Endlich-Montag! - Jobsuche & Karriere

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Endlich-Montag! - Jobsuche & Karriere episodes

  • Heiko heute: Was sich in den 10 Jahren seit der ersten Folge geändert hat

    Hoppla! Nach 6 Jahren kommt eine neue Podcast-Folge vom Jobsucher-Podcast! Der alte Holzmichel lebt anscheinend noch. Was ist da los? Geht es wieder los? Nein. Neue Interviews aufzunehmen ist (zur Zeit noch) nicht geplant. Der Grund, dass Du wieder von mir hörst, ist ein anderer: 10 Jahre sind inzwischen vergangen, seit ich die erste Episode dieses Podcasts veröffentlicht habe 😳 und in dieser Zeit ist verdammt viel passiert. Meine Meinung und meine Sicht auf bestimmte Themen, die ich früher unterstützt habe, hat sich geändert. Wer heute meinen Podcast hört, der bekommt einen bestimmten Eindruck von mir und weil der so nicht mehr stimmt, kommt hier ein kleines Update.

    Wir springen 10 bis 20 Jahre zurück in der Zeit ➡️ Heiko ist begeistert von links-grünen Themen! Ehrenamtliche Mitarbeit beim Klimatisch, ein Workshop für die Grüne Jugend, auch in seiner journalistischen Tätigkeit ist er voll auf Linie und unterstützt die Zeichen der Zeit. Er hat Flyer für die SPD gemacht. (Wie peinlich!)  Selbstverständlich will er rot-grüne Themen auch unterstützen, indem er Jobsuchern durch die Interviews Tipps gibt, wie sie im „grünen Bereich“ Fuß fassen können. Seine Interessen und Werte auch beruflich umzusetzen – weil das zu persönlicher Zufriedenheit im Job führt –  das ist der Kern der Life/Work Planning Methode (L/WP) mit der ich nach wie vor arbeite.

    Wir wandern etwas weiter vor in der Zeit in das Jahr 2020 ➡️ Den Umgang mit Menschen, die beim Thema corona (ich weigere mich, das groß zu schreiben) nicht zu 100 % auf Linie sind, kann man nur als barbarisch und unmenschlich bezeichnen. Vorsichtig ausgedrückt. Ich verliere mein Vertrauen in die oligarchische Einheitspartei „BündnisSPDdieGrünenCDU“. Nein, das ist nicht ganz korrekt: Ich verliere mein Vertrauen in die gesamte Politik! Ganz egal, welche Partei. Damit versaut man sich nur den Endlich Mon-/Tag. 😉 (Falls es irgendwann mal wieder eine politische Mitte geben sollte, dann gucke ich mir das – vielleicht – noch mal an.) Die größte Kraft des Virus, das meine Meinung so sehr verändert hat, war und ist Spaltung. Bis heute anhaltende Spaltung. Am Ende des corona-Spaltungsprozesses gibt es nicht nur keine Aufarbeitung, sondern vor allen Dingen die Grünen legen unter anderem mit dem Heizgesetz noch mal ordentlich nach.

    Wir kommen an im Heute ➡️ Ich sehe mich seit 6 Jahren außer Stande, das zu unterstützen, was mir früher mal wichtig war. Punkt. Das Beste, was ich anbieten kann, ist mich aus politischen Themen raus zu halten. Heute würde ich bestimmte Interviews nicht mehr führen / veröffentlichen, weil ich mich damit auf politisches Terrain begebe und das will ich nicht mehr. Manche der alten Folgen habe ich gelöscht, aber nicht alle.

    Du fragst Dich, warum ich dann diesen Podcast mache? Das ist ganz einfach: Ich merke, dass Leute zu mir kommen, die woanders vielleicht besser aufgehoben wären. Und ich möchte das die Leute, die ich (im unterbewussten Bauchgefühl) politisch vielleicht abgeschreckt habe, zum Hörer greifen und sich bei mir melden. 😉 Ich bin nicht im Mainstream und wenn ich da so aus heutiger Sicht drauf gucke, dann war ich das mit meiner Jobsuch-Methode sowieso noch nie.

    Du bist nicht zu 100 % im Mainstream? Hast Dich damals nicht (zig mal) impfen lassen? Hast keine Maske getragen? Dann kann ich Dir sagen, dass es in meinem Büro zu keinem Zeitpunkt Impfkontrollen, Tests oder Maskenpflicht gab. Du heizt Deinen Altbau noch mit Öl oder Gas und fährst einen Verbrenner? Du findest manche Dinge die gerade passieren gut, andere aber nicht? Und vor allen Dingen kannst Du Wörter wie „Klima“, „Virus“, „Nachhaltigkeit“ 😖 und all die anderen Buzzwords und Panik-/Nachrichten schon lange nicht mehr hören? Weil es einfach nur noch nervt? Deswegen möchtest Du auf Dein Leben gucken und nicht auf das, was Du dem gesellschaftlichen Druck zu Folge zu tun und zu lassen hast? Dann bist Du bei mir goldrichtig!

    Sei Dir sicher, dass meine Tür für Dich offen steht!

    In diesem Sinne: Heiter weiter!

