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E-Auto im Winter – Das solltet ihr wissen


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Sinken die Temperaturen, dann steigt der Verbrauch von Elektroautos. (Bildquelle: IMAGO / Karina Hessland / Bildbearbeitung GIGA)

Die Reichweite eines E-Autos sinkt im Winter deutlich. Woran das liegt und wie ihr dem Reichweitenverlust entgegenwirken könnt, erfahrt ihr hier.

Mehr Verbrauch in der kalten Jahreszeit

Wird es kalt, müssen mehr Verbraucher im Auto mit Energie versorgt werden. Die Scheiben werden beheizt, eventuell auch die Sitze und das Lenkrad. Das ist nicht nur bei Elektroautos so, sondern auch bei Verbrennern. Bei Benzinern und Dieselfahrzeugen steigt deshalb im Winter der Kraftstoffverbrauch.

Hinzu kommt jedoch, dass im E-Auto der Akku auf Betriebstemperatur gebracht werden muss, damit er gut arbeiten kann. Dafür ist eine Menge Energie nötig. Je größer der Akku und je niedriger die Außentemperatur, desto mehr Energie muss zum Aufwärmen verwendet werden.

Kalter Akku, hoher Verbrauch: Das passiert bei Minusgraden

Wie ein Versuch von Green NCAP zeigte, steigt der Verbrauch auf Kurzstrecken besonders schnell an. Liegt die Außentemperatur deutlich unter dem Gefrierpunkt, kann der Verbrauch eines E-Autos mit kaltem Akku um bis zu 107 Prozent höher liegen als bei sommerlichen Temperaturen. Im Durchschnitt schaffen Elektroautos etwa 40 Prozent weniger Reichweite.

Dem Handyakku kann es helfen, das Smartphone ab und zu auszuschalten. Mehr dazu im Video:

» Video ansehen: Smartphone in der Nacht ausschalten und den Akku retten

Tipps für das Fahren mit dem E-Auto im WinterElektroautos haben serienmäßig eine Standheizung an Bord. Wenn ihr euer Auto vorheizt und es dabei zum Laden angeschlossen ist, wird der Strom fürs Vorheizen aus dem Stromnetz genommen. Zum Vorheizen reichen je nach Fahrzeug etwa 15 Minuten. Ein kalter Akku braucht länger zum Laden. Um den Akku zu schonen, wird die Ladeleistung beim Schnellladen heruntergefahren. Deshalb ist es sinnvoll, eine Ladung mit hoher Leistung abends direkt nach der Fahrt vorzunehmen. Vermeidet kurze Fahrten mit langen Standzeiten dazwischen, da der Innenraum und der Akku abkühlen und immer wieder neu aufgeheizt werden müssen. Parkt euer E-Auto möglichst in einer Garage, um ein extremes Auskühlen zu vermeiden. Der ADAC rät, die Innenraumheizung etwas niedriger einzustellen und die Heizung auf Umluft schalten. Nutzt auch Sitzheizung, Lenkradheizung und die Heizung in der Windschutzscheibe, denn diese arbeiten effizienter als die Luftheizung. Manche Elektroautos haben außerdem eine Sparfunktion, bei der vorwiegend der Fahrerplatz beheizt wird. Wählt den Fahrmodus „Eco“. Das reduziert das Durchdrehen der Räder und spart Energie. Rechnet bei Kälte mit einem veränderten Bremsverhalten, da die Rekuperation deutlich schwächer sein kann. Plant für eure gewohnten Fahrstrecken im Winter immer eine Reichweitenreserve ein.
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