Einstein

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Natural Sciences
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Einstein episodes

  • Klima-Hotspot Alpen – Wandern im Engadin
    Die Alpen erwärmen sich doppelt so schnell wie der Rest der Welt. Tauender Permafrost, verschwindende Gletscher, neue Tier- und Pflanzenwelten – die Herausforderungen für unsere Alpen sind gross. Was bedeutet das für uns, wenn wir auf Wanderung in den Bergen unterwegs sind?
    Denise Tinner lebt täglich mit den Folgen der steigenden Temperaturen in den Alpen. Die Hüttenwartin der SAC-Hütte Tuoi im Unterengadin muss ihren Gästen regelmässig erklären, was es mit der Umleitung des Wanderwegs zur Hütte auf sich hat und warum es Panzerglas vor den Fenstern ihrer Hütte hat. Wegen des Kleinen Piz Buin sei das, wo ein Bergsturz drohe. Doch die Hütte sei sicher, müsse nur wegen der Druckwelle und Splittersteinen beim möglichen Abbruch geschützt werden. Der alte Hüttenweg hingegen wäre im Gefahrenbereich.
    Wandern im Gefahrengebiet
    Tobias Müller wandert zur Hütte und hofft auf eine ruhige Nacht. Zusammen mit dem einheimischen Glaziologen Felix Keller. Keller ist ein Pionier der Permafrostforschung und weiss: Dessen Tauen macht auch den Kleinen Piz Buin instabil. Dabei wurde er vor 40 Jahren noch ausgelacht. Keller zeigt Tobias Müller, wo früher Gletscher lagen im Gebiet, die heute verschwunden sind. Veränderte Landschaften, instabile Gebiete – Keller sagt, dass es gefährlicher wird in den Bergen. Besonders weil sich Berggänger oft nicht bewusst sind, dass es rasante Veränderungen gibt.
    Blinde Flecken
    Der Geograf Yves Bühler untersucht den Kleinen Piz Buin seit sechs Jahren. Bei der jährlichen Vermessung Mitte August setzt er Drohnen ein und ein Radargerät, kombiniert die Daten mit denen von drei Erdbebenmessstationen und Satelliten. Der Kleine Piz Buin ist auch ein Experimentierfeld. Die Methode wird demnächst von den Kantonen Wallis und Graubünden eingesetzt werden. Die Resultate der diesjährigen Untersuchung werden Denise Tinner freuen. Doch die Vermessungen sind teuer, blinde Flecken werden bleiben in den Alpen, sagt Bühler.
    Wo bleibt das Wasser?
    Gar keine Freude macht der Hüttenwartin die Trockenheit. Es gibt Tage, da wird das Wasser knapp. Das macht aber nicht nur ihr Sorgen. Tobias Müller wandert auf die Alp Valmala. Hier versiegt bald die Quelle. Was er dann tue? Senn Tobias Schweiger hat noch keine Lösung gefunden. Auch seinen Geissen setzt die Hitze zu, sie steigen immer höher in die kühleren Berge. Kein Einfaches, sie am Abend von so hoch oben wieder zurückzuholen.
    Murmeltiere im Hitzestress
    Was Wanderer wohl am meisten bewegt: Murmeltiere wird man seltener sehen. Sie können ihre Temperatur kaum regulieren, verschwinden darum bei Hitze im Bau. Und langfristig wird ihr Lebensraum knapper. Dass Tier- und Pflanzenwelt von den steigenden Temperaturen durcheinandergebracht werden, bestätigt die Biologin Anne Kempel. Sie zeigt Tobias Müller Lebewesen, die er hoch oben in der Alpwiese so nicht erwartet hätte. Die aber genauso Hitzestress haben können wie die Murmeltiere. Der Alpenraum verändert sich gerade rasant unter den steigenden Temperaturen.
    38 min
  • Tourismus am Säntis – Wandern mit Vernunft
    Wandern boomt – aber läuft alles richtig? Warum muss auf der Schwägalp neu ein Ranger nach dem Rechten schauen? Was bedeutet die Sanierung der alten Säntisbahn technisch und für den Tourismus? Packende Fakten und Hintergründe bereichern das Wandern in der Natur am Säntis.
    No-Gos: Wie wandert man naturverträglich?
    Auf der grossen Schwägalp sorgt neu ein Ranger für Recht und Ordnung auf den Wanderwegen, da in der Vergangenheit immer Konflikte zwischen Touristen, Alpwirtschaft und Naturschutz entstanden sind. Moderatorin Kathrin Hönegger erfährt Details aus der Praxis des Rangers – und oft fragt man sich: Sind die Touristen gut vorbereitet?
