Simple Smart Buildings

Simple Smart Buildings

By Friedrich Idam und Günther KainSociety & CultureScienceNaturePhysics
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Simple Smart Buildings episodes

  • Vom Beton zum Fachwerk
    Claudio di Monaco

    Claudio di Monaco, Stahlbetonbauer und Restaurator, diskutiert seinen beruflichen Wechsel von modernem Betonbau zu historischen Fachwerkhäusern. Er beschreibt erste Erfahrungen mit Altbauten, die Leidenschaft für Lernen und den Umgang mit Materialien wie Holz, Stahl und Lehm. Der Austausch beleuchtet Vorteile universalistischer Handwerksansätze, Eigenleistungen von Bauherren und den Kontrast zu Spezialisierungen. Themen umfassen Baukultur, Normen, Fachkräftemangel und Wissensaustausch über Social Media.

    https://www.instagram.com/geschwisterdimonaco_gmbh/

    38 min
  • Trombe-Wand
    Solare Speicherwand

    Die Trombe-Wand besteht aus einer massiven Speicherwand an der Südseite hinter einer Glasfläche mit Luftspalt. Die Sonnenstrahlung dringt durch das Glas und erwärmt die Wand über den Glashauseffekt. Die Wärme wird je nach Materialstärke und Wärmediffusivität verzögert in den Innenraum abgegeben. Lüftungsschlitze ermöglichen zusätzliche Konvektion. Eine sommerliche Überhitzung wird durch Dachüberstände und adaptive Fensterläden verhindert.

    17 min
  • Gedanken zur Schwerkraftheizung
    Resiliente Wärmesysteme

    Moderne technische Systeme opfern Resilienz für Effizienz, insbesondere bei modernen Heizungen, die auf Strom angewiesen sind. Historische Zentralheizungen wie römische Hypokausten oder die Meissnersche Luftheizungen basierten auf Schwerkraftprinzipien, bei denen erwärmte Medien aufsteigen und kalte sinken, ohne den Einsatz von Pumpen. Warmwasserheizungen mit reinem Schwerkraftantrieb erfordern größere Rohrquerschnitte und eine hydraulische Optimierung, um Zirkulation zu gewährleisten. Dampfheizungen nutzen Kondensationswärme, bergen jedoch Risiken durch hohen Druck. Ein persönliches Beispiel zeigt einen Tischherd mit Druckschiff, der Warmwasser ohne Strom aufbereitet, und schlägt KI zur Planung solcher Systeme für Blackout-Szenarien vor.

    25 min
  • Holzbalkone an Zinshäusern
    Planung und Materialien

    Eine Hörerin aus Wien erkundigt sich nach der Möglichkeit, Balkone aus Holz an einem Zinshaus zu errichten und welchen Materialien dabei empfohlen werden. Zunächst gilt es baurechtliche Fragen bei Behörden wie der MA 37 und der MA 19 in Wien zu klären, ergänzt um die Genehmigung des Eigentümers. Der Begriff Balkon leitet sich etymologisch vom Balken ab, was gut zu einer Holzkonstruktion passt, doch die Verwitterung durch Witterungseinflüsse stellt eine wesentliche Herausforderung dar. Statisch gesehen umfassen die Konzepte druck- oder zugbelastete Ausführungen, wobei Druckkräfte im Holzbau leichter zu beherrschen sind. Die Verankerung am Mauerwerk erfolgt effektiv mit Klebeankern, und eine Balkontiefe von 1,80 bis 2 Metern erlaubt eine praktische Nutzung mit Tisch und Sitzmöglichkeiten. Materialien wie Lärche, Thermoholz oder Cortenstahl steigern die Witterungsbeständigkeit, während Bodenbretter mit Spalten den Wasserablauf erleichtern und die Geländerhöhen den Bauvorschriften entsprechen müssen. Konstruktiver Holzschutz durch Dächer oder Verbretterung bietet Schutz, mindert aber möglicherweise den offenen Charakter des Balkons. Alternativen wie Aluminiumblech als Bodenbelag oder Metallknoten erhöhen die Haltbarkeit, gehen jedoch mit Kompromissen einher.

    26 min
  • Gespräch über den Fenstertausch
    Erfahrungen eines Fachmanns

    Joel Schmalnauer, Tischlermeister (Schreinermeister) und Lehrer an der HTL

    in Hallstatt, diskutiert den Austausch alter Fenster gegen neue in seinem Haus, das zwischen 1950 und 1970 errichtet worden ist. Er begründet die Entscheidung mit heterogener Bestandsituation und dem Wunsch nach Einheitlichkeit. Statt Dreifachverglasung wählt er Zweifachverglasung, um mit den Fenstern nicht die thermische Performance der Wände zu übertreffen. Dadurch entsteht Kondensat an den Fenstern und nicht auf den Wände, was Schimmelbildung verhindert. Er verbaute in Eigenleistung industriell gefertigte Holz-Alu-Fenster, zum Teil in erweiterten Maueröffnungen.

    Link zur Episode über das Pfostenstockfenster.

    Link zur Episode über das Salettl.

    Weitere Gespräche mit Joel Schmalnauer:

    Link zur Episode überUmbauarbeiten

    Link zur Episode über berufsfremdes Arbeiten.

    Link zur Episode über die Selbsthilfe.

    Link zur Episode über das Vorhaus.

    Link zur Episode über den Stadel.

