Echt leben

Echt leben

By Prof. Dr. Alfried Längle | Claudia BraunHealth & FitnessMental HealthEducationSelf-Improvement
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Echt leben episodes

  • Kann ich einfach sein? Von Selbstannahme, Gelassenheit und Begegnung

    In dieser Folge von Echt Leben gehen Prof. Dr. Alfried Längle und Claudia Braun ganz an den Anfang – an die absolute Grundlage unseres Seins: Dass es uns gibt, ohne dass wir gefragt wurden. Sie sprechen darüber, wie wir dieses Dasein annehmen können, ob es uns passt oder nicht, und warum im „Sein-lassen-Können“ eine Quelle von Gelassenheit und Handlungsfähigkeit liegt. Von dort aus öffnet sich der Blick auf das, was Erfüllung braucht: den Austausch mit dem Anderen, den Dialog zwischen Innen- und Außenwelt und echte Begegnung. Eine Folge, die einlädt, sich selbst einmal ganz bewusst sein zu lassen.

    Themen der Folge

    • (ca. 00:00)  Das Wunder, dass es mich gibt: Unser Leben beginnt damit, dass wir plötzlich da sind – ohne gefragt worden zu sein und ohne Gebrauchsanweisung.
    • (ca. 05:00)  Dasein annehmen: Da-Sein zu erhalten ist tief in uns angelegt. Und doch fällt es nicht leicht, es wirklich zu sich zu nehmen: Will ich das überhaupt – und was, wenn innerlich ein „Will ich nicht“ auftaucht?
    • (ca. 10:00)  Sein-lassen-Können: Wenn ich mein Sein sein lassen kann, gebe ich meinen Widerstand auf – und es wird immer mehr zu meinem. Daraus entstehen Gelassenheit, ein tragfähiger Boden und Handlungsfähigkeit.
    • (ca. 15:00)  Erfüllung braucht das Andere: Wir können die Erfüllung nicht aus uns allein machen. Sie entsteht im Austausch mit Menschen, Tieren, der Natur oder auch mir selbst gegenüber – als Aufgehen in etwas Größerem.
    • (ca. 15:00)  Zwei Welten, zwei Beine: Wir stehen gleichzeitig in Innen- und Außenwelt. Wichtig ist, die eigene Innenwelt nicht zu verlieren, etwa mit kurzen Momenten des Innehaltens im Alltag, und zugleich offen für das Außen zu bleiben.
    • (ca. 20:00)  Begegnung statt nur Beziehung: Beziehung haben wir so oder so – sie ist das Ergebnis unserer Begegnungen. Begegnung geschieht im Dialog: Ich lasse den anderen bei mir ankommen und antworte ehrlich und offen. So verändert und bereichert sie uns beide.

    Drei Gedanken zum Nachklingen-Lassen

    • Dass es mich gibt, habe ich mir nicht ausgesucht. Das Fundament von allem ist, diesen Umstand sein lassen zu können – dadurch wird mein Sein immer mehr zu meinem.
    • Erfüllung können wir nicht aus uns allein machen: Wir werden Person im Austausch mit dem Anderen und finden Erfüllung im Aufgehen in etwas Größerem.
    • Wenn ich innen präsent bin und zugleich offen für das Außen, kann echte Begegnung geschehen – und Begegnung verändert und bereichert uns beide.

    Alfrieds Vorschlag für euch: Wie gut kannst du dich sein lassen? Schaffst du es, einmal zehn Minuten nichts anderes zu tun, als zu sein – und dein Sein nicht für etwas zu benutzen oder dich nützlich zu machen? Beginne den Tag vielleicht mit einer Minute dieser Übung.

    Deine Frage an Alfried: Hast du eine Frage, die dich nach dieser Folge beschäftigt? Am Ende jeder Staffel gibt es eine Folge „Fragen an Alfried“. Hier wählen wir aus den eingesandten Fragen diejenigen aus, die möglichst viele Zuhörer:innen beschäftigen. Wir freuen uns, wenn du deine Frage mit uns teilst: https://claudia-braun.de/podcast-audios.html#frage

    27 min
  • Was, wenn das Leben die Fragen stellt? Von Sinn, Freiheit und Verantwortung

    In Folge 3 von „Echt leben“ sprechen Prof. Dr. Alfried Längle und Claudia Braun über einen zentralen Gedanken der Existenzanalyse, der auf Viktor Frankls Logotherapie zurückgeht: Nicht wir stellen dem Leben die Fragen – das Leben stellt sie uns, in jedem Moment unseres Alltags.

