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ERF Plus - Anstoß Liebe zum Gesetz


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Gedanken von Horst Kretschi zu Psalm 119,16.

Das deutsche Strafgesetzbuch umfasst mehr als 350 Paragrafen. In Ihnen werden Vergehen beschrieben und welche Strafe darauf steht. Paragraf 267 zum Beispiel behandelt Urkundenfälschung. Bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe stehen darauf, in schweren Fällen bis zu zehn Jahre. Oder Paragraf 146, der sich mit Geldfälschung befasst.

Gesetze sind wichtig – nicht nur in Strafsachen. Ich finde es gut, dass es sie gibt. Wo Menschen zusammenleben, braucht es Gesetze. Aber ich würde nie dazu kommen zu sagen, dass ich die Gesetze unseres Landes liebe! Und ich lese auch nicht jeden Tag darin.

Wie anders liest sich das in der Bibel. In Psalm 119 schwärmt der Schreiber von den Weisungen Gottes und wie sehr er sie schätzt. Martin Luther hat den entsprechenden hebräischen Begriff zumeist mit „Gesetz“ übersetzt. So lautet zum Beispiel Psalm 119,16 so: „Deine Gesetze machen mich glücklich; nie werde ich dein Wort vergessen.“ Der gesamte Psalm ist ein Lobgesang auf die Wohltaten, die der Schreiber des Psalms durch das Lesen von Gottes Weisungen erlebt.

Der wesentliche Unterschied zwischen den Gesetzen Gottes und menschlichen Gesetzen ist ihre Grundausrichtung. Gottes Gesetze beschreiben, wie ein Mensch gottgefällig sein Leben führen kann und soll. Menschliche Gesetze regeln Bestrafungen für Vergehen, die ein Mensch begehen könnte. Hier stehen positive Lebensausrichtung gegen negative Strafandrohung. Das eine kann ich lieben, das andere sollte ich zur Kenntnis nehmen und nicht tun.

Bibellesen unter bibleserver.com

Autor: Horst Kretschi

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