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Eine neue Spritsorte verspricht Entlastung an der Zapfsäule – und soll jetzt schneller verfügbar sein.
Update vom 24. April: Die EU drückt bei E20 aufs Gas. Statt des bisher recht vagen Plans, die neue Benzinsorte ab 2027 bis 2028 auf den Markt zu bringen, soll es nun schneller gehen. Ziel ist es, die EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie zu überarbeiten, sodass E20 flächendeckend ab 2027 angeboten werden kann (Quelle: Bild). Die Benzinsorte mit bis zu 20 Prozent Bioethanol-Beimischung kann Experten zufolge pro Liter bis zu 5 Cent günstiger sein als E10, das bereits günstiger ist als klassiches Super. Mehr dazu lest ihr unten im Artikel.
Originalartikel vom 9. März:
An deutschen Tankstellen wird in den kommenden Jahren ein neuer Kraftstoff eingeführt, der einen genauen Blick erfordert. Mit E20 kommt ein Benzin mit einem bis zu 20-prozentigen Anteil an Bioethanol, was den CO₂-Ausstoß der Bestandsflotte senken soll. Für Autofahrer bringt er noch einen ganz praktischen Alltagsvorteil mit sich: E20 dürfte deutlich günstiger werden.
Günstiger als E10: E20 kommt zu spät für SpritpreisexplosionDie schrittweise Markteinführung von E20 wird für 2027 oder 2028 erwartet (Quelle: t-online). Gerade in Zeiten extrem hoher Spritpreise jenseits der Zwei-Euro-Marke ist das eine wichtige Perspektive: Weil der höhere Ethanol-Anteil von der CO₂-Abgabe befreit ist, rechnen Experten mit einem Preisvorteil von bis zu fünf Cent pro Liter gegenüber E10.
Jetzt gerade hilft das zwar nur wenig, weil E20 eben noch nicht flächendeckend angeboten, sondern nur an einigen Tankstellen rund um Mannheim getestet wird. Doch der CO₂-Preis steigt weiter, sodass auch Benzin und Diesel nach der aktuellen Hochpreisphase schrittweise teurer werden.
Welche Autos vertragen E20?Der Volkswagen-Konzern hat dazu bereits eine klare Ansage gemacht und umfangreiche Freigaben erteilt. Für die meisten Fahrer von VW, Audi, Seat oder Škoda ab dem Baujahr 2016 gibt es grünes Licht.
Trotz der breiten Freigaben ist bei bestimmten Fahrzeugen Vorsicht geboten. Volkswagen schließt unter anderem leistungsstarke 2,0-Liter-Turbomotoren mit mehr als 300 PS aus, wie sie etwa im aktuellen Golf R verbaut sind. Der Grund: Der aggressive Alkohol im E20 kann bei hohem Druck und großer Hitze Bauteile der Kraftstoffpumpe aus Aluminium angreifen oder Dichtungen und Schläuche im Kraftstoffsystem beschädigen. Im schlimmsten Fall kann das zu Undichtigkeiten und teuren Motorschäden führen.
Auch BMW und Mercedes bestätigen, dass ein Großteil ihrer neueren Fahrzeuge für den Betrieb mit dem neuen Kraftstoff gerüstet ist. Wer, wenn es soweit ist, eines der Modelle fährt, die nicht mit E20 klarkommen, sollte aber genau aufpassen. Ein erster Hinweis findet sich oft als Symbolaufdruck „E20“ in der Tankklappe oder in der Bedienungsanleitung des Autos.
Eine verbindliche Auskunft erteilen im Zweifel der Hersteller oder eine Vertragswerkstatt. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Wenn euer Auto schon kein E10 verträgt, ist E20 erst recht tabu. Seit 2012 verkaufte Fahrzeuge haben in der Regel aber kein Problem mit E10. Ihr solltet daher auch jetzt diese Sparchance nicht links liegen lassen – auch wenn selbst E10 schon die 2-Euro-Marke durchbrochen hat.
