Dissenspflege

Eine linksliberale Phantasie?


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Über offene Grenzen und das Recht auf Einwanderung
Mal wieder

Es ist ja nicht neu: Wer für offene Grenzen, eine Willkommenskultur und das Recht auf Migration eintritt, wird gerne mal als "linksgrün versifft" bezeichnet. Auch die Dissenspfleger hat das schon getroffen. Aber was wären die Dissenspfleger für Dissenspfleger, wenn sie nicht mal mit jemandem diskutieren, der so eine Position vertritt?

Phantasien

"Linksgrün versifft" hat Roland Kipke, der Gesprächspartner in dieser Folge, zwar niemanden genannt. Wohl aber hat er es als "linksliberale Phantasie" bezeichnet, wenn man annimmt, dass der Rechtspopulismus nicht (nur) wegen Migration stärker wird. Auch dass Migration nur deshalb ein so großes Thema ist, weil die Rechtspopulisten uns glauben lassen wollen, dass es das ist, würde Roland Kipke vermutlich eine linksliberale Phantasie nennen…

Rechtssein gegen die Rechten?

Aber von vorne: Roland Kipke hat einen Artikel veröffentlicht, in dem er vermeintlich zeigt, dass es kein Recht auf Einwanderung geben darf. Eines seiner Argumente lautet: Der Rechtspopulismus wird vor allem deswegen stark, weil es Migration gibt. Und weil der Rechtspopulismus eine Gefahr für die Demokratie ist, muss man Migration begrenzen. Was man am besten dadurch tut, dass man das Recht für nichtexistent erklärt. Rechts werden, um die Rechten einzuhegen, so scheint Roland Kipkes Strategie zu lauten. Das hat ja schon etwas für sich: Wenn ich selbst ein Rechter bin, braucht's gar keinen Rechtspopulismus mehr…

Dissens

Die Dissenspfleger Sebastian und Andreas können dem natürlich ganz und gar nicht zustimmen. Sie finden in Roland Kipkes Artikel lauter empirische und argumentative Schwächen, möchten das aber doch gerne mit dem Autoren selbst diskutieren. Immerhin haben sie sich ja genau das auf die Fahnen geschrieben: Den Dissens zu pflegen… Hört also selbst, was Roland Kipke etwa zur naheliegenden Frage sagt, warum wir rechtsextreme Parteien nicht verbieten, wenn sie so eine große Gefahr für die Demokratie darstellen.

Warum offene Grenzen

Ganz ohne Einordnung wollen Sebastian und Andreas das Gespräch mit Roland Kipke dann aber nicht stehen lassen. Sie zeigen in ihrem Austausch - der durchaus auch Dissense beinhaltet -, was sie unter offenen Grenzen verstehen, warum es ihrer bedarf und wie sich mit ihnen eine gerechtere Welt herstellen ließe.

Ganz wichtig

Die Dissenspfleger würden gerne von euch wissen, wie und warum ihr Podcasts hört und was ihr euch von einem guten Philosophie-Podcast erwartet. Dazu gibt es eine ganz kurze und komplett anonyme Umfrage (Link zur Umfrage) - nehmt euch doch fünf Minuten Zeit und beantwortet die Fragen. Das hilft uns wirklich sehr!

Worauf es wirklich ankommt

Und auch diese Woche haben die beiden Dissenspfleger wieder Musikempfehlungen: Andreas' Tipp findet ihr hier, Sebastians hier. Und weil das Thema so wichtig ist, gibt's heute noch einen oben drauf! Abonniert auch die stetig wachsende Dissenspflege-Playlist und unsere nach Genres sortierten Playlisten.

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DissenspflegeBy Sebastian Schleidgen & Andreas Wolkenstein