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Elektro oder doch Verbrenner – hat der ADAC ein Neutralitätsproblem?
Der ADAC ist sichtlich tief gespalten, wenn es um die Frage nach dem besten Antrieb für die Zukunft des Autos geht. Auf einer Mitgliederversammlung des ADAC Südbayern scheiterte ein Antrag, der den Club zu einer „wertfreien“ und technologieoffenen Betrachtung aller Antriebsarten verpflichten sollte (Quelle: Welt). Der gesamte Verein muss sich damit nicht mit der Frage beschäftigen, die in erster Linie gegen Elektroautos abzielte, statt tatsächliche Technologieoffenheit zu verfolgen.
ADAC bleibt technologieoffen – Antrag gegen E-Autos scheitertAuslöser des Antrags war die wachsende Unzufriedenheit vieler Mitglieder mit dem aus ihrer Sicht zu E-Auto-freundlichen Kurs der Vereinsführung. Insbesondere die Äußerungen des früheren ADAC-Verkehrspräsidenten Gerhard Hillebrand sorgten für Unmut. Er hatte sich positiv zur CO₂-Bepreisung und damit indirekt für höhere Spritpreise ausgesprochen. Die Reaktion war heftig: Eine Kündigungswelle von rund 60.000 Mitgliedern im Januar 2026 und massive Beschwerden zwangen Hillebrand schließlich zum Rücktritt von seinem Posten.
Obwohl der Vorstoß des Motorsport-Ortsclubs Scuderia Magra nun von 39 Prozent der Stimmen unterstützt wurde, verfehlte er die nötige Mehrheit. Damit ist die Forderung, die zur ADAC-Hauptversammlung getragen werden sollte, vorerst vom Tisch – der zugrundeliegende Konflikt schwelt jedoch weiter.
Was sich hinter dem ADAC-Antrag verbirgt, spricht BändeDie Antragsteller kritisierten, der ADAC begleite politisch gewollte Kostensteigerungen für Autofahrer ohne nennenswerten Widerstand. Sie forderten eine vorurteilsfreie Recherche und Darstellung von Fakten, auch wenn diese „politisch unerwünscht“ seien. Die Argumentation gipfelte in der Aussage, eine „Rettung des Weltklimas durch Deutschland“ sei völlig ausgeschlossen, weshalb der Club seinen Einfluss stärker im Sinne der Fahrer von Verbrenner-Fahrzeugen nutzen müsse.
Die Vorwürfe machen jedoch deutlich, dass wohl vielmehr hinter der Kritik am vermeintlichen E-Auto-Kurs des ADAC politische Motivation steckt. Unabhängige Experten bestätigen Elektroautos seit Jahren ein vergleichbares, wenn nicht besseres Fahrverhalten und -gefühl. Die Emissionswerte sind lokal von keiner anderen Antriebstechnik zu schlagen, der größere CO₂-Rucksack aus der Produktion relativiert sich dadurch mit der Zeit. Die Kaufpreise von Verbrennern und Elektroautos nähern sich immer weiter an – und bei den laufenden Kosten haben die Vollstromer gerade jetzt die Nase vorn. Da die Spritpreise, auch wenn die aktuelle Krise erst einmal vorüber ist, perspektivisch weiter steigen werden, gibt es objektiv praktisch keine Argumente für den Verbrennungsmotor.
Auch der Vorstand des ADAC Südbayern wehrte sich gegen die Vorwürfe und empfahl die Ablehnung des Antrags. Man sei ein neutraler Aufklärer und mache keinen Unterschied, wie jemand unterwegs sei. Gleichzeitig räumte die Führung ein, dass die Kommunikation in der Vergangenheit „unglücklich“ gewesen sei und man bei der Tonalität deutlicher werden müsse. Man wolle keine ideologischen Einschränkungen, sondern als neutraler Berater der Politik auftreten, hieß es aus dem Vorstand. An den Tatsachen ändern solche Teileingeständnisse nichts.
