Einstein

Einstein

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Natural Sciences
Download on the App Store

Einstein episodes

  • Körperlich weder Mann noch Frau
    In der Schweiz kommen jährlich rund 40 Kinder mit einer Variation der Geschlechtsentwicklung auf die Welt: Sie sind weder männlich noch weiblich. Früher wurden Kinder sofort einem Geschlecht zugeordnet und zum Teil auch zwangsoperiert.
    «Einstein» zeigt am Beispiel der Kinderklinik Bern, wie heute in solchen Fällen entschieden wird.
    Für viele Eltern ist es ein Schock, wenn sie erfahren, dass ihr Kind ein atypisches Geschlecht hat, weil sie gar nicht wissen, dass es Geschlechtsvarianten gibt. Da solche Fälle selten und sehr komplex sind, werden sie heute von einem interdisziplinären Team behandelt. Das heisst, ein ganzes Team von Fachpersonen kümmert sich um die Eltern und das Kind. Gibt es in der Kinderklinik Bern ein Kind mit atypischem Geschlecht auf der Neugeborenenstation, dann kommt als erste die Endokrinologin Christa Flück zum Einsatz. Sie untersucht das äussere Genital, die inneren Geschlechtsorgane, Hormone und die Genetik des Kindes, gleichzeitig werden die Eltern von der Sexualtherapeutin Marie-Lou Nussbaum psychologisch begleitet. Gemeinsam mit den Eltern und diesem Team von Fachpersonen, das auch einen Urologen, einen Ethiker, eine Jugendgynäkologin und eine Genetikerin umfasst, wird das weitere Vorgehen entschieden. «Einstein» zeigt, wie eine Familie, deren Kind eine Variation der Geschlechtsentwicklung hat, vom Team der Kinderklinik am Inselspital begleitet wird.
    Rasche Eingriffe mit schweren Folgen
    In der Vergangenheit wurden viele Kinder mit uneindeutigem Geschlecht auch ohne medizinische Notwendigkeit früh operiert, um ihnen ein Geschlecht zuzuweisen. Diese Eingriffe hatten erhebliche Folgeschäden und verursachten schweres Leiden bei den Betroffenen. 2008 demonstrierten Aktivistinnen und Aktivisten vor dem Kinderspital Zürich gegen Genitaloperationen an Kindern mit Geschlechtsvarianten. In den 1950-/60er-Jahren war das Kinderspital ein führendes Zentrum zur Behandlung von «Intersexualität». Ein Team von Historikern hat dieses Kapitel der Medizingeschichte aufgearbeitet. Klitoris-Amputationen und Hormonzufuhren, um die Situation so schnell wie möglich eindeutig zu machen, waren damals an der Tagesordnung. Die Eltern schlecht informiert und die Kinder nicht mit einbezogen. Schwer lastete das Schweigen auf ihnen. Erst im Erwachsenenalter erfuhren sie die Wahrheit – aber die Narben blieben.
    Jeder Fall ist hochkomplex
    «Einstein» zeigt, wie heute die Medizin mit dem hochkomplexen Thema umgeht und es wird deutlich, dass es dabei keine einfachen Antworten gibt. Jeder Fall ist hochkomplex und muss individuell beurteilt werden. In manchen Fällen besteht unmittelbar medizinisch Handlungsbedarf – in anderen nicht. Dann – darin ist sich das interdisziplinäre Team einig – ist es die beste Lösung, einfach nichts zu machen. Zu warten, bis das Kind alt genug ist, um selbst zu entscheiden, wie es sich in seinem Körper fühlt.
    39 min
  • DNA-Profil und Co. – Unbekannten Tätern auf der Spur
    «Einstein» zeigt, mit welchen wissenschaftlichen Methoden die Ermittlungsbehörden unbekannten Tätern auf die Spur kommen. Schon bald dürfen sie überdies eine neue Methode nutzen: die DNA-Phänotypisierung. «Einstein» macht den Test und zeigt, wo Möglichkeiten und Grenzen der neuen Technologie liegen.
