Simple Smart Buildings

Simple Smart Buildings

By Friedrich Idam und Günther KainSociety & CultureScienceNaturePhysics
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Simple Smart Buildings episodes

  • Improvisation statt Perfektion
    Bricoleur – Tinker – Bastler

    Bricolage beschreibt ein solches Vorgehen, bei dem ein begrenztes Repertoire an Materialien oder Ideen durch Kombination und Improvisation zu funktionsfähigen Ergebnissen führt, ohne dass ein detaillierter Entwurf vorab festgelegt wird.

    In der Entwicklung lebender Wesen zeigt sich dieses Prinzip deutlich: Bestehende Strukturen werden nicht vollständig ersetzt, sondern in neuen Konfigurationen weiterverwendet. So integrieren sich alte Hirnregionen in komplexere Systeme, indem sie mit neueren Schichten verbunden werden und dabei ihre ursprünglichen Funktionen teilweise umgestalten. Ganz ähnlich verfahren handwerkliche Traditionen in Situationen mit eingeschränktem Zugang zu neuen Materialien. Hier sammeln sich gebrauchte Bauteile wie Schalter, Kabel oder Rohrverbindungsstücke aus früheren Installationen. Bei Bedarf werden sie geprüft, angepasst und neu zusammengefügt, um eine Reparatur oder Erweiterung zu ermöglichen. Diese Herangehensweise setzt auf genaue Kenntnis des Vorhandenen und auf experimentelles Erproben innerhalb der gegebenen Grenzen.

    Weil der Mensch selbst durch vergleichbare rekombinierende Prozesse hervorgegangen ist, erzeugt diese Art der Gestaltung eine besondere Vertrautheit. Gebäude und Objekte, die nicht auf makellose Perfektion abzielen, sondern auf funktionale Lösungen aus vorhandenen Mitteln, sprechen daher unmittelbar an. Sie wirken weniger fremd und ermöglichen ein Gefühl der Zugehörigkeit. Aus dieser Einsicht heraus entstehen gegenwärtig neue Praktiken, die das Prinzip bewusst aufgreifen. In städtischen Kontexten werden Materialien aus bestehenden Beständen gewonnen und neu arrangiert, um menschlichere Umgebungen zu schaffen. Ebenso eröffnen Systeme, die große Wissensbestände neu kombinieren, Räume für experimentelles Ausprobieren und überraschende Verbindungen, die ähnlich befriedigend wirken wie das Wohnen in gewachsenen Strukturen.

    17 min
  • Gedanken zur Form des Innenraums
    Konvexe und konkave Räume

    In Muster 191 unterscheidet Christopher Alexander bei der Grundrissform zwischen konvexen und konkaven Räumen und geht von der Hypothese aus, dass Menschen konvexe Räume bevorzugen, weil diese in einem größeren Maßstab noch einmal die den Menschen umhüllende Bubble bilden und damit ein Gefühl des Wohlbefindens erzeugen, wie es die Anpassung an die individuelle Kugel in der vitruvianischen Figur versinnbildlicht. Vor diesem Hintergrund kontrastiert er die in der heutigen Planung dominierenden kristallinen Räume, die durch strenge rechtwinklige Systeme wie bei Mies van der Rohe gekennzeichnet sind und als zu hart empfunden werden, mit organischen Räumen wie den Lehmhöhlen von Anna Heringer, wobei er beide als nicht optimal ansieht, weshalb er annähernd gerade Wände und annähernd rechte Winkel zwischen 80 und 100 Grad als Kompromiss vorschlägt, eine Form, die in historischen vernakulären Bauten durch Anpassung an Parzellen und begrenzte Messgenauigkeit häufig entstand und zu trapezförmigen Grundrissen führte.