By Elektro oder doch Verbrenner – hat der ADAC ein Neutralitätsproblem?
Der ADAC ist sichtlich tief gespalten, wenn es um die Frage nach dem besten Antrieb für die Zukunft des Autos geht. Auf einer Mitgliederversammlung des ADAC Südbayern scheiterte ein Antrag, der den Club zu einer „wertfreien“ und technologieoffenen Betrachtung aller Antriebsarten verpflichten sollte (Quelle: Welt). Der gesamte Verein muss sich damit nicht mit der Frage beschäftigen, die in erster Linie gegen Elektroautos abzielte, statt tatsächliche Technologieoffenheit zu verfolgen.
ADAC bleibt technologieoffen – Antrag gegen E-Autos scheitertAuslöser des Antrags war die wachsende Unzufriedenheit vieler Mitglieder mit dem aus ihrer Sicht zu E-Auto-freundlichen Kurs der Vereinsführung. Insbesondere die Äußerungen des früheren ADAC-Verkehrspräsidenten Gerhard Hillebrand sorgten für Unmut. Er hatte sich positiv zur CO₂-Bepreisung und damit indirekt für höhere Spritpreise ausgesprochen. Die Reaktion war heftig: Eine Kündigungswelle von rund 60.000 Mitgliedern im Januar 2026 und massive Beschwerden zwangen Hillebrand schließlich zum Rücktritt von seinem Posten.
Obwohl der Vorstoß des Motorsport-Ortsclubs Scuderia Magra nun von 39 Prozent der Stimmen unterstützt wurde, verfehlte er die nötige Mehrheit. Damit ist die Forderung, die zur ADAC-Hauptversammlung getragen werden sollte, vorerst vom Tisch – der zugrundeliegende Konflikt schwelt jedoch weiter.
Was sich hinter dem ADAC-Antrag verbirgt, spricht BändeDie Antragsteller kritisierten, der ADAC begleite politisch gewollte Kostensteigerungen für Autofahrer ohne nennenswerten Widerstand. Sie forderten eine vorurteilsfreie Recherche und Darstellung von Fakten, auch wenn diese „politisch unerwünscht“ seien. Die Argumentation gipfelte in der Aussage, eine „Rettung des Weltklimas durch Deutschland“ sei völlig ausgeschlossen, weshalb der Club seinen Einfluss stärker im Sinne der Fahrer von Verbrenner-Fahrzeugen nutzen müsse.
Die Vorwürfe machen jedoch deutlich, dass wohl vielmehr hinter der Kritik am vermeintlichen E-Auto-Kurs des ADAC politische Motivation steckt. Unabhängige Experten bestätigen Elektroautos seit Jahren ein vergleichbares, wenn nicht besseres Fahrverhalten und -gefühl. Die Emissionswerte sind lokal von keiner anderen Antriebstechnik zu schlagen, der größere CO₂-Rucksack aus der Produktion relativiert sich dadurch mit der Zeit. Die Kaufpreise von Verbrennern und Elektroautos nähern sich immer weiter an – und bei den laufenden Kosten haben die Vollstromer gerade jetzt die Nase vorn. Da die Spritpreise, auch wenn die aktuelle Krise erst einmal vorüber ist, perspektivisch weiter steigen werden, gibt es objektiv praktisch keine Argumente für den Verbrennungsmotor.
Auch der Vorstand des ADAC Südbayern wehrte sich gegen die Vorwürfe und empfahl die Ablehnung des Antrags. Man sei ein neutraler Aufklärer und mache keinen Unterschied, wie jemand unterwegs sei. Gleichzeitig räumte die Führung ein, dass die Kommunikation in der Vergangenheit „unglücklich“ gewesen sei und man bei der Tonalität deutlicher werden müsse. Man wolle keine ideologischen Einschränkungen, sondern als neutraler Berater der Politik auftreten, hieß es aus dem Vorstand. An den Tatsachen ändern solche Teileingeständnisse nichts.