Ihre Bilanzsumme ist fast doppelt so gross wie die Schweizer Wirtschaftsleistung, das Bruttoinlandsprodukt. Ist die neue UBS für die Volkswirtschaft im Krisenfall noch tragbar oder braucht die Schweiz eine solche Grossbank, um im Wettbewerb an den internationalen Finanzmärkten mithalten zu können?
Durch die vollständige Übernahme der abgewirtschafteten Credit Suisse durch die UBS, ist auf dem Schweizer Finanzplatz eine Mega-Bank entstanden. Doch ohne griffige Regulierung werde sie im Krisenfall die Volkswirtschaft in den Abgrund ziehen, sagen Kritikerinnen und Kritiker. Die Schweiz brauche eine Grossbank, die mit starken, ausländischen Mitwerbern international mithalten kann, meinen andere. Darüber und über weitere Themen diskutiert Reto Lipp mit Gabriela Nagel (Professorin für Finanzmanagement ZHAW), Mark Dittli (Geschäftsführer und Chefredaktor «The Market») sowie Adriel Jost (Ökonom IWP) im «Eco Talk».
Präzisierung: In der Sendung wird unter anderem das Thema einer möglichen «Verstaatlichung der UBS» diskutiert. Davor kam in einem kurzen Einspieler-Interview der Zürcher Schulleiter Bernhard Schmidt zu Wort. Er will eine eidgenössische Volksinitiative, die sogenannte «Bankeninitiative» auf den Weg bringen. Im Nachgang der Sendung legt Bernhard Schmidt dabei auf folgende Präzisierung wert: Es gehe nicht um eine Vollverstaatlichung beispielsweise einer UBS, sondern gemäss Initiativ-Text darum, dass «Grossbanken von systemrelevanter Dimension als gemischtwirtschaftliche Aktiengesellschaften zu führen seien, wobei der Bund bezüglich Aktienkapital Mehrheitsträger sei».