    10 min
  • Neuer Jobsucher-Podcast ist online
    Du vermisst den Jobsucher-Podcast? Dann habe ich vielleicht gute Nachrichten für Dich! 😃 Jedenfalls wenn Du mit dem Gedanken spielst, in die Niederlande auszuwandern. Oder wenn Du in Grenznähe wohnst und ins benachbarte Holland zur Arbeit pendeln möchtest.
    In beiden Fällen solltest Du meinen englischsprachigen Krautworking NL Podcast, der am 16. September online gegangen ist, nicht verpassen! Die Links zur deutschen und englischen Startepisode, in der ich Dir genau erzähle worum es geht, findest Du hier in den Shownotes.
    Ich würde mich freuen, wenn Du wieder dabei bist. 👍 Vielleicht sogar dann, wenn Du gar nicht auswandern möchtest. Denn es geht in gewohnt unterhaltsamer Art und Weise weiter und es sind bestimmt regelmäßig Inhalte dabei, die Du auf eine Jobsuche in Deutschland übertragen kannst. Hör einfach mal rein und genieß die Show! 😉
    In diesem Sinne verbleibe ich wie immer mit: Heiter weiter! 😃
    4 min
  • Mein neuer Humor Podcast ist online
    Ja, da staunst Du, dass von mir doch noch eine Podcast-Episode kommt. ;-) Ich melde mich auch nur ganz kurz, um Dir zu sagen, dass mein neuer Business-Lemonade Humor Podcast jetzt schon online ist. Angekündigt war der ja erst für Frühling. Jetzt ging es doch etwas schneller, weil ich es selbst ohne Podcast nicht ausgehalten habe. ;-) Den neuen Podcast findest Du da, wo es auch den Jobsucher-Podcast gab. Also bei Spotify, iTunes, podcast.de, Stitcher und TuneIn.
    Alle Infos zum meinem neuen Humor Podcast findest Du auf der dazugehörigen Webseite: www.business-lemonade.com. Da gibt es auch noch mal alle Abo-Möglichkeiten und den Podcast-Feed für Dich.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn Du Lust hast, mich auch weiterhin zu hören. Auch wenn es nicht um die Themen Arbeit und Jobsuche geht. Der neue Podcast wird auch richtig gut. Fest versprochen! Mich jedenfalls hat gleich die erste Folge mit einem Klinikclown schon so richtig geflasht. Hör mal rein! Da geht's nämlich heiter weiter! :-)
    0 min
  • Letzter Jobsucher-Podcast: Ich will Gänsehaut!
    Ich prangere ja immer an, dass das mit der persönlichen Weiterentwicklung auf dem klassischen Bewerbungsweg, eine sehr schwierige Sache ist. Da willst Du was Neues machen, gehörst zu den Glücklichen, die sogar eine Idee haben, was das sein könnte und Dein Gegenüber guckt in Deinen Lebenslauf und denkt: "Davon steht hier nichts. Das kann er also nicht. Den sortiere ich aus." Gesucht wird jemand, der jahrelang etwas bei einem anderen Unternehmen gemacht hat, was er dann im nächsten jahrelang weitermachen darf. Wie langweilig ist das denn?!? Mir ist dieser Aspekt bei der Jobsuche so wichtig, weil ich selbst jemand bin, der sich weiterentwickeln und Neues ausprobieren will. Den Jobsucher-Podcast gibt es heute auf den Tag genau seit vier Jahren. Deswegen erscheint diese Episode, in der ich Dir verkünde, dass es die letzte ist, an einem Donnerstag. Ich finde: Wenn es am schönsten ist, dann soll man aufhören. Das war die schlechte Nachricht. Gute Nachrichten habe ich gleich zwei für Dich: 1. Meine Karriereberatung wird es auch ohne den Jobsucher-Podcast weiterhin geben. Melde Dich nach wie vor gerne, wenn Du Interesse an der Beratung hast. 2. Ich starte in Kürze einen neuen Podcast. Alle Infos dazu findest Du auf www.Business-Lemonade.com. So viel vorab: Es ist ein Podcast, in dem es um das Thema Humor und den professionellen Einsatz von Humor im Business geht. Du siehst schon: Es geht wie immer heiter weiter! :-)
    0 min
  • 30 Minuten über Lügen im Vorstellungsgespräch mit: Rechtsanwalt Martin J. Warm

    Martin J. Warm – Fachanwalt für Steuerrecht und Arbeitsrecht aus Paderborn

    Über das Recht zur Lüge im Vorstellungsgespräch, spreche ich heute mit dem Fachanwalt für Steuer- und Arbeitsrecht Martin J. Warm, aus Paderborn. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass ich bei der Suche im verdeckten Arbeitsmarkt diese Art von Gespräch erst zu einem Zeitpunkt führe, an dem man sich persönlich schon etwas besser kennt und Vertrauen zueinander aufgebaut hat. Denn selbst wenn ich rechtlich sicher mit einer Lüge durchkomme, ist das ja keine gute Basis für die zukünftige Zusammenarbeit. Wenn mir ein Personaler eine nicht zulässige Frage stellt, dann interessiert mich vor allem die Motivation dahinter: Setzt sich jemand bewusst über die Regeln hinweg? Und wenn ja, aus bösen oder guten Gründen? Oder war es einfach Unwissenheit? Ich hätte zum Beispiel nicht gewusst, dass die Frage nach dem bisherigen Gehalt auf der roten Liste steht. Da darfst Du Dir ganz frei von der Leber weg eine Zahl ausdenken, was Du verdient hast. Und das ginge sogar schon im Anschreiben! Ungelogen: Bei dieser Art von Lüge, da gehe sogar ich noch mit. 😉 Die Gehaltsfrage nervt eh wie Sau! Vor allen Dingen, wenn sie nur dazu dient, um schnell aussortieren zu können. Oder wenn ich mit einem Gehaltswunsch zu einem Zeitpunkt ins Blaue schießen soll, an dem ich die Aufgabe noch gar nicht konkret kenne.

    Lüge kann zum Kündigungsgrund werden

    Auf dem klassischen Bewerbungsweg kann das Vorstellungsgespräch zum Katz-und-Maus-Spiel werden, bei dem ich gut aufpassen muss. Denn wenn ich eine zulässige Frage gestellt bekomme und bei der Antwort lüge, dann kann diese Lüge anschließend zum Kündigungsgrund werden.

    Wird mir eine unzulässige Frage gestellt, dann habe ich mir am besten vorher überlegt, was ich im Fall der Fälle antworte. Denn Zögern, Schweigen oder auch die Wahrheit, kann mich auch den Job kosten.

    Und selbst wenn ich auf eine unzulässige Frage legal mit einer Lüge antworte, bin ich nicht auf der sicheren Seite. Wegen der Lüge kann mir der Arbeitgeber dann zwar nichts anhaben, aber er kann mir andere Päckchen schnüren, um mich wieder los zu werden.

    Was genau es mit dem „Päckchen schnüren“ auf sich hat, erfährst Du in dem ersten Podcast, den ich mit Martin im Oktober 2019 aufgenommen habe. Deswegen noch mal mein Rat: Leute kennenlernen, Beziehungen aufbauen, dann erst den Sack zumachen. 😉 Natürlich kannst Du auch auf dem Weg auf die Nase fallen. Das Risiko ist meiner Meinung nach aber deutlich geringer.

    Es gilt §7 des Bundesgleichstellungsgesetz

    Die Grundlage, auf der wir das Vorstellungsgespräch im Interview beleuchten, ist der §7 des Gesetz für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung und in den Unternehmen und Gerichten des Bundes (Bundesgleichstellungsgesetz – BGleiG). Krass sperriger Name, oder? 😉 Dieses Gesetz gilt nicht nur für die Bundesverwaltung und die Gerichte des Bundes, sondern strahlt auch auf andere Arbeitsverhältnisse aus. Es gilt also auch, wenn du nicht im Öffentlichen Dienst beschäftigt oder dort gerade in einem Bewerbungsprozess bist.