    Sanierung Schwebebahn – ein Mammutprojekt
    Die alte Schwebebahn von 1974 wird komplett saniert. Grösste Neuerung: Eine von zwei Stützen wird eliminiert, dadurch erhöht sich der Seilzug. Berg- und Talstation müssen dafür massiv verstärkt und betoniert werden. Welche Bedeutung hat die Schwebebahn für den lokalen Tourismus – und wie geht es weiter?
    Von Alpenfaltung, Rekordwerten und Nashörnern
    Woher kommt eigentlich der Alpstein? Geologin und Alpinistin Livia Manser schildert die spannende Erdgeschichte des Gebiets vor Millionen von Jahren. Das Säntis ist ein Berg der Wetterextreme: Wetterbotschafter Felix Blumer ordnet ein. Und sensationelle Fossilienfunde der letzten Jahre lassen staunen und einen neuen Blick auf die Region entwickeln.
    37 min
  • Übung für den Ernstfall – wenn Regen unsere Städte flutet
    Geflutete Keller, Wasserströme in den Strassen – mit den Starkniederschlägen nimmt die Gefahr von Hochwasser in Städten und Siedlungsgebieten zu. Die Gefahr steigt auch für Menschen. Wie reagieren wir im Ernstfall? Wie kann uns die Technik helfen, uns vor Überflutungen in Städten zu schützen?
    36 min
  • Langeweile: Warum sie wichtig ist
    Haben wir das Langweilen verlernt? Kathrin Hönegger und Tobias Müller testen, warum Langeweile so schwer auszuhalten ist – und warum gerade darin Kraft für Kreativität und Veränderung steckt.
    Lieber Stromschlag als Langeweile
    Kann Langeweile so unangenehm werden, dass Menschen sich freiwillig einen Stromschlag verpassen? «Einstein» zeigt überraschende Experimente aus den USA und fragt: Warum ist es für viele so schwer, mit Langeweile umzugehen? Und wann wird sie zum Auslöser für schlechte Entscheidungen?
    Langeweile im Gehirn
    Forschende untersuchen, was bei Langeweile im Körper und im Gehirn passiert. Die Hinweise: Langeweile ist nicht Entspannung, sondern im Gegenteil eher eine Stressreaktion. «Einstein» will herausfinden, warum uns dieses Gefühl antreibt, etwas zu verändern – und weshalb Langeweile von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich wahrgenommen wird.
    Smartphone gegen Langeweile?
    Kaum taucht Langeweile auf, ist das Handy schon in der Hand. Doch hilft Scrollen wirklich? Oder verlernen wir gerade, Langeweile auszuhalten? «Einstein» fragt, wie Smartphones unser uraltes Bedürfnis nach Ablenkung verändern – und warum passives Berieselnlassen nicht wirklich hilft gegen Langeweile.
    Langweilen sich schon Babys?
    Auch Babys wenden sich ab, wenn es nichts Neues mehr zu entdecken gibt. Ist Langeweile also der Motor der Neugier? «Einstein» zeigt, warum Kinder nicht ständig neue Reize brauchen – sondern Raum, um selbst zu entdecken, zu beobachten und zu lernen.
    37 min
  • Wie können wir konzentriert bleiben trotz ständiger Ablenkung?
    Push-Nachrichten, Insta-Videos, Dauerablenkung: Unsere Konzentration steht unter Druck. Aber wie schlimm ist es wirklich – und ist unser Gehirn überhaupt für acht Stunden Fokus gemacht? Was die Wissenschaft weiss und was im Alltag hilft.
    Die Meister der Konzentration
    Ein Besuch bei den Fluglotsen von Skyguide zeigt, was maximale Konzentration bedeutet. Ihr Job gilt als «Champions League des Denkens». Moderatorin Kathrin Hönegger fragt nach, wie die Lotsen ihre Pausen verbringen und ob es tatsächlich ein «Fluglotsen-Gen» braucht, um in diesem Beruf zu bestehen.
    Der Selbstversuch
    Wie schlägt sich Kathrin Hönegger als Fluglotsin? Im Skyguide-Simulator stellt sie sich der Herausforderung. Zudem macht die Neuropsychologin Barbara Studer unterschiedliche Aufmerksamkeitstests mit ihr und hält einfache Tricks bereits, die beim Fokus helfen können.
