Wer will noch mal? Wer hat noch nicht? Happy Sharing ist angesagt. Und man kann sogar noch verdienen! Wenn man Kohle hat. Zum Investieren. In Happy-Sharing-Plattformen. Wie GuuuuuG. Oder so.
Alle sprechen drüber. Jeder ist geschockt. Manche haben Angst. Viele sind wütend. Politiker beschuldigen. Medien berichten. Manche hetzen. Die meisten sind traurig und zeigen Mitgefühl. Was passiert da eigentlich gerade? Mit uns allen.
Reden über Ausbeutung? Mensch, wie langweilig. Ist doch sonnenklar, wie sehr wir alle ausgebeutet werden. Ja, schon, aber da gibt es noch die andere, die alltägliche, sehr subtile Ausbeutung.
Reformiert soll sie werden. Die Altenpflege. Wäre nötig. Aber im Sinne der alten Menschen und ihrer sie betreuenden Angehörigen. Was wird getan? Was die mächtigen Lobbygruppen erlauben. Und das ist nicht im Sinne der alten Menschen.
Eindeutig, wir leben im Zeitalter der Bedrohungen. Vor allem der persönlichen. Alt, krank und ein Pflegefall zu werden, schreit nach einer Versicherung dagegen. Das baut Angst ab. Und beruhigt. Ach ja?
Ungebildet, unkultiviert, verwahrlost – abstoßend. So werden Asoziale charakterisiert. Von den meisten Menschen jedenfalls. Es gibt aber auch noch die Adjektive unsozial und antisozial. Tja, was ist denn das nun wieder?
Doch, doch, es gibt den Podcast noch. Manchmal glaube ich zwar, ich habe nichts mehr zu sagen. Aber es fehlen mir dann bloß die Worte. Heute habe ich mal wieder welche gefunden. Darüber, wer wann wo warum und wie etwas zu sagen hat.
Ach, wie gut tut eine Beleidigung. Anonym natürlich. Der Verdacht wird auf alle verteilt. Solidarisch. Nein, ich meine nicht Facebook. Die nicht-digitale Hausgemeinschaft.