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In dieser Episode werden Themen wie Baumaterialien, ökologisches und nachhaltiges Bauen sowie die Weitergabe von Erfahrungswissen im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 diskutiert.
Bauen ist eine teure und ressourcenfressende Angelegenheit. Am besten also gar nicht neu bauen, sondern den Bestand möglichst unverändert weiternutzten oder mit geringen Eingriffen umbauen.
Lernen aus unserem baukulturellen Erbe
In vielen alten Häusern, unserem baukulturellen Erbe, steckt ein Schatz an Erfahrungswissen, der zur Zeit ungenutzt brach liegt. Für die Generationen vor uns war es ganz normal mit einfachen Mitteln dauerhafte Gebäude zu schaffen. Diese Art zu bauen hat sich oft über Jahrhunderte bewährt und wir können daraus lernen. Die erhaltene, nach wie vor bewohnte Bausubstanz, stellt eine Auslese dar: es sind die besten Häuser, es sind diejenigen, die einen harten Evolutionsprozess überstanden haben.
Smart Buildings
Diese hervorragenden Häuser kann man durchaus als "Smart Buildings" bezeichnen, denn sie haben ohne weiteres Zutun einfach lange und gut funktioniert. In den verschiedenen Regionen entwickelten sich aus lokal vorhandenen Baustoffen resiliente Baukonstruktionen und Gebäudetypen, welche Jahrhunderte überdauert haben und gerade deshalb immer noch eine hohe Nutzungsqualität bieten.
Erfahrungswissen
Die Sendungsmacher beschäftigen sich nicht nur wissenschaftlich mit dem Bauen, sie kommen aus dem Handwerk und besitzen handwerkliche Bauerfahrung. Diese Sendung ist kein Fachjournal, das alles Aspekte des Bauens abdeckt, sondern hier wird anhand konkreter Beispiele erzählt, wie Ideen zum einfachen Bauen in die Realität umgesetzt worden sind.
Bauen in der Krise
Auch in Krisenzeiten wird gebaut. Aber anders als in Zeiten des Überflusses. Gerade jetzt gilt es sparsam mit unseren Ressourcen umzugehen. Denn die finanziellen Rahmenbedingungen werden enger und auch die Belastbarkeit unseres Planeten hat ihre Grenzen erreicht. Die weltweit laufenden klimatischen Veränderungen und die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19 Krise erfordern die Entwicklung einfacher, resilienter, vor allen Dingen aber billiger Bautechniken, Gebäudetypen und Gebäudebetriebssysteme, wie etwa alternative Gebäudekühlsysteme. Diese einfachen und dennoch intelligenten Techniken und Systeme sind für breite Kreisen der Weltbevölkerung zugänglich, während kurzlebige, teure High-Tech Systeme diese Forderung nicht erfüllen. Die Zukunft wird Häusern gehören, die aus dem Grundsatz des achtsamen, wissensbasierten Umgangs mit lokal vorhanden Baustoffen und Erfahrungswissen gebaut werden.
By Friedrich Idam und Günther KainIn dieser Episode werden Themen wie Baumaterialien, ökologisches und nachhaltiges Bauen sowie die Weitergabe von Erfahrungswissen im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 diskutiert.
Bauen ist eine teure und ressourcenfressende Angelegenheit. Am besten also gar nicht neu bauen, sondern den Bestand möglichst unverändert weiternutzten oder mit geringen Eingriffen umbauen.
Lernen aus unserem baukulturellen Erbe
In vielen alten Häusern, unserem baukulturellen Erbe, steckt ein Schatz an Erfahrungswissen, der zur Zeit ungenutzt brach liegt. Für die Generationen vor uns war es ganz normal mit einfachen Mitteln dauerhafte Gebäude zu schaffen. Diese Art zu bauen hat sich oft über Jahrhunderte bewährt und wir können daraus lernen. Die erhaltene, nach wie vor bewohnte Bausubstanz, stellt eine Auslese dar: es sind die besten Häuser, es sind diejenigen, die einen harten Evolutionsprozess überstanden haben.
Smart Buildings
Diese hervorragenden Häuser kann man durchaus als "Smart Buildings" bezeichnen, denn sie haben ohne weiteres Zutun einfach lange und gut funktioniert. In den verschiedenen Regionen entwickelten sich aus lokal vorhandenen Baustoffen resiliente Baukonstruktionen und Gebäudetypen, welche Jahrhunderte überdauert haben und gerade deshalb immer noch eine hohe Nutzungsqualität bieten.
Erfahrungswissen
Die Sendungsmacher beschäftigen sich nicht nur wissenschaftlich mit dem Bauen, sie kommen aus dem Handwerk und besitzen handwerkliche Bauerfahrung. Diese Sendung ist kein Fachjournal, das alles Aspekte des Bauens abdeckt, sondern hier wird anhand konkreter Beispiele erzählt, wie Ideen zum einfachen Bauen in die Realität umgesetzt worden sind.
Bauen in der Krise
Auch in Krisenzeiten wird gebaut. Aber anders als in Zeiten des Überflusses. Gerade jetzt gilt es sparsam mit unseren Ressourcen umzugehen. Denn die finanziellen Rahmenbedingungen werden enger und auch die Belastbarkeit unseres Planeten hat ihre Grenzen erreicht. Die weltweit laufenden klimatischen Veränderungen und die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19 Krise erfordern die Entwicklung einfacher, resilienter, vor allen Dingen aber billiger Bautechniken, Gebäudetypen und Gebäudebetriebssysteme, wie etwa alternative Gebäudekühlsysteme. Diese einfachen und dennoch intelligenten Techniken und Systeme sind für breite Kreisen der Weltbevölkerung zugänglich, während kurzlebige, teure High-Tech Systeme diese Forderung nicht erfüllen. Die Zukunft wird Häusern gehören, die aus dem Grundsatz des achtsamen, wissensbasierten Umgangs mit lokal vorhanden Baustoffen und Erfahrungswissen gebaut werden.