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Klimaschutz – eine Herausforderung für Staat und Gesellschaft? Welche Rolle spielen Gerichte im Umgang mit der Klimakrise? Welche Erfahrungen gibt es?
Input: Gerhard Schnedl ist Assistenzprofessor für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft an der Universität Graz und Mitglied des dort eingerichteten Forschungszentrums für Klimaschutzrecht ClimLaw:Graz, sein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich des österreichischen und europäischen Umweltrechts. Er ist Verfasser zahlreicher Publikationen zum Umwelt- und Klimaschutzrecht, u.a. eines Lehrbuchs „Umweltrecht“ (Facultas 2020) sowie Mitherausgeber der im Verlag Österreich erscheinenden Zeitschrift „Nachhaltigkeitsrecht (NR)“.
Der Beitrag entstand im Rahmen der Klima- und Energiepartnerschaft „Salzburg 2050“.
Mehr Informationen: https://jungk-bibliothek.org/
„Wozu ist der Mensch im Stande?“ Das fragt sich angesichts der Herausforderungen, vor denen wir stehen, sei es Klimawandel, Krieg oder Diskriminierung, die Kulturanthropologin Bettina Ludwig. Ludwig blickt zurück, um der Zukunft auf die Spur zu kommen. Es kursieren eine ganze Menge Annahmen und Überzeugungen darüber, was den Menschen ausmacht. Wir wollen immer mehr, als wir haben. Wir sind eine gewalttätige Spezies. Wir sind getrieben und haben niemals genug Zeit. Hinter diesen Glaubenssätzen lauert die Idee von der „Natur des Menschen“.
Input: Bettina Ludwig | Kultur- und Sozialanthropologin
Mehr Informationen: https://jungk-bibliothek.org/
Vor etwa einem Jahr kam es zu einem vielbeachteten Regierungswechsel in Italien. Mit Spannung war erwartet worden, ob das von der Postfaschistin Giorgia Meloni geführte Rechtsbündnis die propagierte radikale Wende umsetzen wird. Weil Meloni in der Frage des Ukraine-Krieges, selbst gegen den Willen ihrer Koalitionspartner, hundertprozentig bündnistreu auf NATO- und EU-Linie geblieben ist, hat sie international große Akzeptanz geerntet. Auch in ihrer Anti-EU-Rhetorik hat sie abgerüstet, um die Italien zustehenden 200 Milliarden aus dem Next-Generation-Recovery-Fund nicht zu gefährden. Umso entschlossener arbeitet die ultrarechte Regierung an der Verschärfung der Politik in Fragen Migration und Flüchtlinge, an Einschnitten im Sozialen, an einer konservativen Familien- Bildungs- und Minderheitenpolitik sowie an Law-and-Order-Erlässen. Melonis Popularität ist seit ihrer Wahl ungebrochen.
Input: Lorenz Gallmetzer | Journalist, Buchautor
Weitere Informationen: https://jungk-bibliothek.org/
In den Alpenregionen spielen Traditionen eine wichtige Rolle, da sie Sicherheit bieten, das Verständnis für die Lebensweise in der Region fördern und das Miteinander der Menschen stärken. Traditionen können jedoch auch trennend wirken, wenn sie exklusiv betrachtet werden.
Input: Yvonne Kirchmauer | Land Salzburg, Projekt „Tradition – Vielfalt – Wandel“
Weitere Informationen: https://jungk-bibliothek.org/
Die krisen- und kriegsbedingten Entwicklungen der Energiepreise sorgen für Verunsicherung und hohe finanzielle Mehrbelastungen vieler Haushalte. Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele auf Energiespartipps zurückgreifen und versuchen, mit kleinen Anpassungen effizienter zu heizen. Welche Maßnahmen dabei wirklich helfen und was sonst noch getan werden kann, hat die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen mit zwei Experten diskutiert.
Input:
In Kooperation mit Smart City Salzburg
Weitere Informationen: https://jungk-bibliothek.org/
Die Entwicklung des Klimas wirkt sich auch auf die Landschaft im Bundesland Salzburg aus. So muss etwa im Alpenraum von einem Temperaturanstieg um 1,5 °C bis zur Mitte des Jahrhunderts im Vergleich zu heute ausgegangen werden. Was bedeutet das aber für den Tourismus? Welche Anpassungsstrategien plant das Land, wie reagieren Gemeinden und Betriebe auf diese Herausforderung?
Together 2050 ist eine Kooperation der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen mit SALZBURG 2050, der Klima- und Energiestrategie des Landes Salzburg und der Universität Salzburg.
