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Dein Pferd schnappt nach dir, sobald du dich in die Bodenarbeitsposition begibst? Vielleicht besonders beim Stellen, Biegen oder bei Seitengängen?
Dann hast du möglicherweise schon gehört, dass dein Pferd frech ist, Grenzen testet oder mehr Respekt lernen muss. Aber was, wenn wir mit dieser Erklärung am eigentlichen Problem vorbeigehen?
In dieser Folge von Equidemia Insights – Pferdetraining neu denken sprechen wir darüber, warum Pferde bei der Bodenarbeit schnappen, was körperliche Beschwerden damit zu tun haben können und wie Lernerfahrungen unsere gemeinsame Arbeit beeinflussen.
Kurz & knapp
Warum schnappt mein Pferd bei der Bodenarbeit?
Schnappen ist Kommunikation. Dahinter können körperliches Unbehagen (zum Beispiel im Rücken, im Magen oder am Hals), Unsicherheit durch die ungewohnte Position des Menschen vor dem Pferdekopf oder gelernte Erwartungen an bestimmte Übungen stecken. „Frech“ oder „dominant“ erklärt das Verhalten selten.
Ist Schnappen immer ein Zeichen für Schmerz?
Nein, aber Schmerz kann dahinterstecken. Ein einzelnes Verhalten erlaubt keine Diagnose. Zeigt dein Pferd wiederholt Abwehrverhalten, gehört das tierärztlich abgeklärt.
Was kann ich konkret tun?
Erst beobachten, dann interpretieren: Wann, auf welcher Seite, in welcher Position und bei welcher Übung schnappt dein Pferd? Oft helfen schon ein halber Schritt Abstand, eine andere Führposition oder ein angepasstes Tempo.
Du erfährst:
Unser wichtigster Gedanke: Ein Verhalten zu unterdrücken ist nicht dasselbe, wie seine Ursache zu verändern.
Wissenschaft & weiterführende Literatur
Wichtig: Ein einzelnes Verhalten erlaubt keine zuverlässige Schmerzdiagnose. Wenn dein Pferd wiederholt Abwehrverhalten zeigt, neue Bewegungseinschränkungen entwickelt oder Schmerzen vermutet werden, sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.
Weiterhören: Folge 130 „Dein Pferd testet dich nicht“: https://equidemiainsights.podigee.io/130-dein-pferd-testet-dich-nicht
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Ein Pferd stößt sich beim Rausführen aus dem Paddock am E-Zaun, erschrickt und rempelt seine Besitzerin an. Ihr Fazit: „Der ist dominant.“
In dieser Folge von Equidemia Insights – Pferdetraining neu denken erzähle ich, warum Pferde uns nicht testen, warum Dominanz hier die falsche Brille ist und warum der Weg zurück zu Vertrauen manchmal bei der Stressschwelle des Menschen beginnt.
Kurz & knapp
Testet mich mein Pferd?
Nein. Wenn ein Pferd erschrickt und dabei rempelt, ist das eine Schreckreaktion und kein geplanter Test. In solchen Momenten handelt ein Pferd aus Angst, nicht aus Kalkül.
Was bedeutet Rangordnung bei Pferden?
Rangordnung regelt vor allem den Zugang zu Ressourcen wie Futter, Wasser oder dem besten Platz. Mit uns Menschen am Strick hat sie wenig zu tun, und der Ranghöchste ist nicht automatisch der, der vorangeht.
Wie baue ich nach einem Schreckmoment wieder Vertrauen auf?
Unter der Stressschwelle bleiben, die des Pferdes und deine eigene. Ruhige, vertraute Pferde als Unterstützung nutzen, putzen und kraulen und klein anfangen.