    Verbotene Fragen im Vorstellungsgespräch

    Heiko und Martin: Dieses Mal haben wir uns bei Skype getroffen.

    Fragen zu folgenden Themen sind im Vorstellungsgespräch verboten und dürfen vom Kandidaten mit einer Lüge beantwortet werden:

    • Schwangerschaft
    • Eheschließung
    • Familienplanung
    • Gewerkschaftszugehörigkeit
    • Konfessionszugehörigkeit
    • Parteizugehörigkeit
    • Gehalt
    • Wichtig ist, dass Du Dir vorher Gedanken machst, welche verbotenen Fragen kommen könnten (siehe oben) und wie Du Dich dazu äußern willst. Zögern oder schweigen kann wie gesagt schlecht sein. Eine Lüge magst Du Dir vielleicht vorher zurechtlegen und ein paar mal aufsagen, damit sie flüssig über die Zunge geht und Du nicht rot wirst. Du könntest es auch auf die humorvolle Tour versuchen: „Schwanger? Ich? Wie soll das gehen? Mein Freund und ich sind katholisch und nicht verheiratet!“ 😉

      Erlaubte Fragen im Vorstellungsgespräch

      Gesundheitsfragen sind im Vorstellungsgespräch erlaubt, wenn sie das Arbeitsverhältnis an sich betreffen. Also immer dann, wenn der Arbeitgeber herausfinden möchte, ob die Ausübung der Tätigkeit auf Dauer eingeschränkt ist. Ein Beispiel dafür ist ein Stotterer, der sich auf eine Stelle im Callcenter bewirbt. Den darf ich fragen, ob er aufgrund von Aufregung nur in im Vorstellungsgespräch stottert oder auch sonst immer. Ehrlich zu antworten wäre in dem Fall Pflicht. Wobei es eine gute Idee sein kann, es einfach mal eine Probezeit lang miteinander zu versuchen, wenn sonst alles passt und man sich mag. 😉

      Ehrlich sein sollte auch ein Kandidat mit Vorstrafe, der sich auf eine Stelle als Kassierer bewirbt. Oder ein Kraftfahrer, der Vorstrafen im Bereich der Straßenverkehrsordnung hat. Wenn der Räuber aber nicht kassieren, sondern in der Bank nur Fenster putzen will und der vorbestrafte Kraftfahrer nicht auf den Bock, sondern ins Marketing möchte, dann tun die Vorstrafen nichts zur Sache! Auch die Reinigungskraft in der katholischen Kirche, darf Atheistin oder Buddhistin sein und dürfte – falls sie verbotener Weise nach ihrer Konfession gefragt würde – lügen und behaupten, sie sei überzeugte Katholikin.

      Unzulässige Fragen in sozialen Netzwerken recherchieren

      Du siehst schon: Das ist eine ganz schön komplizierte Kiste. Und wenn Du Dir ein wunderschönes Geflecht aus legalen Lügen zurecht gelegt hast, bist Du auch nicht auf der sicheren Seite. Arbeitgeber können sich die Antworten auf die unzulässigen Fragen oft ja ohne großen Aufwand in den sozialen Netzwerken zusammensuchen. Ja genau: Da musst Du dann auch noch dran denken und gründlich aufräumen! 😉

      Nicht nur deswegen würde ich ganz persönlich mir keine Lügen überlegen, sondern mir vorher Gedanken machen, wann ich aufstehe und gehe. Denn wenn mir zum Beispiel eine Gewerkschaftszugehörigkeit zum Nachteil ausgelegt werden soll, dann weiß ich, was die Stunde geschlagen hat. Dann brauchen wir nicht weiter zu reden. Ich habe im vergangenen Jahr schlechte Erfahrungen damit gemacht, bei einem potentiellen Kunden aus Höflichkeit bis zum Schluss sitzen zu bleiben. Du kannst aber wegen mir auch gerne brav sitzen bleiben und selbst auf die heiße Herdplatte packen. Nur zu! Das ist eine steile Lernkurve! *lacht* 😉

      Wenn Du Hilfe brauchst …

      Der klassische Bewerbungsweg hat, wie Du siehst, so einiges zu bieten. „Aussagekräftige“ Bewerbungsunterlagen mit Phantasiegehältern und legale Lügen im Vorstellungsgespräch, um nur zwei Beispiele zu nennen. 😉

      Wenn Du darauf keinen Bock hast, dann weißt Du ja, zu wem Du Kontakt aufnehmen kannst. 🙂 Falls Du im offenen Arbeitsmarkt schon unter die Räder gekommen bist, dann kann ich Dir die Kanzlei von Martin J. Warm in Paderborn empfehlen. Zusammen werdet Ihr die passenden Päckchen schnüren. Davon bin ich fest überzeugt! 😉

      In diesem Sinne und ganz egal ob mit Martin oder mir: Immer heiter weiter! 🙂

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      Wenn Du Fragen an mich oder meine Interviewpartner hast, dann hinterlasse einen Kommentar oder schick mir eine Mail.

      38 min
    • 60 Minuten mit: Stefan Freise von code-x aus Paderborn

      Stefan Freise – Geschäftsführer und Inhaber der Internetagentur code-x in Paderborn

      Der Geschäftsführer der code-x Internetagentur in Paderborn, Stefan Freise, ist nicht mehr der Bestimmer für seine Leute. Er ist auch nicht mehr der Regelaufsteller. Der 52-jährige ist der Mentor / Coach eines selbstorganisierten Teams. Vor genau einem Jahr hat Stefan sich auf den Weg gemacht, code-x in eine agile Organisation umzubauen. Im Jahr 2022 soll die Transformation abgeschlossen sein. Im Podcast-Interview sprechen wir übers Scheitern. Über Lernen, das durch Erschrecken und Krisen eingeläutet wird. Darüber, ob es alle Mitarbeiter toll finden, in einem agilen, selbstorganisierten Team zu arbeiten. Und über zwei Dinge, die mich in der zweiten Jahreshälfte sehr beschäftigt haben: Werte und Spaß bei der Arbeit. Ob Du es glaubst, oder nicht: Ich habe in den vergangenen Monaten gleich mehrere Leute getroffen, die mir nachdrücklich erklärten, dass ich Spaß bei der Arbeit vergessen kann. In dem Moment fand ich das gar nicht lustig. Jetzt kann ich nur sagen: Selten so gelacht!!! 😉

      Bei code-x werden eigenständig Entscheidungen getroffen

      New Work, neues Arbeiten, … da findest Du Dich als Mitarbeiter schon mal in einem selbstorganisierten Team wieder. „Was genau ist das eigentlich?“, habe ich Stefan Freise gefragt. Für code-x erklärt er es so:

      • Geschäftsführung oder Vorstand sind nicht Teil eines solchen Teams, weil sie zu dominant wären.
      • Wer im Team ist und wer nicht, bestimmt das Team selbst.
      • Die Methode, mit der Teammitglieder bestimmt werden, wird ebenfalls selbst gewählt.
      • (Es kann zum Beispiel demokratisch abgestimmt werden.)
      • Das Team widmet sich einer Aufgabe, die mit einer gewissen Verbindlichkeit abgeliefert werden muss.
      • Führungskräfte agieren in einer agilen Organisation nicht mehr als Bestimmer, sondern als Mentoren / Coaches, die dem Team dabei helfen, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Im Tagesgeschäft weiß das Team doch sowieso vieles besser, als die Führungskraft, findet Stefan. Das regelmäßige Abliefern von Reports beim Chef, wird damit auch überflüssig. Stefan Freise sieht seine Aufgabe als Geschäftsführer jetzt darin, „dem Team zu helfen, an die eigenen Fähigkeiten zu kommen.“

        Werte müssen zur agilen Organisation passen

        Um die selbstständige Entscheidungsfindung zu ermöglichen und auch zu vereinfachen, ist im ersten Schritt das Wertegerüst des Unternehmens zu klären. Idealerweise werden Werte definiert, die auch zu einer agilen Organisation passen. Kontrolle wäre als Wert eher kontraproduktiv. 😉

        Um an ein Wertegerüst zu kommen, musst Du erstmal wissen, was ein Wert ist. Dann musst Du Dich für bestimmte Werte entscheiden und schließlich eine Definition, die nur wenige Sätze umfasst, dazu aufschreiben. Genau so mache ich das auch in der Karriereberatung. Da merkst Du als einzelne Person schon, dass das mit der Definition schon mal kniffelig werden kann. Eine Einigung auf gemeinsame Werte im Team mit einer gemeinsamen Definition ist laut Stefan Freise sehr sportlich: „Das war ein schlimmer Termin. Wir sind kläglich gescheitert.“ Ich kann’s mir bildlich vorstellen, weil ich gerade ein anderes Team vor Augen habe, mit dem ich gearbeitet habe. 😉 Trotzdem: Dran zu bleiben, hat sich für code-x gelohnt.

        Spaß muss sein!

        Wenn einem in einer solchen Diskussion der Spaß bei der Arbeit verloren geht, dann sollte man darauf achten, dass das nur vorübergehend ist. Der Spaß muss unbedingt wieder kommen, finde ich.

        Auch wenn es da draußen bestimmt viele Menschen gibt, die sagen, dass es keine Arbeit ist, wenn’s Spaß macht. Die sind der Meinung, dass Arbeit weh tun und mühsam sein muss, weil sonst auf der anderen Seite nichts entsteht. Laut dem Geschäftsführer von code-x in Paderborn darf das auch so sein: „Das ist eben ein anderes Wertegerüst.“

        Wir beide finden es dagegen wichtig, zu gucken, wofür ich auf die Welt gekommen bin. Was ist meine Aufgabe im Leben? „Wenn ich die zum Beruf mache und dann auch noch Geld dafür bekomme, dann ist das doch nur fair“, betont Stefan.

        Nach den Erfahrungen, die ich in der zweiten Jahreshälfte 2019 gemacht habe, höre ich gerade Stimmen, die ganz laut sagen: „Das ist alles andere als fair, wenn Du Spaß hast, während alle anderen schuften!“ Gleichzeitig muss ich mir aber wohl keine Sorgen machen, als Ar***loch zu enden, weil mir auch gesagt wurde: „Eine Welt, in der die Leute Spaß bei der Arbeit haben, ist gar nicht real!“

        Das ist starker Tobak! Ich kann’s Dir sagen! 😉 Hinterlass mir gerne einen Kommentar, wie Du das siehst. Ich bin gespannt und lese den dann in meiner Traumwelt. *lacht*

        Und jetzt: Viel Spaß beim Podcast hören! Oder ist der da etwa auch schon verboten oder unrealistisch? 😉

        Wie dem auch sei: Heiter weiter! Ich wünsche Dir frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🙂

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        Wenn Du Fragen an mich oder meine Interviewpartner hast, dann hinterlasse einen Kommentar oder schick mir eine Mail. Auch Themenvorschläge sind jederzeit willkommen.

        0 min
      • 30 Minuten mit: Vanessa Rehder

        Vanessa Rehder – Herzblut-Personalerin auf Jobsuche

        Personaler/innen auf Jobsuche scheint es doch öfter zu geben, als ich dachte. Heute habe ich die 51-jährige Vanessa Rehder zu Gast im Jobsucher-Podcast, die von ihren Erfahrungen als Bewerberin berichtet. Da interessiert mich natürlich brennend, wie sie den Umgang mit ihren Kollegen so erlebt und was sie anders machen wird, wenn sie wieder auf der Personaler-Seite des Schreibtisches sitzt. Eine Schwierigkeit auf dem klassischen Bewerbungsweg ist ja gegenseitiges Misstrauen. Wir sprechen darüber, an welchen Stellen es besonders hakt und wie sich Vertrauen aufbauen lässt.

        Wenige gute und viele bescheiden Erfahrungen gesammelt

        „Candidate Experience“ ist in Zeiten des so genannten Fachkräftemangels ein Buzzword in der HR-Szene. Gemeint sind damit die Erfahrungen, die ein Bewerber während des Einstellungsprozesses mit einem Unternehmen macht. Da die Kandidaten mittlerweile genau so wie Kunden behandelt werden sollen, soll deren „Bewerbungsprozess-Erfahrung“ natürlich auch möglichst angenehm ausfallen. Was nur selten der Fall zu sein scheint. Vanessa Rehder hat als Jobsucherin auf diesem Weg jedenfalls nur wenige gute und sehr viele bescheidene Erfahrungen gesammelt: „Es gibt in vielen Unternehmen also noch sehr viel für mich zu tun.“ Ich drücke ihr fest die Daumen, dass sie richtig was bewegen wird! 🙂

        Offener Arbeitsmarkt: Kann man da überhaupt was machen?

