Lebensretter - Ein Podcast der Björn Steiger Stiftung

Einblicke in das schwere Zugunglück von Eschede


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Einsatzleiter Martin Argendorf erinnert sich

In dieser Folge spricht Béla Anda mit Martin Argendorf, ehemaligem Leiter einer Flughafenfeuerwehr und langjährigem Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Hannover.

Martin war unter anderem beim ICE-Unglück von Eschede (1998) im Einsatz – der schwersten Zugkatastrophe der deutschen Nachkriegsgeschichte. Er berichtet, wie er inmitten eines Trümmerfeldes den Überblick behalten musste, welche Strukturen damals entstanden und welche Lehren die Einsatzorganisationen daraus für zukünftige Großlagen gezogen haben.

Themen & Highlights

Eschede 1998: Erste Eindrücke am Trümmerfeld, Abschnittsleitung „Brücke“, Versorgung von über 100 Verletzten, Suche nach Vermissten

Führen unter Druck: Lageerkundung, Abschnitte bilden, Prioritäten setzen – „In der Ruhe liegt die Kraft“

Psychische Belastung: Warum Nachbesprechungen (Debriefings) essenziell sind; Notfallseelsorge damals & heute

Lehren aus Eschede: Professionalisierung bei MANV (Massenanfall von Verletzten), Großrettungswagen, Versorgungszelte, digitale Lagekarten

Politik vor Ort: Wertschätzung für Einsatzkräfte vs. Störung des Einsatzablaufs

Airport-Feuerwehr: Besonderheiten im 24/7-Betrieb, Funk auf Englisch, Zusammenarbeit mit Piloten, internationale Trainings (USA), Sicherheitsprotokolle bei Staatsbesuchen (Air Force One)

Zukunft der Gefahrenlagen: Klima- und Hochwasserereignisse, Grenzen klassischer Zuständigkeiten, Notwendigkeit landesweiter Koordination

Mindset: „Schalter umlegen, funktionieren, danach reden.“ – Warum Team-Gespräche nach Einsätzen Schlaf retten

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Lebensretter - Ein Podcast der Björn Steiger StiftungBy ABC Communication