    Kampf der Ablenkung im Schulzimmer
    Besonders junge Menschen reagieren stark auf die ständige Reizüberflutung durch Smartphones. An der Sekundarschule Meiringen werden Handys deshalb morgens weggesperrt. Lehrer Benjamin Recke erklärt seine Strategien, um die Aufmerksamkeit im Unterricht zu fördern und digitale Ablenkungen zu bekämpfen. Zudem zeigt Neuropsychologin Katja Margelisch auf, was es braucht, damit die Konzentration im Schulzimmer nicht abbricht.
    37 min
  • Risiko PFAS: Vergiften wir unsere Zukunft?
    PFAS oder auch Ewigkeitschemikalien: Sie schlummern im Wasser, in Böden, in Lebensmitteln, in unseren Körpern. PFAS sind chronisch giftig und man wird sie kaum mehr los. Und doch werden damit unzählige Produkte hergestellt, die aus unserem Alltag bislang nicht wegzudenken waren.
    39 min
  • Gamechanger Vibe Coding – wie KI den Arbeitsmarkt verändert
    Künstliche Intelligenz macht das Programmieren dank Vibe Coding zum Gamechanger. Einstein macht das Experiment: Kann jeder und jede ein eigenes Computerprogramm oder eine APP schreiben? Und fragt: Wer wird am Ende auf dem Arbeitsmarkt bestehen - die KI oder der Mensch?
    Das App-Experiment
    Einstein macht das Experiment: Kann Tobias Müller eine eigene App programmieren. Ohne grosse Vorkenntnisse will er mit CloudeCode, einer KI-Assistentz, eine Rezept-App entwickeln. Vor allem auf Social Media ist das sogenannte VibeCoding ein Hype. Was steckt dahinter? Und schafft es Tobais die App zu programmieren?
    Tutor.New
    Auch Gero Embser und Friedrich Wicke nutzen VibeCoding. Sie haben eine Nachhilfe-Programm für Schülerinnen und Schüler entwickelt. Das Spezielle daran ist, die KI hat vieles programmiert. Beide studieren Informatik an der Eidgenössischen technischen Hochschule ETH in Zürich. Die KI übernimmt das Programmieren, die beiden kontrollieren und überprüfen. KI hilft ihnen, viel wichtiger werde die Idee und strukturiertes Denken, sagen sie.
    Vom der Softwareeentwicklerinnen bis zum Laien
    Grossen Techfirmen wie Meta, Google und Migrosoft nutzen KI fürs Programmieren. Mit sogenannten Agenten, also KI-bassierten Assistenten, werden Codes geschrieben. Schon heute werden schätzungsweise 1/3 der Codes mit KI generiert.
    Folgen für den Arbeitsmarkt
    Die Rolle der Softwarentwicklerinnen und Softwareentwickler wird sich verändern, das sagt eine Studie von April Wang von der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH. Codes zu produzieren, trete in den Hintergrund, sagt April Wang. Viel wichtiger sei es, den Überblick zu behalten, die Codes überprüfen und kontrollieren zu können, was die KI schreibt.
    Die Skeptiker
    Programmieren sei Teil des kreativen Prozesses und dürfe nicht an eine KI ausgelagert werden. Das finden Vertreter:innen der Gamedesignerinnen und Gamedesigner an der Zürcher Hochschule der Künste. Nicht alle wollen also Vibe Coding für ihr Produkt nutzen.
    Was sagen die User zum Produkt
    An der Schule in Wattwil läuft das Pilotprojekt mit Tutor.New. Die Biologielehrerin Zensi Hopf nutzt Tutor.New in ihrem Unterricht. Die Schülerinnen und Schülern können ihre Fragen in einem ersten Schritt an die KI stellen. Dadurch hat Zensi Hopf mehr Zeit auf individuelle Fragen eingehen zu können. Zudem fördere das einen kritischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz, sagt Zensi Hopf.
    38 min
  • Bringt die Energiewende unser Stromnetz ans Limit?
    Die Energiewende nimmt Fahrt auf: mehr Solarstrom, mehr Wärmepumpen, mehr Elektrofahrzeuge. Dafür ist das Schweizer Stromnetz nicht gebaut. Doch der Ausbau verläuft schleppend. Steigt die Gefahr eines Blackouts? Wie gut helfen neue Speichersysteme? Und wieso kommen die Leitungen nicht in den Boden?