        Als Spezialist für den verdeckten Arbeitsmarkt stelle ich mir natürlich die Frage, was man auf dem klassischen Weg (Anschreiben und Lebenslauf) eigentlich ausrichten kann? Vanessa Rehder hat sich vorgenommen, folgende Punkte anzugehen, wenn sie wieder als Personalerin arbeitet:

        • Sehr viel engeren Kontakt zu Bewerbern halten.
        • Kandidaten, die nicht in Frage kommen, sehr viel schneller absagen. Also mit der Absage nicht zu warten, bis der Arbeitsvertrag von jemand anderem unterschrieben wurde, was in den meisten Fällen das übliche Vorgehen zu sein scheint.
        • Die Führungskraft, die Mitarbeiter für ihren Fachbereich sucht, deutlich voran zu schubsen, einen zügigen Job zu machen.
        • Telefonische Rückfragen vorbereiten

          Für Einbußen bei der Zügigkeit sorgen ja (zumindest gefühlt) schon mal telefonische Rückfragen der Kandidaten. Aus meinen Bekanntenkreis habe ich gehört, dass Personaler da schon mal genervt reagieren. In einem solchen Fall antworte ich immer: „Die haben Dir gerade gesagt, dass Du da nicht arbeiten willst.“ 😉 Das sieht Vanessa Rehder auch so. Anrufe mit Rückfragen müssen drin sein!

          Die Herzblut-Personalerin ruft selbst auch im Unternehmen an und fragt nach. Sie rät aber dazu, einen solchen Anruf vorzubereiten. Sich also nicht einfach nur mal so zu melden und dann zu gucken, was passiert. Sondern: Klare Fragen haben und sich im Vorfeld Gedanken machen, was ich erklärt haben möchte. Bei einem völlig unstrukturierten Anruf, könne ein Personaler laut Vanessa schon mal genervt sein. Zusätzlich zu den vorbereiteten Fragen würde ich persönlich auch gucken, was im Moment des Gesprächs gerade passiert, und dann möglichst darauf eingehen. Mich also nicht fest an einem vorbereiteten Fragenkatalog entlanghangeln, ohne rechts und links zu gucken.

          Was tun bei Fangfragen?

          Meine Bekannte, die bei Rückfragen auf genervte Personaler trifft, hat auch Angst vor Fangfragen. Einmal kurz nicht aufgepasst und *zack*, bist Du raus! Bei Unternehmen, die es nötig haben Fangfragen zu stellen oder die ihre Kandidaten testend in die Ecke zu treiben, solltest Du Dich laut Vanessa Rehder ebenfalls fragen: „Will ich da wirklich hin, wenn ich das Gefühl habe, das es so läuft?“ Wobei Vanessa sich nicht vorstellen kann, dass Firmenvertreter oder Jobsucher ihr Gegenüber bewusst anlügen.

          Die „Verlust-Gefahr“ scheint auch eher auf der Firmenseite zu liegen. Vanessa hat bei ihren telefonischen Rückfragen jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass sie im Gespräch recht häufig herausfindet, dass die ausgeschriebene Stelle für sie gar nicht in Frage kommt: „Dann brauche ich mir die Mühe mit der Bewerbung nicht zu machen.“

          Seid authentisch und offen

          Authentisch und offen sollten sich beide Seiten sich nicht nur bei Telefonaten, sondern im gesamten Bewerbungsprozess geben. Nur so kann’s klappen und mit der angenehmen „Candidate Experience“  und dem Aufbau von Vertrauen was werden.

          Ich finde das schwierig, wenn man bedenkt, wie es auf dem klassischen Bewerbungsweg läuft. Da schickt ein Unbekannter seine Unterlagen, in die nur zwei Minuten rein geguckt wird, um zu entscheiden, ob er eine Absage oder eine Einladung zum Gespräch bekommt. Dann gibt es ein bis zwei Gespräche von in der Regel einer Stunde Dauer. Das ist nicht viel Zeit, um hinter die Fassade zu gucken und Vertrauen aufzubauen.

          Meiner Erfahrung nach ist die Bereitschaft, Aufwand zu betreiben und Zeit zu investieren, auf beiden Seiten nicht besonders hoch. Aus nachvollziehbaren und guten Gründen! Dennoch: Traum-Mitarbeiter und Traumjobs sollen in einem schnellen Standardprozess zusammen finden. Beim Kauf eines Wäschetrockners wird mehr investiert. Käufer suchen in der Regel fünf Stunden, bevor sie ihr Portemonnaie zücken. Das finde ich schon ganz schön krass.

          Hinterlass mir gerne einen Kommentar, wie Du das siehst und wie Deine Candidate Experience so ist. Ich freu‘ mich drauf!

          Bis dahin: Heiter weiter! 🙂

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          Wenn Du Fragen an mich oder meine Interviewpartner hast, dann hinterlasse einen Kommentar oder schick mir eine Mail. Auch Themenvorschläge sind jederzeit willkommen.

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        • 40 Minuten mit: Dirk Linn von p-manent consulting aus Düsseldorf

          Dirk Linn – Gründer und Geschäftsführer bei der p-manent consulting GmbH in Düsseldorf

          Wenn Du von der p-manent consulting GmbH aus Düsseldorf eine Einladung zum Jobinterview bekommst, dann hat der Geschäftsführer Dirk Linn auch das gesamte Team dazu eingeladen. Alle, die Lust haben dabei zu sein, sind da. Das erste, was dann passiert, ist: Das Team stellt sich dem Bewerber vor. Ich weiß nicht, ob die „große Runde“ Dich vielleicht nervös machen würde. Ich finde es super. Ob es mit Deinen zukünftigen Kollegen passt oder nicht, ist am Ende eh kriegsentscheidend. Deswegen rate ich meinen Klienten auch, in Firmen zu gehen und sich den vorhandenen „Haufen“ vorab mal anzuschauen. 😉 Das macht p-manent Dir echt leicht. Auch sonst scheint sich Dirk Linn Mühe mit seinen Leuten zu geben. „Man muss viel investieren, damit man gute Mitarbeiter bekommt“, findet der 54-jährige, der in Paderborn wohnt.

          Nach anfänglicher Skepsis positiv überrascht

          Dirk Linn bei Heiko Link im Podcast … Das sah für mich auf den ersten, schnellen Blick im Internet, nicht so richtig passend aus. Wenn so ein Kontakt aus dem Netzwerk kommt, dann gucke ich natürlich noch mal genauer hin. 😉 Gott sei Dank! Denn diese Episode hat sich echt gelohnt.

