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Dr. phil. Paul Eisewicht: Wirkung – Soziologie // WNE062
Der Walzer war das Twerken des 19. Jahrhunderts und ein Event sind Ereignisse, die nicht für alle Menschen zugänglich sind. Steile Aussagen, doch aus der soziologischen Sicht schlüssig.
Dr. phil. Paul Eisewicht schärft in diesem Gespräch unser Verständnis für die Grenzen und Identitätsmöglichkeiten von Gemeinschaftserleben bei Events. Mit Forschungsschwerpunkt Szeneforschung und Konsumsoziologie an der Uni Münster sowie als Chefredakteur von jugendszenen.com bringt mein Gast einen breiten Blick auf Subkulturen mit.
Was haben das Burning Man Festival und Kathedralen des 17. Jahrhunderts gemeinsam? Wie gehen wir mit der Schnelllebigkeit von Trends um und deutet Kommerzialisierung gleich auf ein schlechteres Event hin? In dieser Folge geht es um Sinn und Heimat stiften, Kommerzialisierung und das Impact-Wettrennen der Moderne. Ein wilder aber sinnvoller Ritt aus Blick der Soziologie. Was denkt ihr dazu? Ich freue mich auf eure Meinungen dazu…!
05:10 Die Wissenschaft der Gefährten
Dr. phil. Paul Eisewicht: https://bit.ly/DrPaulEisewicht
Hier die Umfrage zum Podcast — kannst du in unter 4min beantworten!
Als Dank für deine Unterstützung verlose ich je eins meiner drei Bücher…
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Drei Thesen von Dr. phil Paul Eisewicht:
1. Events sind nicht einfach ’sinnbefreite’ Spaßveranstaltungen, sondern haben eine soziale Funktion (sie lösen sozusagen ein Problem, dass Menschen in der modernen Gesellschaft haben). Sie dienen darin der gesellschaftlichen/persönlichen Selbstvergewissserung und der Reaktualisierung von Normen und Verhaltensweisen. D.h. aber auch in der (erfolgreichen) Wirkung von Events im idealtypischen Sinn geht es um mehr, als um ästhetische Perfektion (die allein macht kein Event, aber sie kann als Katalysator wirken).
2. Soziologisch funktioniert ein Event darin in der Balance und Adressierung von Intergration (nach innen/unter den Eventgänger*innen) und Distinktion (der Abgrenzung nach außen).
3. In pluralen Gesellschaften und der komplexen Verkettungen von Akteuren, Situationen etc. im Rahmen eines Events kommt es zu einer zunehmenden Ausdifferenzierung davon, für wen, wann, wie welche Veranstaltung Eventcharakter hat. Und auch wenn sich diese Wirkung eines Events (als harausragendes Erlebnis) nur bedingt von Seite der Macher*innen kontrollieren lässt, so bedarf es doch heute einer mehr und mehr adressat*innensensiblen Planung (welches Erlebnismilieu bedient das Event)
By Chris CuhlsDr. phil. Paul Eisewicht: Wirkung – Soziologie // WNE062
Der Walzer war das Twerken des 19. Jahrhunderts und ein Event sind Ereignisse, die nicht für alle Menschen zugänglich sind. Steile Aussagen, doch aus der soziologischen Sicht schlüssig.
Dr. phil. Paul Eisewicht schärft in diesem Gespräch unser Verständnis für die Grenzen und Identitätsmöglichkeiten von Gemeinschaftserleben bei Events. Mit Forschungsschwerpunkt Szeneforschung und Konsumsoziologie an der Uni Münster sowie als Chefredakteur von jugendszenen.com bringt mein Gast einen breiten Blick auf Subkulturen mit.
Was haben das Burning Man Festival und Kathedralen des 17. Jahrhunderts gemeinsam? Wie gehen wir mit der Schnelllebigkeit von Trends um und deutet Kommerzialisierung gleich auf ein schlechteres Event hin? In dieser Folge geht es um Sinn und Heimat stiften, Kommerzialisierung und das Impact-Wettrennen der Moderne. Ein wilder aber sinnvoller Ritt aus Blick der Soziologie. Was denkt ihr dazu? Ich freue mich auf eure Meinungen dazu…!
05:10 Die Wissenschaft der Gefährten
Dr. phil. Paul Eisewicht: https://bit.ly/DrPaulEisewicht
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1. Events sind nicht einfach ’sinnbefreite’ Spaßveranstaltungen, sondern haben eine soziale Funktion (sie lösen sozusagen ein Problem, dass Menschen in der modernen Gesellschaft haben). Sie dienen darin der gesellschaftlichen/persönlichen Selbstvergewissserung und der Reaktualisierung von Normen und Verhaltensweisen. D.h. aber auch in der (erfolgreichen) Wirkung von Events im idealtypischen Sinn geht es um mehr, als um ästhetische Perfektion (die allein macht kein Event, aber sie kann als Katalysator wirken).
2. Soziologisch funktioniert ein Event darin in der Balance und Adressierung von Intergration (nach innen/unter den Eventgänger*innen) und Distinktion (der Abgrenzung nach außen).
3. In pluralen Gesellschaften und der komplexen Verkettungen von Akteuren, Situationen etc. im Rahmen eines Events kommt es zu einer zunehmenden Ausdifferenzierung davon, für wen, wann, wie welche Veranstaltung Eventcharakter hat. Und auch wenn sich diese Wirkung eines Events (als harausragendes Erlebnis) nur bedingt von Seite der Macher*innen kontrollieren lässt, so bedarf es doch heute einer mehr und mehr adressat*innensensiblen Planung (welches Erlebnismilieu bedient das Event)

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