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Gnade mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn!
Geliebte Kinder Gottes in Bitz/Burladingen, aus dem ersten Johannesbrief. Aus dem 3. Kapitel.
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum erkennt uns die Welt nicht; denn sie hat ihn nicht erkannt. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. (1. Johannes 3,1-2)Seht!
Seht, liebe Kinder Gottes in Bitz/Burladingen!
Seht, welche Liebe!
Kann man Liebe denn sehen?
Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht. Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht. Als Kind konnte man das einfach an den Blütenblättern eines Gänseblümchens abzupfen. Mit zunehmendem Alter haben wir alle gelernt, dass das nicht ganz so einfach ist.
Er liebt mich. Er liebt mich nicht. Sie seufzt, als sie überlegt, was aus ihrer Liebe geworden ist. Ein Herz und eine Seele waren sie einst. Zeit für einander, übersprudelnde Gefühle, Zärtlichkeit. Seit langem ist das immer weniger geworden. Sie hat fast das Gefühl, sie ist ihm inzwischen egal. Und die Blicke, mit denen er die andere anschaut, versetzen ihr Stiche ins Herz. "Ich liebe dich", steht auf seiner Geburtstagskarte. Ist das wahr? Oder nur eine Floskel?
Seht, welche Liebe!
Seht, welche Liebe?
Gott liebt mich. Gott liebt mich nicht. Gott liebt mich. Gott liebt mich nicht. Er ist verwirrt. Früher war das alles klar. Ein kindlicher Glaube, der einfach davon ausging, dass Gott immer das Beste mit ihm vorhat. Bis die Mutter krank wurde. Corona. Intensivstation. Dabei hatten sie doch so aufgepasst. Und dann so gebetet. So gehofft und geglaubt. Und dann ist sie trotzdem gestorben. "Gott liebt dich." steht auch auf der Kondolenzkarte. Aber es klingt hohl, mit bitterem Nachgeschmack. Ist das denn so? Ist da überhaupt jemand oben in diesem grauen Himmel? Und wenn ja, denkt er dann wirklich an mich?
Seht, welche Liebe!
Seht, welche Liebe?
Liebe ist doch zunächst einmal nicht sichtbar, nicht greifbar. Ein Konzept, vielleicht. Ein Gedanke. Ein Gefühl, dass sich tief drinnen regt. Die berühmten "Schmetterlinge" im Bauch. Das Herz, das höher schlägt.
All das kann man nicht sehen. Zumindest nicht von außen. Vielleicht am Gesichtsausdruck, an der Gestik, an der Körperhaltung. Das ist dann Interpretationssache. Vielleicht gibt es auch deshalb so oft irgendwelche Missverständnisse, wenn es um Liebe geht.
Liebe kann man nicht sehen. Sie muss erst sichtbar gemacht werden.
Fünf "Sprachen der Liebe" will der bekannte amerikanische Autor Gary Chapman ausgemacht haben: Liebevolle Worte. Zeit für einander. Hilfe. Zärtliche Berührungen. Geschenke, die von Herzen kommen. 5 "Sprachen der Liebe", die sichtbar machen sollen, was sonst unsichtbar bleibt. "Ja", kann man jetzt sagen. "Jetzt sehe ich, dass da Liebe ist."
Seht.
Seht, welche Liebe!
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen...
An Weihnachten muss man nicht lange suchen, um auf die Spuren dieser Liebe zu stoßen.
"Seht", sagt dort der Engel auf dem Feld. "Seht die große Freude... und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen."
Seht!
Da wird sie nämlich sichtbar, die große Liebe Gottes. Sichtbar, erfahrbar, begreifbar, wie nie zuvor. Nicht nur in großen, salbungsvollen Worten. Keine Liebesschwüre aus der Ferne, vom Himmel herab, vielleicht auch nur vermittelt durch die Botschaft irgendwelcher Propheten, die für sich in Anspruch nehmen, im Auftrag Gottes zu sprechen. Nein: Gottes Liebe zeigt sich so, dass es deutlicher nicht mehr geht. Er kommt selbst. Der unendliche Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, macht sich klein und begibt sich hinein in seine Schöpfung, hinein in diese Welt. Er kommt zu seinen Menschen, um seine Liebe zu zeigen. Und das auch nicht als großes, überlegenes, erhabenes Gegenüber. Seine Liebeserklärung ist nicht herablassend, kommt nicht von oben herab. In diesem Kind in der Krippe wird es überdeutlich: So sehr liebt Gott uns seine Menschen, dass er bereit ist, einer von uns zu werden. Die Evangelien erzählen von seiner Liebesgeschichte, durch alle Höhen und Tiefen des Menschseins hindurch bis hin zum Äußersten -- bis zum Sterben selbst. Bis zum Tod am Kreuz, für uns -- Gott zeigt, wie lieb er uns hat.