          Ich war etwas skeptisch bei jemandem, der ein Beratungshaus für HR Digitalisierung gegründet hat. Der vom Bewerbermanagement über Jobportale, die digitale Mitarbeiterakte, Workflows bis hin zu Weiterbildung und Karriereplanung im Personalbereich munter vor sich hin digitalisiert. Ist ja alles schön und gut. Richtig und wichtig. Aber: Findet auch der Mensch Beachtung? Oder werde ich schnell schnell von Algorithmen, Filtern und Software aus einem Haufen von Bewerbern rausgefiltert und das System guckt nur auf vergangene Stationen im meinem Lebenslauf? Und niemand sieht mein Potential …

          Nach der anfänglichen Skepsis war ich echt überrascht, wie einig wir uns sind. Dirk Linn hat mir teilweise voll aus der Seele gesprochen. Und, das gebe ich zu, zusammengebracht hat uns auch das Digitale! 😉 Denn nach der Empfehlung von Stefan Freise, Dirk zu interviewen, habe ich den p-manent-YouTube-Kanal rauf und runter geguckt. Danach magst Du Dirk Linn dann, oder auch nicht. Das sagt er selbst. Bei mir war’s ersteres. 😉

          Als Elektroingenieur kassierte Dirk Linn nur Absagen

          Dass Dirk ein echter Quereinsteiger ist, wusste ich nach den YouTube-Videos noch nicht. Der Mann hat mal Elektroingenieur gelernt und vor Jahren auch einen entsprechenden Job gesucht. Weil damals eine Saure-Gurken-Zeit für Elektroingenieure war, hat er 80 bis 100 Bewerbungen geschrieben. Ohne Erfolg! Auch wenn’s schon eine Weile her ist: Dirk weiß, wie sich eine Absage anfühlt.

          Wie er sich heute einen Job suchen würde, ist vor diesem Hintergrund natürlich eine spannende Frage. Über Netzwerke, ist die (wenig überraschende) Antwort. Vor allen Dingen auch über Online-Netzwerke im Internet. Die Stellenanzeige in der Zeitung scheidet jedenfalls aus: „Das Internet hat alles verändert. Es geht darum, dass man sich gegenseitig findet.“

          Beim Netzwerken merkst Du, mit welchen Leuten Du gut kannst

          Einen Job finden ist das eine. Einen Traumjob finden, das andere. Dirk findet, dass es mit dem Traumjob am besten klappt, wenn die Anstrengungen nicht so verbissen sind. Mit dem Arbeitsvertrag eines anderen Arbeitgebers in der Tasche zum Vorstellungsgespräch fahren und dann mal ganz unbekümmert an die Sache ran gehen, das hat Dirk Linn selbst erlebt: „Meine innere Haltung war, dass ich nichts verlieren kann.“ So sieht’s aus! Deswegen bin ich ein großer Freund, möglichst vieler „unbekümmerter“ Networking-Gespräche mit Menschen bei potentiellen Arbeitgebern. 😉

          Netzwerken ist laut Dirk Linn eine gute Idee, weil Du dabei merkst, mit welchen Leuten Du gut kannst. Dirk vergleicht das mit einem Spiel auf einem großen Schachbrett: „Du gehst zu den Menschen hin, die dir gut tun. Das passiert beruflich auch.“ Ich vergleiche diese Art der Jobsuche etwas unbekümmerter mit dem Kinderspiel Topfschlagen. 😉 Und meine damit genau dasselbe.

          Dirk Linn kannst Du einfach anrufen

          Überrascht hat Dirk Linn mich auch mit der provokanten Frage: „Was soll beim Bewerbungsprozess denn die Personalabteilung dazwischen?“ Moment mal! Das ist mein Text! 😉 „Wenn ich als Führungskraft jemanden für mein Team suche, dann bin ich auch verantwortlich für einen Mitarbeiter, den ich einstelle. Und nicht der Personaler“, findet der 54-jährige.

          Ich fand es wiederum spannend und auch passend, dass der „Digitalisierer“ Dirk kein Freund davon ist, Menschen über eine Diagnostik bis zum Ende eines Bewerbungsprozesses zu führen. Er sieht es vielmehr so: „Wir müssen miteinander reden. Eine Software kann helfen, aber nicht die finale Entscheidung treffen.“

          Miteinander reden ist bei Dirk ein gutes Stichwort, denn wenn Du gerne bei p-manent Consulting arbeiten möchtest, dann rufst Du einfach bei Dirk Linn an. Er verspricht im Podcast kurze Rückmeldezeiten und hat mir explizit gestattet, in meinem Blogbeitrag seine Handynummer zu veröffentlichen. Du siehst: Der Mann meint das ernst!

          Deswegen bekommst Du als Hörer des „Endlich Montag!“ Jobsucher-Podcast hier die Nummer vom Chef persönlich: 01 78 / 7 62 63 68

          Worauf Dirk achtet, wenn ihn jemand anruft, das verrät er Dir im Podcast. Noch leichter können wir es Dir echt nicht machen. 😉

          In diesem Sinne: Viel Spaß beim Hören, gut aufgepasst und immer heiter weiter! 🙂

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          Wenn Du Fragen an mich oder meine Interviewpartner hast, dann hinterlasse einen Kommentar oder schick mir eine Mail. Auch Themenvorschläge sind jederzeit willkommen.

          0 min
        • 45 Minuten mit: Katharina Nolden

          Katharina Nolden – Referentin strategisches Recruiting, Diplom-Pädagogin, Coach der Wirtschaft, Scrum Master, Personalauswahl- und entwicklung

          Eine Personalerin, die arbeitslos war und bereit ist, von ihrer eigenen Jobsuche zu berichten, treffe ich auch nicht alle Tage. Noch spannender wird die Sache, wenn diese Personalerin keinen Bock mehr auf die Jobsuche mit Bewerbungen hat. Denn Bewerbungsunterlagen haben, so sagt sie mir im Interview, wissenschaftlich gesehen überhaupt keine Aussagekraft. #Daumenhoch Deswegen möchte Katharina Nolden den Recruitingprozess re­vo­lu­ti­o­nie­ren. Mit der 37-jährigen aus Langenhagen bei Hannover spreche ich im Jobsucher-Podcast über falsche Annahmen und echte Träume. Und über gut gemeinte Tipps, die man bei der Jobsuche nicht hören möchte.

          Leider falsch: Du musst nur gut und lange genug bloggen

          „Wenn ich einen tollen Blog zur Personalarbeit schreibe und fleißig dabei bleibe, dann werden Menschen in Unternehmen auf mich aufmerksam. Dann wird man mich über kurz oder lang ansprechen und mir einen Job anbieten“, dachte Katharina Nolden. Gut gedacht. Logisch nachvollziehbar. Leider falsch. Sagt sie selbst.

