„Ein halber Tag Freiheit“ - Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der DDR

„Ein halber Tag Freiheit“ - Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der DDR

By Mitteldeutscher RundfunkHistory
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„Ein halber Tag Freiheit“ - Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der DDR episodes

  • Podcast-Tipp: DNA des Ostens
    Deutschland ist seit 35 Jahren wiedervereinigt. Im neuen Podcast "DNA des Ostens" fragt Host Anna Thalbach: Was macht den Osten heute aus? Was unterscheidet ihn noch vom Westen?


    Link zum Podcast: https://1.ard.de/dna-des-ostens
    2 min
  • Podcast-Tipp: Wendehausen - Heimat im Todesstreifen

    "Geh nicht in den Wald, da wirst Du erschossen!" Zu DDR-Zeiten lag das Dorf Wendehausen im Sperrgebiet. Das hatte weitreichende Folgen für die Menschen dort. In einem neuen Podcast erzählen wir die ganze Geschichte.

    Hier geht es zum Podcast Wendehausen – Heimat im Todesstreifen https://1.ard.de/wendehausen

    Gibt es auch bei Spotify (https://open.spotify.com/show/4wk3YXsmnJWZ3lKj4InWf7?si=089eeb1cc7fd4571&%3Bnd=1&%3Bdlsi=895c6098b9674c53&nd=1&dlsi=4878094818b24a81), Apple (https://podcasts.apple.com/de/podcast/wendehausen-heimat-im-todesstreifen/id1769421039) und Youtube (https://www.youtube.com/watch?v=IFUtYM-mMPU).