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen...
Paulus schreibt davon, was Gott aus Liebe für uns alles bereit ist aufzugeben: "Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz." (Phil 2,6-8). In den unsterblichen Worten des Johannesevangeliums: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3,16)
Die Hirten gehen voll Gotteslobs wieder zurück zu ihren Herden. Sie haben gesehen. Sie haben verstanden. Sie sind geliebt.
Diese Liebe macht etwas mit den Geliebten.
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch!
In diesem Gottessohn, der in die Welt kommt und Mensch wird, nimmt Gott uns an, aus Liebe. Am Ende dieser Liebesgeschichte ist nicht mehr nur einer "der Sohn"-- im Gegensatz zu allen anderen. Nein, weil Gott das Leben seines Sohnes mit uns teilt, sind wir nun alle "Gottes Kinder." Das ist es, was seine Liebesbotschaft sagt. Wir auch. Wir sind Gottes geliebte Kinder!
Seht! Seht doch!
Das ist es was ihr sehen werdet. Das ist das letzte Blütenblatt des Gänseblümchens. Das ist es, was herausleuchtet aus der Nacht von Bethlehem:
Gott hat uns nicht vergessen. Er liebt uns mehr als alles andere. Für ihn sind wir seine Kinder. Er ist bereit, alles für uns zu tun. Und er hat es getan. In Jesus.
Noch einmal Paulus: "Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?" (Römer 8,32)
Und Johannes:
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch!
Amen.
By Christoph FischerGnade mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn!
Geliebte Kinder Gottes in Bitz/Burladingen, aus dem ersten Johannesbrief. Aus dem 3. Kapitel.
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum erkennt uns die Welt nicht; denn sie hat ihn nicht erkannt. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. (1. Johannes 3,1-2)Seht!
Seht, liebe Kinder Gottes in Bitz/Burladingen!
Seht, welche Liebe!
Kann man Liebe denn sehen?
Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht. Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht. Als Kind konnte man das einfach an den Blütenblättern eines Gänseblümchens abzupfen. Mit zunehmendem Alter haben wir alle gelernt, dass das nicht ganz so einfach ist.
Er liebt mich. Er liebt mich nicht. Sie seufzt, als sie überlegt, was aus ihrer Liebe geworden ist. Ein Herz und eine Seele waren sie einst. Zeit für einander, übersprudelnde Gefühle, Zärtlichkeit. Seit langem ist das immer weniger geworden. Sie hat fast das Gefühl, sie ist ihm inzwischen egal. Und die Blicke, mit denen er die andere anschaut, versetzen ihr Stiche ins Herz. "Ich liebe dich", steht auf seiner Geburtstagskarte. Ist das wahr? Oder nur eine Floskel?
Seht, welche Liebe!
Seht, welche Liebe?
Gott liebt mich. Gott liebt mich nicht. Gott liebt mich. Gott liebt mich nicht. Er ist verwirrt. Früher war das alles klar. Ein kindlicher Glaube, der einfach davon ausging, dass Gott immer das Beste mit ihm vorhat. Bis die Mutter krank wurde. Corona. Intensivstation. Dabei hatten sie doch so aufgepasst. Und dann so gebetet. So gehofft und geglaubt. Und dann ist sie trotzdem gestorben. "Gott liebt dich." steht auch auf der Kondolenzkarte. Aber es klingt hohl, mit bitterem Nachgeschmack. Ist das denn so? Ist da überhaupt jemand oben in diesem grauen Himmel? Und wenn ja, denkt er dann wirklich an mich?
Seht, welche Liebe!