    Die damit verbundenen Konsequenzen zeigen sich darin, dass CAD-Programme mit festen rechtwinkligen Rastern und normierte Bauteile die Planung solcher annähernd rechteckiger Räume begünstigen, obwohl die Ausführung nur annähernd rechteckiger Räume mit CNC-Maschinen bei modernen Holzbauweisen problemlos möglich wäre. Als Lösungsansatz könnten KI-gestützte Generierungen von Grundrissen, die in diesem Muster beschriebenen Ansätze berücksichtigen.

    Grundlegende Gedanken zur Mustersprache, Gedanken zu anderen Mustern von Christopher Alexander und den Link zur Episode, in welcher der Architekt Gernot Mittersteiner über seine Zusammenarbeit mit Christopher Alexander berichtet, finden Sie auf meiner Landingpage "Mustersprachen".

    Link zur Episode mit den Gedanken zum rechten Winkel.

    Link zur Episode mit den Gedanken zur historische Entwicklung von Raumhöhen.

    Link zur Episode über das Muster 190 „Verschiedene Raumhöhen“.

    Link zur Episode über das Muster 197 „Dicke Wände“.

    26 min
  • Die Arbeit in Zeiten der KI
    Gedanken zum Handwerk

    Das Handwerk hat die Menschheit von Anbeginn begleitet und veränderte sich in Sprüngen wie der Neolithischen Revolution, wo der Mensch sesshaft wird und neue Berufsgruppen entstehen, dem Urbanisierungsprozess im Mittelalter mit höherem Grad der Spezialisierung und Arbeitsteilung sowie der Industriellen Revolution, die in England Ende des 18. Jahrhunderts begann und durch die Watt'sche Dampfmaschine, höhere Arbeitslöhne, Skaleneffekte und Mechanisierung viele Handwerke obsolet machte. Bis zur Industriellen Revolution bestimmte das hölzerne Zeitalter mit Holz als universellem Werkstoff die longue durée des alltäglichen Lebensvollzugs.

    In der Gegenwart entwickelt sich durch CNC und vor allen Dingen durch KI ein ähnlicher Sprung, bei dem humanoide Roboter Handwerk ausüben und menschliche Fehler simulieren können. Handwerklich gefertigte Produkte bleiben als Nischenprodukte für eine reiche Oberschicht mit Tokenisierung und Blockchain erhalten, während in verarmten Bevölkerungsschichten aus Lebensnotwendigkeit Upcycling entsteht, ergänzt durch selbst hergestellte Dinge mit emotionaler Bindung, Lernen über YouTube, Reparaturcafés, genossenschaftliches Miteinander und handwerkliche Ausbildung als Plan B.

    40 min
  • Lehmbau im Wandel
    Natürliche Baumaterialien

    Iris Nöbauer und Michael Brunmayr haben an der Kunstuniversität Linz Architektur studiert unter anderem im Studio BASEhabitat, welches Bauen mit natürlichen Materialien und sozial verträgliches Bauen umfasst. Sie arbeiten im kollektiv.LEHM.erleben zusammen, wo ein Wandel von reinem Lehmbau zu einem erweiterten Ansatz mit verschiedenen ökologischen Materialien und Zusammenarbeit stattfindet. Das moderne lineare Fortschrittsdenken führte zu einem Verlust von Erfahrungswissen über natürliche, ursprüngliche Räume.

    Um dem entgegenzuwirken entwickelten sich Dialoge mit Nutzern für lebendige Gebäude, Workshops zum Materialerleben, zur Förderung von Eigenleistung und Selbstermächtigung sowie Ansätze zu Flexibilität im Wohnen, Umnutzung bestehender Bausubstanz und gemeinschaftlichem Wohnen. Die Ausweitung auf Permakultur und weitere ökologische Baustoffe wie z.B. Holz, Stroh und Hanf unterstützt leistbares und wandelbares Bauen.

    Link zum Kollektiv.Lehm.erleben.

    Link zu Raum.Formen.

    Link zu GEMEINSAM Bauen&Wohnen

    Link zur Episode über Gemeinschaftlich Wohnen.