    Was bedeutet es, sich als „gefragter Mensch“ zu verstehen? Und warum kann darin gerade in schwierigen und schmerzhaften Situationen eine Kraftquelle liegen? Anhand einer bewegenden Geschichte erzählt Alfried, wie dieser Perspektivwechsel selbst im Angesicht einer schweren Krankheit möglich ist.Themen der

    Folge

    • (ca. 00:01)  Wer stellt die Fragen? Schon Viktor Frankl sagte: Nicht wir fragen das Leben – das Leben fragt uns, und wir sollen antworten.
    • (ca. 02:20)  Die Welt wahrnehmen: Mit offenen Augen, Ohren und Herz erkennen, wo ich gebraucht werde und wirken kann.
    • (ca. 07:05)  Die Erweiterung der Existenzanalyse: Während Frankl die Frage rein als Frage der Welt verstand, sagt die Existenzanalyse: Es ist die Frage der Situation – und ich bin selbst Teil dieser Situation. Deshalb kann sie auch verlangen, dass ich auf mich selbst schaue oder eine Grenze setze.
    • (ca. 09:25)  Antwort ist unausweichlich: Warum jedes Handeln – und auch jedes Nicht-Handeln – bereits eine Antwort auf die Frage des Lebens ist.
    • (ca. 14:15)  „Ich muss“ vs. echtes Antworten: Ein „Ich muss“ ohne innere Zustimmung ist etwas anderes als ein echtes Antworten, das entsteht, wenn ich die Situation als Anfrage wahrnehme und ein inneres Ja dazu spüre.
    • (ca. 16:35)  Eine bewegende Geschichte: Von einem schwerkranken Mann, der trotz Krebs im Endstadium noch einen Weg fand, dem Leben zu antworten.

    Drei Gedanken zum Nachklingen-Lassen

    1. Nicht ich stelle die großen Fragen ans Leben – das Leben stellt mir in jedem Moment eine Frage, und ich antworte, ob bewusst oder unbewusst.
    2. Auch Nicht-Handeln, Ausweichen oder Verharren ist bereits eine Antwort auf die Frage des Lebens.
    3. Selbst in schwersten Situationen – wie einer schweren Krankheit – bleibt die Frage bestehen, wie ich ihr begegne, und damit die Möglichkeit, sinnvoll zu antworten.

    Alfrieds Vorschlag für euch: Fragt euch einmal am Tag – und ganz besonders in einer schwierigen Lage: Was ist hier die Frage an mich?

    Deine Frage an Alfried: Hast du eine Frage, die dich nach dieser Folge beschäftigt? Am Ende jeder Staffel gibt es eine Episode „Fragen an Alfried“. Hier wählen wir aus den eingesandten Fragen diejenigen aus, die möglichst viele Zuhörer:innen beschäftigen. Wir freuen uns, wenn du deine Frage mit uns teilst: https://claudia-braun.de/podcast-audios.html#frage

    28 min
  • Was braucht es für ein erfülltes Leben? Von Vertrauen, Beziehung, Selbstwert und Sinn

    Was braucht es für ein erfülltes Leben? In Folge 2 von „Echt leben“ sprechen Prof. Dr. Alfried Längle und Claudia Braun über die vier Grundmotivationen der Existenzanalyse: Vertrauen und Halt, Beziehung und Werte, Selbstwert und das Ja zu sich selbst sowie Sinn und eine Perspektive für die Zukunft. Sie bilden die Grundlage dafür, dass wir zu unserem Leben und dem, was wir tun, innerlich Ja sagen können.

    Nachdem es in Folge 1 um die innere Zustimmung zum Leben ging, wird es diesmal konkret: Kann ich? Mag ich? Darf ich? Soll ich? Diese vier Fragen führen zu den grundlegenden Bedingungen eines erfüllten Lebens.

