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Der Umstieg auf E-Mobilität wird kontrovers diskutiert. Die einen sehen darin einen Teil der Lösung für die Klimawende, die anderen eine neue Sackgasse. Was spricht für E-Mobilität? Wie sieht ihre Öko-Bilanz aus?
Wie ist der technologische Stand? Welche Hoffnungen werden mit E-Mobilität für die Energiewende verbunden, etwa durch Vehicle to Grid und welche Fallen für die urbane Mobilität ausgemacht?
In Kooperation mit Smart City Salzburg!
Mehr Informationen: https://jungk-bibliothek.org/
Preissteigerungen bei Energie und anderen Produkten zwingen viele Menschen zu Sparsamkeit. Auf Manches wird verzichtet. Gleichzeitig wissen wir, dass das bestehende Wachstumsmodell unserer Wirtschaft an seine ökologischen Grenzen kommt und wir überlegen müssen, wie ein gutes Leben mit weniger Verbrauch aussehen könnte.
Wir fragen in dieser Montagsrunde einen Kulturwissenschafter: Sind wir Menschen in der Lage, zu verzichten?
Professor Dr. Timo Heimerdinger lehrt an der Universität Freiburg Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie.
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Die (Politische) Bildung setzt sich mit Rassismus auseinander. Das tut sie nicht erst seit wenigen Jahren. Jahrzehntelang wurden Erfahrungen gesammelt. Immer wieder stellte sich heraus, dass man die Herangehensweise ändern muss. Geht es darum, Defizite oder Nachteile der diskriminierten Menschen auszugleichen? Geht es darum, Menschen von rassistischen Denk- und Handlungsweisen abzubringen? Oder geht es darum, zu verstehen, dass Rassismus in unserer Gesellschaft strukturell vorhanden ist?
Lara Möller thematisiert ausgewählte Zugänge der rassismuskritischen Politischen Bildung und gibt einen Einblick in aktuelle Erkenntnisse in diesem Feld.
Lara Möller ist Politikwissenschaftlerin und befindet sich derzeit als Postdoc Universitätsassistentin in ihrer Habilitationsphase. Derzeit ist sie Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft Politische Bildung (IGPB) und Rechnungsprüferin des Verbandes Wissenschaftlicher Gesellschaften Österreichs (VWGÖ). Darüber hinaus gründete sie die Sektion Politikdidaktik in der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW), ist deren Sprecherin und war bis Dezember 2021 stellvertretende Vorsitzende des ÖGPW-Vorstands.
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Was wäre, wenn jemand vorschlagen würde, das aktuelle System einzuführen? Lasst uns einen Fußball spielen, bei dem der Meister schon am ersten Spieltag feststeht. Lasst uns einen Fußball einführen, bei dem Männer tausendfach so viel verdienen wie Frauen. Lasst uns einen Fußball einführen, der undemokratisch ist und seine Fans verachtet. Das sind nur einige der Gründe, warum viele von uns das nicht wollen würden. Was aber wäre eine andere Zukunft für den Fußball? Können wir uns überhaupt noch etwas anderes vorstellen? Alina Schwermer kann das und erzählt davon bei der Montagsrunde.
Input: Alina Schwermer ist Journalistin u.a. für die TAZ und Autorin
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Jean-Jacques Rousseau gehört ohne Zweifel zum engsten Kanon der politischen Ideengeschichte. Nur Platon, Aristoteles und Machiavelli werden noch häufiger behandelt als er. Das macht ihn zum bedeutendsten Denker der modernen „Sattelzeit“ (Reinhart Koselleck) – von vielen bewundert, von ebenso vielen verteufelt. Seine kulturkritischen Schriften erlitten jedoch das Schicksal, zwar oft zitiert, aber selten gründlich gelesen zu werden.
Der Zugang zum authentischen Rousseau und zur Intention seiner politischen Werke wird durch die Legenden verstellt, die sich seit den Tagen der Französischen Revolution um ihn herum gebildet haben. Der dominante Diskurs machte aus ihm einen weltfremden Philosophen, der stets auf die natürliche Güte der Menschen vertraute, die Gesellschaft für jede Form von Ungleichheit verantwortlich machte, mit seinem „contrat social“ die Revolution von 1789 vorbereitete, die demokratische Republik anstrebte, aber dabei der modernen Diktatur die Schlagworte lieferte. Dieses Bild basiert jedoch auf einseitigen Interpretationen seiner Schriften – und darauf, dass Rousseaus politische Rezeptionsgeschichte sich stark von der von ihm intendierten unterschied. Es bedarf daher einer differenzierteren Interpretation seiner Werke und einer Korrektur verbreiteter Fehlannahmen. Denn nur, wenn man den Rousseau jenseits der Legende kennenlernt, lässt sich die Frage nach seiner bleibenden Aktualität in Zeiten der ökologischen, wirtschaftlichen und politischen Krisen neu stellen und sachgemäß beantworten.