    Link zur Episode über den Holzstöckelboben.

    Link zur Episode über Hanfkalk

    1 hr 4 min
  • Historisches Raumklima
    Neue Burg Wien

    Das Corps de Logis der Neuen Burg wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Gottfried Semper und Karl von Hasenauer geplant, wobei der Arzt Karl Böhm als Gesundheitstechniker ein Ventilationssystem mit Meißnerscher Luftheizung einbrachte, das auf empirischem Wissen aus Militärhospitalen und Theatern beruhte. Die Luft wurde über Kamine und Schächte geführt, um Unterdruck zu erzeugen und Frischluft nachströmen zu lassen. Spätere Eingriffe wie der Einbau von Zentralheizung und die Vermauerung der Luftschächte 1938 führten zu extrem niedrigen relativen Luftfeuchtigkeiten bis unter 20 Prozent im Winter. Organische Materialien wie Elfenbein und Holz reagierten darauf letztlich mit extremem Schwund und Rissen, wobei schnelle Oszillationen durch Luftbefeuchter den Kompressionsschwund verstärkten.

    Aus diesen Schäden ergab sich die Erkenntnis, dass Luftheizung und Vollklimaanlagen Sackgassen darstellen, da sie instabile Klimaverhältnisse mit Regelhysterese erzeugen und hohe Betriebskosten verursachen. Stattdessen wurden passive Maßnahmen wie dezentrale Befeuchter und Wandtemperierung nach dem Vorbild römischer Hypocausten erprobt sowie Außenbeschattungssysteme mit Streckmetall und Lichtschutzfolien entwickelt, die auf der Stefan-Boltzmann-Beziehung beruhen. Gestaffelte Klimaabschnitte mit Klimaschleusen und Pufferzonen sorgen für einen stabilen Klimaverlauf in der Sammlungskernzone. Experimente in der Neuen Burg, in der Kartause Mauerbach und in der eigenen Wohnung bestätigten, dass Bauteiltemperierung geringere Energieverbräuche und stabilere Feuchtewerte ermöglicht, während der solare Strahlungseintrag durch rechtzeitige Absorption vor den Fenstern minimiert wird.

    Quellen:

    Frederic Boody, Henning Großeschmidt, Wolfgang Kippes, Michael Kotterer (Hrsg.), Klima in Museen und historischen Gebäuden. Die Temperierung. EU-1383

    Nähere Informationen zur Temperierung.

    PREVENT, Wissenschaftliche Reihe Schloss Schönbrunn,Wien 2004.

    Alfons Huber, „Fenster im Kunsthistorischen Museum“. In: Technologische Studien des Kunsthistorischen Museums, Wien 2007, S. 154-189

    Alfons Huber, „Kontrollierter Luftwechsel – der Schlüssel für ein nachhaltiges Klimamanagement“, in: Technologische Studien des Kunsthistorischen Museums Bd. 6, Wien 2009, S. 10-45

    Alfons Huber, Ökosystem Museum, Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Naturwissenschaften an der Akademie der bildenden KünsteWien, 2011

    Alfons Huber, „Warme Wände“ oder „warme Luft“? Systemimmanente Tendenzen im Raumklimaverhalten bei unterschiedlichen Heizsystemen in Abhängigkeit vom Nutzerverhalten – ein Praxisvergleich.“ In: Die Temperierung. Schriftenreihe des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege Nr. 8, München 2014, S. 61-74

    Alfons Huber (mit Jochen Käferhaus und Roland Frey), Thermische Sanierung im Altbau-Bestand – Annäherung an eine objektive Evaluierung. S. 1-33, Wien 2014

    1 hr 37 min
  • Holzzerstörende Pilze
    Schäden in Gebäuden

    Der Baum produziert über Photosynthese Glucose, die zu komplexen Verbindungen wie Zellulose und Lignin umgewandelt wird, und schafft damit praktisch aus Luft und Wasser ein stabiles Verbundmaterial. Bestimmte Pilze können Holz durch Enzyme abbauen, wobei Braunfäulepilze Zellulose bevorzugen und braunes Lignin zurücklassen, während Weißfäulepilze Lignin abbauen und damit hauptsächlich helle Zellulose über bleibt, das Holz wird dadurch faserige weich. In Gebäuden dominieren Braunfäulepilze, insbesondere bei Nadelhölzern wie Fichte.