Seht, welche Liebe?
Liebe ist doch zunächst einmal nicht sichtbar, nicht greifbar. Ein Konzept, vielleicht. Ein Gedanke. Ein Gefühl, dass sich tief drinnen regt. Die berühmten "Schmetterlinge" im Bauch. Das Herz, das höher schlägt.
All das kann man nicht sehen. Zumindest nicht von außen. Vielleicht am Gesichtsausdruck, an der Gestik, an der Körperhaltung. Das ist dann Interpretationssache. Vielleicht gibt es auch deshalb so oft irgendwelche Missverständnisse, wenn es um Liebe geht.
Liebe kann man nicht sehen. Sie muss erst sichtbar gemacht werden.
Fünf "Sprachen der Liebe" will der bekannte amerikanische Autor Gary Chapman ausgemacht haben: Liebevolle Worte. Zeit für einander. Hilfe. Zärtliche Berührungen. Geschenke, die von Herzen kommen. 5 "Sprachen der Liebe", die sichtbar machen sollen, was sonst unsichtbar bleibt. "Ja", kann man jetzt sagen. "Jetzt sehe ich, dass da Liebe ist."
Seht.
Seht, welche Liebe!
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen...
An Weihnachten muss man nicht lange suchen, um auf die Spuren dieser Liebe zu stoßen.
"Seht", sagt dort der Engel auf dem Feld. "Seht die große Freude... und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen."
Seht!
Da wird sie nämlich sichtbar, die große Liebe Gottes. Sichtbar, erfahrbar, begreifbar, wie nie zuvor. Nicht nur in großen, salbungsvollen Worten. Keine Liebesschwüre aus der Ferne, vom Himmel herab, vielleicht auch nur vermittelt durch die Botschaft irgendwelcher Propheten, die für sich in Anspruch nehmen, im Auftrag Gottes zu sprechen. Nein: Gottes Liebe zeigt sich so, dass es deutlicher nicht mehr geht. Er kommt selbst. Der unendliche Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, macht sich klein und begibt sich hinein in seine Schöpfung, hinein in diese Welt. Er kommt zu seinen Menschen, um seine Liebe zu zeigen. Und das auch nicht als großes, überlegenes, erhabenes Gegenüber. Seine Liebeserklärung ist nicht herablassend, kommt nicht von oben herab. In diesem Kind in der Krippe wird es überdeutlich: So sehr liebt Gott uns seine Menschen, dass er bereit ist, einer von uns zu werden. Die Evangelien erzählen von seiner Liebesgeschichte, durch alle Höhen und Tiefen des Menschseins hindurch bis hin zum Äußersten -- bis zum Sterben selbst. Bis zum Tod am Kreuz, für uns -- Gott zeigt, wie lieb er uns hat.
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen...
Paulus schreibt davon, was Gott aus Liebe für uns alles bereit ist aufzugeben: "Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz." (Phil 2,6-8). In den unsterblichen Worten des Johannesevangeliums: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3,16)
Die Hirten gehen voll Gotteslobs wieder zurück zu ihren Herden. Sie haben gesehen. Sie haben verstanden. Sie sind geliebt.
Diese Liebe macht etwas mit den Geliebten.
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch!
In diesem Gottessohn, der in die Welt kommt und Mensch wird, nimmt Gott uns an, aus Liebe. Am Ende dieser Liebesgeschichte ist nicht mehr nur einer "der Sohn"-- im Gegensatz zu allen anderen. Nein, weil Gott das Leben seines Sohnes mit uns teilt, sind wir nun alle "Gottes Kinder." Das ist es, was seine Liebesbotschaft sagt. Wir auch. Wir sind Gottes geliebte Kinder!
Seht! Seht doch!
Das ist es was ihr sehen werdet. Das ist das letzte Blütenblatt des Gänseblümchens. Das ist es, was herausleuchtet aus der Nacht von Bethlehem:
Gott hat uns nicht vergessen. Er liebt uns mehr als alles andere. Für ihn sind wir seine Kinder. Er ist bereit, alles für uns zu tun. Und er hat es getan. In Jesus.
Noch einmal Paulus: "Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?" (Römer 8,32)
Und Johannes:
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch!
Amen.

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