    Bald dürfen auch Schweizer Fahnderinnen und Fahnder eine neue Art von DNA-Profilen nutzen: die Phänotypisierung. Sie erlaubt die Erstellung eines Täterprofils nach äusseren Merkmalen. Wie gut funktioniert das? «Einstein» stellt die DNA-Fachleute der Zürcher Rechtsmedizin auf die Probe.
    Aus ein wenig menschlichen Spuren an einem Tatort lassen sich Merkmale wie Augenfarbe, Haarfarbe, Alter, aber auch die geografische Herkunft einer Person bestimmen. Im Unterschied zum klassischen DNA-Profil, dem genetischen Fingerabdruck, wird damit auch Fahndung nach Tatverdächtigen möglich, die in keiner DNA-Datenbank erfasst sind – mit einer Art genetischem Phantombild.
    Test mit fünf SRF-Persönlichkeiten
    «Einstein» fragt nach, wo die Möglichkeiten und Grenzen der neuen Technologie liegen und stellt die DNA-Spezialistinnen und -Spezialisten des Instituts für Rechtsmedizin der Uni Zürich auf die Probe: Wie genau treffen sie das Profil von fünf anonymen Proben von fünf SRF-Moderierenden? Welche Personenprofile stellen besondere Herausforderungen?
    Geschichte des DNA-Profils
    1986 wurde erstmals ein Fall mithilfe des DNA-Profils geklärt: ein Mord an zwei Mädchen in England. Dabei involviert: der Biochemiker Alec Jeffreys. Er hatte zwei Jahre zuvor den DNA-Fingerabdruck entdeckt. Heute gehört das DNA-Profil zur Standard-Methode bei der Aufklärung von Verbrechen. Schon kleinste menschliche Spuren reichen dafür aus. Allein im Labor des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich wurden 2022 rund 5400 Fälle mit circa 15'000 Einzelspuren auf DNA-Profile untersucht.
    Eine Panne und viele Erfolge
    Die immer besseren Methoden garantieren keineswegs eine leichtere Ermittlung – die Analysen sind mittlerweile so sensitiv, dass der grösste Feind der Forensikerinnen und Forensiker die Verunreinigung ist. Denn sie kann zu Fehlern führen wie beim sogenannten «Phantom von Heilbronn», wo jahrelang nach einer imaginären Täterin gefahndet wurde. Anderseits erlaubt die Entwicklung bei der Analysetechnik auch die Aufklärung alter Fälle, wie jener von Brigitte Didier. Die junge Frau stieg beim Autostopp in Biel BE ins falsche Auto und wurde brutal vergewaltigt und ermordet. Es vergingen über zehn Jahre, bis man den Fall mithilfe der verbesserten DNA-Analyse noch einmal durchleuchtete – und den Mörder endlich finden konnte.
    Phänotypisierung nur bei schweren Fällen
    Die neue Methode der Phänotypisierung ist laut Gesetz nur für schwere Delikte, vor allem Tötungs- und Sexualdelikte, erlaubt. Ab diesem Sommer soll das Gesetz in Kraft treten. Der Zürcher Staatsanwalt Matthias Stammbach rechnet damit, dass in erster Linie damit bisher ungeklärte Fälle, sogenannte «Cold Cases», neu untersucht werden. Denkbar ist dies für den Mord an einer Psychoanalytikerin, die 2010 in ihrer Praxis in Zürich erstochen wurde, oder eine brutale Vergewaltigung 2015 in Emmen LU. Nach Einschätzung von Staatsanwalt Stammbach werden es voraussichtlich nur wenige Fälle sein, die dafür in Frage kommen.
    38 min
  • Quantencomputer: Endlich verständlich
    Verschlüsselungen knacken oder komplexe Probleme lösen, vor denen normale Computer versagen: Quantencomputer läuten ein neues Zeitalter des Rechnens ein. Aber: Ein Quantencomputer ist nicht so leicht zu begreifen. Darum will «Einstein»-Moderator Tobias Müller dem Phänomen auf den Grund gehen.
    Wie funktioniert ein Quantencomputer?
    Um das zu verstehen, muss «Einstein»-Moderator Tobias Müller in die Welt der Quantenmechanik eintauchen; erst sie ermöglicht das Konzept eines Quantencomputers. Doch dafür muss man diese fremdartige Welt und ihre verstörenden Naturgesetze erst begreifen lernen.