    2 min
  • Der angebliche Polizistenmörder – Schauprozess in Magdeburg
    Am 17. Juni 1953 gehen überall in der DDR Menschen auf die Straßen – auch in Magdeburg. Der Gärtner Ernst Jennrich ist in der Stadt für einen Behördengang unterwegs. Er gerät in einen der Demonstrationszüge, schließt sich an. Die Menschen ziehen zum Gefängnis Magdeburg-Sudenburg. Sie wollen -wie überall im Land- politische Gefangene befreien. An der Haftanstalt fallen Schüsse. Einen Tag später wird Ernst Jennrich festgenommen. Er soll einen Volkspolizisten erschossen haben. Beweise gibt es nicht. Für den Prozess werden die tödlichen Schüsse nachgestellt. Der Gärtner wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch dabei wird es nicht bleiben. Auf Prozessaufnahmen von damals ist zu hören, wie verzweifelt Jennrich seine Unschuld beteuert. Dennoch wird er in einem zweiten Prozess nach gerade mal 15 Minuten Verhandlung zum Tode verurteilt. Ein halbes Jahr später wird er per Guillotine hingerichtet. Erst 38 Jahre später soll Ernst Jennrich rehabilitiert werden. In dieser Folge sprechen wir mit Zeitzeugen und Historikern über die dramatischen Tage in Magdeburg und den grauenvollen Schauprozess.
    Kontakt zu den Autoren über: [email protected]
    Hörtipp: Podcast "Was tun, Herr General?"
    Quellen: Audios: Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg; Dokumente: Stasi-Unterlagen-Archiv Berlin
    28 min
  • Wut der Bauern – Proteste auf dem Land
    Am 17. Juni 1953 versammeln sich auf dem Marktplatz in Jessen/Elster Hunderte Großbauern. In einem Bericht der Volkspolizei wird es "faschistischer Aufstand" genannt. Doch Jessen ist längst nicht der einzige Ort, in dem Bauern auf die Straße gehen. Es waren 300 Dörfer und kleinere Orte. Die Bauern wollen nicht in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, kurz LPG. Manche schaffen das Liefersoll nicht. Es gab deswegen bereits Verhaftungen.
    Über diese Seite des Volksaufstandes ist bisher weniger bekannt. Also gehen die Autoren Pierre Gehmlich und Björn Menzel aufs Land. Sie treffen in Jessen einen Mann, der als Jugendlicher die Proteste erlebt hat. Er schildert, warum er sich lieber nicht beteiligen wollte. Doch er ist nicht der Einzige, der über den Aufstand der Bauern viel zu erzählen hat. Auch 70 Jahre später ist der 17. Juni bei vielen Familien noch immer in lebendiger Erinnerung.
    Hinweis auf den Podcast MDR Investigativ.
    Kontakt zu den Autoren über: [email protected]
    Quellen: Audios: Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg, Stasi-Unterlagen-Archiv Berlin, RBB Rundfunk Berlin-Brandenburg; Dokumente: Stasi-Unterlagen-Archiv Berlin, Stadtarchiv Jessen
    30 min
  • Die Bilder aus Halle – DEFA-Mann gelangen einmalige Filmaufnahmen
    Der DEFA-Kameramann Albert Ammer will am 17. Juni 1953 nur kurz Essen holen, als plötzlich Menschenmassen an ihm vorbeilaufen. Ihm ist schnell klar, dass etwas Besonderes im Gang ist. Dass der Tag in die Geschichte der damals noch jungen DDR eingehen wird, weiß er zu dem Zeitpunkt noch nicht. Albert Ammer wird ihn auf drei Filmrollen festhalten. Die Aufnahmen zeigen, wie Frauen aus einem Gefängnis in Halle befreit werden und sie zeigen vor allem glückliche Gesichter. Menschen, die auf ein besseres Leben hoffen. Es sind die einzigen professionellen Filmaufnahmen des DDR-Volksaufstandes. Jahrzehntelang waren sie verschollen und tauchten nur durch einen Zufall wieder auf. Doch diese Aufnahmen änderten das Leben des DEFA-Kameramannes Albert Ammer. Sein Sohn Alexander sagt heute, sein Vater habe einen Tag gedreht, den die DDR nicht haben wollte. Hier erzählen wir die Geschichte.
    Kontakt zu den Autoren über: [email protected]
    Quellen: Töne: Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg, Stasi-Unterlagen-Archiv Berlin; Dokumente: Das Bundesarchiv
    34 min
  • Das 15-jährige Opfer – Der ungeklärte Tod von Paul Ochsenbauer
    Paul Ochsenbauer ist 15 Jahre alt, als er am 17. Juni 1953 sein Elternhaus in Leipzig verlässt. Er wird nicht mehr zurückkehren. Der Schlosserlehrling hätte an dem Tag eine Prüfung gehabt. Zur gleichen Zeit gehen in Leipzig Zehntausende auf die Straßen. Wie in vielen anderen Städten der DDR hoffen sie auf ein besseres Leben. Sie fordern unter anderem freie Wahlen, höhere Löhne und die Freilassung von politischen Gefangenen. An mehreren Orten der Stadt bricht Gewalt aus. In diese Unruhen gerät offenbar der 15-jährige Paul. Seine Familie erfährt erst zwei Wochen nach dem 17. Juni von seinem Tod. Jahrzehnte später geht die Familie auf Spurensuche. Hier erzählen wir die Geschichte von Paul Ochsenbauer - des jüngsten Todesopfers des Volksaufstandes in Leipzig.
    Kontakt zu den Autoren über: [email protected]
    Hinweis auf den Podcast: Spur der Täter
    Quellen: Töne: Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg, Stasi-Unterlagen-Archiv Berlin, HR Band, Dokumente: Stasi-Unterlagen-Archiv Berlin, Sächsisches Staatsarchiv Leipzig, Stadtarchiv Leipzig, Privatarchiv Brigitte Dienst
    32 min
  • Folge 0: Darum geht es im Podcast
    Was geschah am 17. Juni 1953, dem Tag des DDR-Volksaufstands? Wir erzählen die Geschichten des jüngsten Todesopfers in Leipzig, der einzigen Filmaufnahmen, der Bauern-Proteste und einer Hinrichtung per Guillotine.
    3 min

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