    Wenn die Holzfeuchtigkeit ausreichend hoch ist, können Pilze z.B. Konstruktionsteile von Dachstühlen oder Holzdecken befallen. Alle holzzerstörende Pilze brauchen, um Holz befallen und abbauen zu können, eine deutlich erhöhte Holzfeuchtigkeit. Voraussetzung für eine Sporenkeimung ist eine Holzfeuchtigkeit über der Fasersättigung des Holzes, also über 30 %. Bevorzugt für einen weiteren Abbau des Holzes wird ebenfalls eine Holzfeuchtigkeit über 30 %. Unter 20 % Holzfeuchtigkeit können die Pilze das Holz nicht weiter abbauen.
    Der echte Hausschwamm, Serpula lacrymans, ist besonders gefürchtet, da er Feuchtigkeit transportieren kann, durch Mauerwerk und über anorganisches Material wächst und oft im Verborgenen große Schäden anrichtet, bevor seine Anwesenheit bemerkt wird. Andere Pilze haben wiederum auch andere Stärken, so können z.B. Blättlingspilze hohe Temperaturen und Trockenphasen tolerieren. Weitere in Gebäuden wesentliche holzzerstörende Pilze sind Porenschwämme, der Braune Kellerschwamm und der Ausgebreitete Hausporling, ein Weißfäulepilz.
    Die Bekämpfung eines Befalls durch holzzerstörende Pilze erfordert allgemein die Beseitigung der Feuchtigkeitsquelle, die Entfernung des geschädigten Holzes über den sichtbaren Befall hinaus und die vorbeugende Imprägnierung der bearbeiteten Holzoberflächen. Beim Echten Hausschwamm kommt noch das Abflämmen und eine Behandlung des Mauerwerks mit einem Schwammschutzmittel hinzu.
    Schimmelpilze, die keinen Holzabbau und damit keine Festigkeitsminderung verursachen, bergen v.a. gesundheitliche Risiken und müssen mechanisch entfernt werden, die Feuchtequelle muss ebenfalls beseitigt werden.
    Historische Bauten wie Gründerzeithäuser zeigen häufig Schäden durch undichte Leitungen, Kondensat oder Witterungseinwirkungen, doch mit normgerechten Maßnahmen lassen sich Pilzbefälle bekämpfen.

    Link zum Schimmelleitfaden

    Link zu Holzforschung Austria.

    1 hr 37 min
  • Gespräch über Holzschädlinge
    Angriff und Abwehr von Insekten

    Es gibt unterschiedliche Gruppen von holzzerstörenden Insekten: Frischholzinsekten befallen abgestorbene oder umgeschnittene, noch feuchte Bäume und können mit verarbeitetem Holz auch in Gebäude eingebracht werden. Sie können sich im Holz noch fertig entwickeln, jedoch trockenes verbautes Holz nicht neu befallen. D.h. ein Befall durch Frischholzinsekten kommt im Holzbau von selbst wieder zum Erliegen.