    Hoffnungsträger
    Quantencomputer werden für die Lösung von hochkomplexen Aufgaben den heutigen digitalen Systemen einst wohl überlegen sein. Der Quantencomputer wird das klassische Computing aber nicht komplett ersetzen, sondern sehr gezielt ergänzen. «Einstein» zeigt, in welchen Anwendungsgebieten die grössten Hoffnungen liegen und was dafür bereits heute investiert wird.
    Bedrohung
    Quantencomputer werden die bekannten Verschlüsselungsmethoden knacken können – das wurde in der Theorie bereits bewiesen. Darum wird bereits heute mit klassischen Computern an Algorithmen geforscht, die die elektronische Verschlüsselung auch gegen Quantenpower sicher machen soll – man spricht von «Post-Quantum-Kryptographie».
    Die Schweiz und das Wettrennen um den Quantencomputer
    Weltweit wird die Quantenforschung immer wichtiger und strategischer. Das wird gerade jetzt zum Problem für die Schweiz: Obwohl hierzulande jahrelang internationale Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet wurde, droht nun durch den Ausschluss aus den EU-Horizon-Forschungsprojekten das wissenschaftliche Abseits. Doch die Schweizer Quantenforschenden wehren sich.
    38 min
  • Brienz rutscht – Gelingt die Rettung?
    Ein gewaltiger Rutsch und ein Bergsturz, 14 Mal so gross wie in Bondo, drohen das Bündner Dorf Brienz zu zerstören. Jetzt wird im Rekordtempo ein Entwässerungsstollen gebohrt, der das Dorf retten soll. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass die spektakuläre Rettungsaktion gelingen könnte.
    Das kühne Tunnelprojekt
    Es ist ein Projekt, das gut doppelt so rasch wie vergleichbare Grossbauten geplant und umgesetzt wird. Ein am Ende zwei Kilometer langer Entwässerungsstollen unter dem Dorf Brienz GR soll den Rutsch bändigen. In jahrelanger Feldforschung haben die Expertinnen und Experten herausgefunden, dass Wasser im Boden den Rutsch regelrecht schmiert und damit antreibt. Ja selbst der Berg oberhalb des Dorfes dürfte zur Ruhe kommen, wenn dieses unten nicht mehr weggleitet. Nur: Weil die Gefahr von Rutsch und Bergsturz derart akut sind, wurde der Stollen trotz nicht abgeschlossenen Untersuchungen der geologischen Situation gebaut. Lohnt sich das Risiko?
    Positive Signale
    Wenige Monate nach Fertigstellung der ersten 600 Meter des Entwässerungsstollens staunen sogar die Fachpersonen. Der Wasserdruck im Felsen unter Brienz GR ist derart zusammengefallen, dass die Rutschgeschwindigkeit deutlich abgenommen hat. Detaillierte Messungen machen es schliesslich eindeutig: Es ist der Tunnel, der das Dorf retten könnte. Doch bis dieser komplett ausgebaut ist, vergehen noch Jahre. Ob die Zeit reicht?
    Schreckgespenst Umsiedlung
    Denn noch immer zerreisst der Rutsch die Gebäude im Dorf regelrecht. Auch wenn er langsamer geworden ist. Darum wird für die 72 Bewohnenden ein Umsiedlungskonzept erarbeitet. Dabei müssen schicksalshafte Fragen geklärt werden. Wie viel ist Brienz GR wert? Wie viel soll in das Rettungskonzept investiert werden? Und mit welchem Wert zieht man die Bedeutung eines Dorfes für die Talgemeinschaft oder den Tourismus mit ein? «Einstein» besucht Menschen, die das Schicksal einer Umsiedlung bereits erlebt haben.
    39 min
  • Jugend am Limit: Wie raus aus dem Krisenmodus?
    Corona, Klima, Krieg – eine Krise jagt die andere. Welche Spuren hat dies bei den Jungen hinterlassen? Steigende Suizidraten und Berichte aus Psychiatrien zeigen: Die Jugend hat Stress. «Einstein» fragt nach den Gründen und zeigt Jugendliche auf ihrem Weg aus der Krise.
