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DVD+R oder DVD‑R: Welche Rohlinge lohnen sich noch?


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(Bildquelle: KI-generiert / IMAGO / sepp spiegl / GIGA)

DVD-Rohlinge galten lange als günstige und praktische Lösung für Filme, Fotos oder Backups. Doch heute dominieren Streaming und Cloud-Dienste. Wir erklären, wann DVD+R oder DVD‑R noch sinnvoll sind, worin sich beide Formate unterscheiden und worauf ihr beim Kauf achten solltet.

Was ist der Unterschied zwischen DVD+R und DVD‑R?

Das „R“ steht für „recordable“ – also beschreibbare Datenträger. Doch was unterscheidet die beiden Formate?

DVD‑R: Entwickelt vom „DVD Forum“. Trägt das offizielle DVD-Logo. Ein spezieller Kopierschutzbereich sollte das Auslesen durch Brenner erschweren – ein Pluspunkt für die Filmindustrie. DVD+R: Entstand durch die „DVD+RW Alliance“, um Lizenzkosten zu umgehen. Durch Bitsetting kann der Book-Type-Bereich auf DVD-ROM gestellt werden – ideal für Kompatibilität mit älteren Geräten.Kompatibilität mit DVD-Playern, Konsolen und PCs

Heute schreiben fast alle DVD-Brenner beide Formate – auch ältere Geräte. Dennoch gibt es Ausnahmen:

Sehr alte DVD-Player erkennen mitunter nur DVD‑R. DVD+R punktet durch Bitsetting, das die Disc als DVD-ROM tarnt – hilfreich bei Problemgeräten.

Für aktuelle PCs und Player ist die Kompatibilität in der Praxis gleich – hier entscheidet eher der Brennertyp oder persönliche Vorliebe.

Speicherkapazität, Double Layer und Geschwindigkeit

Hier gibt es keinen Unterschied:

Single-Layer: rund 4,7 GB Double-Layer: etwa 8,5 GB

Auch die Brenngeschwindigkeit und wiederbeschreibbare Varianten (DVD±RW) sind formatübergreifend identisch.

Wann lohnt sich DVD+R, wann DVD-R?DVD‑R: Empfehlenswert, wenn ihr mit sehr alten Playern oder Laufwerken arbeitet. DVD+R: Die bessere Wahl bei aktuellen Geräten, besonders wenn ihr von Bitsetting profitieren wollt.

Ein zusätzlicher Pluspunkt: Etwas bessere Fehlerkorrektur bei DVD+R kann bei heiklen Brennvorgängen hilfreich sein.

Sind DVD-Rohlinge heute noch sinnvoll?

Streaming, Cloud und USB-Sticks haben DVDs weitgehend verdrängt. Trotzdem gibt es einige sinnvolle Einsatzbereiche:

Archivierung von Projekten oder Erinnerungen Nutzung mit älterer Hardware Langfristige Sicherung – wenn zusätzlich auf moderne Medien kopiert wird

Wichtig: Gebrannte DVDs altern. Kratzer, Hitze oder UV-Licht können die Lesbarkeit beeinträchtigen.

Tipps für den Kauf und die Nutzung von RohlingenFormatwahl: Bei aktuellen Geräten besser zu DVD+R greifen, bei Altgeräten ggf. DVD‑R. Langzeitspeicherung: DVDs nie als einzige Backup-Lösung nutzen. Ergänzt sie durch SSD, externe HDD oder Cloud. Brenneinstellungen: Lieber eine Stufe unter Maximum brennen (z. B. 8× statt 16×), um Fehler zu vermeiden. Bitsetting aktivieren (sofern möglich), um Kompatibilität zu steigern. Rohlinge kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Nach dem Brennen unbedingt eine Verifikation durchführen, um Lesefehler zu erkennen.Fazit

Technisch unterscheiden sich DVD+R und DVD-R kaum, doch in der Praxis entscheidet die verwendete Hardware. Wer moderne Brenner oder Player nutzt, ist mit DVD+R meist besser beraten. DVD‑R bleibt sinnvoll, wenn ihr mit Altgeräten arbeitet. Als alleinige Backup-Lösung eignen sich DVDs jedoch nicht mehr.

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