    Demgegenüber können Trockenholzinsekten verbautes, trockenes Holz neu befallen. Die größten Schäden richten die Larven des Hausbockkäfers an, diese findet man vor allem an Dachstühlen und Stadeln. Mit dem Älterwerden des Holzes verliert es allerdings an Befallsattraktivität, daher findet man an alten Konstruktionen nur selten einen ausgeprägten aktiven Befall durch Hausbockkäfer.
    Ein weiteres häufiges Trockenholzinsekt ist der Gewöhnliche Nagekäfer, umgangssprachlich und falsch als „Holzwurm“ bezeichnet, da es sich bei holzzerstörenden Insekten immer um Larven, keine Würmer handelt. Der Gewöhnliche Nagekäfer mag es gerne kühl und feucht, daher findet man ihn oft in Kirchen, Museen und Kellerräumen. Da die Larven recht klein sind, sind die Schäden bei Konstruktionsholz meist statisch nicht gravierend. Bei Möbeln oder Skulpturen können die Schäden schon bedeutender ausfallen.
    Den geringsten Feuchteanspruch haben die Splintholzkäfer, sie können den Splintholzanteil mancher Laubholzarten, wie z.B. von Eiche und Nuss, auch in zentralbeheizten trockenen Räumen befallen.
    Die dritte Gruppe sind die Feucht- und Faulholzinsekten, die auf durch Pilze vorgeschädigtes Holz angewiesen sind. Die Ursache des Schadens liegt daher in diesem Fall bei einer zu hohen Holzfeuchtigkeit.
    Bei einem Befall durch Trockenholzinsekten gibt es folgende Bekämpfungsvarianten: Ausbau des geschädigten Holzes; Entfernen der geschädigten Anteile und Behandlung mit einem bekämpfend wirkenden Holzschutzmittel; Wärmebehandlung, gegebenenfalls mit Feuchteregelung, damit das Holz nicht austrocknet und Schwindrisse bekommt; Begasung mit toxischen oder inerten Gasen.

    Link zu Holzforschung Austria.

    Das Holzschutzmittelverzeichnis finden Sie auf der Website der Arbeitsgemeinschaft Holzschutzmittel.

    Holzschutzmittelverzeichnis Direkter download

    Link zur Episode über den hölzernen Gartenzaun.

    1 hr 14 min
  • Gespräch über die Oberste Geschossdecke
    Wirkungsvoll Dämmen

    Zunächst identifiziert man den Decken-Typ, wie Filigrandecken mit Betonträgern und Ziegelelementen oder massive Betondecken, durch visuelle Inspektion nach Entfernen vorhandener Beläge, Probebohrungen oder Thermografie-Aufnahmen in der Winterzeit, bei denen Träger färbig differenziert erscheinen. Anschließend wählt man diffusionsoffene Materialien, wobei der SD-Wert von innen nach außen abnimmt, um Dampfdruckausgleich zu gewährleisten und Bauschäden zu vermeiden; empfohlen werden Holzfaserdämmungen in Form flexibler Matten oder Platten mit Dichten bis zu 200 Kilogramm pro Kubikmeter, verlegt in mindestens 16 Zentimeter Stärke kreuzweise zwischen nivellierten Latten für eine plane Fläche. Alternativen umfassen schüttfähige Dämmstoffe wie Blähton oder Perlite sowie einblasbare Varianten wie Zellulose, wobei der Gehbelag fugenoffen ausgeführt wird, um die Diffusion zu ermöglichen; Problemzonen wie die Dachbodenluke dämmt man durch Auflegen starker Platten oder Erneuerung mit Doppelsystemen, während bei der Fußpfette über der Außenmauer Wärmebrücken durch sorgfältige Anschlüsse minimiert werden, um Kondensatbildung zu verhindern.