    Schicksale in der Jugendpsychiatrie
    Max leidet unter einer massiven Zwangserkrankung, die mit seinem religiösen Glauben zusammenhängt und die so stark ist, dass ein Alltag in Schule und Familie unmöglich wurde. Er ist in der stationären Jugendpsychiatrie der Universität Basel untergebracht. «Einstein»-Moderator Tobias Müller trifft Max zu einem Gespräch in der Klinik, erlebt seine Zwänge hautnah und taucht in den Therapiealltag der Jugendpsychiatrie ein. Chefarzt Alain di Gallo erörtert die Hintergründe und schlägt den Bogen vom Einzelfall hin zur allgemeinen, alarmierenden Situation der Jugendlichen in der Schweiz.
    Die Jugend leidet am stärksten
    Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat die psychische Belastung der Jugendlichen stark zugenommen. Zum ersten Mal waren psychische Störungen im vergangenen Jahr der häufigste Grund für eine Klinikeinweisung. Doch schweizweit fehlt es an Therapieplätzen für Kinder und Jugendliche. Neuropsychologin Maren Urner erklärt, dass das sich entwickelnde Gehirn von Kindern und Jugendlichen besonders sensibel auf Krisen reagiert. Was macht die Situation für Junge so schwierig? Und welche Konsequenzen hat der Versorgungsnotstand in der Jugendpsychiatrie? «Einstein» fragt nach bei Kliniken, Pro Juventute und trifft eine junge Frau, welche sich selbst in die Psychiatrie einweisen liess, weil sie kurz davorstand, sich das Leben zu nehmen.
    Mit Rap aus der Depression
    Mischa Uebersax verarbeitet seine psychischen Probleme in seinen Texten. Nach einer schwierigen Jugend im Heim versank er in einer jahrelangen, schweren Depression. Bis er sich professionelle Hilfe holte. Durch die Therapie kam er zum Schreiben und verpackte seine Gefühle und Gedanken in Songtexte. Dies half ihm, sich mit seiner Krankheit auseinanderzusetzen und seine negativen Denkmuster zu durchbrechen. «Einstein» trifft den aussergewöhnlichen Musiker und zeigt seinen persönlichen Weg aus der Krise.
    37 min
  • Wege weg von Fast Fashion
    Fast Fashion: Billigmode wird immer kurzlebiger. Die Trends von heute sind der Müll von morgen. Die Modebranche gehört zu den schmutzigsten Industrien weltweit. Die Wissenschaft sucht nach Lösungen, wie die Modeindustrie nachhaltiger werden könnte. «Einstein» über Wege weg von Fast Fashion.
    Was passiert mit den alten Kleidern?
    Jeder Europäer und jede Europäerin entsorgt jedes Jahr rund sieben Kilogramm Kleider bei einer Altkleidersammelstelle. Auch Bigna Silberschmidt hat für «Einstein» ihren Kleiderschrank ausgemistet. Sie bringt die aussortierten Teile zur Caritas in Emmen LU. Dort blickt sie hinter die Kulissen und erfährt, welche Kleider in einen Kleidersack gehören und welche nicht und was anschliessend damit passiert.
    Herausforderung Textilrecycling
    Das Textilrecycling steckt heute noch in den Kinderschuhen. Gerade mal ein Prozent der gebrauchten Textilien werden recycelt. Forschende der Hochschule Luzern erforschen, was es dazu braucht, wenn man aus alten Kleidern neue herstellen will.
    Biologisch abbaubar?
    Die stetig steigende Nachfrage nach Fast Fashion führt zu einem ökologischen Desaster. Sei es der gigantische Wasser- und Pestizidverbrauch beim Anbau von Baumwolle oder der Verbrauch von nicht erneuerbarem Erdöl – es braucht eine Lösung. Ein innovativer Schweizer Textil-Tüftler hat eine biologisch abbaubare Faser erfunden. Sein Ziel: die Textil-Welt retten.
    37 min
  • Wie wir Behinderte behindern
    20 Prozent der Gesamtbevölkerung leben mit einer Beeinträchtigung. Doch der Alltag der Betroffenen ist auch acht Jahre nach dem Beitritt zur UNO-Behindertenrechtskonvention voller Barrieren. «Einstein» zeigt, warum die Gesellschaft von der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung weit entfernt ist.