By Eine neue Spritsorte verspricht Entlastung an der Zapfsäule – und soll jetzt schneller verfügbar sein.
Update vom 24. April: Die EU drückt bei E20 aufs Gas. Statt des bisher recht vagen Plans, die neue Benzinsorte ab 2027 bis 2028 auf den Markt zu bringen, soll es nun schneller gehen. Ziel ist es, die EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie zu überarbeiten, sodass E20 flächendeckend ab 2027 angeboten werden kann (Quelle: Bild). Die Benzinsorte mit bis zu 20 Prozent Bioethanol-Beimischung kann Experten zufolge pro Liter bis zu 5 Cent günstiger sein als E10, das bereits günstiger ist als klassiches Super. Mehr dazu lest ihr unten im Artikel.
Originalartikel vom 9. März:
An deutschen Tankstellen wird in den kommenden Jahren ein neuer Kraftstoff eingeführt, der einen genauen Blick erfordert. Mit E20 kommt ein Benzin mit einem bis zu 20-prozentigen Anteil an Bioethanol, was den CO₂-Ausstoß der Bestandsflotte senken soll. Für Autofahrer bringt er noch einen ganz praktischen Alltagsvorteil mit sich: E20 dürfte deutlich günstiger werden.
Günstiger als E10: E20 kommt zu spät für SpritpreisexplosionDie schrittweise Markteinführung von E20 wird für 2027 oder 2028 erwartet (Quelle: t-online). Gerade in Zeiten extrem hoher Spritpreise jenseits der Zwei-Euro-Marke ist das eine wichtige Perspektive: Weil der höhere Ethanol-Anteil von der CO₂-Abgabe befreit ist, rechnen Experten mit einem Preisvorteil von bis zu fünf Cent pro Liter gegenüber E10.
Jetzt gerade hilft das zwar nur wenig, weil E20 eben noch nicht flächendeckend angeboten, sondern nur an einigen Tankstellen rund um Mannheim getestet wird. Doch der CO₂-Preis steigt weiter, sodass auch Benzin und Diesel nach der aktuellen Hochpreisphase schrittweise teurer werden.
Welche Autos vertragen E20?Der Volkswagen-Konzern hat dazu bereits eine klare Ansage gemacht und umfangreiche Freigaben erteilt. Für die meisten Fahrer von VW, Audi, Seat oder Škoda ab dem Baujahr 2016 gibt es grünes Licht.
Trotz der breiten Freigaben ist bei bestimmten Fahrzeugen Vorsicht geboten. Volkswagen schließt unter anderem leistungsstarke 2,0-Liter-Turbomotoren mit mehr als 300 PS aus, wie sie etwa im aktuellen Golf R verbaut sind. Der Grund: Der aggressive Alkohol im E20 kann bei hohem Druck und großer Hitze Bauteile der Kraftstoffpumpe aus Aluminium angreifen oder Dichtungen und Schläuche im Kraftstoffsystem beschädigen. Im schlimmsten Fall kann das zu Undichtigkeiten und teuren Motorschäden führen.
Auch BMW und Mercedes bestätigen, dass ein Großteil ihrer neueren Fahrzeuge für den Betrieb mit dem neuen Kraftstoff gerüstet ist. Wer, wenn es soweit ist, eines der Modelle fährt, die nicht mit E20 klarkommen, sollte aber genau aufpassen. Ein erster Hinweis findet sich oft als Symbolaufdruck „E20“ in der Tankklappe oder in der Bedienungsanleitung des Autos.
Eine verbindliche Auskunft erteilen im Zweifel der Hersteller oder eine Vertragswerkstatt. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Wenn euer Auto schon kein E10 verträgt, ist E20 erst recht tabu. Seit 2012 verkaufte Fahrzeuge haben in der Regel aber kein Problem mit E10. Ihr solltet daher auch jetzt diese Sparchance nicht links liegen lassen – auch wenn selbst E10 schon die 2-Euro-Marke durchbrochen hat.