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Claudio di Monaco, Stahlbetonbauer und Restaurator, diskutiert seinen beruflichen Wechsel von modernem Betonbau zu historischen Fachwerkhäusern. Er beschreibt erste Erfahrungen mit Altbauten, die Leidenschaft für Lernen und den Umgang mit Materialien wie Holz, Stahl und Lehm. Der Austausch beleuchtet Vorteile universalistischer Handwerksansätze, Eigenleistungen von Bauherren und den Kontrast zu Spezialisierungen. Themen umfassen Baukultur, Normen, Fachkräftemangel und Wissensaustausch über Social Media.
https://www.instagram.com/geschwisterdimonaco_gmbh/
Die Trombe-Wand besteht aus einer massiven Speicherwand an der Südseite hinter einer Glasfläche mit Luftspalt. Die Sonnenstrahlung dringt durch das Glas und erwärmt die Wand über den Glashauseffekt. Die Wärme wird je nach Materialstärke und Wärmediffusivität verzögert in den Innenraum abgegeben. Lüftungsschlitze ermöglichen zusätzliche Konvektion. Eine sommerliche Überhitzung wird durch Dachüberstände und adaptive Fensterläden verhindert.
Moderne technische Systeme opfern Resilienz für Effizienz, insbesondere bei modernen Heizungen, die auf Strom angewiesen sind. Historische Zentralheizungen wie römische Hypokausten oder die Meissnersche Luftheizungen basierten auf Schwerkraftprinzipien, bei denen erwärmte Medien aufsteigen und kalte sinken, ohne den Einsatz von Pumpen. Warmwasserheizungen mit reinem Schwerkraftantrieb erfordern größere Rohrquerschnitte und eine hydraulische Optimierung, um Zirkulation zu gewährleisten. Dampfheizungen nutzen Kondensationswärme, bergen jedoch Risiken durch hohen Druck. Ein persönliches Beispiel zeigt einen Tischherd mit Druckschiff, der Warmwasser ohne Strom aufbereitet, und schlägt KI zur Planung solcher Systeme für Blackout-Szenarien vor.
Eine Hörerin aus Wien erkundigt sich nach der Möglichkeit, Balkone aus Holz an einem Zinshaus zu errichten und welchen Materialien dabei empfohlen werden. Zunächst gilt es baurechtliche Fragen bei Behörden wie der MA 37 und der MA 19 in Wien zu klären, ergänzt um die Genehmigung des Eigentümers. Der Begriff Balkon leitet sich etymologisch vom Balken ab, was gut zu einer Holzkonstruktion passt, doch die Verwitterung durch Witterungseinflüsse stellt eine wesentliche Herausforderung dar. Statisch gesehen umfassen die Konzepte druck- oder zugbelastete Ausführungen, wobei Druckkräfte im Holzbau leichter zu beherrschen sind. Die Verankerung am Mauerwerk erfolgt effektiv mit Klebeankern, und eine Balkontiefe von 1,80 bis 2 Metern erlaubt eine praktische Nutzung mit Tisch und Sitzmöglichkeiten. Materialien wie Lärche, Thermoholz oder Cortenstahl steigern die Witterungsbeständigkeit, während Bodenbretter mit Spalten den Wasserablauf erleichtern und die Geländerhöhen den Bauvorschriften entsprechen müssen. Konstruktiver Holzschutz durch Dächer oder Verbretterung bietet Schutz, mindert aber möglicherweise den offenen Charakter des Balkons. Alternativen wie Aluminiumblech als Bodenbelag oder Metallknoten erhöhen die Haltbarkeit, gehen jedoch mit Kompromissen einher.
Joel Schmalnauer, Tischlermeister (Schreinermeister) und Lehrer an der HTL
Link zur Episode über das Pfostenstockfenster.
Link zur Episode über das Salettl.
Weitere Gespräche mit Joel Schmalnauer:
Link zur Episode überUmbauarbeiten
Link zur Episode über berufsfremdes Arbeiten.
Link zur Episode über die Selbsthilfe.
Link zur Episode über das Vorhaus.
Link zur Episode über den Stadel.