In dieser Folge:
Quellen
Weiterhören: Mehr zur Dominanztheorie in Folge 129 „Die Pferdigkeit des Pferdes“: https://equidemiainsights.podigee.io/129-die-pferdigkeit-des-pferdes
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In dieser Folge von Equidemia Insights – Pferdetraining neu denken spreche ich darüber, warum ich Pferde nicht über ihre Disziplin, ihr Verhalten oder unsere Trainingsziele definieren möchte. Im Mittelpunkt stehen ihre Biologie, ihre Wahrnehmung und ihre artspezifischen Bedürfnisse. Die zentrale Frage lautet: Was erlebt das Pferd eigentlich wirklich?
Ich verbinde die Konzepte Teleonomie, Allostase und Homöostase sowie Schmerz und Stress und zeige, warum äußere Ruhe oder angepasstes Verhalten nicht automatisch Wohlbefinden bedeuten.
Kurz & knapp
Was ist die Pferdigkeit des Pferdes?
Gemeint ist das, was ein Pferd als Pferd ausmacht: seine Biologie, seine Wahrnehmung und seine artspezifischen Bedürfnisse. Zucht, Domestikation und Training heben diese Bedürfnisse nicht auf.
Was hat Teleonomie mit Pferdetraining zu tun?
Teleonomie beschreibt das artspezifische Verhalten, das sich im Laufe der Evolution entwickelt hat. Ob ein Pferd es ausleben kann, hängt von seiner Umwelt und seinen Handlungsspielräumen ab, und genau die gestalten wir im Alltag und im Training mit.
Ist ein braves Pferd ein zufriedenes Pferd?
Nicht unbedingt. Compliance und äußere Ruhe sind keine verlässlichen Belege für geringe Belastung. Viele kleine Belastungen können sich summieren, und Anpassung hat ihren Preis.
In dieser Folge:
Weiterhören: Wie das im Alltag aussieht, hörst du in Folge 130 „Dein Pferd testet dich nicht“: https://equidemiainsights.podigee.io/130-dein-pferd-testet-dich-nicht
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Warum verändert sich der Umgang mit Pferden so langsam, obwohl wir heute viel mehr über Verhalten, Lernen und Wohlbefinden wissen? In dieser Folge von Equidemia Insights – Pferdetraining neu denken spricht Celina Skogan mit Lisa Ashton über die Lücke zwischen Wissen und Praxis – und darüber, was nötig ist, damit neue Erkenntnisse im Alltag ankommen.
Lisa stellt ihr Modell aus Mindset, Skillset und Systemen vor und erklärt, wie persönliche Überzeugungen, praktische Fähigkeiten und die Bedingungen in Reitschulen Veränderung beeinflussen. Gemeinsam sprechen Celina und Lisa darüber, wie Pferdeverhalten als Information verstanden werden kann, warum Pferde als Mitgestalter des Lernens gelten sollten und wie kleine Veränderungen im Stallalltag positive Auswirkungen haben können.
Kurz & knapp
Warum verändert sich der Umgang mit Pferden so langsam?
Wissen allein verändert noch kein Handeln. Lisa Ashton beschreibt drei Ebenen, die zusammenkommen müssen: Mindset, Skillset und Systeme, also zum Beispiel die Bedingungen in Reitschulen.
Was bedeutet „What is the horse experiencing?“?
Die Frage stellt das Erleben des Pferdes in den Mittelpunkt. Verhaltenssignale werden als Hinweise auf seine Erfahrung gelesen, nicht als Ungehorsam.
In dieser Folge:
ABRS+ in einem Artikel von Lisa Ashton, The Ripple Effect: https://equicoachlife.substack.com/p/the-ripple-effect
Mehr zu Lisa Ashton
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Substack: https://equicoachlife.substack.com
Artikel: Google Scholar
ORCID: https://orcid.org/0009-0005-8713-518X
Weiterhören: Warum es uns so schwerfällt, für unser Tier einzustehen, in Folge 125 mit Kati Westendorf: https://equidemiainsights.podigee.io/125-kati-westendorf-warum-fallt-es-uns-so-schwer-fur-unser-tier-einzustehen
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Nach der Folge über den Kurs des Grauens habt ihr mir so viel geschrieben – und fast alle mit derselben Botschaft: Ich bin unsicher. In dieser Folge von Equidemia Insights – Pferdetraining neu denken schaue ich mit euch in die Studienlage: Warum drei von vier „lahmfreien“ Pferden messbar asymmetrisch laufen, warum statistisch normal nicht biologisch normal ist, warum selbst Profis sich mit dem bloßen Auge oft uneinig sind – und wie dir die Equidemia-Ampel hilft, zu entscheiden: beobachten, trainieren oder abklären.