    Widerstand gegen Freileitungen – umstrittene Erdkabel
    Kaum ein Leitungsprojekt bleibt ohne Widerstand. Im Wallis oder im Aargauer Reusstal wehren sich Gemeinden und Interessengruppen gegen neue und höhere Masten. Ihre Forderung: die Leitung in den Boden verlegen. Doch Swissgrid warnt: Erdkabel seien teurer, technisch anspruchsvoller und gefährdeten die Netzstabilität. Kritiker halten dagegen: Mit moderner Technik liessen sich auch Erdkabel sicher betreiben.
    Die Schweiz will bis 2050 weitgehend auf fossile Energien verzichten. Der Strombedarf steigt – gleichzeitig wird die Produktion immer volatiler. Solarstrom aus Tausenden dezentralen Anlagen ersetzt schrittweise Atomkraftwerke und ergänzt die Wasserkraft. Doch dafür ist das heutige Stromnetz nicht gebaut. In der Leitstelle der Swissgrid zeigt sich: Produktion und Verbrauch müssen immer häufiger aktiv gesteuert werden. Die nationale Übertragungsnetz-Betreiberin plant deshalb Milliardeninvestitionen in neue Kapazitäten, doch viele Projekte verzögern sich über Jahre.
    Das Verteilnetz unter Druck
    Nicht nur das Übertragungsnetz gerät unter Druck. Ein grosser Kraftakt zur Bewältigung der Energiewende findet im Schweizer Verteilnetz statt. Es umfasst über 200’000 Kilometer Leitungen und wird betrieben von rund 600 regionalen Elektrizitätswerken. In Quartieren wurden die Netze einst für Kühlschrank und Herd dimensioniert – heute kommen immer mehr Wärmepumpen, Elektroautos und Solaranlagen hinzu. Die Kosten drohen zu explodieren.
    Überfordert der Solarboom das Netz?
    Vor allem der anhaltende Solarboom bringt das System an Grenzen. An sonnigen Tagen produzieren Solaranlagen bereits heute mehr Strom, als gleichzeitig verbraucht wird. Künftig soll es noch deutlich mehr sein. Diese Einspeisespitzen vollständig ins Netz aufzunehmen, wäre teuer und oft unnötig, finden Netzbetreiber und Experten.
    Batterien statt teurer Netzausbau
    Ein Ausweg sind flexible Tarife und vor allem Batteriespeicher. Im Übertragungsnetz können Grossbatterien, wie die geplante weltgrösste Redox-Flow-Batterie im Aargau, eine wichtige Pufferfunktion übernehmen. In Quartieren und in Häusern können Batteriespeicher einen überteuerten Netzausbau verhindern.
    38 min
  • Rückkehr zum Mond: Was die Artemis-Mission erreichen will
    Über 50 Jahre nach «Apollo» fliegen wieder Menschen zum Mond. Und diesmal geht es weniger um Prestige, sondern um Forschung. Und Ziel ist nicht einfach, zum Mond zu fliegen, sondern zu bleiben – und weiterzugehen. Das eigentliche Ziel ist der Mars.
    «Artemis 2» wird noch nicht auf dem Mond landen. Eine Astronautin und drei Astronauten umrunden den Mond, testen das neue Orion-Raumschiff unter realen Bedingungen – und bereiten damit die nächste Etappe vor: die erste Mondlandung seit «Apollo».
    Den Mond auf die Erde geholt
    Bevor es ernst gilt, wird auf der Erde trainiert. In Köln wurde dafür auf 700 Quadratmetern die Mondoberfläche realitätsnah nachgebaut. Hier wird getestet, was später sitzen muss – mit dem Ziel, Risiken zu minimieren und Fehlerquellen zu erkennen, bevor es 400’000 Kilometer weit weg ernst wird. «Einstein»-Moderator Tobias Müller erkundet die neue Mondsimulationsanlage Luna gemeinsam mit Astronaut Matthias Maurer, welcher massgeblich am Projekt beteiligt ist und für eine Mondmission nominiert ist.
    Europas Schlüsselrolle – und die Schweiz mittendrin
    Ohne Europa würde mit «Artemis» kein Astronaut zum Mond fliegen, betont Daniel Neuenschwander, Direktor für bemannte Raumfahrt bei der ESA. Denn das Servicemodul, das von der ESA gebaut wurde, liefert Strom, Wasser, Sauerstoff – und vor allem den nötigen Antrieb Richtung Mond. Und auch die Schweiz mischt vorne mit. Firmen wie Beyond Gravity liefern Schlüsselmechanismen – hochpräzise Technik, die im All funktionieren muss.