In dieser Episode wird das Muster 239 der Mustersprache von Christopher Alexander beleuchtet, das die Vorteile kleiner Scheibenteilungen bei Fenstern betont. Alexander erklärt, dass Rahmen einzelne Bilder erzeugen, die ein reichhaltigeres Seherlebnis bieten, ähnlich wie schmale vertikale Fenster, die je nach Position variierende Ausblicke ermöglichen. Historisch bedingt durch Glasherstellungstechniken bis ins 19. Jahrhundert, erfüllen geteilte Fenster besser die duale Funktion von Schutz und Öffnung, während große Scheiben wie ein unsichtbarer Film wirken. Ergänzt werden diese Gedanken durch Bezüge zur Facial Bias in der Wahrnehmung von Fenstern als Augen, fraktalen Mustern in der Architektur und orientalischen Maschrabiyyas, die Sicht nach außen bei Schutz vor Einblicken erlauben.
Link zur Episode über Ästhetik in der Architektur.
In dieser Episode des Podcasts Simple Smart Buildings spricht Joel Schmalnauer, Tischlermeister und Lehrer in Hallstatt, mit Friedrich Idam über die Anpassung eines Hauses an verschiedene Lebensphasen, basierend auf der Geschichte seines eigenen Hauses in Bad Goisern. Er beschreibt Maßnahmen wie den Bau separater Eingänge, Lärmschutz durch Estrich und Raumabschlüsse, die Nutzung alter Rauchfänge als Installationsschächte für Leitungen sowie Vorbereitungen für Küchen und Bäder in beiden Stockwerken, um das Haus für Familiengründung, Mehrgenerationenwohnen oder Pflegebedarf geeignet zu machen. Die Diskussion betont die Bedeutung vorausschauender Planung, detaillierter Dokumentation durch Pläne und Texte sowie die Weitergabe von Wissen, einschließlich Überlegungen zu digitalen Zwillingen und der Zuverlässigkeit historischer Unterlagen.
Link zur Episode über die Trittschall-Dämm-Maßnahmen
Weitere Gespräche mit Joel Schmalnauer:
Link zur Episode über berufsfremdes Arbeiten.
Link zur Episode über die Selbsthilfe.
Link zur Episode über das Pfostenstockfenster.
Link zur Episode über das Vorhaus.
Link zur Episode über den Stadel.
Friedrich Idam und Günther Kain diskutieren die Physik der Infrarotstrahlung als Wärmeübertragung, ihre Abhängigkeit von Temperatur und Emissivität der strahlenden Oberflächen sowie deren Anwendungen in Gebäuden. Sie erläutern die Wirkmechanismen von angenehm strahlenden Raum-Hüllflächen und kombinierter Infrarot-Heizsysteme. Materialien wie Holz oder Lehmputz besitzen dabei interessante Strahlungseigenschaften.
Link zur Episode über die Infrarotbeschattung
Link zur Episode über die Wärmediffusivität
In dieser Episode von "Simple Smart Buildings" diskutiert Friedrich Idam mit dem Architekten Erhard Rathmayr, der zwischen Österreich und Australien lebt, die Unterschiede in den Baukulturen: Während in Österreich der Fokus auf Heizung gegen Kälte lag, steht in Australien der Schutz vor Hitze im Vordergrund. Rathmayr kritisiert übermäßige mechanische Kühlung und betont passive Strategien wie thermische Masse, natürliche Lüftung, Beschattung und Sonnenanalysen, um Energie zu sparen. Er beleuchtet kulturelle Unterschiede im Behaglichkeitsempfinden, teilt Erfahrungen mit Jalousien und Courtyards und plädiert, angesichts des Klimawandels, für eine Rückbesinnung auf einfache, Kühlstrategien auch in Europa.
link zur Website von Refresh Architecture.
In dieser Episode von Simple Smart Buildings teilt Friedrich Idam persönliche Erfahrungen mit dem Gartenzaun, der in den 1960er Jahren errichtet worden ist. Zentrales Thema sind die Herausforderungen in der Verarbeitung von Holz, das frei bewittert wird. Dabei wird auch die Verbindung von praktischen und ästhetischen Aspekten beleuchtet. Der Host reflektiert über die Entwicklungsprozesse, die aus einem Mangel an Ressourcen hervorgingen, und die Imprägnierungsmaßnahmen zur Verhinderung der Verwitterung sowie deren ökologische Aspekte.
Link zur Episode über das händische Betonieren
Link zur Episode über Mauerkronen
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