Kurz & knapp
Ist mein Pferd lahm oder läuft es einfach so?
Viele Pferde, die als lahmfrei gelten, laufen messbar asymmetrisch. In einer schwedischen Studie lagen rund drei von vier Reitpferden über den Asymmetrie-Grenzwerten, obwohl ihre Besitzer sie für lahmfrei hielten.
Erkennen Profis Lahmheit zuverlässig mit bloßem Auge?
Nicht immer. Studien zeigen, dass sich auch Fachleute bei der subjektiven Beurteilung von Lahmheit häufig uneinig sind. Deine Unsicherheit ist also berechtigt.
Was ist die Equidemia-Ampel?
Ein einfaches System mit Grün, Gelb und Rot, das dir hilft zu entscheiden, ob du dein Pferd beobachtest, gezielt trainierst oder tierärztlich abklären lässt.
In dieser Folge:
Quellen
Weiterhören: Warum Ganganomalien nicht immer vom Reiter kommen, in Folge 122: https://equidemiainsights.podigee.io/122-sind-ganganomalien-beim-pferd-immer-vom-reiter-ausgelost
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Vor einem Jahr habe ich meinen letzten Live-Kurs gegeben. Das Wochenende, das den Ausschlag gab: von neun Pferden waren fünf schwer krank.
Kein Einzelfall. Eine Studie von Greve & Dyson (2014) fand bei 506 Sportpferden im ganz normalen Training eine Lahmheits- oder Gangabnormalitätsrate von 45,7 % – bei Pferden, die niemand für auffällig hielt. Eine zweite Studie von Dyson & Pollard (2020) untersuchte 60 Reitpferde, deren Besitzer:innen sie als „arbeitet komfortabel“ einschätzten: 73 % davon waren lahm.
In dieser Folge von Equidemia Insights – Pferdetraining neu denken erzähle ich, warum diese Zahlen meinen Blick auf Reitunterricht verändert haben – und warum ich seitdem zwischen drei Verpflichtungen navigiere, die sich gegenseitig widersprechen: dem Kunden gegenüber, dem Pferd gegenüber, und dem Anspruch, dass jedes Pferd ausgebildet werden muss. Keine fertige Lösung, sondern der Anfang eines neuen Gesprächs – über Ganganalyse, Stabilität und was klassisches Training braucht, um wieder auf einem tragfähigen Fundament zu stehen.
Kurz & knapp
Wie viele Reitpferde laufen unerkannt lahm?
Mehr als viele denken. Bei 506 Sportpferden im normalen Training zeigten 45,7 % Lahmheit oder Gangabnormalitäten. Von 60 Pferden, die ihre Besitzer als „arbeitet komfortabel“ einschätzten, waren 73 % lahm.
Warum gibt Celina keine Reitkurse mehr?
Weil sie dabei zwischen drei Verpflichtungen steht, die sich widersprechen: gegenüber den Kund:innen, gegenüber dem Pferd und gegenüber dem Anspruch, dass jedes Pferd ausgebildet werden muss.
