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Über Nolans Verfilmung der „Odyssee“ wurde viel gestritten: Der Blockbuster zum Gründungsmythos der bürgerlichen Gesellschaft galt als wahlweise zu „woke“, zu weit weg vom Text, als Spiegel eines dahinscheidenden Liberalismus oder einfach nur als „krasser“ Film. Aber wie und vor allem warum kritisiert man eigentlich ein solches Machwerk?
Wir sind mit der nötigen Verspätung einer guten Analyse noch einmal mit Nolan auf Irrfahrt gegangen und erkunden, welche Geschichte uns hier eigentlich erzählt wird. Am Ende dieser Reise steht die Vermutung, dass das tiefsinnige Herumdeuten im pseudointellektuellen Blockbusterkino selbst schon Ideologie ist.
„Wir schauen nur aber sehen nicht!“ – so beendet Wolfgang M. Schmitt, marxistisch-sozialistischer Filmkritiker bei YouTube, jede seiner Filmanalysen. Während er in diesen große Blockbusterproduktionen rezensiert, schauen wir stattdessen auf sein eigenes Format. Was wir sehen, ist das Versprechen von Ideologiekritik, welches in der Konsequenz auf einen ökonomischen Reduktionismus und weitere fragwürdige Inhalte hinausläuft.
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