzufinden, braucht viel Durchhaltevermögen.
    Fitnesstrainerin Michelle Löliger hat die Schweiz erst vor Kurzem hinter sich gelassen, um näher bei ihren Eltern zu sein und Unterstützung mit Tochter Sophia zu haben. Aber Sophia hat noch keine Papiere.
    Jachen Schleichs Architekturbüro hat sich auf Minergie-Holzbauten spezialisiert. Seine Frau Vero unterstützt ihn als Journalistin im Social-Media-Bereich.
    Tanja Vultier hat ihre Familie zu Besuch und führt sie in die mexikanische Politik, Geschichte und Küche ein. Sie fühlt sich so wohl, dass sie überlegt, sich einbürgern zu lassen.
    Leo Leonski jettet von Guadalajara zurück nach Mexiko-City, wo schon der nächste Gig auf ihn wartet. Aber die Reiserei macht ihn langsam müde, er denkt über eine Pause nach.
    Noëmi Siegfried will ihr eigenes Modelabel zum Fliegen bringen, Comics zeichnen und auf der Bühne als Sängerin Erfolge feiern. Dafür nimmt sie Gesangsstunden.
    Erstausstrahlung: 29.05.2026
    43 min
  • Risiko – Irrationale Ängste, echte Gefahren
    Was ist gefährlicher: Fliegen oder Autofahren? Rauchen oder Bergsteigen? Nachts allein nach Hause zu gehen oder sich ungesund zu ernähren? Die menschliche Intuition für Risiken ist nicht nur ungenau, sondern systematisch verzerrt. «DOK» über unsere Wahrnehmung und die Folgen.
    Der Alltag der Ambulanz im Kanton Basel-Landschaft zeigt: Das eigene Zuhause, der Spaziergang mit dem Hund oder der Schulhof – der Tod kann überall lauern. Dass wir alle einmal sterben werden, ist klar.
    Die Frage ist nur: Woran? Das lasse er einfach mal auf sich zukommen, antwortet Rolf Steinmann, der Chef des grössten Schweizer Krematoriums. Bis es so weit sei, geniesse er das Leben und vermeide unnötige Risiken.
    Das sei auch seine Philosophie, findet Adrian Zurbrügg, der in seiner Freizeit auf hohe Berge steigt, in seinem Berufsalltag als Landschaftsgärtner aber nicht auf Bäume klettert, weil ihm das zu gefährlich ist.
    Die Forschung zeigt: Seltene, spektakuläre Gefahren werden überschätzt, alltägliche unterschätzt. Folge: übertriebene Angst vor seltenen Risiken, zu wenig Sorge vor verbreiteten Risiken.
    «DOK» geht der Frage nach: Was bedroht uns tatsächlich existenziell? Und wieso hat unsere Wahrnehmung von Gefahren nur wenig mit der Realität zu tun?
    51 min
  • Berghütten in Gefahr – Leben zwischen Gletscherschmelze und Felsstürzen
    Es sind Orte, die seit Generationen für Schutz, Orientierung und Gemeinschaft stehen: die Berghütten des Schweizer Alpenclubs SAC. Doch die Klimaerwärmung verändert die Alpen rasch, Risiken und Gefahren tauchen auf und bedrohen die Hütten.
    Die Mutthornhütte im Berner Oberland ist die erste Hütte des Schweizer Alpenclubs (SAC), die aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste. Grund dafür sind instabile Felsmassen, die durch den tauenden Permafrost gelockert werden. Die Hütte drohte abzustürzen. Es hätte nicht viel gefehlt und die Mutthornhütte wäre als erste SAC-Hütte von der Landkarte verschwunden. Doch nun wird sie 900 Meter entfernt auf sicherem Grund durch einen Neubau ersetzt.
    Ähnliches widerfuhr der Trift-Hütte: Hier traf eine Lawine das Gebäude, das mehr als 100 Jahre am gleichen Ort gestanden hatte. Das Abschmelzen des Gletschers hinterliess eine veränderte Topografie, die als Ursache für das Unglück gilt. Auch diese Hütte wird an einem anderen Ort neu gebaut.
    Laut Studien des SAC ist ein Grossteil der Hütten vom Klimawandel betroffen. Sie stehen in einer hochsensiblen Landschaft. Da die Gletscher schwinden und der Schnee der Winter früher wegschmilzt, kämpfen viele mit Wassermangel. Auch die Tage der ikonischen Konkordia-Hütte, die hoch über dem Aletsch-Gletscher thront, sind voraussichtlich gezählt. Je weiter der Gletscher absinkt, desto länger wird der anstrengende Aufstieg zur Hütte. Mittlerweile gilt es 300 Höhenmeter zu bewältigen. Die Bauarbeiten zur Verlängerung der Leiter, die alle paar Jahre fällig werden, kosten Hundertausende von Franken.
    Für den SAC und die dazugehörigen Sektionen stellt sich die Frage, wie viel Geld man längerfristig investieren will und kann, um die nötigen Anpassungen umzusetzen. Zudem fragt sich, wie man die Klimaziele von Netto-Null erreichen soll, wenn es immer mehr Touristen in die Höhe zieht und Helikopter sowohl für Bau als auch für Unterhalt der Hütten unverzichtbar bleiben.
    52 min
  • Verteilkampf im Verkehr – Welche Strasse führt in die Zukunft?
    Das tägliche Verkehrschaos beweist: Der Verkehr ist am Limit. Immer mehr Fahrzeuge bedrängen sich gegenseitig auf den immer gleichen Spuren. Wie weiter?
    Während das Strassennetz seit Jahrzehnten kaum wächst, stieg die Schweizer Wohnbevölkerung seit 1990 um ein Drittel auf 9,1 Millionen. Gleichzeitig explodierte die Zahl der Motorfahrzeuge um 74 Prozent auf 6,6 Millionen.
    «DOK» veranschaulicht diesen Engpass in einem Experiment: Yvonne Ehrensberger, Pro Velo Schweiz, sowie Verkehrspolitiker und SVP-Nationalrat Mauro Tuena wagen eine Fahrt auf dem Tandem. Welten prallen aufeinander. Eine Lösung scheint nicht in Sicht.
    Verkehrsminister Albert Rösti fordert weitere Investitionen in den Strassenbau, während Mobilitätsexperte Philipp Rode (LSE) die extreme Flächennutzung des Autos kritisiert. In den Städten bietet sich das Velo zunehmend als Lösung an. Monica Suters Film liefert einen Denkanstoss zur Mobilität von morgen.
    Erstausstrahlung: 3.9.2026
    50 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Dokumentarfilme zu Themen aus…