Input: Kurt Luger | Universität Salzburg
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Was einst ferne Welten der Science Fiction waren, kommt nun immer schneller auf uns zu. Neue Technologien, neue Arten des Arbeitens und Konsumierens waren einst weit entfernt, heute kommen sie in unserem Leben an. Dachte man einst noch an ein zyklisches Kommen und Gehen in der Welt, ersetzten wir dies durch die Idee des Fortschritts. Nun scheinen wir in einer sich immer weiter beschleunigenden Welt zu leben, die am Ende eines Menschenlebens so aussehen wird, wie wir sie uns in unserer Kindheit nicht vorstellen konnten.
Das hat viele Folgen: Es fordert von uns Menschen schnelle Anpassungsleistungen. Es fordert, wie in jeder Zeitreise, Bekanntes zurückzulassen. Es führt zu Brüchen zwischen jenen, die mitkommen und denen, die nicht mitwollen und jenen, die nicht mithalten. Selbst unser Zeitempfinden ändert sich, je nachdem, welche Position wir einnehmen.
Input: Ina Paul-Horn | Fakultät für Kultur und Bildungswissenschaften der Universität Klagenfurt
Weitere Informationen: https://jungk-bibliothek.org/
Die Fantasy hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der beliebtesten Genres der Populärkultur entwickelt – mit vielen Bestsellern, aufwendigen Verfilmungen, eigenen Mythologien und darauf aufbauenden Rollenspielen.
Die Wurzeln der modernen Fantasy reichen jedoch bis in den englischen Ästhetizismus des 19. Jahrhunderts (William Morris) zurück und die bis heute stilprägenden Grundlagen wurden dann in den 1920er und 1930er Jahren gelegt. Bemerkenswert ist, dass die frühen Genre-Klassiker durchgehend von ausgesprochen kulturkritischen Autoren (J. R. R. Tolkien, H. P. Lovecraft und Robert E. Howard) verfasst wurden, die sich mit den Schattenseiten der industriellen Moderne auseinandergesetzt hatten. Vor diesem Hintergrund entstanden Erzählungen voller Schrecken und Wunder, voller Mythos und Magie. Und diese Erzählungen hatten auch in der Folgezeit immer dann Hochkonjunktur, wenn der jeweilige Zeitgeist einen „Ausbruch des Gefangenen“, eine Flucht aus dem modernen Status quo ersehnte. Oder wenn man zu der Überzeugung gelangte, dass auch die Welt der Mythen „nicht tot“ ist, sondern „ewig zu liegen vermag“.
Obwohl die Fantasy somit seit jeher an der Erschaffung anderer, imaginierter Welten arbeitete, wollte sie meist ausdrücklich nicht als Ort politischer Allegorien verstanden werden. Dennoch ist auffällig, in welchem Ausmaß das Genre immer wieder politischen Anfeindungen oder Versuchen ideologischer Vereinnahmung ausgesetzt war – und bis heute noch ist. Insofern ist auch die Frage nach dem Politischen bei Gandalf, Cthulhu, Conan & Co. relevant.
Input: Mario Wintersteiger | Universität Salzburg
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Zum Buchmagazin der JBZ: https://www.prozukunft.org/
Das Leben nach dem Tod beschäftigt uns Menschen seit Jahrtausenden. Ändert die Digitalisierung jetzt alles? Ist es soweit? Machen wir uns mit der Künstlichen Intelligenz auf den Weg ins Jenseits? Hinter großen Schlagworten stehen konkrete Veränderungen und technologische Ideen. Freilich: Unsere digitalen Spuren überleben uns im Netz. Aber es ist mehr: Unsere digitalen Zwillinge existieren für uns weiter – auch wenn wir längst nicht mehr sind. Unsere Stimmen sprechen weiter. Künstliche Intelligenz errechnet auch, was wir sagen würden. Neue Filme und Fotos von uns tauchen weiterhin auf. Stellt das „Digital Afterlife“ uns die Unsterblichkeit in Aussicht? Dieser Vortrag versucht makabre Antworten – mit einer Prise schwarzen Humors.
Input: Harald Russegger | Universitäts-Dozent und Aktivist
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Ob durch Werbung, Ratgeber oder digitale Hilfsmittel – wir werden unablässig dazu animiert, uns selbst zu optimieren. Der Impuls, sich zu verändern, gehört zum Menschsein. Daraus speist sich die positive Botschaft der Selbstoptimierung: Wir können etwas für unsere Gesundheit und unser Glück tun. Heutzutage ist daraus eine Verheißung geworden. Glück und Erfolg scheinen nur eine Frage der bewussten Einstellung und des richtigen „Mindsets“.
Aber was ist, wenn damit am Ende gerade nicht eingelöst wird, was Selbstoptimierung verspricht, nämlich mehr Glück? Michael Girkinger forscht zu dem Thema und hat nun sein neues Buch vorgelegt.
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