    20 Prozent der Gesamtbevölkerung leben mit einer Beeinträchtigung. Die Hochschulen und Start-ups sind im Entwickeln von Assistenz-Technologien top. Doch der Alltag der Betroffenen ist auch acht Jahre nach dem Beitritt zur UNO-Behindertenrechtskonvention voller Barrieren.
    Menü Surprise: Hier kocht der «Blind-Chef»
    Gemüse schneiden, Fleisch braten und Desserts kreieren, ohne etwas zu sehen – eigentlich unmöglich. Das merkt Moderatorin Bigna Silberschmidt sofort, als sie dem erblindeten Koch Reto Frey mit verbundenen Augen zur Hand geht. Doch genau dieser Challenge muss sich Frey tagtäglich stellen. Bei «Einstein» demonstriert er, wie er dank viel Intuition und weniger Hilfsmittel einen delikaten Mehrgänger auf die Teller seiner Gäste zaubert.
    Land voll Barrieren: Schlechtes UNO-Zeugnis für die Schweiz
    Eine UNO-Konvention hat die Rechte aller Menschen mit Beeinträchtigung festgehalten. Die Schweiz bekommt acht Jahre nach dem Beitritt zu diesem Übereinkommen schlechte Noten. Insbesondere bei Gleichstellung und Selbstbestimmung von behinderten Menschen stellt der UN-Ausschuss grosse Defizite fest. Der Basler Staatsrechtler Markus Schefer, Mitglied des unabhängigen Expertengremiums, spricht bei «Einstein» Klartext.
    Hindernis Architektur: Bildung in der Schweiz noch voller Barrieren
    Die UNO verlangt für Menschen mit Beeinträchtigung ungehinderten Zugang zu allen Lebensbereichen. Doch im Vergleich zu anderen Ländern hinkt die Schweiz diesbezüglich weit hinterher. Rollstuhlfahrer und Uni-Professor Rolf Sethe zeigt, wie gross die Hindernisse im Universitätsalltag noch immer sind. Die Zürcher Hochschulen haben das Problem inzwischen erkannt und grosse Projekte lanciert, um für alle zugänglich zu sein. Aber bauliche Massnahmen allein reichen nicht: Künftig sollen auch Lehre und Studium endlich barrierefrei werden.
    Kein Blindflug mehr: Wie das Internet barrierefrei wird
    «Inklusion» und «Diversity» sind im Internet populäre Schlagworte. Doch in Realität sind Websites, PDF-Dokumente oder Apps für Menschen mit Sehbehinderung eben oft nicht barrierefrei. Dabei wären die technischen Lösungen längst da, um den Betroffenen ungehinderten Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen. Das demonstriert Alireza Darvishy, Informatik-Professor und selbst stark sehbehindert, mit eindrücklichen Beispielen.
    «bro»: Der «Tesla» unter den Rollstühlen
    Er heisst «bro» und will, wie der Name sagt, auch in kniffligsten Situationen der verlässliche «Kumpel» sein. Er kann klettern, meistert 70 Prozent Gefälle und bringt die Rollstuhlfahrenden dank Liftfunktion endlich auf Augenhöhe mit andern. Das Wunderding des Winterthurer Start-ups «scewo» ist vollgepackt mit Software und wird als Meisterwerk der Technik gefeiert. «Einstein» hat den «bro» von einem Piloten mit Beeinträchtigung testen lassen. Hält er wirklich alles, was er verspricht?
    37 min
  • Eisenbahnweltmeister Schweiz
    Der längste Bahntunnel, das dichteste Netz, die meisten Fahrgäste. Die Schweiz reiht Rekord an Rekord. «Einstein» geht selbst auf Rekordfahrt, zeigt, wie mit Hightech das Schienennetz erneuert wird und wie die Bahn energieeffizient und klimaneutral in die Zukunft rollt.
    Ein Zug für das Guinnessbuch der Rekorde
    Die RHB geht mit dem längsten Zug der Welt auf der pittoresken Albulastrecke auf Rekordjagd. Was sind die Herausforderungen, einen zwei Kilometer langen und 3000 Tonnen schweren Zug über Kehrtunnel, Brücken und Viadukte zu fahren. «Einstein» schaut hinter die Kulissen der Rekordfahrt und die Vorbereitungsarbeiten, die nicht nur pannenfrei verliefen.
