
Sign up to save your podcasts
Or


120 Jahre nach dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts herrscht ohrenbetäubende Stille: Nur drei Männer schickte Bismarck 1884 nach Deutsch-Südwestafrika – einer davon Heinrich Ernst Göring, Vater des späteren Nazi-Verbrechers. Was als Geschäft mit Adolf „Lügenfritz“ Lüderitz begann, mündete in systematische Vernichtung.
70 Prozent der Herero und Nama starben durch deutsche Soldaten, in der Kalahari-Wüste, in Konzentrationslagern. General Lothar von Trotha verkündete: „Innerhalb der deutschen Grenzen wird jeder Herero mit und ohne Gewehr erschossen. Ich nehme keine Weiber oder Kinder mehr auf.“ Deutschland war die drittgrößte Kolonialmacht der Welt – doch davon wissen die meisten nichts. Kirche, Wissenschaft und Wirtschaft bildeten ein rassistisches Betriebssystem, das Ausbeutung legitimierte. Schädel wurden vermessen, Menschen nummeriert, Kontinente am Kartentisch aufgeteilt.
Heute leben 70 Prozent des namibischen Ackerlandes noch immer im Besitz weißer Nachfahren der Siedler. Neokolonialismus prägt Handelsbeziehungen, während in Deutschland Bismarck-Statuen stehen und die Edeka ihre koloniale Vergangenheit verschweigt. Patrick und Jens folgen der blutigen Spur vom Völkermord 1904 bis zu heutigen Strukturen – und zeigen, warum diese Geschichte unsere Gegenwart bestimmt.
Steady: steadyhq.com/schweigen-ist-zustimmung
Spenden:
Bewerten: Apple Podcasts | Spotify
Community: Discord
Social: Bluesky | Instagram | TikTok
By Jens Brodersen & Patrick Breitenbach120 Jahre nach dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts herrscht ohrenbetäubende Stille: Nur drei Männer schickte Bismarck 1884 nach Deutsch-Südwestafrika – einer davon Heinrich Ernst Göring, Vater des späteren Nazi-Verbrechers. Was als Geschäft mit Adolf „Lügenfritz“ Lüderitz begann, mündete in systematische Vernichtung.
70 Prozent der Herero und Nama starben durch deutsche Soldaten, in der Kalahari-Wüste, in Konzentrationslagern. General Lothar von Trotha verkündete: „Innerhalb der deutschen Grenzen wird jeder Herero mit und ohne Gewehr erschossen. Ich nehme keine Weiber oder Kinder mehr auf.“ Deutschland war die drittgrößte Kolonialmacht der Welt – doch davon wissen die meisten nichts. Kirche, Wissenschaft und Wirtschaft bildeten ein rassistisches Betriebssystem, das Ausbeutung legitimierte. Schädel wurden vermessen, Menschen nummeriert, Kontinente am Kartentisch aufgeteilt.
Heute leben 70 Prozent des namibischen Ackerlandes noch immer im Besitz weißer Nachfahren der Siedler. Neokolonialismus prägt Handelsbeziehungen, während in Deutschland Bismarck-Statuen stehen und die Edeka ihre koloniale Vergangenheit verschweigt. Patrick und Jens folgen der blutigen Spur vom Völkermord 1904 bis zu heutigen Strukturen – und zeigen, warum diese Geschichte unsere Gegenwart bestimmt.
Steady: steadyhq.com/schweigen-ist-zustimmung
Spenden:
Bewerten: Apple Podcasts | Spotify
Community: Discord
Social: Bluesky | Instagram | TikTok