Klasse Literatur

Ep. 5 „Der Dschungel“ von Upton Sinclair


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Mit Matthias Rude

Wie beeinflusst das Leben im Arbeitermilieu das Schreiben? Das lässt sich am Werk des US-amerikanischen Schriftstellers Upton Sinclair gut nachvollziehen. Für seinen Roman „Der Dschungel" (1906) lebte Sinclair unter Arbeiterinnen und Arbeitern in Chicago und arbeitete zeitweise selbst in den Fabriken der Fleischindustrie. Die Geschichte des litauischen Einwanderers Jurgis Rudkus und seiner Familie entlarvt den „American Dream": Sie erleben grausame Arbeitsbedingungen und die Verdinglichung von Lebewesen. Einen Ausweg deutet Sinclair im Sozialismus an. Gerade aufgrund seines investigativen und dokumentarischen Charakters ist der Text auch nach über 120 Jahren noch aktuell.

In dieser Folge spreche ich mit dem Autor und Journalisten Matthias Rude über die revolutionären Potenziale einer Literatur an der Schwelle zwischen Erzählung und Bericht. Warum vergleicht Sinclair Chicago mit einem Dschungel? Wie lockt und betrügt der „amerikanische Traum" Menschen in ihrem Wunsch nach einem besseren Leben? Was zeichnet die sogenannte Muckraker-Bewegung aus? Und welche Stärken hat ein Roman im Vergleich zu einer Reportage?

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Klasse LiteraturBy Mesut Bayraktar