    Schienenunterhalt eine technische Meisterleistung
    Für das Bahnland Schweiz ist ihr 5300km langes Schienennetz die Lebensader. Doch die teils über hundertjährigen Strecken müssen instandgehalten werden. Und im Gegensatz zum Ausland werden Gleissanierungen meist während des laufenden Betriebes ausgeführt. «Einstein» zeigt am Beispiel des Lötschberg-Scheiteltunnels, welch technischer und logistischer Aufwand betrieben wird, um trotz Totalsanierung, den Bahnverkehr aufrecht zu erhalten und fragt nach, was dies für die Sicherheit der Arbeiter bedeutet.
    Energie sparen seit 100 Jahren
    Bis 1920 fuhr die Bahn noch mit Kohle und brauchte über 4000 GWh Energie. Ab 1920 wurde sie stetig elektrifiziert. Der Leichtbau, modernere Loks kamen dazu und in den letzten zehn Jahren eine Vielzahl weiterer Energie- Sparmassnahmen, wie zum Beispiel intelligente Fahr- und Heizsysteme. Fazit: Obwohl der Bahnverkehr in den letzten 100 Jahren um das 10fache zugenommen hat, die Züge schneller und komfortabler wurden, hat sich der Energieverbrauch halbiert. Wir zeigen, welche Massnahmen dies möglich machten und wie die Bahn in Zukunft noch effizienter werden soll.
    Wasserstoffzug «Made in Switzerland»
    Das Schweizer Bahnnetz ist zu 99 Prozent elektrifiziert. Und der Bahnstrom ist zu über 90 Prozent aus Wasserkraft. Das ist ein Spitzenwert. In der EU sind jedoch im Durchschnitt nur 57 Prozent des Eisenbahnnetzes elektrifiziert. In den USA sogar nur 1 Prozent. Wie kann da die Bahn klimaneutral in die Zukunft fahren? Stadler Rail hat diesbezüglich neue Massstäbe gesetzt und einen Zug mit Wasserstoffantrieb gebaut. Der erste Zug kommt in der Agglomeration von Los Angeles zum Einsatz. Wie sicher und wie effizient ist dieser Zug? «Einstein» nimmt einen exklusiven Augenschein.
    38 min
  • Nachhaltiger Lifestyle – Wie geht das?
    Wie wirkt sich unser täglicher Lifestyle eigentlich auf die Ressourcen aus? Moderatorin Kathrin Hönegger und Jara Helmi, Host des YouTube-Nachhaltigkeitsformats «CO2ntrol», schauen gemeinsam, welchen Impact etwa unser Umgang mit Mode, Online-Shopping oder Milchersatzprodukte hat.
    Problem «Fast Fashion»
    Die Textilindustrie verursacht mit billiger Mode jedes Jahr riesige Mengen an Treibhausgasen und ein grosser Teil landet innerhalb eines Jahres wieder im Abfall. Wie kann man solcher Verschwendung entgegenwirken?
    Nachhaltig einkaufen?
    Was ist nachhaltiger bezüglich CO2-Ausstoss: Online-Shopping oder normales Einkaufen im Laden? «Einstein» macht einen Vergleich.
    Filme streamen und Milch ersetzen
    Streaming ist kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken. Doch welche Ressourcen sind dazu nötig? Und wie kann man diesen Verbrauch reduzieren? Milchersatzprodukte wie Hafer- oder Sojamilch boomen. Aber sind solche Produkte anstatt Kuhmilch in unserem täglichen Kaffee auch wirklich nachhaltiger?
    37 min
  • Kann die Forschung unser Wasser retten?
    Darf man noch duschen? Noch scheint die Schweiz genügend Wasser zu haben. Doch die Folgen des Klimawandels gehen nicht spurlos am Wasserschloss vorbei. «Einstein» zeigt, wo der Wassermangel die Schweiz trifft und was mögliche Lösungen der Wissenschaft sind.
    35 min

About Einstein

From the publisher's feed

Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Das Wissensmagazin «Einstein» berichtet…