    Weiterführende Informationen über Hanfkalk

    28 min
  • Hausumbau - Kosten
    Analyse einer Generalsanierung

    Das 160 Quadratmeter große Einfamilienhaus, ursprünglich aus den 1950er bis 1970er Jahren, wurde generalsaniert, einschließlich Austausch aller Böden, Fenster, Leitungen und Elektroinstallationen sowie erheblicher Grundrissänderungen durch Entfernen und Versetzen von Wänden. Die Kosten umfassen reine Materialausgaben ohne Arbeitslohn, da alle Arbeiten eigenhändig oder mit unentgeltlicher Hilfe von Familie und Freunden erfolgten; die Kostenplanung erfolgte in Excel nach Sachgebieten wie Fenster (geschätzt 22.000 Euro, tatsächlich 24.000 Euro für 23 Holz-Alu-Elemente plus 3.600 Euro für Steinfensterbänke), Heizung (Zubehör geschätzt 1.500 Euro, tatsächlich 5.800 Euro inklusive Kupferleitungen und Pumpen), Elektroinstallation (geschätzt 8.000 Euro, tatsächlich 13.000 Euro mit Fokus auf Lampen), Putz und Wandfarben (7.000 Euro), Estrich (4.000 Euro), Sanitär (6.000 Euro), Entsorgung (1.100 Euro) und Werkzeuge (1.500 Euro). Durch hohe Eigenleistung und Second-Hand-Käufe wie Parkettböden ergab sich eine Ersparnis von etwa 75 Prozent im Vergleich zu einem Neubau von rund 400.000 Euro, wobei alle Preise inklusive Mehrwertsteuer angegeben sind und das Projekt noch nicht vollständig abgeschlossen ist, da weitere Elemente wie ein weiteres Bad im OG hinzukommen.

    Weitere Gespräche mit Joel Schmalnauer:

    Link zur Episode über das Pfostenstockfenster.

    Link zur Episode überUmbauarbeiten

    Link zur Episode über berufsfremdes Arbeiten.

    Link zur Episode über die Selbsthilfe.

    Link zur Episode über das Vorhaus.

    Link zur Episode über den Stadel.

    Link zur Episode über den Fenstertausch.

    Link zur Episode über die Innenausbauarbeiten.

    21 min
  • Innenausbau im Bestand
    Vom Estrich zum Einzug

    Joel Schmalnauer schildert den Baufortschritt nach dem Estrichlegen, beginnend mit Malerarbeiten unter Verwendung verdünnter Silikatfarbe auf Kalkputz, gefolgt von der Elektroinstallation. Währenddessen konnte der Estrich über zehn Wochen auf natürliche Weise austrocknen. Daraufhin erfolgte nach der Abdichtung durch Flüssigfolie und Vlies die Verlegung der Feinsteinzeugfliesen im Bad an Wänden und Böden. Auch die Holzböden wurden verklebt, um den Trittschall zu reduzieren und die Heizungseffizienz zu steigern. Bei den Einbautischlerarbeiten, wie etwa den halbhohe Trennwänden kamen Restmaterialien zum Einsatz. Der Einzug erfolgte nach 14 Monaten Eigenleistung, die Kosten konnten durch konsequente Verwendung neuwertiger Secondhand-Materialien gesenkt werden. Joel Schmalnauer erlebte die Arbeit als erfüllende Freizeitaktivität.

    Weitere Gespräche mit Joel Schmalnauer:

    Link zur Episode über das Pfostenstockfenster.

    Link zur Episode überUmbauarbeiten

    Link zur Episode über berufsfremdes Arbeiten.

    Link zur Episode über die Selbsthilfe.

    Link zur Episode über das Vorhaus.

    Link zur Episode über den Stadel.

    Link zur Episode über den Fenstertausch.

    33 min

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Simple Smart Buildings steht für Gebäude die einfach und dauerhaft gebaut sind. Für die Generationen vor uns war es ganz normal mit einfachen Mitteln dauerhafte Gebäude zu errichten. Diese Art zu bauen hat sich über Jahrhunderte bewährt und wir können daraus lernen. In den verschiedenen Regionen entwickelten sich aus lokal vorhandenen Baustoffen resiliente Baukonstruktionen und Gebäudetypen, welche Jahrhunderte überdauert haben und gerade deshalb immer noch eine hohe Nutzungsqualität bieten. Dieser Podcast erzählt von Möglichkeiten einfach gut zu bauen.