Darum soll es – anlässlich des 310. Geburtstags von Rousseau und der 260-Jahr-Jubiläen seiner Schriften „Émile“ und „Du contrat social“ – im Rahmen der JBZ-Montagsrunde gehen.
Impuls: Mario Wintersteiger, Universität Salzburg
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Der Krieg in der Ukraine stellt alte Fragen neu. Wie kann ein gerechter Frieden erreicht werden? Menschen, die sich sonst in Vielem einig sind, geben sehr verschiedene Antworten. Welche verbreiteten „Erzählungen“ und „Bilder“ sollten vielleicht überdacht werden? Ist es jetzt Zeit, einem Aggressor mit aller Macht entgegenzutreten? Ist es jetzt Zeit, die Neutralität in Frage zu stellen? Oder haben Strategien der Gewaltlosigkeit auch in einer solchen Situation noch Sinn?
Wir haben Hans Peter Graß vom Friedensbüro, den Organisationsentwickler Günther Marchner (consalis) und den Honorarkonsul der Ukraine Martin Panosch eingeladen, ihre verschiedenen Positionen mit Magdalena Mühlböck von der JBZ zu diskutieren.
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Wir befinden uns auf dem Weg in eine digitale Gesellschaft. Auch der Mensch wird sich wandeln. Neben natürlichen sind auch hybride oder synthetische Menschen denkbar. Die Frage, was ein Mensch überhaupt ist, wird immer wieder neu gestellt. Wir werden eine Ethik für intelligente künstliche System brauchen, wir brauchen eine Moral für Roboter. Harald Russegger erzählt unter dem Motto „Crossing Uncanny Valley“ bei dieser Montagsrunde, wo sich diese Fragen schon heute konkret stellen und welche Probleme und Chancen auf uns warten.
Harald Russegger ist Universitäts-Dozent und Aktivist für einen bewussten Umgang mit neuen Technologien.
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Michael Shamiyeh und Stefan Wally im Gespräch:
Nicht wenige von uns blicken mit Sorgen in die persönliche, wirtschaftliche oder politische Zukunft. Nicht selten bevorzugen wir dann die Verteidigung des Status Quo.
Zukünfte, die wir uns wünschen, haben das Nachsehen. Professor Michael Shamiyeh ist Inhaber des neuen UNESCO-Chairs für Zukunftsfähigkeit in Linz. Er hat umfangreiche Erfahrungen mit den Problemen in Wirtschaft und Gesellschaft, neue und sinnstiftende Zukünfte zu gestalten. In der Montagsrunde spricht er mit Stefan Wally, der als Leiter der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen an der Schnittstelle zwischen Zukunftsforschung und zivilgesellschaftlichem Engagement arbeitet.
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Wie kann man historische Ausgrenzungserfahrungen heute in Schule und Gesellschaft so thematisieren, dass entsprechenden aktuellen Prozessen entgegengewirkt werden kann? Wie funktioniert die Weitergabe des Wissens über die NS-Vergangenheit in einer zunehmend pluralisierten Gesellschaft? Wie erreichen wir die nächsten Generationen, die vielfach keine persönlichen Bezüge zur NS-Geschichte haben?
Nadja Danglmaier forscht genau dazu am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Universität Klagenfurt.
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Gerade in Zeiten der Pandemie reden die einen viel über Verschwörungen, die anderen über Verschwörungstheorien. Was macht eigentlich eine Erklärung zu einer Verschwörungstheorie? Warum sind sie für viele so attraktiv? Und was kann man dagegen unternehmen? Michael Butter von der Universität Tübingen forscht zu dem Thema und hat vor kurzem bei Suhrkamp dazu ein Buch veröffentlicht. Er erläutert in dieser Montagsrunde, wie solche Erzählungen funktionieren, wo sie herkommen und welche Auswirkungen sie haben können. Da sie die Eigenlogik sozialer Systeme unterschätzten, seien solche Theorien zwar immer falsch; als Symptom müsse man sie dennoch ernst nehmen.
Referent: Michael Butter, Universität Tübingen
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