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Der Punisher kehrt zurück und liefert im Special kompromisslose Action ab.
Ein Kommentar von Daniel Boldt
Mit „The Punisher: One Last Kill“ entfesseln Marvel und Disney+ am 12. Mai einen ihrer kompromisslosesten Antihelden. Das 44-minütige Special liefert gnadenlose Action, harte Gewalt und eine Intensität, wie man sie im MCU bislang kaum gesehen hat. Vor allem Fans brutaler Comic-Action kommen hier voll auf ihre Kosten. Im Zentrum steht erneut Jon Bernthal, der Frank Castle mit einer Wucht und Präsenz verkörpert, die der Figur perfekt gerecht wird.
Weder Film noch Serie – stattdessen bekommt Frank Castle alias der Punisher ein eigenes Streaming-Special spendiert. Damit kehrt der kompromisslose Antiheld endlich auf Disney+ zurück. Seit seinem letzten Solo-Auftritt sind einige Jahre vergangen, und die Erwartungen der Fans könnten kaum größer sein. Doch schon vorab lässt sich sagen: Das lange Warten zahlt sich aus. Denn mit „One Last Kill“ liefert das Team hinter dem Special ein brachiales Feuerwerk ab – eine düstere Gewaltoper in zwei Akten.
So brutal war noch kein anderes MCU-ProjektIn der ersten Hälfte sehen wir einen Frank Castle, der vom Leben gezeichnet ist. Er verbringt seine Tage an den Gräbern seiner Familie und verliert sich in den Halluzinationen seiner trostlosen Wohnung. Noch nie zuvor wurde der Punisher so zerbrechlich und innerlich zerstört dargestellt. Jon Bernthal verkörpert den gebrochenen Veteranen mit einer Intensität, die beinahe vergessen lässt, dass es sich um eine fiktive Figur handelt. Seine Besetzung als Punisher zählt zweifellos zu den besten Casting-Entscheidungen von Marvel – auf einer Stufe mit Robert Downey Jr. als Iron Man und Hugh Jackman als Wolverine.
Die zweite Hälfte entwickelt sich zu einem kompromisslosen Gewaltgewitter. Die Schatten seiner Vergangenheit reißen Frank aus seiner Starre – und was darauf folgt, erinnert stellenweise an eine Mischung aus dem gnadenlosen Nahkampf von The Raid und der brutalen Eskalation von The Purge. Innerhalb kürzester Zeit kämpft sich Frank mit roher Gewalt durch eine Übermacht an Gegnern, getrieben von purer Wut und ohne jede Zurückhaltung.
Überraschend ist vor allem, mit welcher Konsequenz das Marvel-Special seine Härte ausspielt: Kopfschüsse, aufgeschlitzte Kehlen und krachende Knochenbrüche gehören hier zur Tagesordnung, während die Kamera kaum davor zurückschreckt, die Brutalität offen zu zeigen.
Da muss unbedingt noch mehr kommenDie kurze Laufzeit erweist sich dabei gleichermaßen als Stärke und Schwäche. Einerseits sorgt sie für ein hohes Tempo und einen Fokus auf das Wesentliche, andererseits könnten Zuschauer enttäuscht sein, die sich mehr als nur „Frank gegen den Rest der Welt“ erhofft haben – vor allem, weil der zentrale Handlungsstrang offen bleibt.
So wirkt das Special eher wie ein Auftakt, ein Vorgeschmack auf das, was noch folgen könnte. Gleichzeitig markiert „The Punisher: One Last Kill“ eine beeindruckende Rückkehr: kompromisslos, brutal und der Beweis, dass Marvel durchaus auch düster und roh funktionieren kann. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Mut, Jon Bernthal endlich einen eigenen Kinofilm zu geben.
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Der Punisher kehrt zurück und liefert im Special kompromisslose Action ab.
Ein Kommentar von Daniel Boldt
Mit „The Punisher: One Last Kill“ entfesseln Marvel und Disney+ am 12. Mai einen ihrer kompromisslosesten Antihelden. Das 44-minütige Special liefert gnadenlose Action, harte Gewalt und eine Intensität, wie man sie im MCU bislang kaum gesehen hat. Vor allem Fans brutaler Comic-Action kommen hier voll auf ihre Kosten. Im Zentrum steht erneut Jon Bernthal, der Frank Castle mit einer Wucht und Präsenz verkörpert, die der Figur perfekt gerecht wird.
Weder Film noch Serie – stattdessen bekommt Frank Castle alias der Punisher ein eigenes Streaming-Special spendiert. Damit kehrt der kompromisslose Antiheld endlich auf Disney+ zurück. Seit seinem letzten Solo-Auftritt sind einige Jahre vergangen, und die Erwartungen der Fans könnten kaum größer sein. Doch schon vorab lässt sich sagen: Das lange Warten zahlt sich aus. Denn mit „One Last Kill“ liefert das Team hinter dem Special ein brachiales Feuerwerk ab – eine düstere Gewaltoper in zwei Akten.
So brutal war noch kein anderes MCU-ProjektIn der ersten Hälfte sehen wir einen Frank Castle, der vom Leben gezeichnet ist. Er verbringt seine Tage an den Gräbern seiner Familie und verliert sich in den Halluzinationen seiner trostlosen Wohnung. Noch nie zuvor wurde der Punisher so zerbrechlich und innerlich zerstört dargestellt. Jon Bernthal verkörpert den gebrochenen Veteranen mit einer Intensität, die beinahe vergessen lässt, dass es sich um eine fiktive Figur handelt. Seine Besetzung als Punisher zählt zweifellos zu den besten Casting-Entscheidungen von Marvel – auf einer Stufe mit Robert Downey Jr. als Iron Man und Hugh Jackman als Wolverine.
Die zweite Hälfte entwickelt sich zu einem kompromisslosen Gewaltgewitter. Die Schatten seiner Vergangenheit reißen Frank aus seiner Starre – und was darauf folgt, erinnert stellenweise an eine Mischung aus dem gnadenlosen Nahkampf von The Raid und der brutalen Eskalation von The Purge. Innerhalb kürzester Zeit kämpft sich Frank mit roher Gewalt durch eine Übermacht an Gegnern, getrieben von purer Wut und ohne jede Zurückhaltung.
Überraschend ist vor allem, mit welcher Konsequenz das Marvel-Special seine Härte ausspielt: Kopfschüsse, aufgeschlitzte Kehlen und krachende Knochenbrüche gehören hier zur Tagesordnung, während die Kamera kaum davor zurückschreckt, die Brutalität offen zu zeigen.
Da muss unbedingt noch mehr kommenDie kurze Laufzeit erweist sich dabei gleichermaßen als Stärke und Schwäche. Einerseits sorgt sie für ein hohes Tempo und einen Fokus auf das Wesentliche, andererseits könnten Zuschauer enttäuscht sein, die sich mehr als nur „Frank gegen den Rest der Welt“ erhofft haben – vor allem, weil der zentrale Handlungsstrang offen bleibt.
So wirkt das Special eher wie ein Auftakt, ein Vorgeschmack auf das, was noch folgen könnte. Gleichzeitig markiert „The Punisher: One Last Kill“ eine beeindruckende Rückkehr: kompromisslos, brutal und der Beweis, dass Marvel durchaus auch düster und roh funktionieren kann. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Mut, Jon Bernthal endlich einen eigenen Kinofilm zu geben.