    Alfried vergleicht sie mit den vier Beinen eines Tisches: Erst wenn alle vier tragen, wird auch die Tischplatte – unser Wollen mit innerer Zustimmung – stabil.

     

    Themen der Folge

    • (ca. 00:40)  Die Fähigkeit zu spüren: Jeder Mensch trägt die Fähigkeit in sich, zu spüren, was stimmig ist – das gilt nicht nur für die großen Lebensfragen, sondern für jeden einzelnen Moment.
    • (ca. 04:55)  Vier Säulen des Daseins: Erfüllte Existenz braucht vier Bezugspunkte – die Realität, den Wert des Lebens, die eigene Person und die Zukunft.
    • (ca. 13:05)  Erste Grundmotivation – Können: „Ich bin, aber kann ich hier sein?“ Der Bezug zur Realität, spürbar am Gefühl von Halt und Sicherheit.
    • (ca. 16:20)  Zweite Grundmotivation – Mögen: Die Brücke zum Leben entsteht durch das, was mir gefällt und mich berührt – auch im Beruf.
    • (ca. 21:05)  Dritte Grundmotivation – Dürfen: „Entspricht mir das, und darf ich das?“ Die Beziehung zu mir selbst und die Frage nach Authentizität.
    • (ca. 25:05)  Vierte Grundmotivation – Sollen: Der Bezug zur Zukunft und zum größeren Sinn-Zusammenhang.
    • (ca. 28:20)  Das Bild vom Tisch: Vier Tischbeine tragen die Tischplatte des erfüllten Wollens mit innerer Zustimmung.

    Drei Gedanken zum Nachklingen-Lassen

    1. Innere Zustimmung ist kein einzelnes Gefühl, sondern ein vierfaches Ja – zur Welt, zum Leben, zu mir selbst und zur Zukunft.
    2. Es reicht nicht, etwas zu können – entscheidend ist auch, ob ich es mag, ob es mir entspricht und ob ich mich dahinterstellen will.
    3. Die existenziell entscheidende Antwort ist nicht die Stimme anderer in mir, sondern mein eigenes inneres Gespür der Stimmigkeit.

    Alfrieds Vorschlag für euch: Wie klar bin ich in meinem Wollen? Frag dich bei dem, was du gerade tust: Will ich das eigentlich?

    Deine Frage an Alfried: Hast du eine Frage, die dich nach dieser Folge beschäftigt? Am Ende jeder Staffel gibt es eine Episode „Fragen an Alfried“. Hier wählen wir aus den eingesandten Fragen diejenigen aus, die möglichst viele Zuhörer:innen beschäftigen. Wir freuen uns, wenn du deine Frage mit uns teilst: https://claudia-braun.de/podcast-audios.html#frage

    32 min
  • Was ist ein gutes, ein erfülltes Leben? Von Stimmigkeit und innerer Zustimmung

    In der ersten Folge von „Echt leben“ stellen sich Prof. Dr. Alfried Längle und Claudia Braun einer der zentralen Fragen der Existenzanalyse: Was ist ein gutes, ein erfülltes Leben – und wie kann es gelingen? Viele Menschen haben scheinbar alles – einen guten Job, eine glückliche Familie, erfüllte Wünsche – und spüren trotzdem keine wirkliche Stimmigkeit, kein klares inneres Ja. Alfried Längle, Begründer der modernen Existenzanalyse, erklärt, was innere Zustimmung mit einem erfüllten Leben zu tun hat und warum Erfüllung nicht allein von äußeren Umständen abhängt, sondern von der Beziehung, in der wir zu uns selbst, zu anderen Menschen und zur Welt stehen.