    Bauen, leben und überleben
    Doch «Artemis» will mehr als nur hinfliegen. Das Ziel ist, zu bleiben. Aber der Mond hat keine Atmosphäre, keine schützende Hülle. Strahlung und extreme Temperaturschwankungen machen ihn lebensfeindlich. Es braucht Schutzbauten. «Einstein» zeigt, wie Forschende auf das setzen, was bereits da ist: Regolith. Der Mondstaub soll vor Ort zu Bausteinen verarbeitet werden – gebrannt, gesintert oder per 3D-Druck geformt. So könnte eine Mondbasis entstehen und der Mond zum Testgelände und zur Startrampe werden für spätere Missionen zum Mars.
    Von Mond zum Mars
    Während in Köln für den Mond trainiert wird, hat die französische Weltraumagentur CNES in Toulouse bereits den Mars im Blick. Mit dabei ist die Schweizer Weltraum-Medizinerin Jessica Studer. Sie untersucht, wie Isolation, künstlich erzeugter Stress und Kommunikationsverzögerungen Körper und Teamleistung beeinflussen.
    Denn eine Marsmission dauert zwei bis drei Jahre. Funksignale brauchen bis zu 40 Minuten. Die Crew muss autonom handeln – ohne direkte Hilfe von der Erde. Für solche Langzeitmissionen zählt nicht nur Technik. Mindestens so entscheidend sind auch Psyche, Teamwork und die Fähigkeit, unter Druck fokussiert zu bleiben. Und Jessica Studer will herausfinden, wie Menschen auf diese speziellen Herausforderungen vorbereitet werden können.
    38 min
  • Super-Recognizer: Der geheime Trumpf der Polizei
    Die Kantonspolizei St. Gallen verstärkt ihre Ermittlungsarbeit mit sogenannten Super-Recognizern. Diese seltenen Talente erkennen Gesichter selbst nach Jahren oder bei schlechter Bildqualität zuverlässig wieder. Eine menschliche Alternative zur umstrittenen automatisierten Gesichtserkennung.
    Automatisierte Gesichtserkennung bleibt rechtlich wie ethisch umstritten. Die Kantonspolizei St. Gallen setzt deshalb auf Menschen mit einer angeborenen Ausnahmefähigkeit: Super-Recognizer. Sie erkennen Gesichter unter Bedingungen, unter denen selbst Algorithmen zum Teil versagen – bei Schatten, Maskierungen, schlechten Aufnahmen oder stark veränderter Erscheinung.
    Die Wissenschaft hinter der Gesichtserkennung
    Die kognitive Neurowissenschaftlerin Meike Ramon hat ein mehrstufiges Testverfahren entwickelt, mit dem Super-Recognizer identifiziert werden können. Schätzungen zufolge haben zwischen einem und zwei Prozent der Bevölkerung die Fähigkeit dazu.
    Auch Kathrin Hönegger will herausfinden, ob in ihr eine Super-Recognizerin steckt, und stellt sich dem Test. Hat sie das Zeug dazu?
    Fahndung in der Menschenmenge
    Im Bahnhof St. Gallen werden die Fähigkeiten nacheinander geprüft: Zuerst sucht der Super-Recognizer eine bestimmte Person in der Menge – allein anhand eines alten Kindheitsfotos. Anschliessend erhält Kathrin Hönegger ein anderes Ziel und sucht eine zweite Person. Das Experiment zeigt, wie anspruchsvoll es ist, in einer vorbeiströmenden Menschenmenge ein einziges Gesicht zuverlässig zu identifizieren.
    Arbeit mit schlechtem Bildmaterial
    Anschliessend taucht Hönegger bei der Kantonspolizei St. Gallen in die Arbeit von Super-Recognizer Peter ein. Anhand schlechten, verwackelten oder kaum erkennbaren Bildmaterials muss er einzelne Personen identifizieren. Dabei erfährt Hönegger, wie sich der Moment anfühlt, wenn im Bildrauschen plötzlich ein Gesicht «sichtbar» wird.
    Gesichtsfahndung im Eishockeystadion
    Noch anspruchsvoller wird es im Ausseneinsatz während eines Eishockeyspiels. Peter soll Personen mit Rayonverbot in der Menge erkennen – trotz Bewegung, wechselnden Lichtverhältnissen und kurzen Blickfenstern. Nur anhand eines Fotos die richtige Person zu finden, verlangt höchste Konzentration. Die Sendung zeigt eindrücklich, wie menschliche Intuition, Erfahrung und ein geschulter Blick dort greifen, wo Technologie nach wie vor an Grenzen stösst.
    38 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Das Wissensmagazin «Einstein» berichtet…