Quellen
Weiterhören: Wie du selbst einschätzen kannst, ob dein Pferd lahm ist, in Folge 127 „Lahm oder einfach so? Die Ampel für dein Pferd“: https://equidemiainsights.podigee.io/127-lahm-oder-einfach-so-die-ampel-fur-dein-pferd
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In dieser Folge von Equidemia Insights – Pferdetraining neu denken sprechen Celina Skogan, Anja und Kati über einen Moment, den viele Tierhaltende und Tierprofis kennen: Man merkt, dass etwas nicht stimmt, sagt aber nichts. Im Zentrum steht die Frage, warum wir in stressigen Situationen trotz vorhandener Kompetenz handlungsunfähig werden können und was psychologische Sicherheit, Sozialisation und Machtgefälle damit zu tun haben. Besonders spannend: Anja und Celina erzählen von zwei ähnlichen Erlebnissen mit ihrem Hund beziehungsweise Pferd, während Kati diese psychologisch einordnet und zeigt, warum es sich dabei nicht zwangsläufig um individuelles Versagen handelt, sondern oft um ein komplexes Zusammenspiel von Nervensystem, persönlichen Erfahrungen und sozialen Strukturen.
Kurz & knapp
Warum sagen wir nichts, obwohl wir merken, dass mit unserem Tier etwas nicht stimmt?
In Stresssituationen kann man trotz Kompetenz handlungsunfähig werden. Dahinter steckt meist ein Zusammenspiel aus Nervensystem, persönlichen Erfahrungen, Sozialisation und Machtgefälle, nicht persönliches Versagen.
Was können Profis tun?
Sichere Räume schaffen, in denen Widerspruch möglich ist und Tierhaltende für ihre Tiere einstehen können.
Key topics
Mehr zu Kati Westendorf
Webseite: https://equinality.de
Instagram: https://www.instagram.com/equinality/
Facebook: https://www.facebook.com/EquinalityKW
Mehr zu Anja Nonte
Webseite: https://eure-hundezeit.de
YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=85q_NeaUkjk
Facebook: https://www.facebook.com/people/Eure-Hundezeit/61574316583151/
Weiterhören: Mindset, Skillset und Systeme vertieft in Folge 128 mit Lisa Ashton: https://equidemiainsights.podigee.io/128-lisa-ashton-what-is-the-horse-experiencing
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Der Herbst ist da, der Fellwechsel läuft und viele Pferdebesitzer stellen sich dieselbe Frage: Braucht mein Pferd jetzt ein Blutbild?
In dieser Folge von Equidemia Insights – Pferdetraining neu denken sprechen Celina Skogan und Equidemia-Fütterungsexpertin Kathrin darüber, warum Blutbilder in der Fütterungsberatung oft überschätzt werden und weshalb eine bedarfsgerechte Ration deutlich aussagekräftiger sein kann als einzelne Laborwerte.
Kurz & knapp
Zeigt ein Blutbild, ob mein Pferd richtig versorgt ist?
Nur begrenzt. Blut ist ein Transportmedium und kein Speicherorgan. Normale Blutwerte schließen einen Mangel deshalb nicht aus.
Womit beginnt eine sinnvolle Fütterungsberatung?
Mit der Frage, was überhaupt ins Pferd hineingeht: Heuanalyse, Grundfutter und Gesamtversorgung. Eine Rationsberechnung liefert oft mehr Antworten als ein Blutbild.
Themen der Folge
Die wichtigste Erkenntnis: Das Blut ist die Straße, nicht das Lager.
Bevor wir uns fragen, was im Blut ankommt, sollten wir zuerst verstehen, was überhaupt ins Pferd hineingeht. Deshalb beginnt eine fundierte Fütterungsberatung immer bei der Analyse von Heu, Grundfutter und Gesamtversorgung.
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Ein Philosoph, ein Gartenpark bei Paris und ein Denkfehler, der bis heute in so manchem Stallgespräch mitschwingt: In dieser Folge von Equidemia Insights – Pferdetraining neu denken gehe ich der Frage nach, warum die Wissenschaft Tieren – und damit auch Pferden – jahrhundertelang jedes Innenleben absprach, woher diese Idee eigentlich kam und warum wir uns davon erst seit 2012 offiziell wieder verabschiedet haben.