          Meine ganz persönliche Erfahrung damit ist, dass man das Internet wunderbar nutzen kann, um Schritte im echten Leben zu vermeiden. Warum selbst suchen, wenn ich auch gefunden werden kann? Warum mich auf die Socken machen und Menschen ansprechen, wenn die Reichweite im Netz den Spieß irgendwann (bestimmt) umdreht? Zu Hause in meiner Komfortzone, da fühle ich mich eben am wohlsten. Das erinnert mich ein bisschen an Bewerbungen schreiben. Da schicke ich was weg und warte dann auf Antwort. Okay: Wenn’s draußen regnet, werde ich nicht nass. Dann hätten wir das ja geklärt! 😉

          Blog als Schlüssel zur Jobsuche

          Natürlich werde ich auch gerne angesprochen. Das schmeichelt mir und ist ja auch so schön leicht. Mein Eindruck ist allerdings, dass ich schneller vom Weg abkomme, wenn ich nicht der aktive Part bin. Da muss man ein bisschen auf der Hut sein. Es braucht einen guten Mix.

          Für Katharina Nolden war ihr Blog, auch wenn der Job darüber nicht kam, trotzdem der Schlüssel zur Jobsuche: „Es war der Anfang davon, mit meinem Netzwerk und meinen Kompetenzen sichtbar zu sein.“ Den Sack zu gemacht, hat Katharina dann im echten Leben, wo sie mit einer Mischung aus Life/Work Planning (L/WP) und Working Out Loud (WOL) unterwegs ist.

          Je klarer das Ziel, desto mehr Absagen

          Was die Zielerreichung betrifft, hat Katharina Nolden im Interview einen wirklich sehr schönen Satz gesagt: „Je klarer ich mein Ziel habe, umso mehr Absagen bekomme ich.“ Und, ganz ehrlich, diese Absagen können einen zutiefst verunsichern und unglaublich zweifeln lassen. Wenn Dein Umfeld davon Wind bekommt, dann wird es noch schlimmer. Das erklärt Dir mit sehr guten Argumenten sozusagen im Chor, dass Dein Ziel völlig unrealistisch und unerreichbar ist. Und wahrscheinlich hält Dich der eine oder die andere auch noch für total bekloppt. Das spüre ich gerade bei Projekten, die ich selbst am Start habe. Und das obwohl ich schon mehrfach Ziele erreicht habe, die ich selbst mir vorher im Traum nicht hätte vorstellen können. Deswegen mein Tipp: Beschränke Dich um Gottes Willen nicht auf das, was Du Dir als Ziel vorstellen kannst! Geh los und staune. 😉

          Katharina sagt, dass die Absagen im Grunde nicht schlimm sind: „Das sind ja alles Sachen, die ich nicht haben will.“ Ja, genau! Die ich sowieso – nicht! – haben will. Das finde ich auch. Nur erklär das mal Deinem Umfeld. Erst recht, wenn Du vielleicht gerade arbeitslos bist und sogar noch die Kühnheit besitzt, Jobangebote abzulehnen. (Auch darüber sprechen wir im Podcast.)

          Überleg Dir, wann Du aufstehst und gehst

          Du merkst schon: Was Du zuweilen brauchst, das ist ein richtig dickes Fell. Da wird’s dann auch bei mir schon mal schwierig mit dem endlich Montag und dem heiter weiter. Auch ohne dass ich einen Job suche, bin ich da selbst gerade ganz gut im Thema. Was soll ich sagen: Das ist im Grunde wie im echten Leben. 😉 Katharina Nolden rät: „Versuch, Dich nicht von anderen beeinflussen zu lassen. Finde zu Dir selbst. Zu dem, was Dir wichtig ist und was Du erreichen möchtest.“ Das kann ich nur unterschreiben.

          An einer anderen Stelle im Podcast sagt Katharina: „Überleg Dir, wann Du aufstehst und gehst.“ Ich finde das passt sehr gut zur Zielverfolgung und zum dicken Fell. Vor gar nicht allzu langer Zeit, habe ich in einer Runde gesessen, wo ich aufstehen und gehen wollte. Ich habe es nicht gemacht, weil ich mit einem Kollegen da war. Der wollte bleiben. Da war ich sicher. Mein ganz persönlicher Tipp für Dich ist: Wenn Du dieses Gefühl hast, dann mach es! Steh auf und geh. Ist besser so. Ich schwöre! 😉 Auch wenn ich beim Schreiben dieser Zeilen gerade lache: Ich meine das todernst! Und dann machst Du ein Selfie mit Mittelfinger oder Becker-Faust oder was auch immer, und das schickst Du mir dann. Herrlich! Es geht schon wieder heiter weiter! 🙂

          Jetzt auch noch Geduld … 😉

          On Top kommt jetzt noch, dass Du die Zielerreichung (egal ob bei der Jobsuche oder bei einem Projekt), langfristig sehen solltest: „Stell die Erwartungshaltung, dass es sofort eintritt, hinten an. Behalte Deine Ziele langfristig im Blick und hab‘ keine Angst, sondern Vertrauen.“ Jetzt brauchst Du auch noch Geduld. Das wird ja immer besser. Aber ich kann Dich beruhigen: Ab jetzt wird es nicht mehr schlimmer. Wir sind für heute durch. 😉

          Damit Dein Fell nicht ganz so dick werden muss, wäre mein abschließender Tipp noch, dass Du Dir ein passendes Umfeld suchst. Eins mit Leuten, die so bekloppt sind wie Du *grinst* und die Dich unterstützen. Klares Ziel hin oder her. Das kannst Du unter anderem mit Life/Work Planning Info-Gesprächen machen. Und wie mir scheint, ist Working Out Loud da eine gute Ergänzung. Ich habe jetzt so oft davon gehört. Ich muss mich damit echt mal näher befassen.

          Links: Blogbeiträge zur Jobsuche von Katharina Nolden

          Wie Du siehst, ist das bei mir heute ein recht persönlicher Blogbeitrag geworden. In diesem Jahr habe ich viel ausprobiert und auch viel gelernt. Das hat sich auch auf meinen Podcast ausgewirkt und diese Episode mit Katharina Nolden passte da gerade echt gut rein. Ich frage mich, ob ich das öfter so machen möchte …

          Wenn Du noch mehr persönliche Blogbeiträge lesen möchtest, dann schau mal im Blog „Arbeitswelt gestalten“ von Katharina vorbei. Wie im Podcast versprochen kommen hier in den Shownotes die Links zu Katharinas beiden Beiträgen zu Ihrer Jobsuche:

          • Meine berufliche Neuorientierung – ein Rückblick
          • Von der Perfektionistin zur Pionierin
          • Und egal, was Du liest oder hörst oder was kommt: Immer heiter weiter! 🙂

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            Wenn Du Fragen an mich oder meine Interviewpartner hast, dann hinterlasse einen Kommentar oder schick mir eine Mail. Auch Themenvorschläge sind jederzeit willkommen.