    Themen der Folge

    • (ca. 03:10)  Was ist die Existenzanalyse? Alfried erzählt, wie er als Schüler von Viktor Frankl von der Logotherapie zur Existenzanalyse fand.
    • (ca. 06:00)  Warum äußerer Erfolg nicht reicht: Erfüllung hängt laut Alfried nicht von der Menge an Erfolg, Beziehungen oder Besitz ab, sondern von der Beziehung zu sich selbst und zum eigenen Tun.
    • (ca. 08:30)  Erfüllung auch in schwierigen Zeiten: Wie ein bewusster, liebevoller wie auch klar abgegrenzter Umgang mit Schwierigkeiten ein „Es-ist-gut-so“-Gefühl entstehen lassen kann.
    • (ca. 10:55)  Zustimmung statt Ergebnisorientierung: Warum es wichtiger ist, dem nächsten stimmigen Schritt zu folgen, als auf ein bestimmtes Ergebnis zu schielen.
    • (ca. 12:05)  Eine Lebensgeschichte: Von einem Mann, der mit 50 sein Leben neu ausrichtete – von einem Leben, dem er nur äußerlich zustimmen konnte, hin zu einem, dem er innerlich Ja sagen konnte.
    • (ca. 14:30)  Äußere vs. innere Zustimmung: Der feine, aber entscheidende Unterschied zwischen einem Leben, das funktioniert, und einem Leben, das stimmt.
    • (ca. 15:15)  Das innere Ja als Kompass: Wie ein intuitives Gespür uns zeigt, ob etwas wirklich zu uns passt – und uns dabei hilft, wirklich in unserem eigenen Leben vorzukommen.

    Drei Gedanken zum Nachklingen-Lassen

    1. Erfüllung lässt sich nicht objektiv messen – nur wir selbst können spüren, ob unser Leben stimmig ist.
    2. Auch in schwierigen Situationen kann ein Leben erfüllt sein, wenn wir uns selbst treu bleiben und im Dialog mit der Welt bleiben, statt uns von ihr abhängig zu machen.
    3. Der Weg zu einem erfüllten Leben ist kein Sprint, sondern ein lebenslanger Prozess des Zuhörens auf das eigene innere Ja.

    Alfrieds Vorschlag für euch: Nehmt euch heute vor, nur das zu tun, wofür ihr ein inneres Ja spürt – und alles zu lassen, wofür dieses Ja fehlt. Beobachtet ganz bewusst, was dabei in euch auftaucht.

    Leseempfehlungen & Links

    Eine Auswahl der Publikationen von Alfried Längle findest du auf seiner Website: https://www.laengle.info/index.php?&page=publikationen

    Deine Frage an Alfried

    Hast du eine Frage, die dich nach dieser Folge beschäftigt? Am Ende jeder Staffel gibt es eine Episode „Fragen an Alfried“. Hier wählen wir aus den eingesandten Fragen diejenigen aus, die möglichst viele Zuhörer:innen beschäftigen. Wir freuen uns, wenn du deine Frage mit uns teilst: https://claudia-braun.de/podcast-audios.html#frage

    24 min
  • Trailer - Echt Leben

    Wie geht das mit dem erfüllten Leben?

    Der Podcast startet am Donnerstag, 17. September. Ihr könnt uns hier gerne schon jetzt folgen – wir freuen uns, wenn ihr dabei seid!

    Im Trailer zu Echt Leben findet ihr einen Ausschnitt aus der ersten Folge, in der Prof. Dr. Alfried Längle von einem Menschen erzählt, der bemerkte, dass er eigentlich alles hatte – und dass trotzdem etwas fehlte. Er selbst.

    Claudia Braun knüpft daran an: Ob wir nach Erfolg streben, uns eine glückliche Familie oder einen Partner wünschen, viele Freunde haben wollen, schön, sportlich oder anerkannt sein möchten – am Ende geht es bei ganz vielem, was wir jeden Tag tun, um dieselbe große Frage: Wie kann ich ein gutes, ein erfülltes Leben haben?

    Mit genau dieser Frage beschäftigt sich die Existenzanalyse seit Jahrzehnten. Prof. Dr. Alfried Längle, Arzt, Psychotherapeut und Begründer der Existenzanalyse in ihrer heutigen Form, und Claudia Braun möchten mit Echt Leben diesen reichen Wissens- und Erfahrungsschatz noch mehr Menschen zugänglich machen.

    Als "Gedanke to go": Was ist denn ein erfülltes Leben - für dich ganz persönlich?

    2 min

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Wie geht das mit dem erfüllten Leben?


Warum fühlen wir uns trotz beruflichem Erfolg, guter Beziehungen und erfüllter Wünsche oft nicht wirklich lebendig? Und was braucht es, damit unser…