Mit einem Augenzwinkern, aber ganz ohne Uhrwerk.
Kurz & knapp
Was ist der „kartesische Fehler“?
Die im 17. Jahrhundert entstandene Annahme, Tiere seien reine Automaten ohne eigenes Innenleben – benannt nach dem Philosophen René Descartes.
Haben Pferde ein Bewusstsein?
Nach heutigem wissenschaftlichem Konsens: ja.
Was bedeutet das für mein Pferdetraining?
Verhalten, das wir als „widersetzlich“ oder „stur“ lesen, ist häufig eine Kommunikation des Pferdes über Schmerz, Angst oder Überforderung – kein Defekt, der behoben werden muss.
In dieser Folge
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Eine Hörerfrage, die eine klare Antwort verdient: Nein.
In dieser Folge von Equidemia Insights – Pferdetraining neu denken gehe ich der Frage nach, wie wir Ganganomalien beim Pferd sinnvoll beurteilen können – und warum meine Betrachtung nicht beim Reiter im Sattel beginnt.
Ich schaue zunächst auf die Mechanik, den Bauplan und die Belastbarkeit des Pferdes: auf Wirbelsäule, Becken, Hals, Rumpf und Gliedmaßen, den Muskel- und Faszienstatus sowie mögliche Kompensationsmuster. Dabei spielt auch das Recoil System, also die elastische Funktion von Sehnen und Bändern, eine wichtige Rolle.
Ein weiterer Ausgangspunkt ist für mich die Spinal Engine Theory und damit die Frage, Bewegung vom Rumpf und der Wirbelsäule aus zu denken.
Erst wenn diese Grundlagen betrachtet sind, lassen sich Reiter, Sattel, Hilfsmittel und Training sinnvoll beurteilen. Denn natürlich kann falsches oder missbräuchliches Reiten Schäden verursachen – aber nicht jede Ganganomalie lässt sich damit erklären.
Ich spreche außerdem darüber, welche Rolle Zucht, Management und Training innerhalb oder außerhalb der individuellen Toleranzgrenzen spielen und warum gerade frühe Auffälligkeiten im Bauplan eines Jungpferdes ernst genommen werden sollten.
Mein zentraler Gedanke dabei: Eine gute Pferdebeurteilung beginnt früher als beim Reiter im Sattel. Und wenn wir Pferde wirklich verstehen und nachhaltig trainieren möchten, müssen wir diese Perspektive auch in unsere Zucht- und Managemententscheidungen einbeziehen.
Kurz & knapp
Sind Ganganomalien beim Pferd immer vom Reiter ausgelöst?
Nein. Falsches oder missbräuchliches Reiten kann Schäden verursachen, aber auch Bauplan, Belastbarkeit, Zucht, Management und Training spielen eine Rolle.
Womit beginnt eine gute Beurteilung des Gangbilds?
Mit Mechanik, Bauplan und Belastbarkeit des Pferdes: Wirbelsäule, Becken, Hals, Rumpf, Gliedmaßen, Muskel- und Faszienstatus sowie Kompensationsmuster. Erst danach werden Reiter, Sattel und Training beurteilt.
Quellen
Hinweis zur Evidenzlage: Punkt 1 (Spinal Engine Theory) ist ursprünglich keine pferdespezifische Forschung, sondern allgemeine Wirbeltier-/Humanbiomechanik, im Podcast entsprechend eingeordnet. Punkt 2 (Polypterus-Fischstudie) dient als evolutionsbiologischer Beleg für die Übertragbarkeit des Grundprinzips, nicht als direkte Pferdestudie.
Weiterhören: Wie du Lahmheit im Alltag einschätzt, in Folge 127 „Lahm oder einfach so? Die Ampel für dein Pferd“: https://equidemiainsights.podigee.io/127-lahm-oder-einfach-so-die-ampel-fur-dein-pferd
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