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„Dann stillen wir heute ab.“Franziska steht auf einem Event zwischen Freundin und Kundin, als Dominiks Nachricht kommt: Er übernimmt die Nacht, dann können wir doch heute abstillen. Gut gemeint. Nur wollte sie nicht mit einem High Heel an und der halben Brust schon in der Tür zum letzten Mal gestillt haben. Zwischen Entlastung und Abschied lagen für uns plötzlich zwei ziemlich unterschiedliche Vorstellungen.
Stillen: stolz auf den Körper, trotzdem am Limit
Ein Kind wächst und trinkt dafür nur deine Milch. Für Franziska war das ein unglaubliches Gefühl – und gleichzeitig verbunden mit Schmerzen, einer Brustentzündung und der Angst, nicht genug Milch zu haben. Wir erzählen von den Momenten, in denen sie sich beim Stillen mit Singen beruhigt hat, und von dem Druck, dass es unbedingt funktionieren muss.
Zwei Kinder, zwei unterschiedliche AbschiedeBeim ersten Kind saß Franziska weinend am Tisch: zu wenig Schlaf, ständig gebraucht werden, es ging nicht mehr. Trotzdem brauchte die Entscheidung noch Zeit. Beim zweiten Kind wurde das Stillen immer weniger, bis es irgendwann vorbei war. Einmal bewusst Abschied nehmen, einmal erst hinterher merken, dass etwas zu Ende gegangen ist.
Keine Ausrede mehr – aber auch nicht mehr „nur ich“Nach dem Abstillen kann Dominik beim Beruhigen dasselbe tun wie Franziska. Das bringt Freiheit und mehr geteilte Verantwortung. Gleichzeitig verschwindet etwas Exklusives: Diese eine Form von Nähe konnte vorher nur sie geben. Und wenn ein Kind plötzlich nach Papa fragt, kann man sich darüber freuen und trotzdem einen kleinen Pieks im Herzen spüren.
Nähe wollen und trotzdem keine mehr ertragen
Franziska möchte Dominik nah sein. Aber nach einem Tag mit ständigem Körperkontakt sagt ihr Körper manchmal einfach Nein. Wir sprechen darüber, wie sie dieses Overtouched-Gefühl erlebt hat und was sich nach dem Abstillen für unsere Intimität verändert. Und darüber, dass Paarzeit erst mal ganz unspektakulär anfangen könnte: Oma anrufen. Ins Kino gehen.
Themen dieser Episode- Stillen als besondere Nähe und körperliche Belastung
- Der Druck, das eigene Kind versorgen zu können
- Flasche geben als Dominiks „kleines Stillen“
- Abstillen aus eigener Entscheidung oder auf Initiative des Kindes
- Erleichterung und der Verlust exklusiver Nähe
- Mehr Verantwortung für Papa
- Overtouched sein und wieder Raum für Paarsein haben
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