Eine Hörerin aus Wien erkundigt sich nach der Möglichkeit, Balkone aus Holz an einem Zinshaus zu errichten und welchen Materialien dabei empfohlen werden. Zunächst gilt es baurechtliche Fragen bei Behörden wie der MA 37 und der MA 19 in Wien zu klären, ergänzt um die Genehmigung des Eigentümers. Der Begriff Balkon leitet sich etymologisch vom Balken ab, was gut zu einer Holzkonstruktion passt, doch die Verwitterung durch Witterungseinflüsse stellt eine wesentliche Herausforderung dar. Statisch gesehen umfassen die Konzepte druck- oder zugbelastete Ausführungen, wobei Druckkräfte im Holzbau leichter zu beherrschen sind. Die Verankerung am Mauerwerk erfolgt effektiv mit Klebeankern, und eine Balkontiefe von 1,80 bis 2 Metern erlaubt eine praktische Nutzung mit Tisch und Sitzmöglichkeiten. Materialien wie Lärche, Thermoholz oder Cortenstahl steigern die Witterungsbeständigkeit, während Bodenbretter mit Spalten den Wasserablauf erleichtern und die Geländerhöhen den Bauvorschriften entsprechen müssen. Konstruktiver Holzschutz durch Dächer oder Verbretterung bietet Schutz, mindert aber möglicherweise den offenen Charakter des Balkons. Alternativen wie Aluminiumblech als Bodenbelag oder Metallknoten erhöhen die Haltbarkeit, gehen jedoch mit Kompromissen einher.