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          • 60 Minuten mit dem: Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Martin J. Warm - Teil 2

            Martin J. Warm – Rechtsanwalt für Arbeitsrecht und Steuerrecht aus Paderborn

            Um Emotionen geht es im zweiten Teil meines Jobsucher-Podcasts mit dem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht, Martin J. Warm, aus Paderborn. An Emotionen kommt man ja im Streitfall nicht wirklich vorbei. 😉 Wichtig ist, wie immer, die Zielsetzung: Möchte ich die Lage beruhigen oder vielleicht sogar mit Absicht hochkochen? Interessanterweise geht Letzteres nicht nur mit einem zünftigen Wutausbruch, sondern auch mit Ruhe und Gelassenheit. Wie das geht und was Martin in seiner Berufspraxis sonst noch so alles erlebt hat – und da waren echt schräge Fälle dabei – erzählt er Dir im Interview.

            Manchmal ist es gut, wenn es richtig kracht!

            Ruhig bleiben. Aufpassen, dass ich jetzt bloß nicht das sage, was ich wirklich denke. Meine nächsten Schritte besser fünf Mal überdenken, um die Lage nicht zu verschlimmern. Dieses Vorgehen klingt nach einem guten Plan und scheint laut dem 52-jährigen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht für gebildete Menschen typisch zu sein: „Je höher die Bildungsgrade sind, umso komplizierter können die Fälle werden.“

            Menschen die nicht so vergeistigt sind, bringen dagegen manchmal mit klaren Worten richtig viel Staub in eine Situation. Der setzt sich laut Martin dann wieder. Anschließend geht es zwischen den Beteiligten ganz normal weiter. Martin J. Warm findet, dass das der bessere Weg sein kann: „Deswegen ist es im Arbeitsrecht manchmal gut, wenn es richtig kracht.“

            Die geradlinige Fraktion haut ihren Standpunkt raus und sagt damit: „Hopp oder Top!“ Diejenigen, die ihr Handeln mehrfach überdenken und viel abwägen sagen: „Ein bisschen Hopp, ein bisschen Top, aber am liebsten würde ich ja vielleicht …“. Bei diesem Vorgehen, kann die Zielsetzung verloren gehen.

            Deswegen solltest Du Dich im Streitfall fragen:

            • Was ist mein Ziel?
            • Wie setze ich Emotionen ein?
            • Was kann ich dann damit erreichen?
            • So ein Mist: Wir gewinnen!!!

              Zielsetzung ist ein Thema, das sich durch den ganzen Podcast zieht. Übrigens nicht nur in Rechtsfragen, sondern auch bei der Jobsuche. 😉

              Es soll Arbeitnehmer geben, die bei einer Kündigungsschutzklage vor Gericht ganz schön ins Schwitzen kommen, wenn sie Recht bekommen. Denn wenn es ihnen in Wahrheit nur um eine ordentliche Abfindung geht, dann ist es ziemlich blöd, wenn der Arbeitgeber plötzlich sagt: „Okay. Die Kündigung ist ungültig. Sie können Morgen wieder zur Arbeit kommen.“

              Für einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht ist es laut Martin J. Warm spannend, mit der Zielsetzung zu spielen. Übrigens ganz unabhängig davon, ob er gerade einen Arbeitnehmer oder einen Arbeitgeber vertritt. Also: Aufgepasst bei der Zielsetzung! 😉

              Unangenehm, aber wenigstens vertraut!

              Wo ich ja immer noch nicht ganz von runter komme, ist diese „Päckchen schnürerei“. Muss ich mir das bieten lassen? Ich mein: Da ist es als Arbeitnehmer doch besser, wenn man geht. Gerade jetzt, in diesen goldenen Zeiten am Arbeitsmarkt. Martin meint: „Trotzdem haben Arbeitnehmer Angst davor, zu wechseln, weil sie dann das Vertraute – auch wenn es unangenehm ist – verlassen müssen.“ Stimmt. Das ist mir auch schon aufgefallen.

              Also bleibe ich lieber, beziehungsweise komme ich zurück. Zurück kommen passt gut zu einer Hörerfrage, die ich in diese Episode mitgenommen habe: „Soll ich mich bei einem Burnout auf eine Wiedereingliederung einlassen, oder lieber nicht? Weil die für den Arbeitgeber ohnehin nur dazu dient, meine wunden Punkte herauszufinden und die Waffen zu schärfen …“

              Eine generelle Antwort gibt es da wohl nicht. Mein Hörer hat das „Waffen schärfen“ erlebt. Martin J. Warm in einem noch recht aktuellen Fall einen Arbeitgeber, der sich wirklich große Mühe gegeben hat, den Mitarbeiter wieder in das Berufsleben zurückzuholen. Ganz ehrlich und ernst gemeint.

              Am Ende ist es eine Frage des Vertrauens und immer eine individuelle Entscheidung im Einzelfall. Bei der man schon mal genau hinschauen muss …

              Redeverbot beim Chef

              Ich finde ja, dass miteinander reden meistens eine sehr gute Idee ist. Nicht machen sollte man es, wie ein Chef in Martins schrägstem Fall. Der hatte sich über mehrere Gerichtstermine hinweg bemüht, einen Mitarbeiter los zu werden, was ihm aber nicht gelang. Am Ende hat er besagtem Mitarbeiter ein Verbot erteilt, mit ihm zu reden und rannte fortan mit einem Schild um den Hals herum, auf dem stand: „Nicht ansprechen!“ So kann ein Streit dann auch über die leisen, bzw. gar nicht vorhandenen, Töne eskalieren. 😉

              Martin J. Warm aus Paderborn und auch mich darfst und sollst Du bei Rechtsfragen / Jobfragen gerne ansprechen! Bitte nicht schüchtern sein. Du hast ja gehört: Wir sind beide echt richtig nett, wie wir uns gegenseitig bestätigen! 😉 *lacht*

              Kontakt zum Rechtsanwalt für Arbeitsrecht

              Martin macht, wie beim ersten Teil schon gesagt, alles außer Blech und Liebe. 😉 Seine Kontaktdaten findest Du auf der Homepage seiner Kanzlei.

              Meine Kontaktdaten findest Du hier. Du darfst auch gerne anrufen. In diesem Sinne: Heiter weiter! 🙂

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