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Was beglückt Menschen, wenn sie sich stundenlang Videos anschauen, in denen andere Menschen wortkarg Dinge wieder herstellen, reparieren, restaurieren? Das reflektieren wir auf unserer heutigen Eigentlich-Podcast Tour, die vor dem Kunstgewerbemuseum am Potsdamer Platz beginnt. Von dort laufen wird durch den Tiergarten und weiter, immer weiter nach Norden, vorbei am Hauptbahnhof und hinein in neuwertige Zonen des Wohnens und Arbeitens, die sich dort gebildet haben und in Teilen aussehen wie Ausgrabungen einer längst verspielten Utopie. Miczs Thema: 'Restoration Videos' (deshalb auch das Kunstgewerbemuseum) und wir reden über Sollbruchstellen als geplante Obsoleszenz, über das Recht zu Reparieren, Cradle to Cradle, die Schnittmengen zwischen Videoformaten wie Unpacking, Repair, Tools, Restoration, usw. und so fort. Eine Prise Psychodynamik darf nicht fehlen, deshalb streifen wir Sigmund Freuds Neffen Edward Bernays, der - aufbauend auf das Konzept seines Onkels über die Primärprozesse, Triebe und das Unbewusste - Produktmarketing in Amerika revolutionierte.
Auslöser für die Folge war Miczs Bastel-Projekt eine 1980er Hondo Lazer E-Gitarre – wie Johnny Winter sie gespielt hat (Video Link in den Shownotes) – zu restaurieren. Dieses Video, liebe Podcast-Freund:innen, ist noch nicht fertig. Nur einige Fotos belegen, dass das Rohmaterial bereit liegt. Aber wer braucht schon Video, wenn wir Audio haben?
Am Ende der Episode stellen wir die Hypothese in den Raum, dass es uns Menschen einfach wahnsinnig gut tut, wenn sich jemand mal so richtig liebevoll kümmert. Denn wir alle haben unsere Macken und können uns nur zu gut mit den Dingen identifizieren, die aus dem Müll geholt werden und wieder geliebt, poliert und benutzt werden. „Nützlich sein“ ist nicht nur der Ruf der Dinge.
By Micz & FloWas beglückt Menschen, wenn sie sich stundenlang Videos anschauen, in denen andere Menschen wortkarg Dinge wieder herstellen, reparieren, restaurieren? Das reflektieren wir auf unserer heutigen Eigentlich-Podcast Tour, die vor dem Kunstgewerbemuseum am Potsdamer Platz beginnt. Von dort laufen wird durch den Tiergarten und weiter, immer weiter nach Norden, vorbei am Hauptbahnhof und hinein in neuwertige Zonen des Wohnens und Arbeitens, die sich dort gebildet haben und in Teilen aussehen wie Ausgrabungen einer längst verspielten Utopie. Miczs Thema: 'Restoration Videos' (deshalb auch das Kunstgewerbemuseum) und wir reden über Sollbruchstellen als geplante Obsoleszenz, über das Recht zu Reparieren, Cradle to Cradle, die Schnittmengen zwischen Videoformaten wie Unpacking, Repair, Tools, Restoration, usw. und so fort. Eine Prise Psychodynamik darf nicht fehlen, deshalb streifen wir Sigmund Freuds Neffen Edward Bernays, der - aufbauend auf das Konzept seines Onkels über die Primärprozesse, Triebe und das Unbewusste - Produktmarketing in Amerika revolutionierte.
Auslöser für die Folge war Miczs Bastel-Projekt eine 1980er Hondo Lazer E-Gitarre – wie Johnny Winter sie gespielt hat (Video Link in den Shownotes) – zu restaurieren. Dieses Video, liebe Podcast-Freund:innen, ist noch nicht fertig. Nur einige Fotos belegen, dass das Rohmaterial bereit liegt. Aber wer braucht schon Video, wenn wir Audio haben?
Am Ende der Episode stellen wir die Hypothese in den Raum, dass es uns Menschen einfach wahnsinnig gut tut, wenn sich jemand mal so richtig liebevoll kümmert. Denn wir alle haben unsere Macken und können uns nur zu gut mit den Dingen identifizieren, die aus dem Müll geholt werden und wieder geliebt, poliert und benutzt werden. „Nützlich sein“ ist nicht nur der Ruf der Dinge.