    23 min
  • Gedanken zur Fensterteilung
    Weiter Blick durch kleine Scheiben

    In dieser Episode wird das Muster 239 der Mustersprache von Christopher Alexander beleuchtet, das die Vorteile kleiner Scheibenteilungen bei Fenstern betont. Alexander erklärt, dass Rahmen einzelne Bilder erzeugen, die ein reichhaltigeres Seherlebnis bieten, ähnlich wie schmale vertikale Fenster, die je nach Position variierende Ausblicke ermöglichen. Historisch bedingt durch Glasherstellungstechniken bis ins 19. Jahrhundert, erfüllen geteilte Fenster besser die duale Funktion von Schutz und Öffnung, während große Scheiben wie ein unsichtbarer Film wirken. Ergänzt werden diese Gedanken durch Bezüge zur Facial Bias in der Wahrnehmung von Fenstern als Augen, fraktalen Mustern in der Architektur und orientalischen Maschrabiyyas, die Sicht nach außen bei Schutz vor Einblicken erlauben.

    Grundlegende Gedanken zur Mustersprache, Gedanken zu anderen Mustern von Christopher Alexander und den Link zur Episode, in welcher der Architekt Gernot Mittersteiner über seine Zusammenarbeit mit Christopher Alexander berichtet, finden Sie auf meiner Landingpage "Mustersprachen".

    Link zur Episode über Ästhetik in der Architektur.

    12 min
  • Das elastische Haus
    Lebensphasen Anpassung

    In dieser Episode des Podcasts Simple Smart Buildings spricht Joel Schmalnauer, Tischlermeister und Lehrer in Hallstatt, mit Friedrich Idam über die Anpassung eines Hauses an verschiedene Lebensphasen, basierend auf der Geschichte seines eigenen Hauses in Bad Goisern. Er beschreibt Maßnahmen wie den Bau separater Eingänge, Lärmschutz durch Estrich und Raumabschlüsse, die Nutzung alter Rauchfänge als Installationsschächte für Leitungen sowie Vorbereitungen für Küchen und Bäder in beiden Stockwerken, um das Haus für Familiengründung, Mehrgenerationenwohnen oder Pflegebedarf geeignet zu machen. Die Diskussion betont die Bedeutung vorausschauender Planung, detaillierter Dokumentation durch Pläne und Texte sowie die Weitergabe von Wissen, einschließlich Überlegungen zu digitalen Zwillingen und der Zuverlässigkeit historischer Unterlagen.

    Link zur Episode über die Trittschall-Dämm-Maßnahmen

    Weitere Gespräche mit Joel Schmalnauer:

    Link zur Episode über berufsfremdes Arbeiten.

    Link zur Episode über die Selbsthilfe.

    Link zur Episode über das Pfostenstockfenster.

    Link zur Episode über das Vorhaus.

    Link zur Episode über den Stadel.

    29 min
  • Sanierung mit Infrarotheizungen
    Heizen mit Wärmestrahlung

    Friedrich Idam und Günther Kain diskutieren die Physik der Infrarotstrahlung als Wärmeübertragung, ihre Abhängigkeit von Temperatur und Emissivität der strahlenden Oberflächen sowie deren Anwendungen in Gebäuden. Sie erläutern die Wirkmechanismen von angenehm strahlenden Raum-Hüllflächen und kombinierter Infrarot-Heizsysteme. Materialien wie Holz oder Lehmputz besitzen dabei interessante Strahlungseigenschaften.

    Link zur Episode über die Infrarotbeschattung

    Link zur Episode über die Wärmediffusivität

    29 min
  • Einfacher Hitzeschutz
    Gebäudekühlung in Australien

    In dieser Episode von "Simple Smart Buildings" diskutiert Friedrich Idam mit dem Architekten Erhard Rathmayr, der zwischen Österreich und Australien lebt, die Unterschiede in den Baukulturen: Während in Österreich der Fokus auf Heizung gegen Kälte lag, steht in Australien der Schutz vor Hitze im Vordergrund. Rathmayr kritisiert übermäßige mechanische Kühlung und betont passive Strategien wie thermische Masse, natürliche Lüftung, Beschattung und Sonnenanalysen, um Energie zu sparen. Er beleuchtet kulturelle Unterschiede im Behaglichkeitsempfinden, teilt Erfahrungen mit Jalousien und Courtyards und plädiert, angesichts des Klimawandels, für eine Rückbesinnung auf einfache, Kühlstrategien auch in Europa.

    link zur Website von Refresh Architecture.

    24 min
  • Gedanken zum Gartenzaun
    Ästhetik und Haltbarkeit

    In dieser Episode von Simple Smart Buildings teilt Friedrich Idam persönliche Erfahrungen mit dem Gartenzaun, der in den 1960er Jahren errichtet worden ist. Zentrales Thema sind die Herausforderungen in der Verarbeitung von Holz, das frei bewittert wird. Dabei wird auch die Verbindung von praktischen und ästhetischen Aspekten beleuchtet. Der Host reflektiert über die Entwicklungsprozesse, die aus einem Mangel an Ressourcen hervorgingen, und die Imprägnierungsmaßnahmen zur Verhinderung der Verwitterung sowie deren ökologische Aspekte.

    Link zur Episode über das händische Betonieren

    Link zur Episode über Mauerkronen

    18 min

About Simple Smart Buildings

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Simple Smart Buildings steht für Gebäude die einfach und dauerhaft gebaut sind. Für die Generationen vor uns war es ganz normal mit einfachen Mitteln dauerhafte Gebäude zu errichten. Diese Art zu bauen hat sich über Jahrhunderte bewährt und wir können daraus lernen. In den verschiedenen Regionen entwickelten sich aus lokal vorhandenen Baustoffen resiliente Baukonstruktionen und Gebäudetypen, welche Jahrhunderte überdauert haben und gerade deshalb immer noch eine hohe Nutzungsqualität bieten. Dieser Podcast erzählt von Möglichkeiten einfach gut zu bauen.